5 Gründe, warum Yoga der perfekte Zusatzsport für Reiter ist

Beim Reiten bilden Pferd und Reiter eine harmonische Einheit. Schon feinste Signale genügen, um dem Pferd zu zeigen, was man von ihm möchte. Yoga ist der perfekte Zusatzsport für Reiter. Er hilft Dir dabei Deinen Körper noch intensiver wahrzunehmen, Fehlhaltungen zu vermeiden, die Muskeln zu entspannen und fokussiert zu sein. Die positiven Effekte für Pferd und Reiter wurden schon vor langer Zeit entdeckt. Deshalb gibt es mittlerweile sogar spezielle Yoga Kurse für die Bedürfnisse von Reitern!


Wir verraten Dir, warum Pferd und Reiter gleichermaßen von Yoga und Meditation profitieren können. Außerdem zeigen wir Dir 3 hilfreiche Übungen für einen sicheren und ausbalancierten Sitz im Sattel.

Darum profitiert Dein Pferd von Yoga

Pferde sind sehr feinfühlige Wesen. Schon seit Jahrtausenden bilden sie eine unschlagbare Einheit mit ihren Reitern. Sie haben sehr feine Antennen und spüren kleinste Bewegungen und Dysbalancen. Hat der Reiter Probleme sein inneres Gleichgewicht zu finden oder hat mit muskulären Dysbalancen zu kämpfen, wirkt sich das auch auf das Tier aus. Es kann unruhig werden, eine Hand bevorzugen oder die Signale des Menschen sogar falsch deuten. Meist liegt es am Reiter und die Probleme können durch das richtige Training schnell beseitigt werden.


Mithilfe von Yoga hilfst Du Deinem Liebling beim Training noch mehr zu einer Einheit zu verschmelzen und die richtigen Signale zu senden. Dein Pferd profitiert z.B. durch:


• eine bessere Balance
• feinere Signale
• Deine innere Ausgeglichenheit
• einen starken Fokus
• einen aufrechten und ausgeglichenen Sitz

5 Gründe, warum Yoga für Reiter perfekt ist

Yoga wirkt wunderbar auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene. Es gibt natürlich noch viel mehr gute Gründe, die für Yoga sprechen. 5 davon verraten wir Dir jetzt:

  1. Der aufrechte Sitz fällt Dir leichter

Yoga stärkt den gesamten Körper. Dabei werden auch die Muskeln im oberen und unteren Rücken kräftiger, die so wichtig für einen aufrechten Sitz sind. Dadurch fällt es Dir auch automatisch leichter Deine Schultern zu entspannen. Vielleicht ist Dir ein leicht runder Sitz vor der Yoga Praxis gar nicht aufgefallen. Aber durch die regelmäßige Körperarbeit bemerkst Du selbst kleine Unterschiede und sitzt ganz automatisch gerade im Sattel.

2. Dein Brustkorb wird geöffnet

Ganz wichtig für Reiter ist eine freie und tiefe Atmung. Sie hilft dabei die Muskeln mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Aber auch für den aufrechten Sitz ist ein geöffneter Brustkorb sehr wichtig. Denn nur wenn Du das Gefühl hast gut durchatmen zu können, richtet sich Dein Körper locker auf. Durch verschiedene Dehnübungen wird Dein Brustkorb sanft geöffnet.

3. Dein gesamter Körper wird flexibler

Um Deinem Pferd ohne Worte zu sagen was Du von ihm willst, ist ein feines Körpergespür notwendig. Je flexibler Du bist, desto leichter wird Dir das fallen. Mit den Yoga Übungen sorgst Du dafür, dass z.B. Deine Hüfte und Deine Beine gedehnt und gekräftigt werden. Du wirst schnell die positiven Effekte beim Reiten bemerken.

