Yoga als Lebenseinstellung: Was verändert sich?

Die Fitness nimmt zu, Muskeln werden gestärkt, der Körper wird flexibler, die Gedanken nehmen ab – das sind bekannte Nebenwirkungen der buddhistischen Praxis. Anders ausgedrückt, sind das die Benefits, die Du mit der regelmäßigen Ausübung von Asanas erzielen kannst. Damit noch nicht genug: Auch Angststörungen oder Depressionen können gelindert werden – zumindest sind das die Erfahrungsberichte von einigen Anwendern. Ob Yoga einfach ein Hype ist oder doch eine wohltuende Lebenseinstellung erfährst Du in diesem Beitrag.

Ursprung von Yoga: Woher kommt es?

Neben Meditation ist es für zahlreiche Menschen ein absolutes Muss, etwas für den Geist, den Körper sowie die Seele zu tun. Die buddhistische Lehre, die ursprünglich in Indien entstand, vereint all das ineinander. Der Begriff Yoga ist bereits sehr alt und ersten Überlieferungen zufolge wurde er bereits 700 Jahre vor Christus erwähnt – bereits damals im Zusammenhang mit Meditation sowie Pranayama (Atemübungen). Aufgrund der zahlreichen positiven Auswirkungen auf die ganzheitliche Gesundheit, zählt Yoga nicht nur zu einem Trend, der weltweit verbreitet ist, sondern zu einem besonderen Lebensstil, für den sich jeder Mensch freiwillig entscheiden kann. Bist Du bereit für lebensverändernde Maßnahmen?

Die Auswirkungen von Yoga auf den Organismus

Das Leben und der Alltag vieler ist hart und stressig. Es fehlt die Zeit, in der Du Dich entspannen kannst. Das geht dem Großteil der Menschheit so. In diesem Fall könnten Yoga Übungen eine wahre Wohltat für Dich sein. Vor allem Frauen entscheiden sich dafür, ihre Spiritualität auszuleben und Meditation sowie die Yoga-Praxis ins eigene Leben zu integrieren. Der Frauenanteil liegt laut Umfragen bei etwa 90 %.

Der Vorteil von Yoga ist:

  • Einigen hilft Yoga dabei, den Geist freizubekommen und mehr im Moment zu leben.
  • Anderen Menschen gefällt an Yoga, dass sie ihren Körper straffen und trainieren können. Anstrengendere Yoga-Arten wie beispielsweise Vinyasa Yoga hat einen großen Effekt auf die körperliche Fitness.
  • Dank ruhigerer Yoga-Sequenzen (zum Beispiel Yin Yoga, Kundalini Yoga usw.) schaffst Du es gemeinsam mit Deinem Yoga-Lehrer mehr Bewusstsein ins eigene System zu bekommen und Dich zu regenerieren. Yin Yoga ist wertvoll, um Kraft zu tanken und die Faszien von Verklebungen zu lösen. Damit werden Blockaden leichter losgelassen.
  • Zellalterung kann durch das regelmäßige Ein- und Ausatmen verlangsamt werden – damit ist es möglich, länger jünger auszusehen.
  • Chronische oder akute Schmerzen können durch zahlreiche Yoga-Übungen gelindert werden. Das hängt natürlich immer von Mensch zu Mensch ab und darf mit dem zuständigen Facharzt oder Heilpraktiker abgesprochen werden. Dennoch darf gesagt werden, dass viele Menschen positive Auswirkungen auf Schmerzen wahrnehmen, wenn sie regelmäßig Zeit auf der Yoga-Matte verbringen. Rücken-, Nacken- oder Schulterschmerzen werden in vielen Fällen reduziert.
  • Yoga kann Gelassenheit in das eigene System bringen und damit die allgemeine Einstellung verändern. Oftmals werden sich Menschen darüber bewusst, dass sie selbst entscheiden, wie sie handeln und dass jede Entscheidung viel Gefühl sowie Achtsamkeit bedarf – vor allem dann, wenn es sich um größere Entscheidungen handelt.
  • Das Selbstbewusstsein kann gesteigert und in Balance gebracht werden. Viele (vor allem Frauen) leiden unter einem mangelnden Selbstwert und einem geringen Bewusstsein über die eigene Stärke. Hierbei kann die buddhistische Lehre unterstützend sein.

