Salamba Shirshasana II – der anspruchsvolle, gestützte Kopfstand

Der Kopfstand Salamba Shirshasana II ist einer der anspruchsvollsten Asanas. Nachfolgend erfährst Du alles Wissenswerte rund um diese Yoga-Übung: Wie wird sie ausgeführt, welche positiven Wirkungen kann sie haben und was solltest Du beachten?

Salamba Shirshasana II - der anspruchsvolle, gestützte Kopfstand
Salamba Shirshasana II – der anspruchsvolle, gestützte Kopfstand

Salamba Shirshasana – was verbirgt sich dahinter?

Salamba Sirsasana bedeutet übersetzt unterstützter Kopfstand: “Sa” bedeutet “mit”, “alamba” steht für die Stütze und “sirsa” bezeichnet den Kopf. Die Haltung gehört zur Kategorie der Umkehrhaltungen. Mit dieser anspruchsvollen Yoga-Übung wird Deine Welt im wahrsten Sinne auf den Kopf gestellt. Doch genau darin steckt die große Kraft der Asana. Bezüglich des Schwierigkeitsgrads lässt sich die Asana mit “relativ einfach” bis “durchschnittlich schwierig” beschreiben. Zwei Yoga-Blöcke, zwischen denen sich mittig Dein Kopf befindet, und eine Wand können Anfängern gute Unterstützung und Sicherheit bieten.

Wie wird Salamba Shirshasana ausgeführt?

  • Mache Dich vor der Umkehrhaltung mit stehenden Übungen und seitlichen Drehungen warm und gehe, um in die Asana hinein zu kommen, in den Vierfußstand.
  • Benutze eine rutschfeste Yogamatte und eine gefaltete Decke, um Deinen Kopf und die Unterarme etwas abzupolstern. Bringe Letztere mit den Ellbogen unter den Schultern auf den Boden.
  • Drücke die Außenkanten beider Handgelenke in die Unterlage und rolle die Oberarme nach außen.
  • Setze die Schädeldecke an der flachsten Stelle auf den Fußboden.
  • Atme ein und hebe dabei die Knie und das Becken. Drücke Dich aus dem Schultergürtel hinaus und wandere auf Zehenspitzen Richtung Kopf. Schiebe die Unterarme gegen die Matte, ziehe die Schulterblätter an Deinen Rücken und das Becken und hebe die Oberschenkel.
  • Taste Dich an den Rumpf heran. Der Oberkörper steht dabei nahezu senkrecht und die Füße lösen sich vom Boden.
  • Aktiviere den Bauch und Beckenboden, beuge Deine Beine etwas und hebe die Oberschenkel beim Ausatmen langsam in die Senkrechte. Strecke die Fußballen nach oben.
  • Ziehe die Außenseiten Deiner Arme zur Körpermitte und schiebe die Unterarme und Handgelenke nach unten. Das Gewicht ruht größtenteils auf den Unterarmen und Schultern und nur wenig auf dem Kopf. Bleibe daher in den Armen und Schultern aktiv.
  • Stelle die Zehenspitzen auf und das Steißbein zieht Richtung Füße. Die Beine kommen nahezu von selbst hoch. Nimm keinesfalls Schwung und springe.
  • Bleibe anfangs maximal zehn Sekunden lang in dieser Haltung und steigere die Zeit langsam, bis Du den Kopfstand rund vier Minuten lang halten kannst.
  • Gehe, um aus der Asana hinaus zu kommen, den Weg rückwärts: Zum Auflösen beugst Du die Beine etwas und setzt die Füße beim Ausatmen nacheinander am Boden ab. Senke erst ein Bein und ziehe auf halbem Weg Dein zweites Bein nach. Nun ruhst Du Dich ein paar Minuten in der Stellung Balasana aus. Nimm die Hände neben das Gesäß und entspanne Deinen Nacken.

Als Anfänger kannst Du Salamba Shirshasana circa zehn Zentimeter von einer Wand entfernt üben. Das Ziel sollte jedoch darin bestehen, die Asana ohne Wand zu praktizieren. Wichtige Voraussetzungen sind hierfür eine gut trainierte Muskulatur und ideale Technik. Achte darauf, dass Dein Atem stets entspannt fließt.

Welche positiven Wirkungen kann Salamba Shirshasana haben?

