Keine Lust auf Yoga?

Keine Lust auf Yoga?
Keine Lust auf Yoga?

Kurze Momente oder auch längere Phasen der Trainingsunlust kennt wohl jeder Yogafan. Es ist wie bei jeder Sportart oder auch bei den meisten Hobbys: Wir haben einfach nicht immer Lust darauf. Die Gründe dafür können sehr unterschiedlich sein. Heute ist es der Regen, weswegen wir nicht aus dem Haus wollen; morgen ist es der stressige Arbeitstag, dem wir keinen weiteren Termin hinzufügen möchten. Schon die Vorstellung, uns umzuziehen, schreckt uns ab. Theoretisch wissen wir, dass uns ein paar Yogaübungen gut bekommen würden, doch wir können uns einfach nicht aufraffen.

Der Gruppendruck

Wer in einer Gruppe beziehungsweise einem Kurs ist, hat es etwas leichter aufgrund des sogenannten Gruppendrucks: Du weißt, dass deine Bekannten auch dort sind, dass Freunde kommen und dass es doch immer eine nette Atmosphäre ist, wenn alle zusammen üben. Du weißt auch, dass es dir leichter fällt, wenn du erst einmal dort bist, dich umziehst, mit den anderen plauderst und dich dann nach den Vorgaben des Trainers richtest. Alle üben im selben Takt, das macht die Sache viel einfacher. Deshalb packst du deine Siebensachen deutlich leichter – und wenn du erst mal im Auto sitzt und losfährst, sieht die Welt zumindest in Sachen Yoga schon viel freundlicher aus.

Das Üben zu Hause

Schwieriger wird es, wenn wir allein zu Hause üben. Es braucht zugegebenermaßen etwas Disziplin, um „dranzubleiben“. Es ist aber wichtig, dass du dich dabei auch entspannst und dein Programm nicht als schwierige Arbeit betrachtest. Dass dann die Lustlosigkeit vorprogrammiert ist, dürfte klar sein. Vielleicht hast du dir zu viel vorgenommen?

Falscher Ehrgeiz ist wie der berühmte Schuss, der nach hinten losgeht: Du übernimmst dich und fühlst dich mit jedem Tag schlechter; gleichzeitig kannst du nicht wirklich loslassen und meinst, das Mammutprogramm unbedingt durchziehen zu müssen. So quälst du dich entweder durch die vielen Übungen oder du quälst dich, weil du absolut keine Lust hast und gar nichts mehr tust. Beides ist deiner Gesundheit und Ausgeglichenheit natürlich nicht zuträglich; die wunderbare Kraft, die Yoga vermitteln kann, verpufft.

Erinnere dich

Wir plädieren dafür, unbedingt ein Entzerren solcher Stresssituationen herbeizuführen – und du stehst unter Stress, wenn du dich in diesem Zwiespalt befindest. Ein bewährtes Hilfsmittel ist die Erinnerung daran, wie gut du dich jedes Mal nach den Übungen fühlst. Du kennst das wohlige Gefühl, wenn du deinen Körper gut durchgearbeitet hast und dich in der Phase der Entspannung befindest. Dein Geist wird ganz ruhig, deine Gliedmaßen fühlen sich gleichzeitig gestärkt und locker an. Du kannst deinen restlichen Tag viel besser genießen. Außerdem hält die Wirkung länger an und du profitierst auch an den nächsten Tagen davon.

Arbeite mit Tricks

Zugegeben, dieser kleine Gedankentrick funktioniert nicht immer. Manchmal ist die Unlust einfach stärker als jeder Versuch, dich aus der Lethargie zu holen. Dann gibt es andere Methoden, dich zu überlisten.

Versuche es zunächst mit der Tote-Mann-Stellung. Du legst dich auf dem Boden auf den Rücken; du kannst es dir auch auf der Couch oder dem Bett gemütlich machen und musst dich nicht einmal umziehen. Lege eine Decke über dich, lasse die Zehen leicht nach außen fallen, lege die Arme locker neben dem Körper ab und schließe die Augen. Versuche, an gar nichts zu denken, lass jeden Gedanken los: Setze ihn auf eine Wolke und lasse ihn einfach fortziehen.

Damit hast du bereits die erste Yogaübung ausprobiert, auch wenn diese normalerweise den Abschluss jedes Programms bildet. Vielleicht weckst du damit die Lust für weitere Übungen? Du kannst aus dieser Stellung heraus die Knie zur Brust ziehen, die Hände um die Beine legen und dich sanft nach rechts und links schaukeln; auch dies ist eine Entspannungsübung, die kaum Anstrengung kostet, aber unseren belasteten „Sitz-Rücken“ hervorragend bekommt. Wenn du jetzt aufhörst, hast du bereits zwei leichte Übungen aus dem Yoga trainiert; wenn du weitermachen möchtest, wähle nur Übungen aus, die dir Spaß machen, und versuche nicht, ein Mammutprogramm abzutrainieren. Dann wirst du dich wohlfühlen.

Bild © venimo / 123rf.com

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