Was bedeutet Yoga für Dich?

Was bedeutet Yoga für Dich?
Was bedeutet Yoga für Dich?

Stelle diese Frage 1000 Yogis, und Du erhältst 1000 verschiedene Antworten. So viele Yoga-Formen, so viele Yoga-Schulen, so viele Yoga-Richtungen, unzählige individuelle Deutungen – und mittendrin Du. Unmöglich, Dir eine umfassende und allgemeingültige Definition vorzugeben. Natürlich kannst Du die Wortherkunft aus dem Sanskrit zugrunde legen und landest dann unweigerlich bei der komplexen philosophischen Lehre. Aber musst Du alle Darshanas der indischen Philosophen kennen und die Yoga-Philosophie komplett verinnerlicht haben, um Yoga praktizieren zu können? Brauchst Du zwingend einen Lehrer?

Nein, denn Dein persönlicher Yoga-Weg kann ganz individuell motiviert sein und Dich anders führen.

Der ganzheitliche Yoga-Blick auf Körper, Geist und Seele

Yogaübungen stärken Dich auf verschiedene Art und Weise. Und das Beste: Deine Erwartungen an diese Kraftquelle stehen immer im Einklang mit Deinen Bedürfnissen! Darum wirst Du intuitiv den für Dich richtigen Ansatz wählen. Weitet sich Dein Blick, eröffnen sich Dir viele Abzweigungen und Du kannst auf die Richtung Deines Weges als praktizierender Yogi jederzeit Einfluss nehmen. Es gibt keinen besseren oder schlechteren Weg, ebenso wenig wie einen richtigen oder falschen. Genau darin liegt der Reiz: Du bist völlig frei, Deinen eigenen Stil zu finden.

Körperbetonte Schulen

Angenommen, für Dich stehen Vitalität und Fitness im Vordergrund: Dann ist Dein Ausgangspunkt oft das körperbetonte Hatha Yoga mit seinen ruhigen Körperstellungen, den Asanas. Dazu gehören das Erlernen von Atemtechniken durch Pranayama-Übungen und einfache Formen der Meditation. Möchtest Du Dich in dieser Richtung weiterentwickeln, eröffnen sich Dir mit Ashtanga-, Vinyasa- und Power-Yoga-Systemen neue Dimensionen. Nachdem Du mit den ruhenden Positionen vertraut bist, übst Du dynamisch fließende Bewegungen.

Traditionelle und klassisch-moderne Schulen

Du strebst nach innerer und äußerer Harmonie? Dann wirst Du Dich zu den integrierenden Yogasystemen der Yogameister Sivananda und Vishnudevananda oder zum Kundalani-Yoga hingezogen fühlen. Hier haben die spirituelle Komponente und die Schulung des Körpers den gleichen Stellenwert. Asanas, reinigende Atemtechniken, Selbsterfahrung, Meditation sowie Freisetzung und Lenkung der Energien – viele Einflüsse finden hier mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammen.

Meditative und ganzheitliche Schulen

Wenn Du Dein innerstes Wesen erkunden und Selbsterkenntnis erlangen möchtest, kannst du mit geistig-yogischer Herangehensweise meditieren. Es gehören nicht unbedingt Asanas dazu, um ein Yogi im Geiste zu sein. Vielleicht gehörst Du eher zu den philosophischen Yogis jenseits von Yogamatte und Yogakurs. Dein Weg führt Dich zu den Yamas, den Prinzipien für ein harmonisches Zusammenleben im yogischen Sinne.

Den eigenen Yoga-Weg erkunden

Mit jedem Richtungswechsel erweiterst Du Deinen Erfahrungsschatz. Irgendwann wirst Du dort angelangt sein, wo Du Dich als Yogi gut aufgehoben fühlst. Und ganz gleich, ob Du das große Ganze siehst oder Dich einfach nur entspannen und wohlfühlen möchtest: Yoga bietet Dir die wertvolle Chance, zu erkennen und zu praktizieren, was Dir gut tut.

©iStock.com/byheaven

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