Doga: Yoga mit dem Hund – alles was Du wissen musst

Yoga mit Tieren ist der neueste Trend und macht tierisch Spaß! Es ist eine tolle Möglichkeit mehr Zeit mit dem “besten Freund des Menschen” zu verbringen. Wer z.B. kennt die lustigen Videoclips von Yoga mit kleinen Ziegen? Die Tiere nutzen dabei den Menschen aber eher zum munteren Klettern. Doga hingegen bezieht die geliebten Vierbeiner direkt mit ein. Durch die speziellen Übungen und sanften Berührungen kommen die Hunde zur Ruhe und genießen die Nähe zum Menschen. Die Entspannung überträgt sich dabei gegenseitig und Hund und Mensch sind nach dem Yoga ein Herz und eine Seele.

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Was ist Doga?

Doga, auch bekannt als Dog Yoga oder Hundeyoga, ist ganz einfach gesagt Yoga mit dem Hund. “Wie soll das denn funktionieren?”, fragen sich da einige. Schließlich hat das Tier eine völlig andere Anatomie und kann mit Asanas wie dem Trikonasana oder dem Sonnengruß nichts anfangen. Doch dahinter steckt eine sanfte Yoga Praxis, die den Hund mit sanften Berührungen und viel Nähe einbindet. Dass Fellnasen beruhigend auf den Menschen wirken ist schon längst wissenschaftlich bewiesen. Und beim gemeinsamen Doga profitieren Mensch und Tier gleichermaßen.

Ursprung des Doga

Angefangen hat alles in Japan und den USA. Dort ist die spezielle Form des Yoga sehr beliebt. Vor allem in Japan lieben es die Menschen Zeit mit ihrem Hund zu verbringen, denn die ist oft knapp und viele Wohnungen sind sehr beengt. Da freuen sich Hund und Besitzer gleichermaßen auf Abwechslung im Alltag und viel Nähe.


In Japan werden die Hunde beim Doga allerdings oft gehoben und beim Stretching aktiv eingebunden. Genau das stößt oftmals auf Kritik. Denn für viele Vierbeiner bedeuten die häufigen Hebefiguren beim Yoga eher Stress als Entspannung. Hierzulande kommt Hundeyoga deshalb meist ohne das stressende Heben des Tieres aus.

Das sollte Dein Hund mitbringen

Nicht jeder Hund freut sich so sehr auf Yoga wie Herrchen oder Frauchen. Hier muss der Charakter stimmen. Ist Dein Hund ein ruheloser Geist? Dann könnte er Probleme haben lange bei Dir stillzusitzen. Ist der Vierbeiner noch sehr jung? Dann stelle Dich darauf ein, dass er einen großen Bewegungsdrang hat und Yoga langweilig findet.


Für sehr aktive Hunde bietet sich eine Spielrunde vor dem Doga an. Dabei können sich die Tiere so richtig austoben und sie können sich beim Yoga entspannen. Wenn Du Dir unsicher bist, ob Dog Yoga das Richtige für Euch ist, dann mache am besten erst einmal eine kurze Testeinheit. Frage beim Anbieter in der Nähe nach, ob er Probestunden für Neulinge anbietet.

Doga: Yoga mit dem Hund - alles was Du wissen musst

Yoga mit Hund: So wirkt Doga

Entspannung des Herrchen oder Frauchen überträgt sich auf den Hund. Denn die Vierbeiner sind sehr sensibel und erspüren die Emotionen des Menschen schnell. Durch liebevolle Berührungen und Streicheleinheiten während dem Yoga kommt das Tier zur Ruhe und entspannt sich. Dabei nimmt es auch die innere Ruhe des Besitzers wahr. Eine Win-win-Situation für beide, die noch mehr zusammenschweißt. Das Vertrauen und die Bindung werden durch die gemeinsamen Yoga-Positionen noch mehr gestärkt.

Positive Effekte des Doga:

• Stärkung der gegenseitigen Bindung
• der Hund lernt sich zu entspannen
• Stärkung des Vertrauens
• kann sich langfristig auf die allgemeine Gelassenheit auswirken

Kleiner Einblick ins Doga Yoga: 3 Übungen

Damit Du einen besseren Eindruck bekommst, wie Doga funktioniert, stellen wir Dir verschiedene Yoga-Übungen vor. Übrigens: Viele Asanas sind im Yoga sogar nach Tieren benannt, wie das Krokodil, der Schmetterling, die Katze oder der herabschauende Hund. Wie Du Deinen Hund beim Doga aktiv einbinden kannst, zeigen wir Dir mit 3 Yoga-Übungen, die Du super Zuhause testen kannst.

Übung 1: Die Kobra

Du legst Dich flach auf den Bauch, sodass Deine Stirn auf der Yogamatte aufliegt. Strecke Deine Arme und Beine nach unten aus. Nun bringst Du Deine Hände auf Bauchhöhe und stützt Dich ab, sodass sich Dein Oberkörper hebt. Deinen Kopf legst Du leicht in den Nacken. Halte diese Position für 5 tiefe Atemzüge und legen anschließend Deinen Körper wieder ab.


Deinen Hund legst Du neben oder vor Deiner Matte ab. Bringe ihn mit einem Leckerli dazu sich zu strecken und ebenfalls den Kopf zu heben. Er sollte dabei aber auf dem Boden liegen bleiben.


Diese Übung funktioniert übrigens auch perfekt mit einer Katze, wenn sie die Lust dazu hat.

Übung 2: Der herabschauende Hund

Diese Übung kann Dein Hund wunderbar mitmachen! Mithilfe eines Leckerli in bodennähe kannst Du versuchen, dass er seine Vorderbeine, den Oberkörper und Kopf am Boden ablegt und dabei das Hinterteil in die Luft streckt.


Für den Menschen gilt: ab in den Vierfüßlerstand, Knie hüftbreit auseinander und Hände unterhalb der Schultern stellen. Die Zehen werden nun aufgestellt und der Po nach oben und gleichzeitig nach hinten geschoben. Wenn möglich, strecke Deine Beine durch und bringe die Fersen zur Matte. Verweile auch hier ruhig und für 5 tiefe Atemzüge.

Yoga-Umkehrhaltungen: die Hundehaltung (Adho-Mukha-Svanasana)
Yoga-Umkehrhaltungen: die Hundehaltung (Adho-Mukha-Svanasana)

Übung 3: Pranayama mit Hund

Zu guter Letzt bietet sich eine Atemübung (Pranayama) an, die allgemein fester Bestandteil beim Yoga ist. Dein Vierbeiner kann auch hier super eingebunden werden. Welche Übung Du wählst, ist hier ganz Dir überlassen. Als Yoga Anfänger kannst Du zum Einstieg die Wechselatmung probieren. Während der Atemübung streichelst Du mit der freien Hand sanft über die linke und rechte Seite der Hundebrust. Du spürst dabei die Atmung des Vierbeiners. Versuche Dich darauf zu konzentrieren und den Hund durch Deine Berührungen zu entspannen.


Auch diese Übung kann mit einer Katze versucht werden. Fängt sie zu schnurren an, wirkt das zusätzlich beruhigend auf Dich.

Na, auch Lust bekommen Dog Yoga auszuprobieren? Es gibt bestimmt auch einen Kurs in Deiner Nähe. Auch online oder per App kannst Du Doga testen. Oder bist Du sogar schon fleißig am Üben? Hinterlasse uns gerne einen Kommentar mit Deinen Yoga Erfahrungen!