Yogaübungen bei Erkältungen?!

Yogaübungen bei Erkältungen
Yogaübungen bei Erkältungen

Es gibt so viele unterschiedliche Yoga-Übungen, dass selbst mit diversen Krankheiten geübt werden kann. Wir gehen heute nicht auf körperliche Handicaps, sondern auf normale Erkältungen ein.

Mit erhöhter Temperatur solltest mit heißem Tee, Kuscheldecke und eventuell einer Wärmflasche auf der Couch oder im Bett liegen. Hier kannst du die Handgelenke drehen, die Finger dehnen und kneten, die Beine anziehen und eine genussvolle Rückenschaukel zur Rückenentlastung und Entspannung einbauen. Trainiere deine Zehen, indem du sie möglichst einzeln bewegst, krümmst und dehnst: natürlich vorsichtig. Hier zwei weitere Vorschläge:

  • Liege auf dem Rücken, strecke die Arme über den Kopf; dann Arme, Kopf und Oberkörper nach rechts verschieben, die Hüfte liegen lassen, die Beine ebenfalls nach rechts verschieben. So wird die linke Flanke gedehnt. Dann Seite wechseln.
  • Bei Metallbetten mit Streben geeignet: auf der Seite liegen, Beine ab der Hüfte nach hinten strecken (Vorsicht: kein starkes Hohlkreuz machen, sondern mehr die Oberkörperlänge betonen!), den unteren Arm im rechten Winkel zum Körper nach vorn ausstrecken, den oberen Arm über den Kopf nach hinten ziehen und mit der Hand an einer Strebe festhalten. In die Dehnung atmen.

Wie immer gilt: Nicht übertreiben!

Hilfreiche Kleinigkeiten
Wie wäre es mit leichten Massagen? Im Bett kannst du mit einem Faszienroller Bindegewebe und Stoffwechsel in Schwung bringen und den Körper bei seiner Schwerstarbeit gegen die Krankheitserreger unterstützen. Oder lass dich massieren!

Die meisten Yoga-Atemübungen sind bei verstopfter Nase, Husten, Heiserkeit und zugefallenen Ohren besser zu lassen. Atme einfach so gut es geht gleichmäßig und tief. Das Allheilmittel lautet: viel trinken und viel schlafen.

Erkältungen betreffen vor allem den Kopfbereich, daher sollten alle Umkehrübungen, bei denen das Herz über den Kopf gelangt, vermieden werden: also kein Schulter- und Kopfstand, kein nach unten schauender Hund und Ähnliches. Starte mit leichten Entspannungs- und Dehnübungen, denn Erkrankungen dieser Art beeinflussen auch die Muskeln (Gliederschmerzen).
Sport ist tabu, ein Spaziergang an frischer Luft die bessere Wahl. Yoga ist nicht gleich Sport, doch du kommst bei deinem normalen Yoga-Training sicher gelegentlich ins Schwitzen. Diese Anstrengung verlangt dem Körper jedoch Kräfte ab, die er jetzt zur Heilung braucht. Dass du bei hohem Fieber ins Bett gehörst und schlafen solltest, steht außer Frage.

Auch wenn Schnupfen und Husten aufgehört haben, musst du dich noch schonen, denn der Körper baut sich jetzt erst wieder auf. Dafür braucht er Zeit. Auch hast du vielleicht Antibiotika genommen, die er im Nachgang bewältigen muss. Sicher merkst du, dass du schneller erschöpft bist als vor der Erkrankung. Du gehst vielleicht schon wieder arbeiten, hast Kinder und kümmerst dich um Einkauf und Familie – das ist für den Anfang mehr als genug. Nutze Yoga daher vor allem, um zur Ruhe zu kommen:

  • Setze dich auf einen Stuhl oder auf ein Meditationskissen, schließe die Augen, die Hände liegen locker im Schoß. Konzentriere dich auf ein ruhiges Bild in deinem Inneren; oder lass die Gedanken einfach ziehen, ohne sie festzuhalten, bis deine innere Gelassenheit wiederkehrt.
  • Nimm eine Sitzposition ein. Stelle eine Kerze vor dir auf oder lege eine Blüte in eine Wasserschale. Blicke mit halb geschlossenen Augen darauf, konzentriere dich ganz auf dieses Bild und lass alles andere für mindestens fünf Minuten hinter dir.
  • Eine dritte Version: Setze dich bequem hin, schließe die Augen halb oder ganz und höre auf die Geräusche deiner Umgebung: ein Auto, Vogelgezwitscher oder die Rotationen der Waschmaschine. Beurteile nichts, halte nichts fest, höre einfach nur zu. Du kannst fünf oder 15 Minuten üben und wirst feststellen, wie du innerlich zur Ruhe kommst.
  • Du kannst als Ergänzung deiner Meditation sowohl Räucherstäbchen als auch Klangschalen verwenden.

Bild © bignai

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