Yogalehrer – Tipps zum Start

Die buddhistische Lehre erobert immer weitere Teile auf der ganzen Welt. Yoginis wollen nicht nur für sich selbst Yoga praktizieren, sondern gemeinsam mit anderen. Wenn auch in Dir der Wunsch wächst, diese ganz besondere Praxis mit allen anderen Menschen zu teilen, dann solltest Du Dich zum Thema Yogalehrer-Ausbildung informieren. Die Auswahl an verschiedenen Kursen wird immer größer; das Wissen, das Du in einer Yoga-Ausbildung bekommst, kann Dir keiner mehr nehmen und vor allem kannst Du damit ganz vielen Menschen zu mehr Wohlbefinden verhelfen. In diesem Beitrag bekommst Du alle wichtigen Informationen, die in diesem Zusammenhang relevant sind.

Yogalehrer – Tipps zum Start
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Die ersten Schritte für Dich

Wenn Du Dich dafür entschieden hast, Yoga selbst unterrichten zu wollen, solltest Du Dir die Zeit nehmen, Dich nach einer passenden Ausbildung umzusehen.

Dadurch, dass das Angebot so groß ist, kann es unter Umständen schwerfallen, den richtigen Yogalehrer zu finden.

Folgende Tipps können helfen:

  • Suche im Internet nach den verschiedenen Yoga-Ausbildungskursen und vergleiche die Angebote miteinander. Bedeutende Faktoren sind sicherlich die Dauer, die Kosten, der Aufbau und der Ort. Viele Yoginis nehmen sich die Zeit, um in ein anderes Land zu gehen, um dort direkt vom Wissen der Yoga Trainer zu profitieren. Außerdem hast Du hier die Möglichkeit, Dich intensiv mit Hatha-Yoga, den anderen Stilen sowie der Philosophie auseinanderzusetzen. Dies gelingt natürlich in einem Yoga-Retreat, das zum Beispiel ein Monat geht, am besten. Besonders hilfreiche, dienliche und herausfordernde Yoga-Ausbildungen werden auf Bali oder in Indien angeboten. Hier nämlich tauchst Du tief in die dortige Lebensphilosophie ein und lernst nicht nur die typische Asana-Praxis.
  • Wenn Du keine Möglichkeit hast, in ein fremdes Land zu gehen, um Dich dort als Yoga-Lehrer oder Yoga-Lehrerin ausbilden zu lassen, gibt es auch hierzulande zahlreiche Optionen, alle wichtigen Asanas auf der Yogamatte zu erlernen.
  • Nimm Dir ausreichend Zeit, um in die verschiedenen Angebote reinzufühlen, oftmals nämlich ist das Bauchgefühl ein besserer Hinweisgeber als der Kopf.
  • Der Yogalehrer sollte Dir unbedingt sympathisch sein, Dir ein gutes Gefühl geben und den Stil ausüben, der Dir am meisten zusagt. Wenn Du magst, kannst Du meist auch ein Vorabgespräch machen, um Deine Fragen zu stellen. Dies darfst Du nutzen, wenn Du unsicher bist. Im besten Fall hat der Yogalehrer bereits ausreichend Erfahrung, Training sowie Know-how, sodass er Dir nicht nur die Asanas oder Pranayamas beibringen kann. Die wichtigsten Punkte sind nämlich die Tipps, die man erst im Alltag lernt – jemand, der bereits viel Erfahrung hat, kann Dir da deutlich besser Halt geben.
  • Als Ergänzung gibt es oftmals Online-Kurse, die Dein Wissen nochmals intensivieren. Wer jedoch ein professioneller Yoga-Lehrer werden möchte, sollte ein Angebot mit Präsenzunterricht auswählen.
  • Ob ein Kurs an den Wochenenden, der über mehrere Jahre geht oder ein Intensiv-Kurs im Block (zum Beispiel zwei Wochen) für das Erlernen Deiner Yoga-Praxis besser ist, musst Du entscheiden.
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Welcher Stil ist der Richtige für Dich?

Es gibt viele Stile, die Du auf der Yoga-Matte umsetzen kannst. Demnach solltest Du besonders als angehender Yoga-Lehrer genau wissen, welche Flows Du anbieten möchtest. Danach richtet sich natürlich auch Deine Ausbildung.

