Dank ayurvedischer Lebensweise umfassendes Wohlbefinden erfahren

ayurvedische Lebensweise umfassendes Wohlbefinden
ayurvedische Lebensweise umfassendes Wohlbefinden

Ayurveda ist aktuell in aller Munde. Der ganzheitliche Ansatz der uralten indischen Heilkunst findet gerade bei den Problemen der heutigen Zeit großen Anklang. Hektik, Stress und falsche Ernährung belasten unseren Körper nachhaltig. Mithilfe der intelligenten und durchdachten Ansätze der ayurvedischen Lebensweise, können Körper und Geist wieder zu Einklang finden.

Welche Rolle bei dieser körperlichen und psychischen Entgiftung vor allem die Ernährung, sowie Yoga und spezielle Reinigungskuren spielen, gibt es hier auf einen Blick zu lesen.

Die ayurvedische Ernährung sorgt für Balance der Doshas

Warum ayurvedische Ernährung so gesund ist, lässt sich zunächst am besten anhand der drei Doshas erklären. Die drei Gruppen, die sich aus den Elementen bilden, sind mit verschiedenen Eigenschaften ausgestattet – und diese beeinflussen unseren Körper!

Die sogenannten Doshas – oder auch bioenergetischen Grundprinzipien – teilen sich also in Vata, Pitta und Kapha ein. Immer dann, wenn ein Dosha überwiegt, entsteht ein Ungleichgewicht im Körper. Daraus ergeben sich dann verschiedenartige Krankheiten. Von Geburt an, hat jeder Mensch seine ganz eigene Konstitution inne – man kann also ein Vata-, Pitta-, oder Kapha-Typ sein:

  • Vata-Typ: dieses Dosha ist für die Bewegungsabläufe in unserem Körper verantwortlich. Seine Elemente sind Luft und Äther. Besteht ein Überfluss an Vata, ergeben sich häufig Verdauungsprobleme oder ähnliche Stress-Symptome.
  • Pitta-Typ: bei diesem Dosha stehen die Elemente Feuer und Wasser im Zentrum. Es steht für „erwärmen“ und hat so auch direkt mit dem Stoffwechsel und dem Verdauungssystem zu tun. Zu viel Pitta verursacht in vielen Fällen Sodbrennen, sowie cholerische Züge.
  • Kapha-Typ: sehr typisch für dieses Dosha ist der Hang zum Übergewicht. Das standfeste Element Erde verbindet sich hier mit dem Element Wasser. Kapha ist für das Zusammenhalten der Dinge verantwortlich, es stabilisiert das Immunsystem.

Jeder Mensch reagiert also anders auf die Nahrungsaufnahme – das heißt, jeder verwertet sein Essen unterschiedlich gut. Deshalb tendieren einige Personen auch eher dazu, Wassereinlagerungen, oder Fettdepots anzulegen, als andere. Auch Charaktereigenschaften lassen sich auf die Doshas zurückführen. Während Vata-Typen beispielsweise schnell ihre Gemütszustände wechseln, neigen Pittas zu Zornausbrüchen. Kaphas hingegen strahlen durch eine recht ausgeglichene und ruhige Persönlichkeit.

Auf diesem Wissen aufbauend, kann jeder Mensch seinen ganz eigenen Ernährungsplan zusammenstellen, um die Dysbalance seiner Doshas wieder auszugleichen.

Ayurveda Ernährung: so sieht die Küche der indischen Heilslehre aus

Eine ayurvedische Ernährungsweise wirkt sich wunderbar ausgleichend auf die physische Gesundheit aus. Dazu sollten die wichtigsten Grundelemente der Ayurveda Küche beachtet werden:

Ayurvedische Nahrungsmittel

Die indische Heilslehre hat gewisse Nahrungsmittel als bekömmlicher als andere erkannt. Am besten eignen sich warme Lebensmittel, und das drei Mal am Tag. Mittags ist Rohkost in Ordnung – in allen Fällen sollte man möglichst frische Nahrung zu sich nehmen. Wenig Salz und Zucker, dafür das wertvolle Ghee – ein indisches Butterschmalz, das nicht fehlen darf. Gut verträgliche Nahrungsmittel sind Blattgemüse wie Spinat oder Mangold, Gerste, Chili und ausleitende Gemüsesorten, wie etwa Spargel oder Sellerie.

