Ist Yoga für nicht-sportliche Menschen geeignet?

Ist Yoga für nicht-sportliche Menschen geeignet?

Sportmuffel finden Ausreden, warum sie keinen Sport machen: zu viel Arbeit, reichlich To-Dos oder eine körperliche Einschränkung. Dann gibt es noch jene Menschen, die etwas in ihrem Leben verändern möchten und offen für eine sportliche Betätigung sind. Ob Yoga auch für nicht-sportliche Menschen geeignet ist, erfährst Du in diesem Beitrag. Lasse Dich von den Tipps inspirieren und vielleicht breitest Du heute noch Deine Yogamatte aus.

Ist Yoga für nicht-sportliche Menschen geeignet?

Yoga: Entspannung für Körper, Geist und Seele

Viele glauben, dass dies keine richtige Sportart ist – die Richtigkeit der Antwort ist nur zum Teil korrekt. Natürlich hängt es immer vom jeweiligen Yoga-Flow ab. Wer beispielsweise eine sehr intensive Yoga-Praxis mit Ashtanga- oder Vinyasa-Flows macht, wird ins Schwitzen kommen. Yin Yoga hingegen ist eher dafür geeignet, um zu entspannen. Die innere Ruhe sowie die körperliche Fitness nimmt mit der richtigen Kombination von perfekt aufeinander abgestimmten Asanas zu.

Aus diesen Gründen ist die indische Lehre mit all den gezielten Übungen so beliebt, da sie in erster Linie den eigenen Körper pusht, stärkt und ins Gleichgewicht bringt.

Ist Yoga für unsportliche Personen geeignet?

Grundsätzlich lässt sich diese Frage mit Ja beantworten – wenn bestimmte Informationen beachtet werden.

In zahlreichen Yoga-Studios gibt es Übungen für Anfänger; diese sind dann perfekt auf die jeweiligen Bedürfnisse von Neulingen abgestimmt.

Im nachfolgenden Abschnitt werden wichtige Punkte aufgelistet, die Yogi-Beginner berücksichtigen dürfen:

  • Yoga für Anfänger sollte so konzipiert sein, dass der Einstieg leicht fällt. In diesem Zusammenhang ist es empfehlenswert, mit einfachen Asanas zu beginnen. Herabschauender Hund, Katze-Kuh, der Baum, die Kobra oder die Heuschrecke sind Übungen, die gut in das erste Training eingebaut werden können. Auch die Haltung des Kindes, seitliche Drehungen sowie der Sonnengruß sind ideal, um erfolgreich einzusteigen und ein sanftes Work-out zu genießen.
  • Neben den richtigen Übungsabfolgen ist auch das Mindset entscheidend. Es bringt nämlich nichts, wenn Du Dir die ganze Zeit den Stress machst, alles richtig machen zu müssen. Das Wichtigste ist, dass Du achtsam mit Deinem Körper und den damit zusammenhängenden Signalen bist. Spürst Du Schmerzen, kannst Du die Übung wechseln bzw. einen Profi um Rat fragen. Du wirst merken, dass Du mit der Zeit ein immer besser werdendes Körpergefühl entwickelst. Das ist eines der besten Vorteile, den die Asanas mit sich bringen.
  • Wer wenig Zeit hat, sollte es dennoch vermeiden, die Session zwischen zwei andere Termine zu quetschen. Nimm Dir ausreichend Zeit für Deinen Yoga-Flow. So kannst Du Dich auf Deiner Matte nicht nur körperlich austoben, sondern zudem entspannen.
  • Du musst Dich nicht messen. In Videos oder in Live-Kursen siehst Du, wie die perfekten Haltungen aussehen oder Posen, die Du noch nicht ausführen kannst – lasse Dich davon nicht entmutigen. Vergiss nicht: Jeder Körper ist anders und jeder ist an einem anderen Punkt in seinem Leben, d.h. Du musst Dich nicht messen – weder mit Profis noch mit anderen Yoga Anfängern.
  • Du hast nun schon für eine längere Zeitperiode geübt und kannst lediglich geringe Resultate feststellen? Das kann unter Umständen sein, jetzt ist es sinnvoll, sich nicht stressen zu lassen. Sei geduldig mit Dir.
  • Findest Du zu wenig Motivation, kann es helfen, sich Gleichgesinnte zu suchen. Häufig werden Kurse vor Ort oder auch im Internet angeboten, in denen Du Dich motivieren lassen kannst. Gleichzeitig ist ein Austausch möglich.
Ist Yoga für nicht-sportliche Menschen geeignet?

Welche Yoga-Arten sind ideal für Einsteiger?

Jetzt kommen wir zu einer entscheidenden Frage: Welche Yoga-Übungen sind für Anfänger gut geeignet?

Es gibt natürlich verschiedene Stile, die mehr oder weniger ideal für Neulinge sind.

a) Hatha Yoga

Hatha-Yoga beispielsweise gilt als perfekt, um einzusteigen. Wenn Du untrainiert bist und erfolgreich starten möchtest, dann nutze statische Übungen wie die Haltung des Kindes, die Katze oder auch den Baum.

b) Kundalini Yoga

Daneben gibt es noch die Möglichkeit, eine etwas spirituellere Yoga-Praxis zu genießen. Kundalini Yoga hilft Dir, Deinen Geist, Deine Seele und Deinen Körper in Einklang zu bringen. Hierbei wird die Kundalini-Energie (Sexualenergie) entfacht und im gesamten Körper verteilt. Wer häufig unter Müdigkeit oder fehlender Energie leidet, sollte dies ausprobieren. Dadurch, dass diese Praxis auch Meditation beinhaltet, kannst Du störende Gedanken und Gefühle loslassen und Dein System in Schwung bringen. Hierbei wird auch die Kraft in den Energiezentren (Chakren) stimuliert und angeregt.

c) Yin Yoga

Yin Yoga ist toll, wenn Du Deine Faszien auflockern und Deinen Körper dehnen möchtest. In diesen Sessions werden die Haltungen deutlich länger gehalten und damit ein großer Effekt im Organismus erzielt.

d) Luna Yoga

Bist Du eine Frau und hast neben ein paar Kilos zu viel auch Menstruationsbeschwerden, könnte Luna-Yoga zu Dir passen. Die Übungsabfolgen sind sehr sanft, sodass Anfänger gut damit starten können.

Wie Du sehen kannst, gibt es viele verschiedene Stile, die besonders für Neueinsteiger geeignet sind. Mit der Zeit wirst Du immer sicherer und kannst neue Asanas integrieren.

e) Ashtanga oder Vinyasa

Wer Kalorien verbrennen und seinen Körper straffen möchte, kann sich zu Ashtanga oder Vinyasa Yoga informieren. Diese beiden Stile fordern Dich mehr heraus. Auch Hot-Yoga, das bei ca. 40 Grad durchgeführt wird, ist toll, um überschüssige Kilos zu verlieren und den inneren Schweinehund zu überwinden.

Meditation als idealer Abschluss: ganzheitliche Entspannungspraxis

Ist Yoga für nicht-sportliche Menschen geeignet?

Besonders Anfänger suchen nach der sportlichen Betätigung, Ruhe und Entspannung. Um die Praxis ganzheitlich abzurunden, ist es empfehlenswert, dies mit einer Meditation auf dem Kissen abzuschließen. Der Atem kann sich beruhigen und Geist, Seele und Körper noch mehr in Einklang kommen.

Praktizierst Du schöne Flows? Bist Du sportlich oder hast Du diverse Asanas sogar als Einstieg in Deine sportliche Routine genutzt?