Du kannst Dich beispielsweise auf folgende Stile spezialisieren:

  • Vinyasa Yoga, das eher kraftvoll und dynamisch ist
  • Hatha Yoga, bei dem Du Körperhaltungen übst und dabei den Atem sehr stark integrierst
  • Yin Yoga, das ideal ist, um die Flexibilität zu stärken und Faszien zu entlasten
  • Kundalini Yoga mit dem Ziel, die Kundalini-Energie zu wecken

Vergesse Folgendes nicht…

Wenn Du persönlich den perfekten Kurs gefunden hast, darfst Du weiters auf folgende Punkte achten.

a) Immer fragen, wenn Du unsicher bist

Egal, welche Ausbildung Du machst oder welchen Beruf Du erlernen willst, auf dem Weg ergeben sich immer Fragen. Beim Einstieg und als Anfänger ist es sehr bedeutend, dass Du bei Unsicherheiten stets nach den besten Yoga-Tipps sowie dienlichen Informationen fragst. Deshalb ist es wichtig, dass Du bei einem Lehrer bist, der Dir sympathisch ist und Dir ein gutes Gefühl gibt.

b) Übung macht den Meister – Dein Weg zum Yoga-Meister

Wie Du bereits von anderen Ausbildungen, der Schulzeit oder Berufspraxis weißt, erlernen wir Dinge mit dem Üben. Je mehr Du übst, desto sicherer wirst Du. Natürlich ist es als Yoga-Lehrer Voraussetzung, dass Du die Asanas korrekt ausübst – das erfolgreiche Führen der Stunde, das Zusammenstellen der Asanas bzw. das Eingehen auf die Fragen der Schüler ergibt sich jedoch mit der Zeit. Du wirst immer sicherer werden und mit jeder Online Stunde oder der Praxis vor Ort selbstbewusster. Wenn Du erst einmal regelmäßig Yoga-Einheiten anbietest, wächst Dein Selbstvertrauen von Mal zu Mal.

c) Weitermachen und nicht aufgeben

Egal, ob Du noch in der Yogalehrerausbildung bist oder schon voll in der Praxis mit Yoga-Anfängern – gib nicht auf, auch wenn es manchmal schwer ist. Nicht immer sind die Kurse voll, dadurch kommt oftmals nicht genug Geld auf das Konto. Dies sollte jedoch kein Grund sein, mit der ganzen Sache aufzuhören. Besonders zu Beginn ist es gut, dass Du erst Teilzeit mit Deinen eigenen Yoga-Stunden anfängst. Dann nämlich hast Du noch genügend Geld aus einer Festanstellung, das Dir zum Leben reicht. Wenn Du sicher bist, dann kannst Du den Schritt in die Voll-Selbstständigkeit wagen.

Falls Probleme innerhalb des Kurses auftreten, ist dies noch lange kein Grund, alles hinzuschmeißen. Oftmals muss man sich erst hineinfinden, die Menschen kennenlernen und den perfekten Aufbau einer Stunde finden.

Der Aufbau einer schönen Yogastunde

Zuletzt möchten wir noch auf den Aufbau einer ansprechenden Yoga-Einheit eingehen. Diese wird natürlich immer nach den individuellen Vorstellungen vorbereitet – der Aufbau hängt üblicherweise von den Schülern gleichermaßen auch vom Stil ab. Während Kundalini-Stunden meist sehr ähnlich sind, können Vinyasa-Flows relativ individuell gestaltet werden.

Grundsätzlich läuft eine Yoga-Stunde wie folgt ab:

  • Entspannungs- oder Atemübungen, um im Hier und Jetzt anzukommen (besonders bei den Sessions, die abends durchgeführt werden, ist es bedeutend, dass Du dafür sorgst, dass Deine Yoginis erstmal herunterkommen können)
  • Aufwärmphase, um die Körperteile, Gelenke und Muskeln geschmeidig zu machen und sie vor Verletzungen zu schützen
  • Die Yogastellungen, die Du anbieten möchtest (diese hängen natürlich vom Stil, vom Thema und von der jeweiligen Gruppe ab)
  • Am Ende ist es gut, wenn Du eine Meditation anleitest, ein Mantra singst oder Shavasana machst
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Was ist Dir in einer Yoga-Stunde sehr wichtig? Und hast Du bereits einmal daran gedacht, eine Yogalehrerausbildung zu machen?