Gewürze

Ein wichtiger Grundsatz der ayurvedischen Ernährung ist eine Kombination der sechs Geschmacksrichtungen, der „Rasas“ – süß, sauer, bitter, salzig, scharf und herb. Diese Rasas sollen jeweils zusammen in einer Mahlzeit vorkommen. Wenn Speisen nicht gut verdaut werden können, bleiben Stoffwechselschlacken sowie giftige Substanzen zurück – das sogenannte Ama. Um das zu verhindern, helfen die richtigen Gewürze. Das Verdauungsfeuer Agni soll angeregt werden.

Zusammensetzungen

Wie immer bei Ayurveda, kommt es auf die richtige Zusammensetzung der Ingredienzen an. In der ayurvedischen Küche isst man keine tierischen Eiweiße zusammen in einem Gericht, also weder Fleisch, Fisch, Eier oder Milch. Warum Müsli mit Obst und Joghurt nicht so gut funktionieren kann, ist einfach: Milch darf als eigenständiges Nahrungsmittel nicht mit Salzigem oder Saurem kombiniert werden, außerdem auch nicht mit Gemüse oder frischen Früchten.

Kein Problem mit Milch haben Kichererbsen, Linsen, oder Hülsenfrüchte, und auch Mungobohnen eignen sich gut. Obst isst man am besten alleine für sich – sonst kommt es zu Gärungsprozessen bei der Verdauung. Wenn man Getreide, Kartoffeln, Fette oder Teigwaren isst, sollte man das mit Gemüse und Salat abgleichen. Reis gilt als unproblematisch in allen Kombinationen.

Essensphilosophie

Sehr häufig entstehen Gesundheitsprobleme, weil wir die falsche Einstellung zum Essen haben. Ayurveda sieht das Essen als Genuss an und setzt großen Wert auf Achtsamkeit. Man sollte sich häufiger fragen, warum man eigentlich isst. Langeweile, oder Stress, sowie auch Traurigkeit sind häufige Antriebe. Viel besser aber wäre Essen aus wirklichem Hunger und aus Überzeugung! Langsam und bedacht zu essen, bringt Balance und Gesundheit mit sich.

Die ayurvedische Lebensweise unterstützt bei Stress & Burnout

Entspannung ist einer der wichtigsten Schlüssel zu einer ausgewogeneren Lebensweise. Unser Körper profitiert vor allem aus gesundheitlicher Perspektive von Praktiken wie Yoga. Körperliche Benefits ergeben sich so auch in Ayurveda Kuren, wo man Ernährungskonzepte, Meditation, Akupunktur, sowie Massagen und natürlich Yoga miteinander vereint.

Zur Stress & Burnout-Vorsorge ist das wie Balsam für die Seele. Gerade Yoga bietet beeindruckende Heilerfolge – neue Geschmeidigkeit der Gelenke, entspannte Nerven und ein stärkeres Immunsystem sind nur einige Erfolgsbeispiele. Zur Entspannung, sowie als Energieressource ist Ayurveda unschlagbar.

Ayurveda reinigt und entgiftet

Gerade die entgiftende Funktion der ayurvedischen Lebensweise kommt Entschlackungskuren zugute. Ein besseres Körpergefühl, Gewichtsverlust und eine strahlende Haut sind nur einige positive Nebeneffekte, die man hier anführen kann.

Wenn man nachhaltig und auf gesunde Art und Weise durch Ayurveda Gewicht verlieren möchte, ist der ayurvedische Lebensweg wohl einer der besten Hilfestellungen, die es aktuell gibt. Die richtige Ernährung, kombiniert mit viel Bewegung und tollen Yoga-Übungen kann die unnötigen Schlacken des Körpers ausleiten und eine völlig neue mentale Stärke hervorrufen!

Fazit

Mit Ayurveda kann man sich wieder wohlfühlen, befreien und innerlich, wie körperlich stärken. Mit der Dosha-gerechten Ernährung, reinigenden und entspannenden Meditationsübungen und Yoga-Praktiken, sowie wohltuenden Massagen, findet man zu Balance und Ausgeglichenheit. So können Krankheiten gelindert, und neue Kräfte gewonnen werden!

