Jathara Parivartanasana: Loslassen im Twist

Jathara Parivartanasana: Loslassen im Twist
Jathara Parivartanasana: Loslassen im Twist

Sie gehört bei vielen Yogis zu den Lieblingspositionen: Jathara Parivartanasana ist eine unglaublich entspannende Haltung, die mit einigen wertvollen Wirkungen auf Körper, Geist und Seele verbunden ist. Dieser Bauchtwist eignet sich nicht nur als regelmäßiger Bestandteil der Yogapraxis, sondern ist auch ein sanfter Ausklang nach einem sportlichen Workout.

Wie bei vielen anderen Haltungen aus dem Yoga erklärt auch bei Jathara Parivartanasana der aus dem Sanskrit stammenden Name schon die Übung: „Jathara“ heißt übersetzt „Bauch“ und „Parivarana“ ist die Bezeichnung für „hin- und herbewegen“. Die Asana ist also ein Twist des Bauches, der in bequemer Rückenlage durchgeführt wird. In Beschreibungen zu Yogaübungen findest Du Jathara Parivartanasana daher meist unter den Bezeichnungen „Bauchtwist“ oder „Twist im Liegen“.

Korrekte Ausführung wichtig

Auf den ersten Blick scheint Jathara Parivartanasana eine Übung zu sein, die mühelos einzunehmen ist. Doch musst Du wie bei allen anderen Asanas auch auf einige Dinge achten, um Deinen Körper vor einer falschen Beanspruchung zu schützen und die wohltuenden Wirkungen in dieser Position auch genießen zu können.

Du beginnst die Übung in einer entspannten Rückenlage. Je nach Variante – bei Jathara Parivartanasana kannst Du beide Beine oder nur das obere Bein beugen – winkelst Du ein oder beide Knie an und ziehst sie Richtung Brust. Mit der nächsten Ausatmung bewegst Du Deine Beine sanft zum Boden und Deinen Kopf zur gegenüberliegenden Seite. Die Arme sind seitlich ausgestreckt am Boden. Schließe Deine Augen und halte die Asana für sechs bis zehn Atemzüge. Anschließend wechselst Du die Seite.

Wichtig sind in dieser Haltung vor allem zwei Dinge. Zum einen solltest Du darauf achten, dass Deine Hüfte aufgerichtet bleibt. Zum anderen ist es bei der Ausrichtung ganz entscheidend, dass Deine beiden Schultern am Boden beziehungsweise auf der Matte bleiben. Wichtig: Übe niemals starken Druck auf Deine Knie aus, wenn sie nicht durch die Schwerkraft allein oder durch die sanfte Unterstützung Deiner Hand zum Boden fließen. Hab Geduld und lass los – körperlich wie geistig. Mit der Zeit und einiger Übung wird sich die Flexibilität in Deinem Rumpf verbessern.

Individuelle Varianten möglich

Wenn Du Einsteiger bist und Dich erst allmählich an Jathara Parivartanasana gewöhnen willst, kannst Du Deine Knie beim Twist auf einem Kissen lagern. Wenn Du zu den fortgeschrittenen Yogis gehörst oder Dir diese Übung auf Anhieb besonders leicht fällt, kannst Du den Twist noch verstärken, indem Du das obere Knie mit der Hand sanft in Richtung Boden drückst.

Entspannung und Energie

Diese Übung zeigt deutlich, dass sich Entspannung und das Einströmen neuer Energe beim Yoga nicht ausschließen. Die erholsame Wirkung von Jathara Parivartanasana spürst Du in vielen Fällen sofort. Dadurch wird die Übungen in einer Yogastunde mit intensiver Praxis oft an den Schluss gesetzt. Zudem merkst Du, wie durch den Twist die Muskulatur Deines Rückens im seitlichen Bereich angenehm gedehnt und der Rücken entspannt wird. Deine Wirbelsäule erholt sich in der Neutralstellung und Deine Bandscheiben werden wieder mit der für ihre Pufferfunktion notwendigen Flüssigkeit versorgt.

Du spürst bei längerer Übungspraxis vielleicht, wie sich durch Jathara Parivartanasana auch eventuelle Rückenbeschwerden oder Deine Verdauung verbessern können. Die Asana wirkt entgiftend auf Deinen Körper und kann auch die Balance in Deinem Nervensystem wiederherstellen. Die energetische Wirkung von Jathara Parivartanasana ist in Deinem Rumpfbereich angesiedelt: Der entspannende Bauchtwist wirkt sowohl auf das Nabelchakra als auch auf Dein Herzchakra.

Wenige Einschränkungen

Der liegende Bauchtwist ist für fast alle Yogis (vor allem nach Vor- und Rückbeugen!) und auch für Sportler eine Wohltat. Aufpassen solltest Du lediglich bei chronischen Beschwerden oder Krankheitsbildern im Bereich des unteren Rückens, der Hüfte und der Knie. Hier solltest Du vorher Deinen Arzt fragen oder Dir von Deinem Yogalehrer eine Alternative empfehlen lassen.

Bild © fizkes / 123rf.com

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