Meditation für Anfänger – mehr Ruhe & Entspannung im Alltag

Meditation für Anfänger – mehr Ruhe & Entspannung im Alltag
Meditation für Anfänger – mehr Ruhe & Entspannung im Alltag

Meditation wird immer noch als spirituelle Praxis angesehen, mit der sich ausschließlich Buddhisten beschäftigen. Dabei ist Meditation eine wirkungsvolle Entspannungstechnik, die sowohl den Geist als auch den Körper beruhigt. Studien belegen sogar, dass Meditation die Sinne schärft, weil die Entspannungstechnik bestimmte Hirnareale anspricht.

Viele Menschen denken, dass sie beim Meditieren stundenlang auf einem Kissen hocken und bestimmte Mantras murmeln müssen. Dabei sind die Beine verschlungen und die Hände gefaltet. Diese Vorstellung schreckt natürlich ab, weshalb die Meditation auch heute noch für eine Religion gehalten wird. Meditation hat jedoch nichts mit Askese zu tun. Meditation ist eine hervorragende Möglichkeit, um neue Kraft zu tanken und dem Alltag wenigstens für eine Weile zu entfliehen.

Meditation kann äußerst vielseitig sein. Wer das traditionelle Sitzen auf einem Kissen bevorzugt, um in die Stille zu gehen, kann die Zen-Meditation praktizieren, während andere Menschen sich lieber bewegen, um in einem meditativen Zustand zu sein. Meditation heißt zur Ruhe kommen. Dann fahren auch unsere Gedanken keine Achterbahn mehr, weil wir dem Atem lauschen und im Hier und Jetzt sind.

Eine Energiedusche für Stressgeplagte

Gerade im Alltag ist der Stresslevel hoch. Sowohl im Beruf als auch im Privatleben sind wir von digitalen Medien umgeben, die unsere Aufmerksamkeit verlangen. Hinzu kommen nörgelnde Arbeitskollegen und Chefs, Straßenlärm sowie störende Nachbarn, die an den Nerven zerren. Zwar können stressgeplagte Menschen sich eine kleine Auszeit gönnen, um gedanklich an einem schneeweißen Traumstrand zu relaxen, jedoch ist die Entspannungsphase nur von kurzer Dauer.

Wesentlich intensiver wirkt die Meditation. Da die Gedanken bei der Meditation zur Ruhe kommen, sinkt auch der Stresslevel. Begleitende Symptome, insbesondere Kopf-, Rücken- und Nackenschmerzen, verschwinden meist von selbst. Sofern die Meditationstechniken regelmäßig praktiziert werden, können Betroffene neue Kraft schöpfen und den Geist und den Körper stärken.

Meditation in der Praxis

Für Menschen, die regelmäßig meditieren, ist der mentale Rückzug eine Art Medizin, die süchtig macht. Natürlich ist Meditation nur dann wirksam, wenn Du Sie täglich ausübst. Damit Du Dich daran gewöhnst, solltest Du stets denselben Ort zum Meditieren aufsuchen. Die frühen Morgenstunden oder der späte Abend haben sich für die Meditation am besten bewährt. Äußerst wirkungsvoll ist ein Altar, den Du mit Blumen, Räucherstäbchen, einer Kerze oder einem Buddha schmücken kannst. Besonders bequem sitzt man auf einem Meditationskissen (Zafu), jedoch kannst Du auch eine weiche Decke als Unterlage benutzen. Damit die Meditation Spaß macht, beginnst Du am besten mit 5 Minuten, bevor Du Dich dann langsam steigerst. Stell Dir am besten einen Wecker, um nicht ständig auf die Uhr sehen zu müssen.

Haltung

Du musst nicht gleich den Lotossitz einnehmen, um meditieren zu können. Der Schneidersitz reicht für Anfänger vollkommen aus. Für den Lotossitz verschränkst Du beide Beine, wobei Du Deine Füße auf Deine Oberschenkel legst. Die Wirbelsäule ist möglichst aufrecht, der Kopf ist gerade. Deine Hände kannst Du entweder falten, auf Deine Knie oder in den Schoß legen. Damit die Körperenergien besser fließen, formst Du mit Deinen Händen ein Mudra (Chinmudra), indem Du den Daumen und den Zeigefinger aneinanderlegst. Auch wenn die Haltung auf den ersten Blick etwas unbequem erscheint, solltest Du versuchen, möglichst locker und entspannt zu sitzen.

Meditation

Wenn Du bequem sitzt, schließt Du Deine Augen. Sobald Deine Augen geschlossen sind, beginnen Deine Gedanken vermutlich zu wandern. Lass Deine Gedanken wie Wolken vorbeiziehen, indem Du Dich auf Deinen Atem konzentrierst. Atme tief ein, bevor Du langsam ausatmest. Um den Atem zu vertiefen, zählst Du während der Einatmung langsam bis 4, bevor Du 4 Sekunden lang ausatmest. Alternativ kannst Du auch die Hände auf den Bauch legen, um den Atem zu spüren. Anfangs solltest Du 5 Minuten täglich meditieren, bevor Du Dich ganz langsam steigerst. Fortgeschrittene meditieren sogar mehr als 20 bis 30 Minuten täglich.

Fazit

Meditation ist Balsam für die Seele. Wer regelmäßig meditiert, wird gelassener. Alltagssorgen verschwinden, weil der Geist endlich zur Ruhe kommt. Auch können körperliche Beschwerden gelindert werden, weshalb die Meditation für jedermann geeignet ist.

Bild © kksteven / istockphoto.com

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