Die Einheit von Körper, Geist und Seele

Die Einheit von Körper, Geist und Seele
Die Einheit von Körper, Geist und Seele

Yoga lässt sich als Sport oder als eine Gesamthaltung ansehen. Wer sich auf die philosophischen Aspekte einlässt, findet vielleicht einen ganz neuen Weg für sich. Im besten Fall beeinflusst Yoga den Körper, den Geist und die Seele. Der sportliche Aspekt sorgt für kräftige Muskeln, eine bessere Beweglichkeit und geschmeidige Gelenke. Der Geist wird fokussiert, die Konzentrationsfähigkeit steigt. Das alles ist Balsam für die Seele, die in stressigen Zeiten oft aufgewühlt ist, dadurch leichter verletzt werden kann und nun gelassener wird. Yoga ist kein Allheilmittel für alles, was uns im Leben begegnet, aber er kann uns helfen, mit den Problemen angemessener umzugehen. Ist der Geist ruhiger, finden wir bessere Lösungen, sind kreativer und wacher.

Den eigenen Weg wählen

Wie weit wir gehen, wenn es um Veränderungen in unserem Leben geht, hängt von jedem Einzelnen ab. Probiere es eine Weile mit vegetarischer Kost, unternimm Spaziergänge in der Natur und fahre mehr mit dem Rad als mit dem Auto. Versuche, mit weniger Dingen auszukommen. Dies alles sind mögliche Wege, unser Leben in Zusammenhang mit Yoga neu zu ordnen. Es gibt unzählige weitere.

Natürlich ist dies alles kein Muss, aber den Überfluss in unserem Leben immer mal wieder zu überdenken, ist eine sinnvolle Sache. Yoga kann zu neuen Einsichten führen. Vielleicht kommst du dadurch auch auf andere Entspannungsideen: beispielsweise heute ein Wannenbad, am nächsten Wochenende ein Saunabesuch, zwischendurch ein gutes Buch und eine leckere Tasse Tee … Vielleicht änderst du deinen Kleidungsstil, suchst dir andere Urlaubsziele und hörst intensiver auf deine inneren Wünsche. Yoga ist eine Art Selbstpflege im besten Sinne. Und so kann es passieren, dass du dich in Zukunft deutlich besser um dich selbst kümmerst, als dies bisher der Fall war.

Gesund und lecker essen

Ein wichtiger Aspekt ist die Ernährung. Auch sie wirkt auf den Körper, ebenso auf Geist und Seele. Nun hat allerdings jeder andere Lieblingsspeisen. Auch verträgt der eine dies, der andere jenes besser. Kein Körper ist wie der andere. Also gibt es auch nicht die eine wahre Kost für jedermann. Es ist wichtig herauszufinden, was dir persönlich gut tut. Solch ein Prozess kann durchaus eine Weile dauern. Und wenn du aktuell nichts in deinem Leben ändern möchtest, ist das auch völlig in Ordnung.

Wer sich leichter und gesünder ernähren möchte, ist beispielsweise in der asiatischen Küche gut aufgehoben. Hier warten viele Suppen, die die nötige Flüssigkeitszufuhr gewährleisten. Zudem kannst du dich satt essen, ohne das typische Völlegefühl zu haben, dass schwere Fleischkost verursacht. Asiatisches Essen wird leichter verdaut, selbst wenn du Gerichte mit Ente isst. Zudem führst du deinem Körper durch die zahlreichen Gemüseanteile notwendige Vitamine und Mineralstoffe zu. So bekommst du viel Abwechslung auf den Teller und bist mit der asiatischen Küche gleichzeitig nah an der regionalen Quelle des Yoga.

Selbstverständlich kannst du auch andere Küchen testen und probieren. Wie wäre es mit mediterraner Kost? Hier warten ebenfalls zahlreiche bunte Gemüsesorten darauf, von dir zu feinen Salaten und Gerichten verarbeitet zu werden. Ebenso kannst du dich mit unserer heimischen Küche gesund ernähren.

Mancher kann aus Zeitgründen oder aufgrund örtlicher Umstände nicht auf dem Markt einkaufen; anderen ist der Bioladen zu teuer. Wenn du in einem normalen Supermarkt einkaufst oder zum Discounter gehst, kannst du auch hier darauf achten, was du auswählst. Nimm unterschiedliche Sorten und abwechslungsreiche Farben: rote Tomaten, grüne Salatsorten und gelbe Paprika; orangefarbenen Kürbis, weißen Blumenkohl und schwarze Oliven … Es gibt eine Fülle leckerer Sorten und jede Farbe bietet besondere Inhalte und bereichert deinen Speisezettel. Kaufe dazu Basmatireis und vergiss die Gewürze nicht: Salz und Pfeffer, Paprikapulver und Curry sind nur eine kleine Auswahl. Schon hast du viele wichtige Zutaten für eine leckere Mahlzeit.

Hast du ein gesundes Lieblingsgericht? Dann schicke es uns. Wir freuen uns über deine Post.

