Yoga BLOG

Welches Yogakissen passt zu Dir und welche Arten gibt es?
von/ durch Joe
am 25 Aug 2025
Yogis wissen über die Bedeutung des richtigen Yogakissens Bescheid. Egal, ob vor, während oder nach der Yoga-Session – das Ablegen gewisser Körperteile auf dem Kissen tut gut, die Meditation gestaltet sich erhöht sitzend deutlich angenehmer und für Shavasana ist es praktisch, den Kopf oder die Beine sanft abzulegen. Wenn Du auf der Suche nach der perfekten Variante für Dich und Deine Praxis bist, dann hilft Dir dieser Beitrag mit den verschiedenen Informationen zu den diversen Kissen und deren Vorteilen weiter.
Warum ist das richtige Kissen so wichtig?
Jeder Yogi, der regelmäßig meditiert oder Yoga übt, sollte sich ein hochwertiges Kissen besorgen. Durch das erhöhte Sitzen, schlafen Deine Beine nicht ein (auch bei längeren Meditationen), außerdem wird Dein Rücken geschont und Fehlhaltungen vermieden. Die Bandscheiben können entlastet werden und die Atmung kann richtig tief erfolgen. Dies ist eine bedeutende Voraussetzung für eine angenehme Meditationspraxis.
Zudem werden die Kissen für diverse Yoga-Übungen genutzt. Hier kommen jedoch nicht nur die normalen Modelle zum Einsatz, sondern auch die sogenannten Bolster. Hierbei gibt es zum Beispiel den länglichen Bolster, der besonders für herzöffnende Haltungen (wie Rückwärtsbeugen oder Vorwärtsbeugen) eingesetzt wird. Wenn Du hingegen im Liegen meditierst, kannst Du das längliche Kissen zur Unterstützung im unteren Rücken nutzen.
Worauf kommt es beim Kauf an?
Damit Du lange Freude mit dem Yoga Sitzkissen hast, lohnt es sich, bereits vor dem Kauf einige Dinge zu beachten.
So spielen besonders folgende Faktoren eine bedeutende Rolle:
1) Füllung
Viele Varianten bestehen aus dem Innenkissen (mit Füllung) sowie aus einem meist waschbaren Bezug, der sich vom Innenkissen trennen lässt. Das ist der Vorteil, wenn dieser schmutzig ist und gewaschen werden sollte. Um bequem sitzen zu können, ist die Füllung ausschlaggebend.
Die verschiedenen Hersteller nutzen dafür diverse Materialien. So zählen beispielsweise Dinkelkorn-, Hirse- oder Buchweizenschalen zu den häufig genutzten. Daneben wird Kapok, das ähnlich wie Baumwolle ist, verwendet.
Die unterschiedlichen Füllungen unterscheiden sich wie folgt:
a) Dinkelkornschale: nicht so flexibel, robust und fest
b) Buchweizenschale: kann Wärme gut speichern, ist angenehm für den Körper, da sie sich anpasst, atmungsaktiv, ist bei Bewegungen nicht laut
c) Kapok: elastisch, weich, der Halt ist nicht so stark
d) Hirseschale: passt sich gut an den Körper an, ist ein wenig fester und stabiler als Buchweizen
Mithilfe dieser Informationen kannst Du herausfinden, welches für Dich (egal, ob Fortgeschrittene oder Anfänger) geeignet ist und die richtige Variante für Deine Yoga-Praxis wählen.
2) Form
Wer sich ein leichtes Kissen kaufen möchte, das sich perfekt der eigenen Sitzhaltung anpasst, sollte am besten verschiedene Formen ausprobieren.
a) Halbmondkissen
Geübte Yogis berichten über tolle Erfahrungen mit dem Halbmondkissen. Das liegt daran, dass hierbei mehr Platz für Deine Beine und Füße ist. Damit profitierst Du von einem angenehmen Halt. Deine Wirbelsäule wird gestützt und damit bestimmten Beschwerden in Deinem Rücken vorgebeugt.