Das Gute am gestützten Kopfstand ist, dass es eine optimale Übung für den ganzen Körper ist und mehrere Körperteile stimuliert werden. Dies gilt vor allem für den Nacken, die Schultern, Arme und den Rumpf. Die Asana ist wohltuend für die Wirbelsäule. Gerade die Lendenwirbelsäule wird entlastet, wovon die Bandscheiben profitieren. Das aufgestaute Blut fließt Richtung Körpermitte, was gegen Krampfadern helfen soll. Der Darm kann von Verstopfungen befreit und der Hormonhaushalt stimuliert werden. Im Kopfstand wird zudem die Kopfhaut besser durchblutet. Dadurch soll sich Haarausfall verringern lassen. Die Gesichtshaut wird ebenso optimal durchblutet, sodass das Gesicht anschließend rosig erscheint. Der Kopfstand kann bei der Verbesserung der Lebensenergie, Konzentration, des Gedächtnisses, Selbstvertrauens, Muts und kreativen Denkens helfen.

Fazit

Salamba Shirshasana kann viele positive Wirkungen haben, sowohl körperlich als auch geistig und energetisch. Bei Nackenproblemen, Verletzungen der Wirbelsäule, Bluthochdruck, Herzbeschwerden, Netzhautablösungen oder anderen Augenkrankheiten sowie während der Schwangerschaft sollte Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden, ob die Übung geeignet ist.

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Parivritta Janu Shirshasana: die umgekehrte Kopf zum Knie-Pose

Parivritta Janu Shirshasana: die umgekehrte Kopf zum Knie-Pose
Parivritta Janu Shirshasana: die umgekehrte Kopf zum Knie-Pose

Diese Asana verbindet die klassische Vorbeuge mit einem wohltuenden Seit-Twist. Sie ist mit körperlich, geistig und seelisch positiven Effekten verbunden und schenkt Dir umfassende Harmonie. Hier erfährst Du, wie Du Parivritta Janu Shirshasana üben und richtig einnehmen kannst, welche Wirkungen sie hat und welche Variationen es gibt, um Dir diese Asana zu erleichtern.

Die Pose kennenlernen

Wie bei vielen anderen Yogaposen auch besagt der Sanskrit-Name bereits, wie die Pose im Idealfall aussieht. “Parivritta” bedeutet umgekehrt, “Janu” heißt “Knie” und “Shirsha” ist der Kopf. Abgeleitet bedeutet das, dass der Yogi seinen Kopf durch eine Vorbeuge auf dem Knie platziert. Dies erfolgt aber nicht wie bei der klassischen Vorbeuge mit dem Gesicht zum Knie, sondern durch einen Twist mit dem Hinterkopf zum Knie. Die Hände ergreifen dabei den Vorderfuß des Beines. Das andere Bein ist angewinkelt, der Fußrist ist auf dem Boden geerdet.

Wie Du Parivritta Janu Shirshasana richtig einnimmst

Du sitzt aufrecht mit gegrätschten Beinen auf Deiner Matte. Ausatmend lehnst Du Dich zur Seite und legst Deine Schulter zur Innenseite Deines Knies ab. Den Arm platzierst Du längs des Beines auf dem Boden. Einatmend strecke Dein Knie und twiste den Oberkörper, bis Brustkorb und Kopf nach oben gerichtet sind. Wichtig ist, dass Deine Schulter immer in Verbindung mit der Innenseite Deines Knies bleibt. Das andere Bein winkelst Du nach innen an. Nun hältst Du Parivritta Janu Shirshasana im Idealfall mindestens eine Minute und lässt Deinen Atem dabei ruhig fließen.

Parivritta Janu Shirshasana gezielt vorbereiten

Die Dehnung an der Rückseite des gestreckten Beines sowie in der Flanke der Gegenseite der Beugung sind die größten Herausforderungen, die Parivritta Janu Shirshasana für den Übenden bereithalten. Beides kannst Du in anderen Asanas gut üben. Die Dehnung der Oberschenkelrückseiten förderst Du zum Beispiel gut in der klassischen Vorbeuge aus dem Sitzen oder aus dem Stand heraus. Auch die Vorbeuge aus der gegrätschten Beinposition (Upavistha Konasana) ist für Dich sehr hilfreich. In der Baumpose (Vrkansana) übst Du das innere Anwinkeln des Gegenbeines. Die Flankendehnung und das Aufdrehen des Oberkörpers im Twist kannst Du im Dreieck (Trikonasana) üben.