Bild © shiyali / 123rf.com

 

Yoga und Ernährung

Yoga und Ernährung
Yoga und Ernährung

Wer rundherum gesund ist, kann essen, was und wann er möchte – und sollte sich dabei nicht hineinreden lassen. Wir alle kennen Menschen, die abends Süßigkeiten, nachts Nudelpfannen und am frühen Morgen schon kalte Pizza essen. Der eine trinkt sein halbes Leben lang Cola light, der andere liebt Fertiggerichte oder Chips. Viele starten nur mit einer Tasse Kaffee in den Tag, kaufen das belegte Brötchen unterwegs, essen mittags Kantinengerichte und gehen abends mit Freunden aus, um deftig und viel zu speisen – natürlich mit Alkohol.

Gesundheit trainieren …

Für eingefleischte Yogafans sind das alles rote Tücher. Und doch ist bekannt, dass man alles richtig machen und trotzdem viel zu früh sterben kann; andere scheinen über sämtliche Stränge zu schlagen und werden dabei steinalt. Es ist also offenbar eine Frage der Gene, der Konstitution und vor allem – da sind sich viele Wissenschaftler einig – eine Frage der Lebenslust, der Sinnerfüllung und des Wohlgefühls. Wer mit sich selbst im Reinen ist, grübelt weniger, hält den Blutdruck niedriger (weil er sich weniger aufregt) und weckt damit auch keine Veranlagungen, die bei ungünstigen Lebensbedingungen ausbrechen können. Das gilt neben dem Blutdruck für Krankheiten wie Diabetes, die durch Stress und Schock ausgelöst werden können; ebenso wissen wir, dass fortlaufender Disstress und das Gefühl des hilflosen Gefangenseins Krebszellen aktivieren können; ganz zu schweigen von Schlaganfällen, Infarkten und manchem mehr.

Yoga hat also ganz unabhängig von unserer Ernährung schon allein deswegen einen positiven Einfluss, weil es unsere körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert, unsere Psyche zur Ruhe und die Seele zum Wohlbefinden bringt; weil es den Herzschlag und damit den Blutdruck senkt, gleichzeitig aber unsere Organe und Drüsen optimal arbeiten lässt; der Stoffwechsel kommt in Schwung und der ganze Körper wird harmonisch durchgeknetet; Muskeln, Sehnen und Bänder sind flexibler, gedehnter und halten uns stabil im Gleichgewicht. Ein nicht verkürzter Muskel verbraucht mehr Sauerstoff, unser Atem fließt gleichzeitig durch die Yogaübungen sehr viel gleichmäßiger. Selbstverständlich arbeiten dadurch auch die Verdauung, der Nährstofftransport, die Zellversorgung und die Organe in einem gleichmäßigen, gesunden Rhythmus.

… und essen

Wenn jetzt noch eine klassische Yogaernährung dazukommt, ist der Mensch im Gleichgewicht. Yogis essen bevorzugt vegetarisch und mäßig. Sie nehmen viel reines Wasser auf, sei es durch Trinken, zahlreiche Gemüsearten oder Suppen. Zudem wird seltener Kaffee und mehr Tee getrunken; weniger Milch, Käse und Wurst, dafür mehr Aufstriche und natürliche Brotbeläge gegessen. Vegetarier verzichten überwiegend auf Alkohol, rauchen nicht und nehmen keine Drogen. Es werden mehr Biolebensmittel eingekauft und gern selbst gekocht.
Auf diese Weise meiden Yogis, wie alle Vegetarier, insgesamt Fette – vor allem die ungesünderen -, dazu Zucker und Salze, wie sie in Fertigwaren überproportional enthalten sind. Farbstoffe und Zusatzstoffe kommen ebenfalls kaum oder seltener auf den Teller. Dafür findet sich mehr Rohkost, die den Zähnen, dem Speichel und dem Magen-Darm-System ihre natürliche Verdauungsaufgabe abfordern. Dieses naturbelassenere Essen besitzt mehr Volumen und wertvolle Nährstoffe, sodass weniger Hungergefühle und überhaupt keine Heißhungerattacken entstehen. Dann sind wenige Stückchen Bioschokolade einfach nur ein leckeres Dessert und kein gefühltes Muss.

Ein Vorteil dieser Ernährung ist das gesunde Gewicht – wobei ein leichtes Übergewicht in jüngster Zeit von Wissenschaftlern sogar als gesünder als eine recht schlanke Figur eingestuft wurde, weil die körperliche Widerstandskraft größer ist.
Andere „Veggi“-Faktoren sind bessere Blutwerte, die sich auf Arterien, Herzkrankgefäße, Venen und die vielen winzigen, aber wichtigen Äderchen im Körper auswirken. Niemand kann bei einem solchen Leben garantieren, dass du keinen Schlaganfall oder Infarkt bekommst, aber die Chancen steigen, diesen Krankheiten für längere Zeit oder überhaupt zu entgehen. Ob Vegetarier länger leben, ist nicht verlässlich erforscht. Wie gesagt, wichtig ist vor allem deine innere Einstellung: Yoga und Ernährung sollen dich gesund und glücklich machen.

