Rauchen aufhören: Wie Dir Yoga helfen kann ein rauchfreies Leben zu führen

Rauchen aufhören: Wie Dir Yoga helfen kann ein rauchfreies Leben zu führen
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Es gibt sehr viele gute Gründe, um mit dem Rauchen aufzuhören. Raucher wissen es eigentlich: Nikotin ist Gift für unseren Körper und schädigt auch unsere Umwelt. Doch leider ist der Weg zum Nichtraucher alles andere als leicht. Körper und Geist sind abhängig von den kleinen Glücklichmachern Zigarette und lassen uns Menschen bei einem Entzug so richtig leiden. Yoga, Atemübungen und Meditation können Dir auf dem Weg zum dauerhaften Nichtraucher helfen.

Du bist Raucher und fragst Dich wie das funktionieren soll? Wir verraten es Dir in unserem Artikel! Beim regelmäßigen Üben können Dir Yoga und Deine Atmung helfen ein Leben ohne Zigaretten zu führen und die Lebensenergie (Prana) zu steigern.

Warum es so schwer ist mit dem Rauchen aufzuhören

Viele Raucher haben schon ein paar Versuche gestartet um rauchfrei zu werden. Die wenigsten schaffen es übrigens direkt beim ersten Anlauf. Deshalb sei nicht gleich frustriert, wenn es mehrere Versuche braucht. Sei geduldig mit Dir selbst und arbeite an Deiner Motivation. Der körperliche Entzug des Nikotins dauert bei uns Menschen ca. 4 bis 6 Wochen. Aber das Schlimmste ist tatsächlich schon nach ein paar Tagen überstanden. Dann ist es wichtig die psychische Abhängigkeit in Angriff zu nehmen und stark zu bleiben.

Das richtige Mindset für die erfolgreiche Rauchentwöhnung

Wer schon einmal probiert hat mit dem Rauchen aufzuhören weiß, wie stark der Wille eines Rauchers sein muss, um den Zigaretten tatsächlich zu widerstehen. Richtig schwer wird es in einer emotional stressigen Phase. Die ganze Lebensenergie (Prana) wird darauf gerichtet den Stress zu bewältigen. Da bleibt nicht viel Platz für zusätzlichen Stress durch Rauchentwöhnung. Am besten startest Du Dein Leben ohne Zigaretten deshalb, wenn Du Dich mental und körperlich dazu in der Lage fühlst.
Mantras sind eine gute Möglichkeit Deinen Kopf auf “Ich brauche keine Zigaretten mehr” zu programmieren. Erfinde Dein eigenes Mantra oder suche Dir eines von diesen 5 aus. Wenn es Dir hilft, kannst Du das Mantra auch mit einer Mala Kette wiederholen.

Mantras für Raucher, die Zigaretten den Kampf ansagen:

• Ich kann alles schaffen.
• Mein Atem ist frisch.
• Ich liebe frische Luft.
• Ich bin gut zu mir.
• Meine Lungen atmen reine Luft.

Yoga für ein qualmfreies Leben

Das Schöne ist, dass auch Yoga und Meditation ähnlich wie das Rauchen auf unseren Körper wirken. Zumindest was das Belohnungssystem betrifft. Wir fühlen uns nach den Körperübungen ausgeglichen, gut gelaunt, entspannt und fit. Eine regelmäßige Yoga-Praxis stärkt das Selbstbewusstsein und die Seele. Auch die Willenskraft wird gestärkt. Du kannst Dein vorhin gewähltes Mantra in Deine Yoga-Routine einbauen, um Deinen Geist zu schulen und positiv auf das Wort “rauchfrei” zu stimmen. Dadurch verfestigt sich der Gedanke des Rauchstopps und dringt in Dein Unterbewusstsein.

Pranayama für eine kraftvolle Lunge

Atemübungen sind ein wunderbares Mittel, um Deine Lunge zu stärken und in ein rauchfreies Leben zu starten. Pranayama-Übungen nutzen die heilende Kraft der Atmung und sind wichtiger Bestandteil beim Yoga. Sie wirken auf ganz verschiedene Weise. Besonders beliebt und bekannt ist z. B. die Wechselatmung. Es gibt Atemübungen, die beruhigende oder anregende Effekte haben. Für die Rauchentwöhnung bieten sich entgiftende Übungen an, die den Stoffwechsel anregen.

Wichtig ist regelmäßiges Üben, Üben und nochmal Üben! Nur so wirst Du die Atemtechniken verinnerlichen und die positiven Effekte durch die spezielle Form der Atmung spüren.

