Yoga und Ernährung

Yoga und Ernährung
Yoga und Ernährung

Wer rundherum gesund ist, kann essen, was und wann er möchte – und sollte sich dabei nicht hineinreden lassen. Wir alle kennen Menschen, die abends Süßigkeiten, nachts Nudelpfannen und am frühen Morgen schon kalte Pizza essen. Der eine trinkt sein halbes Leben lang Cola light, der andere liebt Fertiggerichte oder Chips. Viele starten nur mit einer Tasse Kaffee in den Tag, kaufen das belegte Brötchen unterwegs, essen mittags Kantinengerichte und gehen abends mit Freunden aus, um deftig und viel zu speisen – natürlich mit Alkohol.

Gesundheit trainieren …

Für eingefleischte Yogafans sind das alles rote Tücher. Und doch ist bekannt, dass man alles richtig machen und trotzdem viel zu früh sterben kann; andere scheinen über sämtliche Stränge zu schlagen und werden dabei steinalt. Es ist also offenbar eine Frage der Gene, der Konstitution und vor allem – da sind sich viele Wissenschaftler einig – eine Frage der Lebenslust, der Sinnerfüllung und des Wohlgefühls. Wer mit sich selbst im Reinen ist, grübelt weniger, hält den Blutdruck niedriger (weil er sich weniger aufregt) und weckt damit auch keine Veranlagungen, die bei ungünstigen Lebensbedingungen ausbrechen können. Das gilt neben dem Blutdruck für Krankheiten wie Diabetes, die durch Stress und Schock ausgelöst werden können; ebenso wissen wir, dass fortlaufender Disstress und das Gefühl des hilflosen Gefangenseins Krebszellen aktivieren können; ganz zu schweigen von Schlaganfällen, Infarkten und manchem mehr.

Yoga hat also ganz unabhängig von unserer Ernährung schon allein deswegen einen positiven Einfluss, weil es unsere körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert, unsere Psyche zur Ruhe und die Seele zum Wohlbefinden bringt; weil es den Herzschlag und damit den Blutdruck senkt, gleichzeitig aber unsere Organe und Drüsen optimal arbeiten lässt; der Stoffwechsel kommt in Schwung und der ganze Körper wird harmonisch durchgeknetet; Muskeln, Sehnen und Bänder sind flexibler, gedehnter und halten uns stabil im Gleichgewicht. Ein nicht verkürzter Muskel verbraucht mehr Sauerstoff, unser Atem fließt gleichzeitig durch die Yogaübungen sehr viel gleichmäßiger. Selbstverständlich arbeiten dadurch auch die Verdauung, der Nährstofftransport, die Zellversorgung und die Organe in einem gleichmäßigen, gesunden Rhythmus.

… und essen

Wenn jetzt noch eine klassische Yogaernährung dazukommt, ist der Mensch im Gleichgewicht. Yogis essen bevorzugt vegetarisch und mäßig. Sie nehmen viel reines Wasser auf, sei es durch Trinken, zahlreiche Gemüsearten oder Suppen. Zudem wird seltener Kaffee und mehr Tee getrunken; weniger Milch, Käse und Wurst, dafür mehr Aufstriche und natürliche Brotbeläge gegessen. Vegetarier verzichten überwiegend auf Alkohol, rauchen nicht und nehmen keine Drogen. Es werden mehr Biolebensmittel eingekauft und gern selbst gekocht.
Auf diese Weise meiden Yogis, wie alle Vegetarier, insgesamt Fette – vor allem die ungesünderen -, dazu Zucker und Salze, wie sie in Fertigwaren überproportional enthalten sind. Farbstoffe und Zusatzstoffe kommen ebenfalls kaum oder seltener auf den Teller. Dafür findet sich mehr Rohkost, die den Zähnen, dem Speichel und dem Magen-Darm-System ihre natürliche Verdauungsaufgabe abfordern. Dieses naturbelassenere Essen besitzt mehr Volumen und wertvolle Nährstoffe, sodass weniger Hungergefühle und überhaupt keine Heißhungerattacken entstehen. Dann sind wenige Stückchen Bioschokolade einfach nur ein leckeres Dessert und kein gefühltes Muss.

Ein Vorteil dieser Ernährung ist das gesunde Gewicht – wobei ein leichtes Übergewicht in jüngster Zeit von Wissenschaftlern sogar als gesünder als eine recht schlanke Figur eingestuft wurde, weil die körperliche Widerstandskraft größer ist.
Andere „Veggi“-Faktoren sind bessere Blutwerte, die sich auf Arterien, Herzkrankgefäße, Venen und die vielen winzigen, aber wichtigen Äderchen im Körper auswirken. Niemand kann bei einem solchen Leben garantieren, dass du keinen Schlaganfall oder Infarkt bekommst, aber die Chancen steigen, diesen Krankheiten für längere Zeit oder überhaupt zu entgehen. Ob Vegetarier länger leben, ist nicht verlässlich erforscht. Wie gesagt, wichtig ist vor allem deine innere Einstellung: Yoga und Ernährung sollen dich gesund und glücklich machen.

Bild © oleandra / 123rf.com

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