4. Du bekommst ein neues Körperbewusstsein

Kennst Du das? Irgendwie fällt Dir das Steuern mit der einen Körperhälfte viel leichter als mit der anderen. Yoga hilft Dir dabei in ausgeglichene Balance zu kommen. Du lernst Deine rechte und linke Körperhälfte gleichermaßen anzusteuern. Du erkennst Deine Muster und kannst direkt mit Deiner verbesserten Körperwahrnehmung dagegen steuern.

5. Du lernst Dich zu fokussieren

Durch die intensive Beschäftigung mit Deinem Körper und Deiner inneren Mitte wird Dein Fokus geschult. Deine Konzentration wird gefördert und Du lernst ganz automatisch alles um Dich herum auszublenden. Das hilft Dir beim Reiten noch gezieltere Signale an Dein Pferd zu senden. Andersherum wirst Du die Bewegungen und Empfindungen Deines Pferdes noch intensiver spüren und deuten können.

3 Yoga Übungen für Reiter

Jetzt aber genug von der Theorie! Unsere 3 Übungen geben Dir einen ersten kleinen Einblick in die Welt des Yoga. Such Dir ein Plätzchen, das Dir Ruhe und Geborgenheit schenkt, lege Dich auf eine Yogamatte und starte ganz entspannt mit den Übungen. Jedes Asana sollte mindestens 2 Minuten gehalten werden.

Übung 1: Paschimottanasana (Vorwärtsbeuge)

Setze Dich auf Deine Yogamatte und strecke die Beine aus. Bringe nun Deinen Oberkörper langsam so weit es geht nach vorne. Dabei sollte Dein Rücken und Deine Halswirbelsäule möglichst gerade sein. Atme bewusst tief ein und aus. Mit jedem Atemzug versuchst Du ein kleines bisschen mehr in die Dehnung zu gehen. Du empfindest die Dehnung als zu intensiv? Dann setze Dich auf ein niedriges Kissen oder einen Yogablock.


Effekte: Mit dieser Übung wird die Rückseite Deines Körpers gedehnt. Sie sorgt für einen lockeren Rücken und löst unliebsame Verspannungen. Die Übung verhilft Dir außerdem zu lockeren Schultern und mehr Beweglichkeit in den Beinen.

Übung 2: Drache (Dragon Pose)

Für den Drachen begibst Du Dich in einen großen Ausfallschritt. Bringe Dein rechtes Bein nach vorne und strecke das linke Bein so weit es geht nach hinten aus. Dein Oberkörper befindet sich links neben dem rechten Knie. Du stützt Dich mit beiden Händen auf der Matte ab. Dabei ist Dein Rücken gerade und der Blick nach unten gerichtet. Wiederhole die Übung mehrmals, abwechselnd mit beiden Beinen.


Effekte: Diese Übung aus dem Yin Yoga ist ideal, um den Hüftbeuger aufzudehnen. Beim Reiten ist es besonders wichtig, dass dieser Muskel locker ist.

Übung 3: Tiefe Hocke (Malasana)

Der Name dieses Asanas verrät es schon. Für diese Yoga Übung gehst Du tief in die Hocke. Dabei legst Du Deine Arme in Gebetshaltung vor Deinen Körper und dehnst mit den Armen gleichzeitig Deine Beine auf. Aber nur so weit wie es Dir angenehm ist.


Effekte: Diese Übung wirkt vor allem auf Deinen Unterkörper. Zum einen werden Deine Oberschenkel und auch das Gleichgewicht gestärkt. Zum anderen dehnst und mobilisierst Du Deine Hüfte. Außerdem wird gleichzeitig der untere Rücken gedehnt. Du profitierst beim Reiten von einer besseren Beweglichkeit.

Bist Du Reiter und möchtest Yoga ausprobieren? Oder übst Du schon fleißig Asanas aus dem Hatha Yoga oder Yin Yoga, die Dich beim Reiten unterstützen? Hast Du dadurch allgemein zu mehr Ruhe gefunden? Wir freuen uns auf Deine Erfahrungen!