Meditationsübungen

Meditationsübungen
Meditationsübungen

Nicht Entspannung steht bei Meditationsübungen im Vordergrund, sondern vielmehr erhöhte Konzentration und Achtsamkeit. Meditation bedeutet, den Geist und das Gehirn so zu trainieren, dass ein bewusstes Loslassen der Gedanken möglich ist, um zur Ruhe zu kommen und inneren Frieden zu finden. Das Wort Meditation bezieht sich auf das lateinische „meditatio“ und heißt nachdenken bzw. überlegen.

Wir zeigen dir verschiedene Meditationsübungen, die dich darin unterstützen sollen, dich bewusst zu konzentrieren und deine Gedanken zu fokussieren. Probiere sie einfach aus und du wirst schnell erkennen, welche dir am meisten zusagt. Für alle Übungen gilt, dass du einen ruhigen, ungestörten Rückzugsort wählst, eine bequeme, vorzugsweise aufrechte Haltung annimmst und intensiv ein- und ausatmest.

Meditation mit einem Gegenstand

Suche dir einen beliebigen Gegenstand, zum Beispiel ein Buch oder ein Bild, und stelle es in geringem Abstand zu dir auf. Fokussiere die Sache intensiv und ohne zu blinzeln. Entweder schließt du nach einiger Zeit die Augen und konzentrierst dich gedanklich auf den bislang fixierten Gegenstand oder du wendest den Blick ab, um kurz darauf erneut hinzuschauen. Das Hin- und wieder Wegschauen solltest du etwa fünf Minuten regelmäßig wiederholen. Am Ende kurz die Augen schließen.

Die Ein-Wort-Meditation

Überlege dir ein beliebiges Wort. Es sollte relativ kurz sein und gut klingen. Bitte wähle keinen Begriff, der für dich mit Emotionen gleich welcher Art konnotiert ist. Beginne mit der Meditation und sage das Wort einige Male wie ein Mantra leise vor dich hin. Die Konzentration liegt allein auf dem Wort, wie es sich anhört oder wie es nachklingt.

Meditieren, um Luft zu holen

Diese Meditation wird am besten draußen durchgeführt. Alternativ kann auch ein Fenster weit geöffnet werden. Atme ganz bewusst die frische, klare Luft ein. Stelle sie dir nun gleichzeitig bildlich vor, wie du von ihr umgeben bist. Innere Anspannungen und Blockaden lösen sich, stattdessen wird dein Körper nur noch von dieser Luft erfüllt. Diese soll dir neue Kraft und Energie schenken. Zum Ende lässt du die Luft durch tiefes Ausatmen wieder aus dir entweichen.

Meditation mit der Kraft des Lichts

Für diese Meditation legst du dich entspannt auf den Boden. Die Fußsohlen berühren den Boden, die Beine sind leicht abgewinkelt. Mit verschlossenen Augen stellst du dir vor, dass über dir eine große Lichtkugel schwebt. Das Licht ist hell, warm und angenehm. Mit jedem tiefen Atemzug strömt es gebündelt in deine Körpermitte. Von dort aus entfaltet es sich immer weiter und strahlt in deinen gesamten Körper aus. Durch diese Meditation erhältst du neue Energie und kannst Blockaden effektiv lösen.

Die Erd-Meditation

Im übertragenen Sinn ist Ziel bei der Erd-Meditation, sich zu erden und zu seiner eigenen Mitte wieder zu finden. Nach kurzer Konzentration auf deine Atmung stellst du dir vor, wie du draußen auf der von der Sonne erwärmten Erde liegst. Der Boden fühlt sich weich und angenehm an. Nimm etwas von dieser noch leicht feuchten und fruchtbaren Erde in die Hände, spüre sie, verreibe sie mit den Händen und lass sie vorsichtig hinunterrinnen. Du kannst dir auch vorstellen, wie sich deine Füße immer weiter in die Erde graben, sie Wurzeln schlagen und mit dem Boden fest verankert sind. Führe diese Phantasie beliebig weiter, bleibe aber stets beim Gedanken an die Erde. Dein Körper sollte nun von großer innerer Ruhe erfasst werden.

Es gibt noch viele weitere Meditationsübungen, unter anderem die Farb- oder Feuer-Meditation oder die Meditation mit einem Laut (zum Beispiel dem Ticken einer Uhr). Meditieren ist auch in Bezug auf eine Gottheit möglich. Ziel bei allen Übungen ist es, sich auf etwas Bestimmtes intensiv zu konzentrieren. Ganz gleich welche Meditationsübung dir am meisten liegt, führst du sie regelmäßig aus, wird deine innere Stärke wachsen, das Selbstbewusstsein erhöht und dein Wohlbefinden gesteigert.

Bild © nyul

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