Die Wirkungen von Parivritta Janu Shirshasana erleben

Die umgekehrte Kopf zu Knie-Position bietet Dir eine intensive Dehnung der Oberschenkelrückseite des am Boden gestreckten Beines sowie der nach oben gerichteten Flanke. Deine Wirbelsäule wird intensiv gestreckt. Das Gleiche gilt für die Schultern. Die inneren Organe wie Leber, Nieren und Darm werden sanft massiert auf diese Art und Weise in ihrer Tätigkeit angeregt. Die Verdauung wird gefördert, sodass Dir die Kopf-zu-Knie-Pose auch bei Verstopfung vielleicht gute Dienste leisten kann.

Im geistig-seelischen Bereich hilft Dir Parivritta Janu Shirshasana dabei, zur Ruhe zu kommen. Die Pose unterstützt Dich dabei, sowohl Ängste als auch durch Erschöpfung verursachte Müdigkeit besser in den Griff zu bekommen. Auch bei Schlafstörungen ist Parivritta Janu Shirshasana oft eine willkommene Unterstützung. Kopfschmerzen und leichte Rückenschmerzen sind ebenfalls Bereich, bei denen Du von Parivritta Janu Shirshasana profitieren kannst. Wenn Du Dir nicht sicher bist, frage vorher Deinen Hausarzt oder Orthopäden. Im Zweifel werden Deine Yogalehrer Dir eine hilfreiche Alternative empfehlen können.

Einstieg in Parivritta Janu Shirshasana

Im Yoga wird jeder dort abgeholt, wo er gerade steht. Daher gibt es auch für Parivritta Janu Shirshasana Erleichterungen, mit denen Du die Haltung gut lernen und üben kannst. Erleichternd ist beispielsweise oft, wenn Du das Gegenbein nicht angewinkelt auf dem Boden legst, sondern den Fuß zu einer besseren Erdung einfach auf dem Boden abstellst. Auch ein Aufstützen auf dem unteren Ellenbogen kann helfen, da die Flanke und die Oberschenkelrückseite dann nicht so intensiv gedehnt werden. Auch musst Du das auf dem Boden liegende Knie zu Beginn nicht ganz durchstrecken.

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Salamba Shirshasana – der gestützte Kopfstand

Salamba Shirshasana - der gestützte Kopfstand
Salamba Shirshasana – der gestützte Kopfstand

Salamba Shirshasana ist der Sanskrit Name für den gestützten Kopfstand. Er ergibt sich aus der folgenden Zusammensetzung: “Sa” steht für “mit”, “alamba” bezeichnet die Stütze und “sirsa” ist die Bezeichnung für den Kopf. Die Haltung wird der Kategorie der Umkehrhaltung zugewiesen. Mit Hinblick auf den Schwierigkeitsgrad lässt sie sich am besten als “durchschnittlich schwierig” bis “relativ leicht” bezeichnen. Bei dem gestützten Kopfstand werden mehrere Körperteile stimuliert, ganz speziell der Nacken, die Arme, der Rumpf und die Schultern. Insgesamt handelt es sich hierbei aber um eine gute Übung für den gesamten Körper. Am besten funktioniert Salamba Shirshasana, wenn du dir als Unterstützung zwei Yoga-Blöcke und eine Wand zur Hilfe nimmst.

Ausführung von Salamba Shirshasana

Salamba Shirshasana kann mit einer oder mit zwei Stützen durchgeführt werden. Für die Variante mit einer Stütze lehnst du deinen Rücken an die Wand, um diese für eine bessere und einfachere Haltung für dich zu beanspruchen. Einer zusätzlichen Stütze kannst du dich bedienen, indem du deine Schultern auf den eingangs erwähnten zwei Yoga-Blöcken ablegst. Dein Kopf würde sich in diesem Fall also mittig zwischen den Blöcken befinden. Vor allem für Anfänger kann die zusätzliche Stütze nicht nur eine wichtige Hilfe sein, sondern bei den ersten zwei bis drei Ausführungen auch weitere Sicherheit bieten. Hast du dich erst einmal an den gestützten Kopfstand gewöhnt, reicht die Wand als Stütze. Wie der Name schon sagt, geht es bei dieser Übung aber nicht darum völlig auf eine stützende Hilfe zu verzichten.