Die Werte in dieser Lehre – was ist wichtig?

Wie bereits angesprochen, handelt es sich beim yogischen Lifestyle um eine Lebenseinstellung und nicht nur um bestimmte Übungen, die die körperliche Fitness stärken sowie den Geist auf eine neue Ebene bringen sollen.

Yoga ist außerdem eine Lebenseinstellung mit bestimmten Werten. Dazu zählen beispielsweise folgende beide:

  • Ahimsa (Nicht verletzen – demnach ist es für Yogis wichtig, dass sie auf andere Lebewesen achten und ihnen nicht schaden. Aus diesem Grund folgen viele Yogis einem veganen Lebensstil, bei dem keine Tiere leiden müssen. Außerdem geht damit auch ein bewussterer Umgang mit den Ressourcen des Planeten einher; keine Dinge kaufen, die Du nicht unbedingt benötigst.)
  • Aparigraha (nicht mehr nehmen, als Du benötigst) – auch dieser Wert ist bedeutend, um abzuschätzen, was man wirklich braucht und sich darauf zu fokussieren. Zudem geht der Gedanke oder Wunsch einher, minimalistischer und bewusster zu leben.

Wer sich mit diesen beiden Punkten schwertut bzw. scheinbar vor einer Herausforderung steht, darf dies annehmen. Gleichermaßen ist es bedeutend, dass Du deshalb nicht Dein ganzes Leben anders ausrichten musst. Du musst nicht täglich Zeit auf Demonstrationen, in Hilfsprojekten oder Geld spendend verbringen. Es reicht, wenn Du diese Gedanken in Deinen Alltag integrierst und immer wieder daran denkst, bevor Du beispielsweise eine Entscheidung triffst.

Yoga als Lebenseinstellung: Was verändert sich?
Bild von Helena Cuerva auf Pixabay

Der Sinn einer spirituellen Einstellung

Das Leben ist hart und deshalb suchen immer mehr bewusste Personen Halt in einer Religion oder in einer anderen Lebensphilosophie. Auch die Spiritualität kann Halt geben und dienlich sein.

Wer sich für eine spirituelle Lebensweise entscheidet, sorgt dafür, dass das Leben einen tieferen Sinn hat.

Die sieben wichtigen Worte

  1. Brahman (höhere Wirklichkeit, Göttliche)
  2. Maya (Illusion, alles ist Teil einer höheren Wirklichkeit)
  3. Dukha (essenzielles Leiden, weil Du Brahman nicht wahrnimmst und in Maya lebst)
  4. Moksha (Befreiung bzw. Erleuchtung, Du kannst endlich Brahman wahrnnehmen)
  5. Sadhana (spirituelle Praxis, Du kannst selbst etwas für Deinen Weg tun)
  6. Karma (das Leben ist eine Schule mit vielen Erfahrungen)
  7. Kripa (Gnade Gottes)

Diese Worte helfen Dir, die Wirklichkeit zu sehen bzw. eine Einschätzung zu erhalten, dass all das, was wir sehen oder fühlen, nur zum Teil der Wahrheit entspricht. Wenn wir uns jedoch dem spirituellen Weg hingeben, lernen, die Sachen und Ereignisse klarer zu sehen und uns bewusst für den Weg der Spiritualität entscheiden, werden wir der Befreiung (Moksha) immer näherkommen – und zwar mit der yogischen Praxis und Meditation.

Spirituelle, yogische Praxis in Deinen Alltag integrieren: Tipps

Die oben genannten Informationen helfen dabei, das Leben aus einer etwas anderen Perspektive zu betrachten. Demnach ist es gut, sich täglich auf sein Meditationskissen zu setzen und seinen eigenen Gedanken und Gefühlen lauschen.

Mache jeden Tag Folgendes:

  • Meditation
  • Atemübungen
  • Yoga

Wenn Du diese drei Punkte regelmäßig in Deinen Alltag integrierst, wirst Du Deiner Befreiung (Moksha) immer näherkommen.

Yoga als Lebenseinstellung: Was verändert sich?
Bild von Bhikku Amitha auf Pixabay

Machst Du regelmäßig Atemübungen? Wenn ja, welche sind Deine Liebsten?