Yoga und gesunde Ernährung

Durch regelmäßige Yoga-Übungen verändern sich der Körper und die Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse. Man entwickelt ein gutes Körpergefühl, nimmt sich von Kopf bis Fuß intensiver wahr und spürt tief in sich hinein. Auch das Abnehmen fällt mit diesem Sport leichter ohne Kalorien zählen zu müssen. Yogis leben deshalb achtsamer, aufmerksamer und gesünder als viele ihrer Mitmenschen, die kein Yoga praktizieren. Schnell kommt also das Bedürfnis auf, seinen Körper neben den Übungen auch von innen heraus etwas Gutes zu tun.

In unserem Blog Artikel beantworten wir Dir folgende wichtige Fragen:

  • Was ist bei der yogischen Ernährung zu beachten?
  • Welche Lebensmittel werden von Yogalehrern empfohlen?
  • Und welche vermeintlichen Genussmittel gilt es zu meiden?
ayurvedische Lebensweise umfassendes Wohlbefinden
ayurvedische Lebensweise umfassendes Wohlbefinden

Yoga und ausgewogene Ernährung

Ashtanga Yoga, Hatha Yoga oder Hot Yoga: Yoga und Meditation ist immer eine Wohltat für Körper und Seele. Und auch mit der richtigen Nahrung und gesunden Rezepten unterstützt man die eigene Fitness, findet schneller zur inneren Ruhe und ist im Einklang mit sich selbst. Wer intensiv Yoga-Übungen praktiziert, beschäftigt sich daher früher oder später mit dem Thema Ernährung. Das liegt nicht nur daran, dass bei manchen Yogis das Abnehmen oder Gewicht halten im Vordergrund steht. Schnell wird beim Praktizieren der schweißtreibenden Übungen deutlich, dass Mann oder Frau ca. 2 Stunden vor der Yogastunde keine schweren Mahlzeiten mehr zu sich nehmen sollten. Denn ein voller Magen stört bei der konzentrierten Ausführung der Asanas und die Übungen fallen ungewohnt schwer.

Das dreigeteilte Ernährungssystem der yogischen Ernährungsweise

In der Philosophie des Yoga werden drei Arten von Lebensmitteln anhand ihrer spezifischen Eigenschaften unterschieden:

  • tamasige Nahrung (steht für Trägheit)
  • rajasige Nahrung (stellvertretend für Unruhe)
  • und sattvige Speisen (sorgen für Leichtigkeit).

Die tamasige Nahrung: 
Charakteristisch für die tamasige Nahrung ist das Fehlen wichtiger Vitalstoffe. Statt Energie zu spenden, entzieht sie diese dem Körper und lässt auch den Geist träge werden. Zur Gruppe der tamasigen Lebensmittel zählen unreife Früchte, verkochtes Essen und Fertiggerichte. Aber auch Fleisch und Fisch gelten als tamasig und sollten nach der Yogalehre vermieden werden. Alkohol, Tabak und Drogen sind ebenfalls tamasig.

Die rajasige Nahrung:
Rajasiges Essen sorgt für einen unruhigen Geist und Körper. Zur Gruppe der rajasigen Speisen zählen koffeinhaltige Nahrungsmittel, aber auch sehr scharfe Speisen, Zucker und weiße Mehlsorten. Auch zu schnell verzehrte und wenig gekaute Lebensmittel sind rajasig und sollten auf ein Minimum reduziert werden.

Die sattvige Nahrung:
Sattviges Essen gilt im Yoga als die ideale Ernährung. Sattviges verleiht neue Energie, beruhigt den Geist und enthält viele lebenswichtige Nährstoffe. Frische Produkte, am besten Rohkost, enthalten am meisten Lebensenergie, das sog. „Prana“. Vollkornprodukte, Gemüse, Nüsse, frisches Obst, Milch, Kartoffeln und Hülsenfrüchte sind sattvig und gehören unbedingt auf den Speiseplan eines Yogis. Sattvige Ernährung unterstützt auch beim gesunden Abnehmen.

Vielfalt statt Einseitigkeit für Deine Gesundheit

Yogische Ernährung ist keine Diät, in der es darum geht, einem festen Speiseplan und vorgegebenen Rezepten so exakt wie möglich zu folgen. Auch auf eine bestimmte Anzahl an Kalorien muss nicht geachtet werden. Die Yogalehre wird der Tatsache gerecht, dass jeder Körper ganz unterschiedlich beschaffen ist und Menschen in verschiedenen Lebensphasen unterschiedliche Energiemengen in variablen Zusammensetzungen benötigen. Genau wie der Yoga-Übende ganz allmählich lernt, sanft in seine Asanas zu finden und diese Übungen korrekt und achtsam auszuführen, schult der Yogi sein Körpergefühl. So spürt er immer deutlicher, welche Ernährung seiner Gesundheit und seinem geistigen Wohlbefinden zuträglich ist. Mit der Zeit nehmen sattvige Lebensmittel ganz von alleine einen zentralen Platz im täglichen Speiseplan ein.

Viel trinken und friedvoll essen

Yogis sollten rund drei Liter Wasser oder Kräutertee pro Tag trinken. Wer geschmacksintensivere Getränke bevorzugt, kann klares Wasser mit einigen Blättern frischer Minze, Zitronenscheiben, etwas Ingwer oder frischen Gurkenscheiben aromatisieren. Mit diesen Getränken fällt auch das Abnehmen leichter, wenn auch das ein Ziel der Yoga Übungen ist. Bei der Auswahl der Speisen sind naturbelassene und frische Nahrungsmittel zu bevorzugen.

Gelegentliches Fasten hilft gesunden Menschen, zu entschlacken und lässt Körper und Geist entspannen. Auch wenn es keine starren Gesetze der gesunden Yoga-Ernährung gibt, hilft vielen Yogis die folgende Faustregel: Man fülle den Magen zur Hälfte mit Nahrung, zu einem Viertel mit Wasser und lässt ein Viertel leer. Das aktiviert Geist und Körper. Der Verzicht auf Fleisch hat im Yoga etwas mit dem Ideal eines gewaltfreien Lebens zu tun. Eine vegetarische Ernährung ohne Fleisch, und noch strikter ohne Fisch, bringt aber auch gesundheitliche Vorteile mit sich, wie Studien immer wieder bestätigen.

Yoga und Ernährung
Yoga und Ernährung

Stärke Deinen Körper mit Yoga und der richtigen Nahrung

Wer mehr über gesunde Nahrung und dem beliebten Sport Yoga wissen möchte, kann seinen Yogalehrer um ganz spezielle Tipps bitten. Da es einige Parallelen zur ayurvedischen Ernährung gibt, empfiehlt sich auch der Besuch eines ayurvedischen Kochkurses. Einige Urlaubshotels und Privatkliniken bieten ayurvedische und yogische Speisen an. Wer seine Ernährung von Grund auf umstellen möchte, kann eine entspannende Yogareise zum Anlass nehmen, um sich in einer energetisierenden Atmosphäre selbst von den Vorzügen gesunder Ernährung zu überzeugen.