6 Asanas für jedermann – wie du im Alltag zu innerer Stärke und Gelassenheit findest

6 Asanas für jedermann
6 Asanas für jedermann

Yoga stärkt den Kreislauf, sorgt für Beweglichkeit und einen tollen Körper. Wenn du allerdings mit sportlichem Ehrgeiz an deine Yogastunde herangehst, steht dir dein fester Wille bei der Ausführung der Asanas eher im Weg. Nicht der Leistungsgedanke, sondern das Loslassen ist der Schlüssel zu einer wohltuenden Yogastunde. Wir haben sechs Asanas zusammengestellt, die jedermann praktizieren und leicht in den Alltag integrieren kann.

1. Der Baum

Vrikshasana – der Baum – ist eine Asana, die dir hilft, dein inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Gönne dir einige Minuten in dieser leicht zu erlernenden Übung und schlage Wurzeln, um den Stürmen des Lebens mit Standfestigkeit und einem klaren Geist begegnen zu können. Stelle dich auf deine Yogamatte und nimm einige tiefe Atemzüge in den Bauch. Richte deine Wirbelsäule gerade auf. Fixiere mit den Augen einen festen Punkt. Lege nun einen Fuß auf die Innenseite des gegenüberliegenden Oberschenkels, des Knies oder der Wade. Sobald du stabil stehst, führe die Arme über dem Kopf zusammen, so dass sich die Handflächen berühren.

2. Die Stellung des Kindes

Wenn du zur Ruhe kommen möchtest und dein Urvertrauen wiederentdecken möchtest, bietet dir Garbhasana – die Stellung des Kindes – eine wunderbare Auszeit vom Alltag. Um in die Asana zu gelangen, setze dich auf deine Fersen und lege deine Hände mit dem Handrücken nach oben neben den Füßen ab. Lass die Ellbogen hängen und lege deine Stirn am Boden ab. Mach den Nacken lang und lass die Schulterblätter dabei locker hängen. Atme tief und spüre, wie dein Atem deinen Bauch massiert. Bleibe in der Stellung so lange, wie es dir gut tut.

3. Der Fisch

Der Fisch – Matsyasana – ist eine Übung für alle, die endlich einmal wieder tief durchatmen müssen. Sie hat eine regulierende Wirkung auf die Schilddrüse und öffnet den gesamten Oberkörper. Lege dich auf deine Yogamatte entspannt auf den Rücken. Gib die Hände unter das Gesäß und hebe beim Einatmen den Brustkorb weit an. Lege den Kopf nach hinten ab und spüre die Dehnung im Brustbereich. Nimm einige tiefe Atemzüge und spüre, wie neue Energie in deinen Körper strömt.

4. Das Dreieck

Trikonasana – das Dreieck – ist eine Übung, die du überall ausführen kannst, um deinem Körper und deinem Geist eine kurze Pause zu gönnen und neue Energie zu aktivieren. Steh aufrecht und öffne die Beine ca. einen Meter weit. Halte die Füße dabei parallel. Atme ein und hebe den rechten Arm weit nach oben. Beuge nun den Rumpf nach links und gib den Arm zum Ohr. Halte nun für einige Sekunden die Luft an, atme dann vollständig aus und wechsle die Seite. Schließe die Augen und spüre nach.

5. Der Held

Du bist ein Held und es ist wichtig, dass du dir deines Mutes und deiner Kraft bewusst wirst. Vira Bhadrasana – die Heldenstellung – nimmst du ein, indem du dein linkes Bein im 90-Grad-Winkel beugst. Kontrolliere, ob das Knie genau über dem Fußgelenk steht. Breite die Arme weit auseinander, die Arme parallel zum Boden. Der linke Fuß zeigt dabei 90 Grad nach links, der rechte Fuß ca. 30 Grad nach links. Achte darauf, dass die Außenkante des Fußes auf dem Boden bleibt und versuche, für einige Atemzüge zu entspannen. Wechsle dann die Seite.

6. Die Vorwärtsbeuge

Keine andere Übung lehrt dich so gut, geduldig zu sein. Die harmonisierende Übung regt deine Abwehrkräfte an und steigert dein Wohlbefinden. Setze dich in den Langsitz und gib die Hände entspannt auf die Oberschenkel. Lass die Hände langsam die Schienbeine nach vorn wandern. Greife nach den Füßen und lege Bauch und Brust so weit auf den Beinen ab, wie es dir gelingt. Spüre nach, wie sich dein Körper in der Asana anfühlt, ohne zu bewerten.

©iStock.com/szefei

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