Meditation lernen

Meditation lernen
Meditation lernen

Auf den ersten Blick sieht es nach außen hin ziemlich einfach aus: stilles Sitzen mit ruhiger Atmung. Meditieren ist jedoch keine einfache Entspannungsübung, sondern vielmehr ein Geistestraining, das erst einmal erlernt werden muss. Bei der Meditation handelt es sich um eine Form der Konzentration, bei der du innerlich loslässt, ohne dich auf deine Gedanken zu fokussieren. Es ist eine Zeit der Ruhe und des inneren Friedens mit vielen positiven Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele. Wie du als Anfänger lernst richtig zu meditieren, erfährst du hier:

Die Voraussetzungen für die optimale Meditation

Der Ort

Meditieren ist für jeden Menschen geeignet, der innerlich dazu bereit ist. Wer bereits Erfahrung hat, kann möglicherweise sogar im größten Trubel meditieren. Anfänger dagegen tun gut daran, sich einen ruhigen, abgedunkelten und möglichst stets den gleichen Rückzugsort ohne störende äußere Einflüsse zu suchen. Fühlt du dich mit leiser Musik oder Räucherstäbchen wohl, ist dagegen auch nichts einzuwenden. Es empfiehlt sich jedoch, Telefon und Handy lautlos zu stellen bzw. abzuschalten.

Die Zeit und Dauer

Die optimale Meditationszeit ist der frühe Morgen oder der späte Abend. Zu dieser Tageszeit ist der Geist besonders aufnahmefähig. Für den Anfang solltest du dir fünf bis zehn Minuten täglich Zeit nehmen, sukzessive kann sie auf 20 bis 30 Minuten gesteigert werden. Stelle dir für die eingeplante Dauer am besten einen Wecker, so dass du nicht selbst auf die Zeit achten musst. Stehe dabei jedoch niemals unter Zeitdruck, denn dies lenkt von der eigentlichen Meditation ab. Es ist vor allem wichtig, sie regelmäßig auszuführen und zu einem festen Bestandteil im täglichen Leben werden zu lassen.

Die Position

Die optimale Position ist ein gerades, aufrechtes Sitzen, da so die Brust geöffnet und eine freie Atmung möglich ist. Der Untergrund sollte vorzugsweise hart sein, eine Yogamatte bietet sich an. Beachte, dass du in dieser Körperhaltung eine gewisse Zeit verweilen musst, daher sollte sie angenehm für dich sein. Meditation ist auch im Stehen oder Liegen möglich. Trage bequeme Kleidung. Sitzt etwas beispielsweise zu eng am Körper, kann dies dich während der Meditation ablenken.

Die Anleitung, um richtig meditieren zu lernen

Sobald du die richtige Position für dich gefunden hast, schließt du die Augen oder alternativ fokussierst du sie auf einen bestimmten Punkt. Die Konzentration liegt nun auf der Atmung. Zunächst wird sämtliche Luft intensiv aus den Lungen ausgeatmet. Danach beginnst du mit einer sehr langsamen, intensiven und gleichmäßigen Ein- und Ausatmung sowohl in die Lunge als auch in den Bauch. Versuche, die ganze Zeit deinen Atem zu spüren, dich ausschließlich auf ihn zu konzentrieren, zum Beispiel wie die Luft aus der Nase strömt oder wie sich der Bauch beim Ausatmen ausdehnt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich nach kurzer Zeit Gedanken oder Langeweile in deinem Kopf einstellen. Dränge sie nicht krampfhaft weg, sondern lass sie vorbeiziehen und fokussiere deine Aufmerksamkeit sanft zurück zur Atmung. Verbleibe so bei deiner Atmung, bis die von dir vorgegebene Zeit beendet ist.

Neues Bewusstsein durch regelmäßige Übung

Am Anfang wird dir dieser bewusste Stillstand mit Sicherheit etwas schwer fallen und du wirst nicht sofort eine Veränderung feststellen können. Wer jedoch regelmäßig meditiert, der trainiert sein Bewusstsein, wird Gedanken bewusst ausschalten können und so zu absoluter innerer Stille finden können. Mit etwas Übung wirst du bereits zu Beginn jeder Meditation problemlos in diesen Zustand gelangen.

Von dem bewussten Loslassen und Abschalten der Gedanken profitierst du in deinem täglichen Leben. Meditation kann zu einer größeren inneren Stärke und neuem Selbstbewusstsein führen. Du kannst lernen, mit Stress und Ängsten leichter umzugehen, sie nicht mehr an dich heranzulassen. Negative Gedanken lassen sich schneller verdrängen, deine Konzentrationsfähigkeit und dein Leistungsvermögen werden zunehmen und du weißt, wie du dich selbst in kurzer Zeit entspannst.

Bild © antonioguillem