Acroyoga im Trend

Acroyoga im Trend
Acroyoga im Trend

Acroyoga wird immer beliebter. Hierbei wird die spirituelle Ebene des Yoga mit der faszinierenden Kreativität der Akrobatik verbunden. Es wird gemeinschaftlich praktiziert. Die möglichen Vorteile sind sowohl in physischer als auch psychischer Hinsicht zahlreich und vielfältig. Im folgenden Artikel wird alles Wissenswerte rund um das Acroyoga erläutert: Was ist es genau, wie funktioniert es, was kannst Du damit erreichen und für wen ist es geeignet?

Was ist Acroyoga?

Der Name Acroyoga hat nichts mit aggressiv zu tun. Er setzt sich aus den zwei Worten akros, was hoch bedeutet und yoga, das für Einheit steht, zusammen. Gemeinsam bedeuten die Wörter „höhere Einheit“. Diese Übersetzung beschreibt das Yoga ziemlich gut. Beim paarweise praktizierten Acroyoga handelt es sich um eine Mischung aus Yoga, Akrobatik und Elementen aus ThaiYoga. Auf angenehme, spielerische Art wird in der Gemeinschaft gelernt, in Bewegung die Balance zu finden. Dabei herrscht ein vertrauensvolles Miteinander. In den Übungen und Bewegungsabläufen sind eine klare und hingebungsvolle Kommunikation sowie ein verlässliches Miteinander erforderlich. Das therapeutische, eher ruhige Element kommt aus dem Yoga-Bereich und der dynamische Teil stammt aus der Akrobatik und stellt eine eher schwungvolle Variante dar.

Wie funktioniert Acroyoga?

Die hauptsächlichsten Figuren, die zu zweit ausgeführt werden, sind „Base“ und „Flyer“. Die stützende Base hält die Balance am Boden, und der obere Part übernimmt den „fliegenden“ Teil als Flyer. Die zentrale Übung ist also das dynamische, akrobatische Fliegen. Der Flieger wird von der Base getragen. Die Base (Basis) liegt sozusagen am Boden, um den Flyer (Flieger) auf den eigenen Füßen in die Höhe zu heben, der ein Gefühl hat, als würde er schweben. In der Luft können unterschiedliche Posen eingenommen werden. Für die Basis ist eine stabile Unterlage wie eine hochwertige Yogamatte wichtig, um genügend Halt zu haben. Fortgeschrittene können die Übungen mit speziellen Figuren noch dynamischer gestalten. Es gibt eine Rollenverteilung, sodass sich Base und Flyer abwechseln. Am Anfang ist noch der Spotter dabei. Diese Person gibt Hilfestellungen, achtet auf die korrekte Ausführung der Übungen und sichert, falls notwendig, ab. Der Flug soll immerhin nicht in einem Absturz enden. Er greift daher unterstützend ein. Das Wort stammt aus dem Englischen „to spot“. Dies bedeutet, etwas zu beobachten.

Was kannst Du mit Acroyoga erreichen?

Dem Flieger wird ermöglicht, seinen Körper loszulassen, um beispielsweise Verspannungen in der Wirbelsäule zu lösen. Der Körper wird gedehnt, gestreckt und massiert. Gleichzeitig dient es dazu, die Herausforderungen des Alltags schwerelos zu vergessen. Die Base wiederum wird geerdet sowie physisch und geistig gestärkt. Der Fokus liegt auf der Kräftigung der Körpermitte, Steigerung der Konzentration und dem Abbau von Stress. Erfolgreiches gemeinsames Acroyoga kann glücklich machen sowie Selbstvertrauen und eine Sensibilität für sich selbst und den Partner zu schaffen. Acroyoga trainiert zudem Körperbewusstsein, Körperspannung, Gleichgewicht, Koordination und Vertrauen sowie die Fähigkeit, zu entspannen und loszulassen. Das höchste Ziel besteht darin, die Praktizierenden in einen wohltuenden Zustand zu versetzen, in welchem sie mit sich selber, den anderen und dem Göttlichen vereint sind.

Fazit

Die Praxis des Acroyoga vereint folgende Hauptelemente: Akrobatik, Yoga sowie die innovative Kraft der Thai-Massage. Die Übungen werden stets zu zweit ausgeführt, sodass es sich um Partner-Yoga handelt. Gegenseitiges Vertrauen sowie Geben und Nehmen spielen hierbei eine wichtige Rolle. Bei jeder Asana gibt es einen Flyer und eine Base. Es gibt derzeit weltweit rund 120 ausgebildete Acroyoga Lehrer. Der Begriff ist eine eingetragene, rechtlich geschützte Marke und darf lediglich von zertifizierten Yogalehrern verwendet werden. Angebote, die inhaltlich ähnlich sind, werden in Deutschland „Yoga & Akrobatik“ oder „Flying Yoga“ genannt. Der Yogastil ist für alle geeignet, die gemeinsame Aktivitäten lieben, sich gern spielerisch bewegen und dabei auch einmal die körperlichen Grenzen ein wenig ausloten.

Bild © karmaknight / 123rf.com