Yoga und Konsum

Yoga und Konsum
Yoga und Konsum

In unserer westlichen Welt ist Yoga ohne Konsum kaum denkbar. Es geht nicht um Ausschweifungen, sondern um Grundlegendes:

Eine Yoga- oder Gymnastikmatte ist die Minimalgrundlage, die sich in jedem Haushalt findet, wenn dort Yoga praktiziert wird.

Wer einen Kurs besucht, entrichtet dafür eine Gebühr und braucht für manche Zusatzartikel eine eigene Yogatasche.

Mancher möchte hier vielleicht ein spezielles Yogahandtuch oder seine Lieblingsseife hineinpacken.

Meditierende lieben den Schein eines Teelichts, entspannen sich mit einer Zimbel oder lassen Malaperlen durch die Finger gleiten.

All diese Dinge fallen natürlich unter Konsum, da sie eingekauft und bezahlt werden – wenn du sie als Geschenke bekommst, haben sie andere bezahlt.

Konsum früher und heute

Konsum an sich ist nichts Schlechtes. Wir alle kaufen Lebensmittel, Kleidung und Fahrkarten oder Benzin ein. Mancher fährt ein Auto, auch gehen wir auf Reisen oder ins Kino. Unsere Freizeitgestaltung ist glücklicherweise vielseitig und bietet für jeden das Richtige. Dennoch hat Konsum für manchen einen schlechten Beigeschmack, dabei ist die Idee, vom Selbstversorger zum Konsumenten zu werden, schon uralt: In dem Moment, als die ersten Menschen begannen, Dinge zu tauschen, um Neues zu erwerben, war der Konsum nach heutigem Verständnis geboren. Wir möchten bestimmte Dinge haben und sind bereit, dafür anderes – ob Ware oder Geld – herzugeben.

Interessanterweise ist heute bei der Bevölkerung die Vorstellung von haben/einkaufen stark im Begriff Konsum beziehungsweise konsumieren involviert; das lateinische Verb consumere heißt aber nur verbrauchen im Sinne von einem erschöpfenden oder verzehrenden Gebrauch: So verbraucht auch der Bauer seine Nahrungsmittel, indem er sie kocht und aufisst, produziert diese aber durch eigenen Anbau ohne weitere Einkäufe (wir lassen Dünger und Ähnliches hier weg, um die Grundaussage klarer zu machen).

Yoga und Konsum

In diesem Sinne hat der grundlegende Konsum im Yoga dann weniger damit zu tun: Wir verbrauchen Sachen nach Möglichkeit nur langsam und ersetzen sie nur nach Notwendigkeit und Verschleiß; dafür gebrauchen wir sie ausführlich, sodass sich die Anschaffung auch lohnt. Die Vorstellung von Schnäppchenjagden und spontanen teuren Einkäufen mag irgendwie nicht so recht zum Yoga passen, schon gar nicht zu der östlichen Tradition. Hier wird mehr Wert auf Klarheit des Geistes und körperliche Ausgewogenheit als auf Mode oder andere kurzfristige Werte gesetzt.

Yoga ist eine langfristig angelegte Lebensweise. Es geht nicht darum, andere auszustechen, weil du das schönere Meditationskissen oder die trendigere Kleidung besitzt. Eine Bastmatte oder Decke genügt als einfache Unterlage, einige Utensilien gehören bei intensiven Yogaübungen dazu; aber Konsum, nur um irgendetwas Neues zu kaufen oder weil ein Gegenstand gerade so nett aussieht, ist selten der Sinn deines Yogaeinkaufs. Einkäufe als Geschenke für Yogafans oder in Form praktischer Geschenkgutscheine sind natürlich etwas anderes.

Sinnvoll konsumieren

Ein sinnvoller Konsum ist also jederzeit möglich, auch nötig und durchaus zu begrüßen – das gilt eigentlich für jeden Einkauf. Sich dagegen zwei Matten, mehrere Taschen und lauter Extras zu kaufen, die du niemals benutzen wirst, ist zwar toll für den Konsumindex, aber ob es für dich gut ist, musst du selbst entscheiden.

Yoga läuft eher auf eine Reduzierung des Äußeren hinaus, um mehr Inneres zu erhalten: mehr du selbst sein, mehr Konzentration und Fitness, mehr Gelassenheit und Weisheit, ein besserer Atem und eine neue Lebenseinstellung. Ähnlich wirkt sich die vegetarische oder wahlweise eine einfachere Kost aus: Durch das gezielte Weniger bleibt mehr Zeit für anderes, erhältst du mehr Klarheit des Geistes und die Möglichkeit, dich wichtigeren, sinnvolleren Dingen als dem Essen zuzuwenden; getreu nach dem Motto: Der Mensch lebt nicht, um zu essen, sondern isst, um zu leben.

In diesem Sinne wünschen wir dir die richtige Wahl bei deinen Einkäufen bei yogabox – und anschließend eine wunderbare Zeit mit neuen Yogaerfahrungen!

Bild © ennona / 123rf.com

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