Asanas und Pranayama-Übungen für Deinen Rauchstopp

Zigaretten und süchtig machendes Nikotin ade! Nutze Deinen Körper und Deinen Atem für den erfolgreichen Rauchstopp. Wir haben Dir 3 Übungen zusammengestellt, die Dich auf dem Weg zum Nichtraucher unterstützen können.

Übung 1: Kapalabhati Pranayama – Feueratmung

Das Kapalabhati Pranayama wird zu den aktivierenden Atemtechniken im Yoga gezählt. Im Gegensatz zur ruhigeren Wechselatmung kurbelt diese Atemübung Deinen Stoffwechsel an und wirkt reinigend und anregend. Setze Dich entspannt, am besten im Lotussitz, auf Deine Yogamatte. Versuche möglichst aufrecht zu sitzen. Nun schließt Du die Augen und fokussierst Dich auf Deine Atmung. Atme gleichmäßig durch die Nase ein und fülle Deine Lunge mit so viel Luft wie möglich. Atme nun fest und mit gutem Druck durch die Nase wieder aus. Während der Ausatmung probierst Du zu zischen. Versuche die Atemübung 20 Mal zu wiederholen. Schnell wirst Du die belebende Wirkung dieser Atemtechnik spüren. Wichtige Hinweise zur Atemübung Kapalabhati findest Du hier.

Übung 2: Trikonasana – Dreieckhaltung

Mit der Dreieckhaltung tust Du vor allem Deinem Rücken und den Organen Deines Unterleibs etwas Gutes. Durch die seitliche Dehnung mit gestreckten Rückenmuskulatur wird auch die Lunge gestreckt. Dadurch kann Deine Atmung freier fließen.

Stelle Dich für dieses Asana gerade auf Deine Yogamatte. Deine Beine stehen etwa eine Beinlänge weit auseinander. Nun drehst Du das rechte Bein im 90°-Winkel nach außen. Schaue nach vorne und atme bewusst ein und aus. Bei der Einatmung streckst Du die Arme parallel seitlich zum Boden aus. Mit der weiteren Ausatmung versuchst Du Deinen Oberkörper weiter nach vorne zu beugen. Achte darauf nicht ins Hohlkreuz zu fallen. Nun bewegst Du Deinen rechten Arm in Richtung Fuß. Deine andere Hand streckst Du nach oben aus. Versuche dieses Asana für mindestens 7 tiefe Atemzüge zu halten.

Übung 3: Surya Namaskar – Sonnengruß

Dieses Asana darf in keiner Yoga Einheit fehlen. Mit dem Sonnengruß aktivierst Du Geist, Körper und Seele gleichermaßen. Bei dieser Übung ist der ganze Körper von Kopf bis Fuß involviert. Er wird gedehnt, gewärmt und gestärkt. Der Sonnengruß besteht aus einer bestimmten Folge von 12 Einzelschritten. Dabei hast Du garantiert keine Zeit an das Rauchen zu denken.

In unserem Artikel “Der Sonnengruß: mehr Licht und Energie für Dein Leben” erfährst Du, wie die Yoga-Übung funktioniert und was dahinter steckt.

Was Dich sonst noch auf dem Weg zum Nichtraucher unterstützt

Neben Yoga und Meditation gibt es natürlich weitere Möglichkeiten Deine Nikotinsucht zu besiegen und zum Nichtraucher zu werden. Vor allem für langjährige und starke Raucher ist der Rauchstopp kein Kinderspiel. Die Entzugserscheinungen sind teilweise heftig und die Versuchung einfach die nächste Zigarette zu rauchen ist deshalb verführerisch. Hier können Nikotinersatzpräparate zusätzlich helfen, um die Entzugssymptome zu lindern.
Weitere Möglichkeiten zur Rauchentwöhnung:

• Nikotinersatzpräparate, wie Kaugummis oder Pflaster
• Akupunktur
• E-Zigaretten
• Ablenkung durch Bewegung an der frischen Luft
• Verhaltenstherapie in der Gruppe
• Hypnosetherapie

Oft werden Kurse zur Rauchentwöhnung von den Krankenkassen übernommen. Es lohnt sich deshalb auf jeden Fall nachzufragen, ob und welche Kurse und Hilfsmittel angeboten werden. Vielleicht ist ja auch ein Yoga Kurs dabei der Dir von der Krankenkasse bezahlt wird!

Wir wünschen Dir auf jeden Fall viel Erfolg dabei auch bald zum “Club der ehemaligen Raucher” zu gehören.

Bist Du Raucher und möchtest versuchen mit Yoga und Meditation das Rauchen aufzuhören? Oder bist Du schon erfolgreich durch Yoga zum Nichtraucher geworden? Teile gerne Deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!