Liebst Du es lange Meditationen zu machen, dann sind jene, in Halbmondform genau passend für Dich. Außerdem kannst Du es für Deinen Nacken nutzen. So hast Du zwei in eins.
b) Rundes Meditationskissen
Hierbei sitzt Du in etwa 15 cm über dem Boden, was die Meditation deutlich angenehmer macht. Du kannst auf der großen Sitzfläche toll entspannen und Dich in Dich sinken lassen. Ideal ist diese Form für den Schneider- und Lotussitz.
c) Zafu-Meditationskissen
Diese Variante stammt ursprünglich aus Japan und unterscheidet sich aufgrund der Höhe von den anderen Modellen. Dank der vertikalen Falten ist es besonders schön geschmückt und für das Auge ein echter Hingucker. Die Falten sorgen dafür, dass sich das Kissen an Deine Sitzposition anpasst. Es kann nicht nur für klassische Meditationen im Yoga-Raum genutzt werden, sondern auch für das Sitzen im Wohnzimmer.
Daneben gibt es noch weitere Formen, die Du im Online-Shop finden kannst.
3) Höhe
Neben den ersten beiden Faktoren spielt die Höhe eine Rolle. Möchtest Du das Kissen ausschließlich für Meditationen nutzen, kann es ruhig 15 cm hoch sein. Nutzt Du es hingegen auch zum Ablegen verschiedener Körperteile während diverser Yoga-Übungen kann es praktisch sein, dass es ein wenig flacher ist.
Außerdem spielen beim Faktor Höhe die Gelenkigkeit sowie die Körpergröße eine Rolle. Bist Du sehr groß und noch nicht so gelenkig, kann das Kissen höher sein, kleinere Yogis hingegen können auf flachere Kissen zurückgreifen.
Treten Durchblutungsstörungen auf, sind höhere Varianten ratsam – die Höhe sollte dann mindestens 15 Zentimeter sein. Damit stellst Du sicher, dass Du gewisse Übungen auf der Matte machen kannst, bei denen Du Deinen Körper stützen musst.
Welche Unterscheidungsmerkmale spielen noch eine Rolle?
Neben den oben genannten drei Punkten gibt es noch weitere Faktoren, die für oder gegen ein Kissen sprechen.
So spielt unter anderem das Material des Kissenbezugs eine Rolle. Am besten ist dieser nämlich aus Bio-Baumwolle und nachhaltig hergestellt. Denke daran, dass die Schadstoffe, die in diesen Materialien feststecken, über Deine Haut in die Blutbahnen gelangen können. Demnach ist die Produktion mit Bio-Materialien bedeutend.
Zudem ist natürlich die Farbe ein ausschlaggebendes Merkmal, ob Du das Kissen gut findest oder nicht. Die Farbe oder das auf dem Kissen abgedruckte Muster sollte Dir gefallen und Dich positiv stimmen. Gerade dann, wenn Du Dich oft nicht motivieren kannst, lange Meditationen zu machen.
Hast Du bereits Dein Lieblingskissen gefunden? Wenn ja, welches nutzt Du besonders gerne? Teil gerne Deinen Favoriten.