 

Elisabeth Mauracher: Geschäftsführerin & Yoga Instruktorin
Elisabeth Mauracher: Geschäftsführerin & Yoga Instruktorin

Autorin: Elisabeth Mauracher

Position: Geschäftsführerin & Yoga Instruktorin

Elisabeth Mauracher ist junge Geschäftsführerin vom European Ayurveda® Resort Sonnhof in Hinterthiersee, Tirol. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die operative Hotelführung, Gästebetreuung und die Personalführung. Als Ausgleich zu ihren administrativen Aufgaben gibt sie Yoga-Einheiten und vermittelt ihr Wissen in spannenden YouTube Videos.

 

 

Titelbild © marilyna / 123rf.com

Die drei Ayurveda Typen

Die drei Ayurveda Typen
Die drei Ayurveda Typen

Die Weisheit des Ayurveda basiert auf dem Bewusstsein für Energien, das von Sehern (Rishis) empfangen wurde und sich grundlegend auf die fünf Elemente Raum (Äther), Luft, Feuer, Wasser und Erde stützt. Nach der Lehre sind jedoch auch wir Teil dieser Energien, weshalb die fünf Elemente auch im menschlichen Körper verborgen sind.

Nach der ayurvedischen Weisheit wird in drei Lebensenergien (Doshas) unterschieden, nämlich in Vata, Pitta und Kapha. Jeder einzelne Mensch weist von Geburt an nach den Prinzipien des Ayurveda eine individuelle Konstitution auf, die sich aus einer Kombination der Doshas oder der eben einer seiner Reinformen ergibt. Für jeden Typen empfehlen sich jeweils andere Behandlungen, Ernährungsformen und Lebensweisen. Daher ist es sicherlich auch für Dich von Interesse, zu welchem Ayurveda Typ Du gehörst:

Der Vata-Typ

Vata ist verantwortlich für alle Bewegungen im menschlichen Organismus, wobei dies physische und psychische Bewegungsabläufe betrifft. Vata steht als kosmische Verbindung für Wind und für die Prinzipien von Veränderung und Leichtigkeit. Vata ist eine Kombination aus Äther und Luft und zu den Einflüssen von Vata gehören Bewegung und Aktivität.

Wenn Du über mehr Vata in Deiner Konstitution verfügst, bis Du wahrscheinlich sehr klein oder sehr groß und hast viel Freude an Aktivität und Bewegung. Zu den Vata-Typen gehören oft Menschen mit einer Körpergröße von mehr als 180 Zentimetern, die dennoch zartgliedrig wirken. Sie sind jedoch eher von sehniger Statur und weniger muskulös. So gehören viele Ausdauersportler zu den Vata-Typen, die wenig Gewicht auf die Waage bringen und trotzdem sehr zäh sind. Häufig neigen Vata-dominante Menschen zu dünner Haut, gekräuseltem Haar sowie Unregelmäßigkeiten bei den Zähnen.

Vata-Konstitutionen machen sich des Weiteren durch kleine, aber sehr bewegliche Augen sowie einen schnell bräunenden Teint bemerkbar. Sie frieren oft und haben eine Abneigung gegenüber Kälte und Nässe. Geistig sind Vata-Typen enorm fit und wenig, wobei sie aber zu Kummer und Sorgen neigen. Ihre Auffassungsgabe, Kreativität, Aufgeschlossenheit und Neugier wird ein wenig von ihrer Vergesslichkeit und Unzuverlässigkeit eingeschränkt.

Der Pitta-Typ

Pitta basiert nach den ayurvedischen Prinzipien auf dem Element Feuer. Pitta ist verantwortlich für den Stoffwechsel, die Verdauung, den Wärmehaushalt, die Hormone sowie den Intellekt und emotionalen Ausdruck.

Wenn Du eher der Pitta-Typ bist, hast Du das Zeug zur Führungspersönlichkeit. Pitta-Konstitutionen arbeiten nämlich gern und können auch bestimmend sein, wenn sie etwas bewegen oder erreichen möchten. Durch ihre inneren Kräfte, ihr kompetentes Wissen und ein Höchstmaß Motivation werden berufliche, persönliche und insbesondere auch sportliche Hindernisse und Probleme adäquat bewältigt. Pitta-Menschen fühlen sich nur wohl, wenn sie geistig oder körperlich herausgefordert werden.

