Ist Yoga zuhause etwas für dich?

Yoga zuhause
Yoga zuhause

Yoga zuhause zu üben, ist eine verführerische Idee, denn du hast etliche Vorteile davon – vor allem, wenn du dich schon ein bisschen auskennst. Wer Schichten oder lange arbeitet, hat oft keine Zeit, um Morgen- oder Abendkurse zu besuchen. Gibt es kleine Kinder und viele Termine, lockt die Möglichkeit, Yoga zuhause zu trainieren, umso mehr: Du träumst davon, dir persönliche Freiräume zu schaffen und dann in Ruhe zu arbeiten. Endlich Zeit für dich zu haben!
Allerdings ist diese Vorstellung trügerisch, sofern du nicht konsequent bist: Am besten trainierst du auch zuhause zu bestimmten Zeiten und sorgst dafür, dass dich in dieser Zeit niemand stört. Dein Training muss nicht lange dauern, vielleicht hast du nur eine Viertelstunde am Morgen; doch bei mehreren Malen pro Woche kommst du insgesamt auch auf eine halbe, eine ganze oder sogar auf eineinhalb Stunden. Bleib also am Ball!

Wir haben hier einige Punkte zusammengestellt, damit du klarer siehst, ob Yoga zuhause für dich geeignet ist:

  • Du kannst Yoga zuhause üben, wenn du
  • keine Zeit für eine Gruppe hast
  • gern mit deinen Kindern üben möchtest
  • bereits Vorkenntnisse in Yoga oder zumindest ein sehr gutes Körpergefühl hast
  • diszipliniert genug bist
  • etwas Platz freiräumen kannst
  • die nötige Ruhe für deine Übungen findest beziehungsweise sie bei der Familie einfordern kannst
  • ein paar Utensilien wie mindestens eine Übungsmatte besitzt

Yoga zuhause hat etliche Vor- und (wie die meisten Vorhaben) – einige Nachteile:

Zeit: Du übst, wann du Zeit dafür hast, und nur so viel, wie du möchtest. So sparst du Wege und Benzin und bist nicht zu einem meist 90 Minuten dauernden Programm verpflichtet. Auch kannst du mehrmals pro Woche kleinere Einheiten üben, statt nur einen Termin wahrzunehmen.
Mancher kommt allerdings besser damit zurecht, dass es einen festen Wochentermin gibt; die Disziplin zuhause fehlt oft.

Kosten: Du sparst die oft recht hohen Kursgebühren, natürlich auch Wegekosten.
Dafür musst du dir eine Matte, eventuell Decken, Kissen und Kleidung sowie weitere Hilfsmittel selbst anschaffen, ebenso Bücher und DVDs mit Anleitungen.

Lehrer: Vielen ist es lieber, von einem Lehrer angewiesen zu werden, als sich zuhause die Anleitungen selbst anzueignen. Allerdings musst du dann auch das umsetzen, was im Kurs gefordert wird, selbst wenn es dir nicht liegt.

Können: Du brauchst zuhause nur Übungen zu machen, bei denen du dich sicher und gut fühlst.
Auf der anderen Seite fehlt die Herausforderung, Neues auszuprobieren – es sei denn, du bist neugierig (und vorsichtig). Du solltest auf keinen Fall Übungen machen, die dich und deinen Körper gefährden – hier brauchst du jemanden an deiner Seite, der dich stützt oder dir sagt, ob die Haltung stimmt (nur die wenigsten besitzen privat einen großen Wandspiegel).

Fortschritt: Durch die fehlende Anleitung gibt es meist weniger Fortschritte, sei es in der Ausübung einer bekannten Übung oder im Erlernen neuer mit höheren Schwierigkeitsgraden.
Die Alternative: Du erstellst dir einen eigenen Trainingsplan.

Umgebung: Es ist zuhause nicht immer einfach, eine ruhige, eher neutrale Umgebung zu schaffen. Mancher geht deshalb lieber in einen Kurs, auch um abzuschalten. Allerdings bieten wir einige Möglichkeiten, eine traumhaft-harmonische Atmosphäre zu schaffen: Probiere es beispielsweise mit unseren wundervollen Kerzen.

Yoga zuhause zu üben ist sinnvoll, wenn es sich für dich richtig anfühlt und du dir über deine körperlichen Eigenschaften – auch über die Grenzen deines Körpers – im Klaren bist. Beim Yoga geht es nicht um Wettkampf und ein Schneller-höher-weiter, sondern um eine sehr individuelle Form der Bewegung und der Harmonie. Niemand ist so wie du, auch nicht beim Yoga!

Wenn du Fragen hast, freuen wir uns über deinen Beitrag und werden sehr gern antworten!

©iStock.com/AndreyPopov

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