Für die erstmalige Ausführung von Salamba Shirshasana positionierst du dich auf den Knien gegenüber einer Wand, zwei Yoga-Blöcke sind so aufgestellt, dass sie ungefähr dem Abstand zwischen deinen Schultern entsprechen. Die Blöcke liegen auf dem Boden und bleiben während der gesamten Übung auch hier liegen. Im zweiten Schritt beugst du dich mit dem gesamten Körper nach vorn und kommst mit dem Gesicht damit der Wand näher. Die Hände werden in diesem Schritt vor den zwei Blöcken positioniert, idealerweise berühren die Fingerspitzen diese ganz leicht. Ähnlich einer Vorwärtsrolle, positionierst du nun deine Schultern jeweils auf dem Block links und rechts. Der Kopf wird gerade zum Boden gestreckt, so dass deine Schädeldecke den Boden berührt. Die Hände befinden sich weiterhin vor den Blöcken und berühren diese leicht mit den Fingerspitzen.

Im nächsten Schritt streckst du nun deine Beine gerade durch und hebst den Po nach oben, du befindest dich nun in der idealen Haltung, um dich langsam in den gestützten Kopfstand zu bewegen. Führe zuerst eine Ferse nach oben in Richtung dem Po, danach ziehst du das zweite Bein hoch und begibst dich in eine “Eiform”. In dieser befindest du dich bereits senkrecht aufgestellt, die Beine sind aber nach wie vor eingezogen, die Knie neigen sich also in Richtung vom Kopf. Hier kannst du erst einmal in Ruhe durchatmen. Im letzten Schritt streckst du deine Beine nun langsam in Richtung der Decke: damit erreichst du die Salamba Shirshasana Position.

Hast du diese erst einmal erreicht, liegt es nun an dir, ob du die Wand für die Beine als zusätzliche Stütze heranziehst. Unabhängig davon, ob die Beine frei schwingen oder an die Wand gelehnt werden, solltest du in der Salamba Shirshasana Position für mindestens drei kräftige Atemzüge verharren. Es ist wichtig, dass du während der gesamten Übung alle einzelnen Körperteile aktiv hältst und dich deiner Position im Raum bewusst wirst. Möchtest du den gestützten Kopfstand nach den mindestens drei Atemzügen beenden, machst du das ebenso behutsam und bewusst, wie du dich auch in diese Position begeben hast. Senke folglich erst ein Bein langsam in Richtung des Bodens und zieh dann auf halbem Weg das zweite Bein nach. Damit ist Salamba Shirshasana als Übung erfolgreich beendet.

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Janu Shirshasana – die Kopf-Knie-Stellung

Janu Shirshasana - die Kopf-Knie-Stellung
Janu Shirshasana – die Kopf-Knie-Stellung

Janu Shirshasana, die Kopf-Knie-Stellung, ist eine beliebte Asana im Hatha Yoga. Hierbei handelt es sich um eine einbeinige Vorwärtsbeuge. Shirsha steht für den Kopf und Janu für das Knie. Im folgenden Ratgeber wird erläutert, was Janu Shirshasana genau ist, wie die Yoga-Übung ausgeführt wird und welche Vorteile sie auf den Körper, die Gesundheit und Dich selber haben kann.

Was bedeutet Janu Shirshasana?

  • Janu: die Knie
  • Shirsha: der Kopf
  • Asana: die Stellung bzw. Position

Wie wird Janu Shirshasana ausgeführt?

Setze Dich auf eine Matte. Dein Rücken sollte gerade sein, sodass Du aufrecht sitzt. Dabei ist Dein Brustkorb angehoben und der Nacken lang, Deine Hände liegen neben den Hüften. Die Schultern sind tief und das Gesicht entspannt. In dieser Haltung nimmst Du ein paar Atemzüge. Du kannst zum Ausführen der Yoga-Übung Janu Shirshasana dann ein Bein ausstrecken, Deine Hände an Deinen Fuß geben und den Kopf dann in Richtung Knie bewegen. Am besten bewegst Du das Kinn zum Knie oder den Kopf zu den Füßen. Dies kannst Du ganz nach Deinem Trainingsstand handhaben und im Laufe der Zeit verändern. Dabei atmest Du ein. Du wirst merken, umso länger Du in der Übung bleibst, desto besser ist die Wirkung. Du kommst aus der Übung wieder heraus, indem Du entweder mit einem geraden Rücken und gestreckten Armen hochkommst und dann die Seite wechselst oder Du Dich Wirbel für Wirbel hochrollst.

