Das Tor: So wirkt Parighasana

Das Tor: So wirkt Parighasana
Das Tor: So wirkt Parighasana

Die Yoga-Übung Parighasana ist ein echter Klassiker, der bei regelmäßiger Anwendung zu mehr Flexibilität führt. Auf Sanskrit bedeutet Parigha „Stange, mit der man ein Tor verschließt“ – daher wird Parighasana im Deutschen auch das Tor genannt. Die Übung lässt sich gut als Vorübung zu Utthita Trikonasana, dem gestreckten Dreieck, kombinieren.

Besonders für Anfänger ist diese Übung ideal, denn wenn noch nicht genug Beweglichkeit vorhanden sein sollte, kann man Parighasana auch sehr leicht mit simplen Hilfsmitteln ausführen. In unserer Kurzübersicht erfährst Du alles über den wohltuenden Effekt der Tor-Übung. Außerdem zeigen wir Dir Schritt für Schritt, wie Du Parighasana einfach zuhause auf Deiner Yoga-Matte praktizieren kannst.

Wie wirkt Parighasana?

Wenn Du Parighasana praktizierst, wird bei dieser Übung vor allem der Bereich zwischen Deinen Rippen gedehnt, in dem sich zahlreiche kleinere Muskeln befinden. Mit Parighasana verbessert Du außerdem Deine Atmung – denn während der Übung ziehst Du kontinuierlich Deinen Brustkorb beim Einatmen nach oben und beim Ausatmen nach unten. Regelmäßig praktiziert kann Parighasana deshalb unterstützend bei Atemwegsproblemen sein, wie etwa bei Asthma oder bestimmten Allergien. Zugleich werden Deine inneren Bauchorgane und die Lunge stimuliert und angeregt.

Die Anleitung für Parighasana:

Unser Tipp vorab: Wer Knieprobleme hat, sollte sich vor Beginn der Übung eine Decke oder eine zweite Yogamatte unterlegen. Setze dich dann auf deine Matte und komme zuerst in den Kniestand – nutze dazu die Längsseite Deiner Yogamatte. Strecke jetzt zunächst Dein rechtes Bein zur Seite aus. Achte dabei darauf, dass Deine Hüfte, das rechte Knie und Dein rechter Fuß eine harmonische Linie bilden. Deine Ferse und die Zehen sollten sich im Idealfall nicht vom Boden abheben. Wenn Dir das nicht möglich sein sollte, kann Du auch hier zur Unterstützung auf eine gefaltete Decke zurückgreifen. Stelle dann Dein linkes Knie in einer senkrechten Stellung unter Deine linke Hüfte. Jetzt atmest Du ein und streckst dabei den linken Arm so weit wie möglich nach oben. Nutze dabei die ganze Länge Deines Körpers vom Knie bis hin zu Deinen Fingerspitzen.

Atme dann aus und lege Deine rechte Hand auf den rechten Oberschenkel. Neige Dich darauf so weit wie möglich zur rechten Seite – jetzt solltest Du eigentlich schon die Dehnung von der Hüfte bis ganz hinauf zum Arm spüren. Bei Nackenproblemen einfach entspannt geradeaus schauen, ansonsten hebst Du jetzt den Kopf und schaust hinauf zum linken Arm. Nun hast Du die Endstellung erreichst und verweilst darin für drei bis fünf tiefe Atemzüge. Genieße die tiefe Drehung und die wohltuende Verlängerung Deiner Wirbelsäule!

Zum Verlassen der Übung atmest Du anschließend wieder aus und kommst mit Deinem Oberkörper wieder zurück zur Mitte Deiner Yogamatte. Senke dann beim Ausatmen Deinen linken Arm und bringe Dein rechtes Knie wieder zurück auf die Yogamatte. Einmal kurz zwischenatmen und dann die Übung einfach auf der anderen Seite Deines Körpers wiederholen.

Unser Tipp: Gerade bei Anfängern oder Menschen mit starken Knieproblemen kann sich Parighasana zu Beginn als etwas schwierig zu meisternde Übung erweisen. Solltest Du also merken, dass Du die Übung nicht ohne weiteres ausführen kannst, kannst Du sie alternativ auch im Sitzen auf einem Stuhl ausführen. Strecke dafür einfach Dein rechtes Bein seitlich aus. Dein linkes Bein bleibt, wie es ist, während Du nun Deinen Fuß fest in den Boden drückst. Schaffe jetzt beim Einatmen die nötige Länge und strecke Dich in der Ausatmung weit hinüber über Dein gestrecktes Bein.

Die wichtigsten Eigenschaften von Parighasana noch einmal im Kurzüberblick:

  • Dehnung des seitlichen Oberkörpers
  • Lösungen von Blockaden in der Wirbelsäule
  • Dehnung des hinteren Oberschenkelmuskels
  • Öffnung des Schulterbereichs
  • Unterstützende Wirkung bei Atemproblemen
  • Stimulierung die inneren Bauchorgane wie Nieren und Lungen

Bild © fizkes / 123rf.com

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