Dandasana: Die Stockhaltung

Dandasana: Die Stockhaltung
Dandasana: Die Stockhaltung

Beim Yoga wirst du dich bestimmt mehr als einmal darüber wundern, dass eine Asana, die beim Yogalehrer ganz mühelos aussieht, offenbar doch sehr viel anstrengender ist als gedacht. Zu diesen Übungen, die auf den ersten Blick sehr leicht aussehen, gehört Dandasana. Die Stockhaltung gehört zu den Sitzhaltungen des Yoga. Diese Sitzhaltungen dienen als Ausgangsstellung für zahlreiche Asanas, lassen den Übenden kurz zur Ruhe kommen und haben durchaus auch eine kräftige Wirkung.

Die Wirkung von Dandasana

Dandasana ist eine Yogaübung, die ideal dafür geeignet ist, dich im Alltag kurz zu erden und zur Ruhe kommen zu lassen. Beine und Gesäß, also alles, was uns im Leben einen festen Stand verleiht, sind hier direkt mit dem Boden verbunden und lassen die Energie aus der Erde direkt in deinen Körper strömen. Dandasana wird nachgesagt, den Verdauungsapparat zu aktivieren.
Wenn du unter Ischiasbeschwerden leidest, kann regelmäßiges Sitzen in Dandasana deine Schmerzen lindern. Die Übung dehnt die Beinmuskulatur sanft und vitalisiert die Muskeln in den Füßen und Waden.
Konzentrationsstörungen zählen ebenfalls zu den Bereichen, in denen Dandasana Hilfe spenden kann. Die Übung macht es möglich, den Geist zu fokussieren und eine begonnene Arbeit konzentriert zu Ende zu führen. Deshalb zählt die Stockhaltung zu jenen Asanas, die sich für eine kurze Yogasequenz im Büroalltag anbieten.

Welche Hilfsmittel sind nötig, um Dandasana auszuführen?

Um Dandasana auszuführen, benötigst du bequeme Kleidung und eine angenehme Unterlage. Da Jeans oder ein enger Hosenbund beim Üben unangenehm in den Bauch drücken, ist eine weiche Hose empfehlenswert. Überhaupt lässt sich Dandasana auch beim Yoga im Freien hervorragend einbeziehen. Auf einer grünen Wiese oder am Strand ist die Übung ungeheuer effektiv. Der direkte Kontakt zur Erde verstärkt dein Gefühl, zur Ruhe zu kommen und neue Energie zu tanken. Einigen Menschen fällt es schwer, ohne jede Stütze aufrecht zu sitzen. Ein Yogaklotz, ein flaches Yogakissen oder auch ein zusammengerolltes Handtuch unter dem Gesäß erleichtern das Einnehmen einer korrekten Sitzhaltung.

So funktioniert die Asana

Um Dandasana einzunehmen, setzt du dich zunächst bequem auf die Mitte deiner Matte oder einer anderen Unterlage und streckst die geschlossenen Beine locker nach vorne aus. Nun ziehst du die Fußzehen in Richtung Schienbein, die Fersen drückst du in den Boden. Die Knie bleiben leicht gebeugt. Richte das Becken auf und greife mit den Händen unter das Gesäß, um die Sitzbeinhöcker sanft nach außen zu ziehen. Nun gilt es, Kopf und Wirbelsäule gerade aufzurichten. Vielen Übenden hilft es, sich eine Schnur in der Scheitelmitte vorzustellen, die den gesamten Körper sanft nach oben zieht.
Deine Arme hängen locker zur Seite herab. Wenn du möchtest, stütze dich sanft mit den Händen am Boden ab. Bei aller Körperspannung sollte der Blick immer locker bleiben und die Sinne die Geräusche, Gerüche und Eindrücke der Umgebung weiter wahrnehmen.

Variationen

Wenn du dich in Dandasana sicher fühlst und einige Minuten in der Position verharren kannst, hast du die Möglichkeit, folgende Variationen auszuprobieren:
Die Stockhaltung mit aufgestellten Beinen: Bei dieser Variation bleiben die Beine aufgestellt, die Fersen drücken in den Boden. Diese Variation empfiehlt sich für Menschen, die unter Beschwerden im Bereich des unteren Rückens leiden. Sie ist aber auch ideal für alle fortgeschrittenen Yogis, die im Alltag von anderen unbemerkt Dandasana einnehmen möchten, um kurz innezuhalten.
Die Stockhaltung mit erhobenen Armen: Fortgeschrittene verstärken die Wirkung von Dandasana, indem sie die Hände seitlich über den Kopf nach oben strecken und die Handinnenflächen sanft aneinanderpressen. Der Kopf bleibt gerade, der Blick nach vorn gerichtet.
Ganz gleich, welche Variation du bevorzugst: Dandasana ist eine wohltuende und stärkende Asana, die du leicht in den Alltag einbinden kannst und die eine große Wirkung bei kleinem Einsatz verspricht.

©iStock.com/GoodOlga

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