Doch der Ehrgeiz und Perfektionismus von Pitta-Typen hat auch seine schlechten Seiten. Sie setzen sich häufig so unter Leistungsdruck, dass sie nur selten mit sich selbst zufrieden sind. Aus dieser Unzufriedenheit schöpfen sie wiederum Antrieb und Kraft, ihren Alltag zu bewältigen. Ausgestattet mit Ausstrahlung, Charisma und Intelligenz sind Pitta-Konstitutionen zwar beliebt, aber auch gefürchtet. Sie gelten als streng, pingelig und kritisch.

Da Pitta-Typen gerne und viel essen, haben sie manchmal unter Gewichtsproblemen zu leiden und schwitzen übermäßig. Auch die schwindende Haarfülle sowie Sommersprossen, Muttermale und eine eher unreine Haut sprechen für Pitta-Konstitutionen.

Der Kapha-Typ

Kapha besteht aus den Elementen Erde sowie Wasser und steht für Beständigkeit und Stabilität. Dem Kapha-Typ werden Reserven bereitgestellt, die ihm Ausdauer und Kraft verleihen.

Wenn Du eher zum Kapha-Typ tendierst, bist Du für Deine Freunde und Familie wahrscheinlich der Fels in der Brandung. Mit Deiner Fürsorglichkeit und Stabilität sorgst Du für Harmonie, wobei Dich Fremde vielleicht für etwas träge halten. Jedoch sind Kapha-Typen genau die Menschen, mit denen auch andere Menschen eher innere Ruhe und Zufriedenheit finden.

Kapha-Konstitutionen sind stark, haben Ausdauer und neigen dennoch zu Übergewicht. Auch eine glatte sowie eher fettige Haut sowie kräftiges und eher dunkles Haar zeichnet Kapha-Typen aus. Sie agieren gut überlegt, sind gründlich und bevorzugen einen ruhigen Lebensstil. Hektik ist ihnen fremd und die Familie hat erste Priorität. Ihre Häuslichkeit lässt Kapha-Menschen jedoch manchmal einsam werden. Um träumende Kapha-Typen aus ihrem sicheren Umfeld zu reißen, muss man sie zu einem aktiven Leben mit viel Bewegung motivieren.

Für Yoga sind Kapha-Persönlichkeiten mit ihrer Ruhe geradezu prädestiniert, was auch helfen kann, ein bewusstes und aktives Leben zu führen.

Bild © krisblackphotography

Ayurveda-Kur

Ayurveda-Kur
Ayurveda-Kur

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah liegt? Diese Erkenntnis trifft zweifellos zu, wenn es um das Thema Ayurveda-Kur geht. Denn bei vielen Interessierten hält sich nach wie vor die irrtümliche Annahme, dass man dafür tatsächlich in das ‘Land ihrer Geburt’ aufbrechen muss. Zu den angesagtesten Destinationen zählt neben dem farbenfrohen Indien unter anderem auch das benachbarte Sri Lanka, welches mit einem ähnlichen vielseitigen Potpourri an sinnlichen Eindrücken lockt. Doch die Ayurveda-Kur hat sich nicht zuletzt im Rahmen der Wellness-Bewegung auch fest auf heimischem Boden etabliert und wird von der sanften Variante bis hin zum klassisch disziplinierten Original an den unterschiedlichsten Orten angeboten. Die Frage lautet also nur, was genau Du Dir unter einer idealen Ayurveda-Kur vorstellst und welche Option dieser Vorstellung am nächsten kommt.

