Yoga und Leistungssport: Was Du wissen musst

Yoga und Leistungssport: Was Du wissen musst

Immer mehr Leistungssportler integrieren die Asanas der buddhistischen Lehre in die eigene Work-out-Routine. Das muss einen Grund haben. Experten betonen, dass die indische Lehre besonders für Leistungssportler einen echten Unterschied machen kann. Das liegt vor allem daran, dass Yoga dabei hilft, den Körper beweglich und flexibel zu halten. Natürlich gibt es noch viele weitere Vorteile von Yoga auf den Körper. In diesem Beitrag erfährst Du die wichtigsten Informationen.

Yoga wird immer beliebter – die Zahlen steigen

Laut aktuellen Umfragen des Berufsverbands der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) sind es bereits über 16 Millionen Deutsche, die die Asanas in die Alltagsroutine integrieren. Das sind etwa 20 % der Bevölkerung. Auch zahlreiche Profi-Sportler lassen sich von einem Yoga-Lehrer vom Thema Yoga überzeugen. Neben herkömmlichen Work-outs bedeutet Yoga für Deinen Körper Erholung, Entspannung und Achtsamkeit – so die Erklärung eines Yogi.

Yoga und Leistungssport: Was Du wissen musst

Warum ist Yoga für Leistungssportler sinnvoll?

Wer einem harten Sport Training nachgeht, sehnt sich nach Abwechslung. In diesem Zusammenhang ist es bedeutend, dass der eigene Körper durch ausgleichende Bewegungen gestärkt wird. Viele Leistungssportler greifen deshalb auf die altbewährten Asanas aus der indischen Lehre zurück – mit dem klassischen Yoga können sie den ganzen Körper stärken, außerdem können Muskeln entspannen und die Atmung verbessert werden.

Das sind die Vorteile:

a) Beweglichkeit fördern

Je nach Sportart werden gewisse Körperregionen stärker belastet als andere. Wer beispielsweise ständig auf dem Fußballfeld ist, fordert seine Beinmuskulatur, bist Du hingegen stundenlang im Fitnessstudio, werden Deine Muskeln extrem gefordert und belastet. Auch wenn diese Bewegungen für den Körper meist gut sind, fehlt es den Menschen an Beweglichkeit. Machst Du täglich Yoga, stärkst Du Deinen Geist und dehnst die Muskeln.

Dafür kann Yin Yoga eine gute Wahl sein. Auch Power Yoga oder andere Yogastile können die gewünschten Effekte bringen – am besten kombiniert mit Atemübungen auf Deinem Meditationskissen.

b) Entspannung der Muskelgruppen

Kennst Du das Problem von verspannten Muskeln? Nach einem harten Training ist dies nicht selten. Wenn Du trotz überstrapazierter Muskelgruppen weiter trainierst, wirst Du früher oder später körperliche Schmerzen bekommen. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, dass sich Dein Bewusstsein für Yoga öffnet. Die verschiedenen Übungen können Dir dabei helfen, die Regeneration der durch den Wettkampf oder dem Training aktivierten Muskelgruppen zu fördern oder in die Wege zu leiten. Mit der Zeit wirst Du lernen, welche Übungen für Deinen Körper besonders wertvoll und dienlich sind – dies hängt natürlich immer vom jeweiligen Körpertyp bzw. der ausgeführten Sportart ab.

c) Training auf allen Ebenen

Wer sehr hart trainiert, macht dies stets auf körperlicher Ebene. Natürlich muss auch der Geist dahingehend gestärkt werden, dass beispielsweise genügend Motivation vorhanden ist. Dennoch werden die geistige sowie seelische Gesundheit ausgelassen. Yoga kann Dir dabei helfen, einen Einklang zwischen diesen drei Aspekten zu erzielen: Körper, Mind und Seele finden einen Einklang.

d) Verletzungen und Verschleiß können vorgebeugt werden

Viele Sportler klagen über ständige Verletzungen oder Verhärtungen der Muskelgruppen. Dies muss nicht sein, wenn Du vorher genügend Aufwärmübungen machst und Deine Ausdauer trainierst. Gleichermaßen sind Yoga-Übungen essenziell, um die Flexibilität zu steigern und die Muskelgruppen für das Training vorzubereiten. Auch nach dem Ausüben des Trainings solltest Du Dir die Zeit nehmen, ein paar Yoga-Übungen einzubauen. Dies fördert die Regeneration – auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene.