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Yoga und gesunde Ernährung

Yoga und gesunde Ernährung
Yoga und gesunde Ernährung

Wer intensiv Yoga praktiziert, beschäftigt sich früher oder später mit dem Thema Ernährung. Das liegt nicht nur daran, dass schnell deutlich wird, dass Mann oder Frau ca. 2 Stunden vor der Yogastunde keine schweren Mahlzeiten mehr zu sich nehmen sollten, da ein voller Magen bei der Ausführung der Asanas stört. Durch regelmäßige Yogaübungen verändern sich der Körper und die Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse. Yogis leben deshalb achtsamer, aufmerksamer und gesünder als viele ihrer Mitmenschen, die kein Yoga praktizieren. Was ist bei der yogischen Ernährung zu beachten? Welche Lebensmittel werden von Yogalehrern empfohlen und welche vermeintlichen Genussmittel gilt es zu meiden?

Das dreigeteilte Ernährungssystem

In der Philosophie des Yoga werden drei Arten von Lebensmitteln anhand ihrer spezifischen Eigenschaften unterschieden: tamasige Nahrung (steht für Trägheit), rajasige Nahrung (stellvertretend für Unruhe) und sattvige Speisen (sorgen für Leichtigkeit).
Charakteristisch für die tamasige Nahrung ist das Fehlen wichtiger Vitalstoffe. Statt Energie zu spenden, entzieht sie diese dem Körper und lässt auch den Geist träge werden. Zur Gruppe der tamasigen Lebensmittel zählen unreife Früchte, verkochtes Essen und Fertiggerichte. Aber auch Fleisch und Fisch gelten als tamasig und sollten nach der Yogalehre vermieden werden. Alkohol, Tabak und Drogen sind ebenfalls tamasig.
Rajasiges Essen sorgt für eine einen unruhigen Geist und Körper. Zur Gruppe der rajasigen Speisen zählen koffeinhaltige Nahrungsmittel, aber auch sehr scharfe Speisen, Zucker und weiße Mehlsorten. Auch zu schnell verzehrte und wenig gekaute Lebensmittel sind rajasig und sollten auf ein Minimum reduziert werden.
Sattviges Essen gilt im Yoga als die ideale Ernährung. Sattviges verleiht neue Energie, beruhigt den Geist und enthält viele lebenswichtige Nährstoffe. Frische Produkte, am besten Rohkost, enthalten am meisten Lebensenergie, das sog. „Prana“. Vollkornprodukte, Gemüse, Nüsse, Obst, Milch, Kartoffeln und Hülsenfrüchte sind sattvig und gehören unbedingt auf den Speiseplan eines Yogis.

Vielfalt statt Einseitigkeit

Yogische Ernährung ist keine Diät, in der es darum geht, einem festen Speiseplan so exakt wie möglich zu folgen. Die Yogalehre wird der Tatsache gerecht, dass jeder Körper ganz unterschiedlich beschaffen ist und Menschen in verschiedenen Lebensphasen unterschiedliche Energiemengen in variablen Zusammensetzungen benötigen. Genau wie der Yoga-Übende ganz allmählich lernt, sanft in seine Asanas zu finden und diese korrekt und achtsam auszuführen, schult der Yogi sein Körpergefühl und spürt immer deutlicher, welche Ernährung seiner Gesundheit und seinem geistigen Wohlbefinden zuträglich ist. Mit der Zeit nehmen sattvige Lebensmittel ganz von alleine einen zentralen Platz im täglichen Speiseplan ein.

Viel trinken und friedvoll essen

Yogis sollten rund drei Liter Wasser oder Kräutertee pro Tag trinken. Wer geschmacksintensivere Getränke bevorzugt, kann klares Wasser mit einigen Blättern frischer Minze, Zitronenscheiben, etwas Ingwer oder frischen Gurkenscheiben aromatisieren. Bei der Auswahl der Speisen sind naturbelassene und frische Nahrungsmittel zu bevorzugen. Gelegentliches Fasten hilft gesunden Menschen, zu entschlacken und lässt Körper und Geist entspannen. Auch wenn es keine starren Gesetze der gesunden Yoga-Ernährung gibt, hilft vielen Yogis die folgende Faustregel: Man fülle den Magen zur Hälfte mit Nahrung, zu einem Viertel mit Wasser und lässt ein Viertel leer. Das aktiviert Geist und Körper. Der Verzicht auf Fleisch hat im Yoga etwas mit dem Ideal eines gewaltfreien Lebens zu tun. Eine Ernährung ohne Fleisch und Fisch bringt aber auch gesundheitliche Vorteile mit sich, wie Studien immer wieder bestätigen.

Wer mehr über gesunde Ernährung und Yoga wissen möchte, kann seinen Yogalehrer um ganz spezielle Tipps bitten. Da es einige Parallelen zur ayurvedischen Ernährung gibt, empfiehlt sich auch der Besuch eines ayurvedischen Kochkurses. Einige Urlaubshotels und Privatkliniken bieten ayurvedische und yogische Speisen an. Wer seine Ernährung von Grund auf umstellen möchte, kann eine entspannende Yogareise zum Anlass nehmen, um sich in einer energetisierenden Atmosphäre selbst von den Vorzügen gesunder Ernährung zu überzeugen.

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