Yoga gegen Depressionen: Kann es helfen?

Yoga gegen Depressionen: Kann es helfen?

Yoga gegen Depressionen: Kann es helfen?

Laut dem Bundesgesundheitsministerium leiden ca. 20 % aller Deutschen im Laufe ihres Lebens einmal unter einer Depression oder einer ähnlichen psychischen Erkrankung (leichte depressive Verstimmung zum Beispiel). Demnach ist es sinnvoll, sich davor zu schützen oder Maßnahmen zu kennen, die den Erkrankungen der Psyche entgegenwirken können. Immer mehr Menschen wenden sich der buddhistischen Lehre zu: Der Vorteil ist, dass dabei ein ganzheitliches Gesundwerden angepeilt wird – Körper, Geist und Seele sind im Einklang. Falls Du betroffen bist, kannst Du Dich zu den Asanas näher informieren. Die wichtigsten Tipps erhältst Du in diesem Beitrag.

Kann Yoga bei Depressionen Linderung schaffen?

Wer bereits einmal von einer Depression, einem Burn-out oder einer depressiven Verstimmung betroffen war, weiß, dass diese Zeit sehr hart ist. Gleichzeitig beinhaltet es jedoch die Chance, sich neu zu entdecken und das Leben mehr an seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse anzupassen.

Während eine medikamentöse Therapie zumeist nur körperlich wirkt, setzen die Asanas auf einer anderen Ebene an. Sie bringen das gesamte System in Einklang und versuchen, auf einer tieferen Schicht Veränderung in den eigenen Gemütszustand zu bringen.

a) Mit Yoga im Hier und Jetzt ankommen

Viele Menschen verspüren Stress oder haben Angst, weil sie mit ihren Gedanken dauernd in der Zukunft sind. Da ist es natürlich nicht verwunderlich, wenn der eigene Gemütszustand darunter leidet und es zu depressiven Episoden kommt. Mithilfe von Yoga sowie Meditation schaffen es Yogis im gegenwärtigen Moment anzukommen, sich zu erden und dem Gehirn Entlastung zu schenken.

b) Auspowern des Körpers

Die depressiven Störungen erkennt man besonders daran, dass Menschen keine Lust mehr auf nichts haben. Der Körper leidet unter einem Bewegungsmangel und unzureichender Flexibilität. Wenn Du Yoga in Deinen Alltag integrierst, wirst Du relativ schnell einen Unterschied feststellen können. Viele Betroffene haben während dieser Phasen wenig Kraft. Das ist vollkommen normal und sollte nicht ignoriert werden. Dennoch ist es dienlich, wenn Du mit täglichen Yin-Yoga-Einheiten beginnst. Diese helfen Dir dabei, Deinen Körper zu dehnen und die Faszien zu lockern. Schritt für Schritt kannst Du intensivere Yoga-Einheiten einbauen – wenn Du das Bedürfnis hast.

c) Angst kann gelindert werden

Menschen, die ständig unter Angstattacken leiden, können mithilfe von Yoga ruhiger werden und lernen, sich auf den gegenwärtigen Augenblick zu fokussieren. In einer Studie, die an der University School of Medicine in Boston durchgeführt wurde, konnte man erkennen, dass bei Probanden, die Yoga ausgeübt haben, die Aktivität des parasympathischen Nervensystems verstärkt wurde. Dieser Teil im Gehirn ist für die Erholung sowie Ruhe zuständig. Wenn dieser Bereich mehr Aufmerksamkeit bekommt, entspannt sich automatisch der ganze Körper.

c) Die körperlichen Bedürfnisse wahrnehmen

Zahlreiche Betroffene haben kein Gefühl mehr für ihren Körper oder die eigenen Bedürfnisse. Wenn Du hingegen täglich Yoga übst, wirst Du mit der Zeit erkennen, dass Du Dich immer mehr wahrnehmen und besser einschätzen kannst. Das ermöglicht Dir immer gemäß Deiner Bedürfnisse zu handeln. Zu Beginn kann dieser Weg schwierig und aufwendig sein, mit der Zeit und den richtigen Yoga-Übungen jedoch wirst Du schnell Fortschritte feststellen können.

d) Die Selbstliebe nimmt zu

Wer unter einer Depression leidet, berichtet über eine mangelnde Liebe zu sich selbst. Yoga hilft Dir dabei, Dich zu entspannen, Deinen Körper besser wahrzunehmen und Dich selbst so zu akzeptieren, wie Du bist. Über dieses Problem berichten übrigens nicht nur Frauen, sondern auch Männer. Die Selbstliebe ist jedoch der Schlüssel zu einer hervorragenden psychischen und körperlichen Gesundheit. In diesem Zusammenhang können außerdem sanfte Selbstliebe-Meditationen auf dem Kissen helfen.

