Meditation für Kinder

Meditation für Kinder
Meditation für Kinder

Die wichtigsten Dinge im Leben lernt man bekanntermaßen als Kind. Denn was wir uns in jungen Jahren aneignen, bleibt uns in der Regel bis ins hohe Alter erhalten, so dass wir bei Bedarf immer wieder darauf zurückgreifen können. Ähnlich verhält es sich mit der Meditation. Vielleicht zählst Du ja zu denjenigen treu sorgenden Müttern bzw. Vätern, die ihren Kindern ein stabiles Gerüst aus effektiven Bewältungsstrategien für alle nur denkbaren Herausforderungen mit auf ihren Lebensweg geben möchten. Vielleicht ist Dein Kind aber auch von besonders aufgeweckter, aktiver und zuweilen übermäßig ungestümer Natur, so dass Du einen natürlichen Ausgleich schaffen möchtest. Was sich bei Erwachsenen bewährt hat, tut zweifellos auch Kindern gut. Gerade in einem Zeitalter, welches von Hektik, Lärm und einem permanenten Konsumzwang, sei es nun in Form von Unterhaltungsmedien oder Informationstechnologien, geprägt ist, erweist sich die Kenntnis von Meditationstechniken schon fast als unverzichtbar.

Die positiven Auswirkungen von Meditation für Kinder auf einen Blick

Gleichwohl die folgende Auflistung nicht den Anspruch der Vollständigkeit erhebt, möchten wir hier doch einige der Effekte von Meditation in der Kindheit aufführen, welche belegen, dass Du Deinem Kind damit wirklich nur das Allerbeste bietest. Ein in diesem Zusammenhang wichtiger Aspekt ist beispielsweise, dass Dein Kind bereits früh die Fähigkeit zur Selbststeuerung lernt. Angesichts der Tatsache, dass es sich hier um ein Themenfeld handelt, welches selbst vielen Erwachsenen Schwierigkeiten bereitet, ist die Entwicklung dieser Eigenschaft zweifellos zu begrüßen. Damit eng verbunden ist die Kontrolle der eigenen Emotionen. Angst, Furcht, Ärger, Trauer und andere Gefühle können ebenso wie Müdigkeit und Erschöpfung schnell überwunden werden, weil die Kinder wissen, wo sie jenen in der jeweiligen Situation dringend notwendigen Ruhepol finden. Entsprechend kann ihnen auch der Leistungsdruck, welcher oftmals bereits im Kindergarten beginnt, wenig anhaben. Auch ein weitverbreiteter Konzentrationsmangel lässt sich durch Meditation mühelos korrigieren. Hervorgerufen wird er in der Regel durch eine Reizüberflutung sowie die mangelnde Fähigkeit zu selektieren und Schwerpunkte zu setzen. Eine Herausforderung, mit der ein Gros der Erwachsenen ebenfalls nach wie vor zu kämpfen hat. Da Meditation nicht von ungefähr häufig auch als ‘Reise nach Innen’ bezeichnet wird, verblassen alle äußeren Störfaktoren und im Rahmen der Übungen lernen die Kinder, sich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Gerade in dieser entscheidenden Entwicklungsphase wirkt sich Meditation doppelt positiv auf die Bildung kognitiver Fähigkeiten aus. Auf physischer Ebene lernen die Kleinen, ihre Emotionen schneller in den Griff zu bekommen und damit ein selbstbestimmteres und selbstbewussteres Leben zu führen. Auch auf die körperliche Entwicklung kann sich Meditation positiv auswirken. Laut Studien leiden Kinder, die meditieren, beispielsweise seltener unter Rückenschmerzen, Essstörungen sowie anderen, vornehmlich psychosomatischen Beschwerden und sind insgesamt gesünder.

Meditative Übungen für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen

Um den gewünschten Erfolg sicherzustellen, ist es in erster Linie entscheidend, eine für das Alter des jeweiligen Kindes geeignete Meditationsform zu finden. Kindergartenkinder können sich noch nicht so lange konzentrieren. Eine Minute der Stille ist hier das absolute Maximum. Zudem ist ein spielerischer und kreativer Zugang zur Meditation erforderlich, um das Interesse der Kleinen zu wecken. Um dieses auch aufrechtzuerhalten, hat sich ein besonders abwechslungsreiches Programm, welches sämtliche Sinne anspricht, bewährt. Von der einleitenden Abdunklung des Raumes bis hin zur Verwendung verschiedener Klangkörper und Mantren ist hier alles denkbar. Im Rahmen von Kinderyoga wird Meditation häufig auch an der Grundschule praktiziert und beispielsweise in Form einer vierminütigen Einheit zu Beginn einer jeden Schulstunde genutzt. Im Geburtsland der Meditation, Indien, befinden sich Kinder im Alter von zehn Jahren am Wendepunkt, was so viel bedeutet, dass sie von nun ab Meditation für Erwachsene praktizieren können.
Grundsätzlich unterscheidet sich Meditation für Kinder also nicht allzu sehr in ihrer Wirkung von dem Pendant für Erwachsene, sondern in der ‘Aufbereitung’ sowie dem zeitlichen Rahmen.

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