Für wen eignet sich Janu Shirshasana?

Die Knie-Kopf-Haltung, eine optimale Bodenübung, eignet sich für Anfänger und Fortgeschrittene. Sie ist auch ohne Yoga-Erfahrung gut zu erlernen. Meist wird Janu Shirshasana am Ende der Yogapraxis integriert. Einsteiger können unter das angewinkelte Knie ein Kissen legen und es somit unterstützen. Als Anfänger beugst Du Dich lediglich so weit nach vorn, solange der Rücken gerade ist. Versuche, ganz sanft aus der Hüfte heraus bei jeder Ausatmung etwas mehr nach vorn zu sinken. Je häufiger die Übung praktiziert wird, umso besser gelingt es in der Regel, den Kopf Richtung Knie zu bewegen. Eine gute Möglichkeit ist es auch, anfangs ein Yogagurt um die Füße zu legen, die Enden zu umfassen und sich somit sanft nach vorn zu ziehen. Für Einsteiger empfiehlt es sich, sich von einem Yoga-Lehrer anleiten zu lassen, damit Fehler vermieden werden und dem Körper durch die Kopf-Knie-Stellung kein Schaden zugeführt wird.

Welche positiven Wirkungen und Vorteile hat Janu Shirshasana?

Die Beweglichkeit der Oberschenkelmuskeln, Hüfte und des Rückens kann durch die Kopf-Knie-Stellung verbessert werden. Der Bauch und die Beine können gestärkt, gefestigt und gestrafft werden. Die Wirbelsäule wird in der Regel gedehnt und die Hüfte geöffnet. Ein steifer Rücken oder angespannte Kniesehnen können durch Janu Shirshasana gelockert werden. Auf die Rücken- und Nackenmuskulatur hat die Übung häufig eine entspannende Wirkung. Die Asana wirkt wie eine Massage der Bauch- und Unterleibsorgane. Janu Shirshasan kann sich dadurch positiv auf die Verdauung auswirken und somit gegen entsprechende Probleme helfen. Die Übung empfiehlt sich bei allen Harnwegserkrankungen, denn sie kann zur Heilung beitragen. Auch bei Darmkoliken, Beschwerden der Prostata und Gebärmutter ist die Kopf-Knie-Stellung oftmals hilfreich. Des Weiteren können die Nieren- und Nebennierenfunktion gekräftigt werden. Da du sehr energetisiert wirst, wird eine Schwäche und Unmotiviertheit meist abgelegt. Der Abbau von Stress wird gefördert und der Blutdruck stabilisiert.

Fazit

Janu Shirshasana ist eine Yoga-Übung mit zahlreichen verschiedenen Vorteilen, die sie auf den Körper und Geist haben kann. Wichtig ist die korrekte Ausführung. Es dürfen keine ruckartigen Bewegungen gemacht werden. Das Gleiche gilt für enorme Anstrengungen. Die Wirkung der Asana liegt allein im Verharren. Janu Shirshasana ist nicht empfehlenswert, wenn Probleme an den Knien, am Rücken oder an den Oberschenkelmuskeln vorliegen. Auch Menschen, die an Durchfall oder Asthma leiden, sollten die Kopf-Knie-Stellung nicht ausführen.

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Yoga Umkehrhaltungen: Der Kopfstand (Shirshasana)

Yoga Umkehrhaltungen: Der Kopfstand (Shirshasana)
Yoga Umkehrhaltungen: Der Kopfstand (Shirshasana)

Als Königsdisziplin oder auch “Königin aller Asanas” gilt der Kopfstand im Yoga, auch Shirshasana oder in alternativer Schreibweise Sirsasana genannt. Shirsha bedeutet dabei Kopf, Asana kann mit Stand oder Stellung übersetzt werden. Ihren royalen Beinamen trägt die erste der zwölf Grundstellungen aus dem Yoga Vidya zum einen, da sie körperliche Fitness und eine Menge Yoga-Erfahrung voraussetzt und zum anderen durch ihre zahlreichen positiven Wirkungen auf Körper, Geist und Seele.