Yoga gegen Depressionen: Kann es helfen?

e) Yoga kann helfen, Emotionen ins Fließen zu bringen

Depressive Verstimmungen oder Depressionen können auch daraus resultieren, dass die Energie im eigenen Körpersystem stockt. Das heißt, dass Du mit verschiedenen Asanas Deine Energie ins Fließen bringen musst. Dies wirkt sich auf Dein gesamtes Wohlbefinden aus.

Übe täglich Yoga auf Deiner Matte und Du wirst sehen, dass Du viel ausgeglichener bist und besser mit Deinen Emotionen umgehen kannst.

Welche Übungen sind perfekt bei Depressionen?

Falls Du von diesen Symptomen betroffen bist und eine Depression diagnostiziert wurde, solltest Du handeln.

Beginne neben der konventionellen Therapie am besten noch heute mit Deiner Yoga-Praxis, um so schnell wie möglich Verbesserung eintreten zu lassen. Natürlich braucht es am Anfang ein wenig Motivation, um nicht nur im Bett liegen bleiben zu wollen. Wer jedoch das Wissen hat, dass Yoga helfen kann, sollte es ausprobieren.

a) Berghaltung

Diese Asana ist sehr bekannt und beliebt. Das liegt daran, dass sie die Stärke aus einem selbst herausholt. Bist Du depressiv, ist das bedeutend, weil Dir höchstwahrscheinlich die innere Power fehlt.

Du stehst aufrecht auf dem Boden und hebst die Arme gerade in die Luft; gleichzeitig atmest Du ein. Beim Ausatmen senkst Du die Arme herab und gibst die Handinnenflächen vor Deinem Herzen zusammen. Wiederhole es ein paar Mal.

b) Drehsitz

Wer seinen Körper entgiften möchte – dies ist nicht nur auf die physische Nahrung bezogen – kann diese Asana ausprobieren. Das Loslassen alter Dinge ist notwendig, um sich auf das Neue zu freuen. Besonders bei depressiven Verstimmungen ist dies ein bedeutender Punkt. Du setzt Dich hin und streckst das rechte Bein aus, das linke Bein wird über das rechte aufgestellt. Gleichzeitig drehst Du Deinen Körper nach rechts auf. Der rechte Ellenbogen berührt das Knie des linken Beins. Der Kopf ist immer in Verlängerung der Wirbelsäule und dreht sich nicht zu fest ein.

c) Herabschauender Hund

Sie ist eine sehr beliebte Asana – nicht nur bei depressiven Verstimmungen. Vom Vierfüßlerstand aus, hebst Du Deinen Po an und streckst ihn in die Luft. Die Beine sind fast durchgestreckt, die Fußsohlen auf dem Boden. Der Rücken ist lang und die Arme ausgestreckt. Genieße ein paar Atemzüge in dieser Haltung.

Diese drei Übungen kannst Du in die tägliche Routine integrieren.

Vergiss folgende Punkte nicht…

Wenn Du den Wunsch hast, Yoga in Deinen depressiven Alltag zu integrieren, darfst Du diese Punkte beachten:

  • Dass sich Dein Zustand verbessert, kann schnell oder auch langsamer gehen, habe Geduld.
  • Es ist bedeutend, dass Du regelmäßig Yoga übst.
  • Mache Yoga in der Gruppe – das hilft Dir, soziale Kontakte zu schließen
  • Atemübungen wie Kapalabhati (Feueratem) tut richtig gut, um neues Feuer in den Organismus zu bekommen.

Leidest Du unter Depressionen und möchtest Linderung haben? Hast Du schon einmal Yoga ausprobiert?