Das „Wissen vom Leben“ als intensive und komprimierte Lerneinheit

Dabei ist natürlich zuerst einmal darauf einzugehen, warum Du Dich überhaupt für Ayurveda interessierst und inwiefern Du Dir damit eine Verbesserung Deiner Lebensqualität erhoffen darfst. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die Ursache für eine Fülle an Erkrankungen in einer falschen Ernährungsweise zu suchen. Wer hier also keine Risiken eingehen, sondern möglichst lange über einen starken, gesunden und vitalen Körper verfügen möchte, tut gut daran, entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Die Umstellung der Ernährung auf eine nach ayurvedischen Prinzipien festgelegte Diät ist ein erster und maßgeblicher Schritt. Da sich jedoch viele Menschen schwertun, diese in ihrer gewohnten Umgebung zu praktizieren, in der sie beständigen Störungen und Ablenkungen ausgesetzt sind, bietet sich die Teilnahme an einer Ayurveda-Kur geradezu an. Zudem handelt es sich hierbei um eine ideale Gesundheitsvorsorge, welche zukünftige Arztbesuche reduziert, wenn nicht sogar vollkommen überflüssig macht. Wenn auch Du Dein Leben maßgeblich ändern und endlich im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes gestalten möchtest, dann solltest Du von der jahrtausendealten Weisheit Indiens profitieren und Dir die Grundsätze dieser bewährten traditionellen Gesundheits-, Heil- und Ernährungsmethode zu eigen machen. Die Teilnahme an einer Ayurveda-Kur garantiert Dir eine Einführung in diese neue, komplexe und aufregend sinnliche Welt in langsamen und bedachten Schritten. Dabei lernst Du nicht nur die Bedeutung der unterschiedlichen Speisen und Nahrungsmittelkombinationen sowie ihre Wirkung auf Deinen Körper, sondern Du erhältst auch einen umfassenden Eindruck, wie Du Dein Leben nach ayurvedischen Maßstäben von Grund auf neu gestaltest, indem Du Körper, Seele und Geist als Einheit erkennst und wertschätzt.

Die Ayurveda-Kur als Beginn eines neuen, gesunden Daseins voller Energie und Lebensfreude

Eine Ayurveda-Kur ist in der Regel ganz auf Dich und Deine persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten. Nach einer ärztlichen Bestandsaufnahme in Form der traditionellen Zungen-, Iris- und Pulsdiagnose erfolgt die Erstellung Deines ganz persönlichen Ernährungsplanes inklusive Yoga- und Meditationsprogramm für den Zeitraum der Ayurveda-Kur. Pauschal lässt sich sagen, dass sich die ayurvedische Diät aus drei Mahlzeiten täglich zusammensetzt, welche alle sechs Rasas, das heißt Geschmacksrichtungen enthalten und damit nicht nur nährstoffreich, sondern auch ausgesprochen wohlschmeckend sind. Ein wichtiger Grundsatz besteht darin, dass zwischen den einzelnen Mahlzeiten mindestens fünf Stunden liegen sollten, um eine optimale Verdauung zu garantieren und somit die Bildung krankheitserregender Schlacke zu verhindern. Yoga und Meditation sind untrennbare Elemente der ayurvedischen Philosophie, da sich anhaltende Gesundheit nur in Verbindung mit einem intakten und ausgeglichenen Seelenleben und einem ruhigen Geist erreichen lässt. Angesichts der in der modernen Gesellschaft gängigen Lebens- und Ernährungsweise wird schnell deutlich, dass die ayurvedische Lehre so aktuell ist wie nie zuvor. Schließlich gibt es zahlreiche Studien, die die unvorteilhafte Wechselwirkung einer ungesunden Ernährungsweise und Stress als Auslöser für eine Vielzahl an Beschwerden belegen. Wenn Du also in Situationen, in denen Du nur wenig Schlaf bekommst oder die unterschiedlichsten Herausforderungen meistern musst, zu ungesunden Lebensmitteln greifst, dann werden Dir die Yoga- und Meditationseinheiten der Ayurveda-Kur andere, konstruktivere Stressbewältigungsstrategien aufzeigen.

Bild © TMingi

Ayurveda Massage

Ayurveda Massage
Ayurveda Massage

Die Ayurvedalehre geht davon aus, dass jeder Mensch von drei Lebensenergien bestimmt wird, die sich auf seinen Körper und Geist, seine Lebensführung und sein Aussehen auswirken. Die sogenannten Doshas – das Vata Dosha, das Kapha Dosha und das Pitta Dosha – befinden sich bei einem gesunden Menschen in harmonischer Balance. Durch Faktoren wie Überlastung, falsche Ernährung und Stress kann dieses Gleichgewicht jedoch gestört werden. Vorbeugend und heilend trägt die Ayurvedamassage dazu bei, die Gesundheit und das Wohlbefinden zu erhalten oder wiederherzustellen.

