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Karma Yoga

Was ist Karma Yoga – was musst Du wissen?

Karma-Yoga ist, wie der Name schon sagt, ein etwas anderer Yoga-Stil, den Du nicht zwingend auf der Yogamatte praktizieren musst. Das Karma-Yoga gehört zu den vier Yogawegen, der von vielen Yoginis und anderen spirituellen Menschen gegangen wird. In diesem Beitrag erfährst Du die wichtigsten Informationen und bekommst die Antwort, warum es sich lohnt, Karma-Yoga in Deinen Alltag zu integrieren. Denn wie man so schön sagt, eine gute Tat am Tag, macht Dein Leben viel schöner.

Definition: Was ist Karma-Yoga genau?

Viele Menschen haben das Ziel, zur Erleuchtung zu gelangen. Eine Möglichkeit könnte Karma-Yoga sein. Neben den drei anderen Wegen, Raja Yoga (das ist der herkömmliche Weg mit diversen Atemübungen, Asanas sowie Meditation), Bhakti Yoga und Jnana Yoga zählt Karma-Yoga zu einer effizienten Variante, sein Leben selbstloser und achtsamer auszurichten.

Karma-Yoga kann auch als “Yoga der Tat” übersetzt werden, genauso spielt in diesen Yoga-Weg das Prinzip der Ursache und Wirkung rein. Das Ziel ist es, gutes Karma anzuhäufen und damit ein schönes Leben zu haben sowie anderen Menschen zu dienen.

Ein sehr beliebter und weiser Yoga-Meister Swami Sivananda erklärte immer, dass er den jungen Yogis “Bettpfannen-Yoga” beibrachte. Seiner Philosophie nach konnten Schüler den Yoga-Weg am besten dadurch gehen, indem sie anderen dienten. Dies setzte er um, indem die Schüler im Krankenhaus die Pfannen der kranken Menschen ausleeren mussten. Die tägliche gute Handlung wirkte sich natürlich direkt auf die Spiritualität der Yogis aus.

Kurz erklärt: Was ist Karma?

In diesem Zusammenhang möchten wir Dir kurz erklären, was Karma bedeutet. Es wird auch als Gesetz von Ursache und Wirkung beschrieben. Auf jede Handlung folgt eine Konsequenz. Die Folge sorgt dafür, dass wieder gehandelt wird – somit beschreibt es eine ständige Abfolge von Handlungen. Das Gesetz wird vor allem im Hinduismus und Buddhismus befolgt, gleichzeitig zählt es zu den universellen Naturgesetzen, die jedes Menschenleben prägen, wenn auch unbewusst.

Wer diesem Gesetz folgt, weiß, dass jede Handlung einen Samen setzt und die Folge früher oder später (in manchen Fällen auch erst im nächsten Leben) eintritt.

Diese Tatsachen sollen keine Angst machen. Jeder Mensch macht Fehler und jeder hat Dinge getan, die er im Nachhinein bereut. Dennoch ist es ratsam, seinem Leben jetzt einen neuen Sinn zu geben. Dies gelingt mit einfachen Tipps, die Du im nachfolgenden Abschnitt kennenlernst.

Wie kannst Du Karma-Yoga in Deinen Alltag integrieren?

Nachdem Du jetzt verstanden hast, dass Du Dein Leben durch Deine Handlungen bewusst steuern kannst, solltest Du diese weise wählen. Mit etwas Übung fällt dies deutlich leichter; somit ist der erste Schritt zum Göttlichen leichter umsetzbar.

a) Selbstlos handeln

Einer der wichtigsten Punkte ist, dass Du beginnst, Dein Ego auszuschalten und aus einer selbstlosen Haltung zu handeln. Dies ist besonders am Anfang nicht so leicht. Mithilfe von diversen Meditationsübungen auf dem Kissen, Mantras oder Asanas spürst Du den Ruf Deines Herzens mehr; das Ego rückt in den Hintergrund.

In diesem Zusammenhang kann das Reflektieren des eigenen Verhaltens sehr bedeutend sein. Oftmals handeln wir ego-basiert, obgleich wir es gar nicht wollen. Dies liegt daran, dass wir durch Muster oder Glaubenssätze geprägt sind, die uns so handeln lassen. Wenn diese jedoch aufgelöst sind, kann sich unser Verhalten verändern und das selbstlose Handeln gelingt deutlich einfacher sowie mit mehr Hingabe und Liebe.

Selbstlos handeln bedeutet, dass wir unsere Wünsche nicht unbedingt an erste Stelle setzen. Gleichzeitig heißt es nicht, dass wir uns selbst vernachlässigen müssen.

b) Tue jeden Tag etwas Gutes

Eine tolle Übung kann es sein, dass Du jeden Tag bewusst etwas Gutes tust. Das kann alles Mögliche sein. Egal, ob Du einer älteren Frau über die Straße hilfst, jemanden ein offenes Ohr anbietest oder einem ärmeren Menschen etwas zum Essen schenkst. Auch ein Lächeln kann oft Wunder wirken.

Dieser Punkt macht so viel Unterschied und dennoch ist er leicht in den Alltag integrierbar.

c) Helfe anderen: Entdecke Deine soziale Seite

Je nachdem, welche Lebensverhältnisse Du hast, kannst Du Dich sozial engagieren. Du kannst Projekte mit Geld oder Deiner Zeit unterstützen. Wenn Du noch engagierter bist, kannst Du ein eigenes Projekt ins Leben rufen.

d) Selbstliebe, Urvertrauen und Gleichmut erhöhen

Um authentisch und ehrlich agieren zu können, ist es bedeutend, dass Du Deine Selbstliebe und Deinen Selbstwert stärkst. Erst dann nämlich wirst Du spüren, dass Du die Taten mit einer anderen Motivation machst. Du kannst viel besser entscheiden, was Du warum machst und damit noch selbstloser handeln.

Neben Selbstliebe zählen auch Gleichmut sowie Urvertrauen zu den Grundpfeilern vom Karma-Yoga. Wer dem Leben vertraut, kann deutlich selbstloser und angstloser handeln. Gleichmut bezeichnet eine Gelassenheit: Wer gleichmütig ist, kann in schwierigen Situationen mehr bei sich und positiver bleiben. Du bewertest die Situationen nicht mehr mit “gut” und “schlecht”, was sehr viel Leichtigkeit in Dein Leben bringt.

ACHTUNG: Das solltest Du vermeiden

Wenn Menschen etwas Gutes tun, erwarten sie manchmal Anerkennung von außen. Das heißt, dass Du eine gute Tat vollbringst und Dir dann Wertschätzung wünschst. Dies ist vollkommen menschlich, dennoch sollte dies nicht im Vordergrund stehen. Viel wichtiger ist, dass Du es der Zufriedenheit halber machst. Du wirst sehen, dass Du mit der Zeit ausschließlich mit der Tat so viel Dankbarkeit und Zufriedenheit spürst, dass Du die Anerkennung im Außen nicht mehr benötigst.

Praktizierst Du bereits Karma-Yoga? Wenn ja, was machst Du und wie geht es Dir damit?

Autorenprofil

Nick
Nick
Nick ist seit vielen Jahren begeisterter Yogaanhänger.
Er glaubt fest daran, dass Yoga dabei hilft, dass Menschen friedlicher werden können und so unsere Erde eine bessere wird.

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