Satyananda Yoga: Die spezielle Praxis von Sri Paramahamsa Satyananda Saraswati

Satyananda Yoga: Die spezielle Praxis von Sri Paramahamsa Satyananda Saraswati
Satyananda Yoga: Die spezielle Praxis von Sri Paramahamsa Satyananda Saraswati

Einer der großen Yoga-Meister der jüngeren Vergangenheit, Sri Paramahamsa Satyananda Saraswati, hat mit seiner eigenen Praxis eine spezielle Praxis entwickelt, welche verschiedene Lehren in sich vereint. Dieses System verfolgt das Ziel, einen Einklang zwischen dem Geist, der Emotion und der Handlung zu erreichen, damit der Mensch selbst in einer besseren Harmonie mit sich selbst leben kann.

Satyananda Yoga als Kombination mehrerer Traditionen

Drei alte und gleichermaßen bekannte Traditionen legen das Fundament für das Satyananda Yoga: Yoga selbst, ergänzt durch Tantra und Vedenta. Deshalb bezeichnet man diese Praxis oftmals auch als ein „integrales System“, unter anderem weil es die gesamte Persönlichkeit anspricht. Erreicht werden soll das durch eine effektive Synthese unterschiedlicher Techniken, die durch verschiedene klassische Yoga-Zweige ergänzt werden. Da sich dadurch eine große Auswahl ergibt, ist auch eine individuelle Anpassung des Systems denkbar, um sich stärker auf den gewünschten und möglichen Effekt sowie die persönliche Ausrichtung zu fokussieren. Laut Sri Paramahamsa Satyananda Saraswati soll das System also eine Möglichkeit bieten, um sich der individuellen Persönlichkeit eines jeden Menschen anzupassen.

Eine zentrale Botschaft wird beim Satyananda Yoga immer wieder, ähnlich wie bei einem Mantra oder Leitsatz, wiederholt: „Der Alltag und Yoga sind eins!“. Folglich soll die Praxis nicht nur zwingend während einer speziellen Yoga-Übung praktiziert werden, stattdessen ist angedacht, dass der Mensch sich bewusster durch seinen Alltag bewegt und unter anderem durch Achtsamkeit sich selbst näher kommt. Daher eignet sich Satyananda Yoga für Menschen jeden Lebensalters und ist keinesfalls nur auf eine bestimmte Gruppe beschränkt. Auch du kannst dir also die Lehren von Sri Paramahamsa Satyananda Saraswati zu Nutze machen oder sie zumindest einmal für einige Zeit ausprobieren.

Typische Merkmale vom Satyananda Yoga

Diese Yoga Praxis gilt als ausgesprochen sanft und erfordert keine ausgeprägte Muskulatur oder leistungsstarke Kondition. Zwar sind natürlich auch unterschiedliche Asanas in der Lehre enthalten, aber auch hier finden sich viele verschiedene Alternativen, die entsprechend des eigenen körperlichen Zustands gewählt werden können. Sri Paramahamsa Satyananda Saraswati hat Yoga dabei nie als eine reine sportliche Übung oder Lehre angesehen, sondern stattdessen die Gesundheit mitsamt dem physischen Wohlbefinden in ihrer Ganzheit in den Fokus gerückt. Solltest du dich mit einigen Asanas, die beim Satyananda Yoga typischerweise zum Einsatz kommen überfordert sehen, kannst du diese jederzeit durch andere, leichtere Körperstellungen ersetzen.

Bezeichnend für die Lehren von Sri Paramahamsa Satyananda Saraswati ist beispielsweise auch der von ihm entwickelte „Yoga Nidra„, was frei übersetzt so viel wie „Yogaschlaf“ bedeutet. Er soll eine Tiefenentspannung auslösen, wobei sich sowohl der Körper in seinem Ruhezustand als auch der wache Geist in einen meditativen Zustand begeben. Heute wird Satyananda Yoga in seiner facettenreichen Form rund um den Globus praktiziert und weist viele Anhänger vor, die auf die positiven Eigenschaften und Folgen dieser Yoga-Lehre schwören. Es gibt unterschiedliche Publikationen, Yoga-Schulen und Akademien, welche sich spezifisch mit dem Satyananda Yoga beschäftigen. Viele der erschienen Bücher sind auch in der deutschen Sprache übersetzt und herausgegeben worden.

Über Sri Paramahamsa Satyananda Saraswati:

Der Mönch, geboren 1923 in Indien, bekam von seinem Meister den Überlieferungen nach aufgetragen, Yoga in der gesamten Welt zu verbreiten. Diesem Ruf folgte er, unter anderem mit seinem eigenen System und zudem mit der Begründung der „Bihar School of Yoga“. Die zusätzliche Bezeichnung „Paramahamsa“ geht auf einen Ehrentitel zurück, der ihm von seinen spirituellen Anhängern verliehen wurde. Nachdem er eine Pilgerreise antrat ließ er sich in Jharkhand (Indien) nieder und empfing bis zu seinem Tod 2009 nur noch einmal jährlich Anhänger.

Bild © belchonock / 123rf.com

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