Ayurvedische Heilkunst für Körper und Seele

Die Ayurvedamassage ist seit rund 5000 Jahren ein wichtiger Bestandteil der ayurvedischen Heilkunst, die in ihrer ganzheitlichen Anschauung das Wissen über ein gesundes Leben und sanfte Heilmethoden miteinander verbindet. Wenn Du Dir eine solche Massage gönnst, stimuliert sie die Energiezentren in Deinem Körper. Gleichzeitig wird die Selbstheilung durch Entgiftung und Zellerneuerung angeregt. Wie bei anderen Massagetechniken arbeiten die Masseure mit warmen Ölen, die über die Haut eindringen und den gesamten Organismus intensiv ansprechen. Die stärkende und reinigende Wirkung beruht dabei einerseits auf der speziellen Massagetechnik und andererseits auf den besonderen medizinischen Eigenschaften der verwendeten Öle. Sie werden vom Ayurvedaarzt oder -therapeuten individuell auf Deine Konstitution abgestimmt. Eine Möglichkeit der Abstimmung ist beispielsweise die vorherige Puls- und Zungendiagnose in Kombination mit einem Fragebogen zu Deinen Beschwerden und Deinem Lebensstil. Diese Vorarbeit ist wichtig, damit die Massage genau auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten werden kann.

Je nachdem, ob Du mit der Ölmassage eine präventive oder heilende Wirkung erzielen möchtest, können unterschiedliche Anwendungen zum Einsatz kommen. Grundsätzlich wird bei jeder Anwendung mit viel Öl gearbeitet, das in einem gleichmäßigen Rhythmus sanft streichend in Deine Haut eingearbeitet wird. Die Ayurveda Massagen wirken dann durch die Kombination dieser Technik mit den medizinischen Eigenschaften der mit Kräutern gemischten Öle. Deine Muskeln lockern sich, die Haut wird besser durchblutet und selbst tiefer liegende Organe im Körper können erreicht werden. Vorhandene Blockaden lösen sich auf und Du spürst neue Lebensenergie. Schon während der Behandlung kannst Du Dich tief entspannen. Atme den Duft des warmen Öls ein und genieße die wohlige Wärme, die sich in Deinem ganzen Körper ausbreitet. Neben der klassischen Ganzkörpermassage, der Abhyanga, sind auch Teilanwendungen wie die Gesichts- und Kopfmassage (Shirodhara) sowie eine Rücken- oder Fußmassage wirksam und wohltuend.

Verschiedene Massagen für die individuelle Behandlung

Die Abhyangamassage ist die bekannteste Anwendung unter den ayurvedischen Massagen. Sie reinigt Deinen Körper, indem Gift- und Schlackenstoffe über die Haut ausgeschieden werden. Bei der ausführlichen Ganzkörperbehandlung werden auch Deine Füße, das Gesicht und die Ohren mit einbezogen. Eine spezielle Art dieser Massage ist die Synchronabhyanga. Hierbei arbeiten zwei Masseure gleichzeitig und durch die synchronen Bewegungen entfaltet sich der medizinische Effekt der Massage noch besser. Oft wird sie auch für zwei Personen angeboten: Eine gute Gelegenheit Deinen Partner oder Deine beste Freundin mit einem Massagetermin zu überraschen.

Eine Wohltat für den gesamten Körper ist auch die Marma-Nadimassage. Sie löst Verspannungen und Verhärtungen der Muskeln sowie energetische Blockaden und soll außerdem die Behandlung von Arthrose und Gewichtsproblemen unterstützen. Zur Behandlung von vorhandenen Blockaden, Störungen des Stoffwechsels sowie Übergewicht eignet sich darüber hinaus eine Ganzkörpermassage, die als Trockenmassage mit Handschuhen aus Rohseide ausgeführt wird. Die Garshanmassage regt den Lymphfluss an, entschlackt den Körper und sorgt für eine optimale Durchblutung des Bindegewebes. Durch den zusätzlichen Peeling-Effekt bekommst Du von Kopf bis Fuß eine streichelzarte Haut.

Eine Marmamassage hingegen widmet sich den insgesamt 108 Marmapunkten in Deinem Körper. Über diese Vitalpunkte werden Deine inneren Organe gezielt erreicht und behandelt. Der Behandelnde übt mit den Fingerspitzen Druck auf die jeweiligen Punkte aus, der in Stufen erhöht und anschließend wieder verringert wird. Die damit verbundene Wirkung ist erstaunlich umfassend. So kann zum Beispiel der Alterungsprozess positiv beeinflusst oder die Sehkraft und der gesunde Schlaf gefördert werden. Zudem wirkt die Massage positiv auf das Nervensystem, den Stoffwechsel und den Bewegungsapparat sowie die Knochen.

Bild © poznyakov