Zen-Meditation - einfach mal zur Ruhe kommen
von/ durch Nick
am 22 Feb 2016
Zen-MeditationNicht selten bestimmen Stress und Hektik den Alltag. Die Dauerbelastung zerrt auf Dauer an den Nerven, weshalb wir uns nach mehr Ruhe und Entspannung sehnen. Eine der effektivsten Meditationstechniken ist die Zen-Meditation, auch Zazen genannt, die den Geist und den Körper entspannt.Viele Menschen fühlen sich im Alltag überfordert. Wenn das stressige Alltagsleben den Körper belastet, ist der Burn-out nur noch eine Frage der Zeit. Damit die totale Erschöpfung ausbleibt, können Entspannungs- und Meditationsübungen für Abhilfe sorgen. Eine der bekanntesten und beliebtesten Meditationstechniken ist das Zazen, das aus dem Zen-Buddhismus stammt. Beim Zazen kommen der Geist und der Körper endlich zur Ruhe. Du findest eine innere Stabilität, die den täglichen Anstrengungen trotzt.Zazen – sitzen & wartenSchon Buddha meditierte täglich im Sitzen, um die Gedanken zu zügeln und den Geist zu stärken. Zazen, eine Sitzmeditation aus dem Zen-Buddhismus, ist auch unter der Bezeichnung „Shikantaza“ bekannt. Zazen scheint gar nicht so schwer zu sein. Allerdings sieht die Praxis häufig anders aus, weil die Gedanken nur schwer verstummen wollen.Zazen bedeutet „stilles Sitzen“. Dabei wird die Aufmerksamkeit auf die Atmung gelenkt, um ganz bewusst zu werden und achtsam zu sein. Beim Zazen erreichst Du keinesfalls einen traumartigen Zustand. Du befindest dich im Hier und Jetzt, in einem Raum, in dem Deine Gedanken keine Rolle spielen. Ziel der Zen-Meditation ist das Sitzen, ohne dabei an irgendetwas zu denken. Wer die Meditationstechnik regelmäßig praktiziert, wird zwar nicht sofort die Erleuchtung, jedoch wesentlich mehr Ruhe und Entspannung finden.Gelassen durch den AlltagWas genau beim Zazen passiert, ist bislang noch unklar. Forscher haben allerdings herausgefunden, dass die Dichte der sogenannten Grauen Substanz zunimmt. Die Graue Substanz ist ein Bestandteil des Zentralnervensystems, der für das Gedächtnis, die Sprache und die Aufmerksamkeit verantwortlich ist. Demzufolge scheint das Zazen eine Art Trainingsprogramm für das Gehirn zu sein.Regelmäßiges Meditieren wirkt sich jedoch nicht nur auf den Geist, sondern auch auf den Körper positiv aus. Immer mehr Studien belegen, dass Meditation ein wirksames Mittel gegen Stress ist. Mit der Zen-Meditation können nicht nur Kopfschmerzen verschwinden, sondern auch Müdigkeit Nacken- und Rückenschmerzen innere Unruhe Herzklopfen Ein- und Durchschlafstörungen
Zwar ist die Zen-Meditation kein Allheilmittel, jedoch werden viele Symptome, die sich vor allem körperlich bemerkbar machen, gelindert.Im Sitzen meditieren – Haltung & AtmungBeim Zazen ist es wichtig, dass die Haltung aufrecht, aber keinesfalls starr ist. Besonders hilfreich ist ein Zafu, ein rundes Sitzkissen, das auch als „Symbol des Zazen“ gilt. Da das Zafu 10 bis 15 Zentimeter dick ist, kannst Du auf natürliche Weise aufrecht sitzen, ohne die Rückenmuskulatur unnötig zu strapazieren. Die linke Hand ruht dabei in der rechten, während beide Daumen sich leicht berühren.Traditionell wird beim Zazen der Lotossitz eingenommen, indem Du beide Beine so verschränkst, dass Du zunächst Deinen rechten Fuß auf den linken Oberschenkel legst, bevor Du Deinen linken Fuß auf den rechten Oberschenkel setzt. Falls der Lotossitz Schmerzen bereitet, kannst Du auch einen Fuß auf den Oberschenkel legen oder den Schneidersitz einnehmen. Deine Haltung sollte stets entspannt und keinesfalls verkrampft sein.Die Atmung spielt beim Zazen eine wesentliche Rolle. Bei der Zen-Meditation atmest Du besonders tief und ruhig. Dein Atem fließt in den Bauch, bevor er Deinen Körper langsam verlässt. Gedanken, die Dich während der Meditation beschäftigen, sollten wie Wolken vorbeiziehen. Falls Dir das Loslassen von Gedanken und Bildern anfangs schwerfällt, kannst Du auch Deine Atemzüge zählen.FazitZen-Meditation ist eine hervorragende Möglichkeit, um den Geist zu beruhigen und Stress abzubauen. Wer das Zazen regelmäßig praktiziert, begegnet dem stressigen Alltag mit Ruhe und Gelassenheit. Zazen ist nicht nur eine Wohltat für den Geist, sondern auch für den Körper, weil typische Stresssymptome schon nach wenigen Anwendungen gelindert werden.Bild © og_vision / 123rf.com