Yoga Standhaltungen: Die Dreieckhaltung (Trikonasana)

Yoga Standhaltungen: Die Dreieckhaltung (Trikonasana)
Yoga Standhaltungen: Die Dreieckhaltung (Trikonasana)

Nicht nur in der Architektur steht das Dreieck für Stärke und Stabilität. Auch im Yoga symbolisiert es ähnliche Eigenschaften. Die stabile Standhaltung Trikonasana erinnert zum Beispiel optisch an ein Dreieck. Der Name setzt sich aus den Begriffen „tri“ (drei), „kona“ (für Ecke oder Winkel) sowie „asana“ (Übung, Stellung) zusammen. Kurz wird die Stellung einfach „das Dreieck“ genannt.

Wie findest du in die richtige Dreieckstellung?

Als Ausgangsposition stellst du dich aufrecht auf eine Yogamatte und nimmst die sogenannte Berghaltung (Tadasana) ein. Öffne die Beine zu einer weiten Grätsche. Der Abstand sollte etwa eine Beinlänge umfassen. Die Füße stehen parallel zueinander. Drehe das rechte Bein nun in einem Winkel von 90 Grad nach außen, so dass die Zehen von dir weg zeigen, die Fersen aber weiterhin eine Linie bilden. Der Oberkörper bleibt stabil mit Blickrichtung nach vorne. Versuche, die Kniescheiben hoch zu nehmen und stehe mit beiden Beinen fest am Boden. Atme tief ein und aus. Beim Einatmen werden die Arme gleichermaßen parallel zum Boden seitlich ausgestreckt. Die Handinnenflächen zeigen nach unten. Wenn du das nächste Mal ausatmest, wird der Oberkörper leicht nach vorne gebeugt, der Rücken dabei aber gerade gehalten und möglichst gestreckt. Es ist wichtig, nicht ins Hohlkreuz zu verfallen. Die Hand des rechten Armes geht nun nach unten Richtung Fuß. Je nach körperlicher Beweglichkeit berührt sie die Wade, die Zehen oder die Matte. Die andere Hand wird nach oben ausgestreckt, so dass beide Arme eine gerade Linie bilden. Wer es schafft, der hebt den Kopf so an, dass er nach oben auf die linke Hand schauen kann. Der Nacken bleibt stets gerade.

Versuche in dieser Dreieckposition möglichst entspannt zu stehen. Optimal ist es, wenn du dich für sieben bis zehn tiefe Atemzüge halten kannst. Um in die Ausgangsposition zurück zu gelangen, drehst du zunächst den Kopf und schaust nach unten. Mit einem tiefen Ausatmen richtest du dich wieder auf. Stelle dir dabei am besten vor, dich würde jemand am oberen Arm hochziehen. Komme wieder in die Ausgangsstellung und wiederhole die Asana auf der anderen Seite.

Was solltest du bei der Ausführung beachten?

Trikonasana sollte nicht ausgeführt werden, wenn Beschwerden im Lenden- oder Halswirbelbereich vorliegen. Auch bei Entzündungen der Bauchorgane nimmst du von der Asana besser Abstand. Sollten Schmerzen im Nacken bestehen, ist es sinnvoller, den Blick nach vorne zu richten und nicht nach oben. Überschätze dich zudem nicht selbst: Gehe mit der Hand nur so weit runter, wie es gut möglich ist und dir keine Schmerzen verursacht.

Besonders für Anfänger ist es nicht immer einfach, bei dieser Übung das Gleichgewicht zu halten. Wer Stabilität benötigt, der drückt einen Fuß aktiv gegen eine Wand. Auf diese Weise kannst du dich anfangs auch besser auf die Technik konzentrieren. Möglich ist es zudem, die Beingrätsche etwas geringer ausfallen zu lassen.

Welche positiven Wirkungen erfährst du durch Trikonasana?

Wer die Dreieckhaltung regelmäßig ausführt, stärkt seinen gesamten Rücken sowie die Organe des Unterleibs. Die Rückenmuskulatur wird gestreckt, die Wirbelsäule erfährt eine seitliche Dehnung. Die Übung trägt damit zu einer geraden Ausrichtung des Körpers bei und beugt auch möglichen Schmerzen vor. Trikonasana kann Verdauungsstörungen sowie Menstruationsbeschwerden verhindern und wirkt appetitanregend. Durch die starke Dehnung des Körpers wird darüber hinaus die Oberschenkelmuskulatur gestrafft und wirkt Cellulitis entgegen. Diese Asana soll zu einem besseren Körperbewusstsein verhelfen, die Wahrnehmung und der Gleichgewichtssinn werden gleichermaßen trainiert. Insgesamt führt Trikonasana sowohl zu geistiger wie auch körperlicher Entspannung.

Bild © fizkes