Die richtige Ausführung von Shirshasana

Vor der Durchführung dieser Asana sollte der Körper aufgewärmt sein und bereits einige Yoga-Übungen absolviert haben. Um in die optimale Kopfstandstellung zu kommen, ist ein konzentriertes Vorgehen bei gleichmäßiger, ruhiger Atmung wichtig. Eine Decke oder Matte als Unterlage erweist sich als sinnvoll.

Nimm als Ausgangsposition die Stellung des Kindes, Garbhasana, ein. Dafür kniest du dich hin, setzt den Po auf die Fersen und beugst dich mit deinen Kopf nach vorne, bis deine Stirn den Boden berührt. Die Arme werden nach hinten neben die Beine ausgestreckt. In dieser Lage wird tief und entspannt durchgeatmet. Setze dich langsam auf und komme in den Vierfüßlerstand. Mit den Armen sollte nun ein „Körbchen“ geformt werden. Dafür Ellenbogen schulterbreit auseinander legen und die Hände miteinander falten und etwas voneinander ziehen. Deine Unterarme berühren stets den Boden. Lege den Hinterkopf in die gefalteten Hände und strecke danach die Beine, indem du die Füße aufstellst. Diese sollten immer näher zur Körpermitte wandern. In dieser halben Kopfstandstellung kann verharrt werden, um anschließend wieder in die Ausgangslage zurückzukehren.

Wer jedoch mutig und vor allem geübt ist und eine starke Bauch- und Nackenmuskulatur aufweist, beugt nun ein Knie und hebt einen Fuß. Anschließend folgt das zweite Bein. Mit ausreichend Gleichgewicht nimmst du dann bei geradem Rücken beide Beine hoch, das Gewicht verlagert sich vollständig auf die Unterarme. Langsam und gleichmäßig streckst du dann die Beine aus, während der Kopf fest in beiden Händen ruht. Der Körper bildet eine Linie. Die Balance wird zwischen Kopf, Armen und Nacken austariert. Diese Stellung sollte mindestens fünf bis acht Atemzüge durchgehalten werden. Je öfter Shirshasana durchgeführt wird, desto länger kann im Kopfstand verharrt werden. Drei bis fünf Minuten sind optimal, Profis können auch mehrere Stunden in der Position verbleiben. Wer geübt ist, für den gibt es weiterführende Varianten, zum Beispiel die Beine aus der Stellung heraus zu spreizen.

Um wieder in die Ausgangslage zu gelangen, sollte der gesamte Ablauf rückwärts durchgeführt werden. Achte dabei auf langsame Bewegungen. Wer unter körperlichen Einschränkungen leidet, insbesondere an der Halswirbelsäule, oder einen hohen Blutdruck sowie akute Kopfschmerzen hat, sollte von dieser Asana Abstand nehmen.

Positive Wirkungen des Kopfstands

Auf der physischen Ebene beeinflusst die korrekt ausgeführte Shirshasana den Körper in vielerlei Hinsicht positiv. Die Durchblutung im gesamten Körper wird angeregt, vor allem aber im Gehirn. Kopfschmerzen können verschwinden bzw. verhindert werden. Positive Auswirkungen sind darüber hinaus für Nase, Augen und Ohren sowie die Kopfhaut zu verzeichnen. Auch ist es mithilfe von Shirshasana möglich, deinen Stoffwechsel anzuregen und Verdauungsprobleme zu beheben. Die Beine, der untere Rücken sowie die inneren Organe erfahren eine Entlastung, so dass du unter anderem Krampfadern aber auch Nierenkoliken vorbeugen bzw. diese sogar ausmerzen kannst.

Die höhere Durchblutung des Gehirns bewirkt auf der geistigen Ebene eine Steigerung der Konzentrations- und Gedächtnisfähigkeit genauso wie der Kreativität. Ängste können beseitigt werden.

Durch das intensive körperliche Training des Gleichgewichtsinns tritt in spiritueller Hinsicht ebenfalls eine innere Balance in Form von Ausgeglichenheit und Zufriedenheit ein. Symbolisch steht der Kopfstand für eine Umkehr und damit für Veränderung und Neuanfang im Leben. Shirshasana soll dir aus einem neuen Blickwinkel zeigen, dass mit Mut und Geduld ein Wechsel oder eine Änderung möglich ist.

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