e) Du wirst leistungsstärker

Falls Du es noch nicht wusstest – das Training wird zwar vom Körper ausgeführt, dennoch spielt insbesondere der Geist eine essenzielle Rolle, um gewisse Erfolge zu erzielen. Demnach ist Yoga perfekt, um die mentale Stärke zu aktivieren und bewusst in eine Richtung zu lenken. Der Geist wird klarer, ablenkende Gedanken werden eliminiert und der Fokus für das Erreichen eines Ziels kann gestärkt werden.

f) Stabiler Bewegungsapparat

Wenn Du beispielsweise gerne joggst und einen Marathon mitläufst, benötigst Du einen stabilen Bewegungsapparat, um ein angemessenes Ergebnis zu erzielen. Yoga hilft Dir, die Koordination zu stärken. Bist Du stabiler, verbessert sich natürlich auch Dein Gleichgewichtssinn. Wer gerne sprintet, wird diesbezüglich einen Unterschied feststellen. Die Muskulatur muss durch die von außen eindringenden Kräfte stabil bleiben – Yoga fördert den Ausgleich. Der Rumpf ist beim Joggen bedeutend, dieser kann durch spezielle Yoga-Übungen gestärkt werden.

Yoga und Leistungssport: Was Du wissen musst

Warum ist ein gutes Körpergefühl für Leistungssportler essenziell?

Jeder spricht vom Körpergefühl – nicht nur bezogen auf Sport, sondern auch bei der Ernährung. Als Leistungssportler ist es bedeutend, dass Du weißt, wie Dein Körper funktioniert, wann er Ruhe benötigt, welche Bewegungen guttun und wie Du ihn bestmöglich fördern und fordern kannst.

Außerdem ist es bedeutend, dass Sportler die Lage des Körpers, die Muskeln sowie die Bewegungsrichtung wahrnehmen können. Dies ist die Basis, um die entsprechende Sportart erfolgreich ausüben zu können. Egal, ob Du erst Anfänger oder schon Profi bist, das Körpergefühl ist essenziell, um Sportverletzungen zu vermeiden bzw. sie nach Auftreten zu verbessern oder zu lindern. Du weißt genau, wann genug ist und kannst somit ein zu hartes Training vermeiden. Verletzungen (zum Beispiel Bänderrisse) oder Muskelverhärtungen kann damit vorgebeugt werden.

Keine Sorge: Du musst nicht zwingend täglich Yoga-Übungen in Deinen Alltag integrieren. In vielen Fällen reicht es aus, wenn Du zwei bis vier Einheiten pro Woche machst.

Hilft Yoga gegen Stress? Was sind die Auswirkungen auf das Training?

Viele Menschen, auch Sportler, haben einen stressigen Alltag. Das Stressempfinden wirkt sich natürlich auch auf die seelische Gesundheit und das Ausüben des Sports aus. Gedankenkarusselle im Kopf können unter anderem dafür sorgen, dass sich Sportler leichter verletzen, da sie nicht so achtsam sind. Auch Taktikfehler in Teamsportarten können die Folge sein. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sportler für einen freien Kopf sorgen: Yoga auf der Yogamatte kann dabei dienlich sein.

Folgende Verbesserungen können damit einhergehen:

  • Die Konzentrationsfähigkeit steigt
  • Du empfindest weniger Stress
  • Die Atmung kann durch die entsprechenden Pranayamas verbessert und leichter gesteuert werden
  • Du kannst besser mit Deinen Emotionen umgehen

Wie Du sehen kannst, hat Yoga wertvolle Auswirkungen auf den Körper, Geist und die Seele. Dies kannst Du für Deine Trainingseinheit ideal nutzen und Dich davon stärken lassen.

Bist Du ein Leistungssportler? Wenn ja, integrierst Du auch Yoga-Übungen in Deinen Trainingsplan?

Stefan ist seit vielen Jahren begeisterter Yogaanhänger.

Er ist der festen Überzeugung, dass Yoga dabei hilft, dass die Menschen wieder zu sich selber finden und friedlicher werden.

Durch Yoga wird unsere Welt eine bessere.