Was ist Hormonyoga?

Was ist Hormonyoga?
Was ist Hormonyoga?

Hormonyoga, das von der Brasilianerin Rodrigues konzipiert wurde, soll es möglich machen, gegen hormonelle Probleme wie Wechseljahresbeschwerden, Stress, Kopfschmerzen, Menstruationsschmerzen oder schlechte Haut anzukämpfen. Durch die Kombination aus entsprechenden Körper- und Atemübungen sollen die für die Bildung von Hormonen verantwortlichen Drüsen wie die Eierstöcke stimuliert und deren Hormonproduktion somit reguliert werden. Wie Hormon Yoga genau funktioniert, für wen es sich eignet und worauf bei der Anwendung geachtet werden sollte, erfährst Du im folgenden Ratgeber.

Hormonyoga gegen Wechseljahresbeschwerden

Leidest Du unter Wechseljahrsbeschwerden, beispielsweise Hitzewallungen, innere Unruhe, Niedergeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen oder Du möchtest diese Probleme verhindern? Dann könnte Hormonyoga eine gute Lösung für Dich sein, denn es soll den Hormonhaushalt positiv beeinflussen und somit verschiedene Beschwerden lindern oder sogar komplett beseitigen. Bei sonstigen Formen hormoneller Dysbalancen kann das Yoga ebenso praktiziert werden. Zudem heißt es häufig, dass auch Frauen mit Kinderwunsch davon profitieren sollen, da sich die Chancen einer Schwangerschaft durch die Anwendung erhöhen können. Ein positiver Nebeneffekt ist die Entwicklung eines neuen Körper- und Selbstbewusstseins. Hormonyoga eignet sich übrigens nicht nur für Frauen, denn auch die Männer lernen ein neues Verständnis für den eigenen Körper und die einwirkenden Kräfte kennen.

Wie ist Hormonyoga entstanden?

Dinah Rodrigues hat Anfang 2000 das Hormon Yoga in Deutschland vorgestellt und eine Yogapraxis für Frauen eingerichtet, die einen Kinderwunsch, Wechseljahresbeschwerden oder eine hormonelle Unausgeglichenheit haben. Im Jahr 1993 hat sie eine Studie durchgeführt, um die positiven Wirkungen von Hormonyoga gegen verschiedene Symptome eines hormonellen Ungleichgewichtes wissenschaftlich zu untermauern. In der Studie konnte belegt werden, dass der Hormonspiegel durch ein regelmäßig ausgeführtes Yoga ganz erheblich angehoben werden kann. Fallbeispiele sind in ihrem Buch „Hormon-Yoga“ nachzulesen. Die Anusara Yogalehrerin Turske hat das Yoga dann weiterentwickelt und die Übungen verfeinert.

Was ist Hormonyoga genau?

Beim Hormonyoga, das sich auch für Anfänger eignet, handelt es sich um eine natürliche, sehr energetisierende Methode, die in der Lage sein soll, den Hormonhaushalt in ein Gleichgewicht zu bringen. Die wichtigsten Komponenten, aus welchen sich das Hormonyoga zusammensetzt:

  • Verschiedene Bewegungen und Figuren (Asanas setzen sich aus unterschiedlichen Techniken unterschiedlicher Yogarichtungen zusammen)
  • Atemtechniken
  • Aktivierung der körpereigenen Energien
  • Energielenkung zu den Hormondrüsen

Hormonyoga enthält Elemente aus Hatha Yoga und Kundalini Yoga und wird mit tibetischen Energieübungen kombiniert. Zwei essentielle Pranayama Atemtechniken sind Bhastrika und Ujjayi. Für die Energielenkung werden Mula Bandha sowie tibetische Energielenkungstechniken angewendet. Weitere geeignete Übungen sind der Drehsitz, halbe Schulterstand oder Kopf-Knie-Sitz. Die Yoga-Übungen wirken auf die hormonerzeugenden Drüsen und Organe der Frau, beispielsweise die Eierstöcke und Schilddrüse. Daraus resultieren die positiven Effekte. Doch nicht nur die Hormondrüsen werden dadurch stimuliert, sondern auch der Stoffwechsel wird aktiviert, das Immunsystem gestärkt und der Kreislauf belebt. Zudem kannst Du dadurch die Lebensfreude, Vitalität und eine gesunden Schlaf fördern sowie Stress, eine Antriebsschwäche und depressive Phasen verringern. Psychische Blockaden können gelöst werden. Da Stress häufig ein Auslöser von hormonellen Störungen ist, ist der Aspekt entscheidend. Es ist, wie immer beim Yoga, wichtig, die Übungen bewusst durchzuführen, sich auf die Ausführung zu konzentrieren und die Übungen wirken zu lassen.

Fazit

Hormonyoga kann nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer eine optimale Hilfe und Bereicherung sein. Es kann auch von Anfängern praktiziert werden, unabhängig vom Alter oder der körperlichen Verfassung. Alle Übungen sind sehr flexibel. Du kannst sie an Deine individuellen körperlichen Fähigkeiten anpassen. Generell ist es empfehlenswert, einen Einsteigerkurs zu belegen, bevor zu Hause mit den hier empfohlenen Übungen begonnen wird, um eine richtige Ausführung sicherzustellen. Hormonyoga ist nicht immer geeignet, beispielsweise bei Brustkrebs, der hormonabhängig ist, einem zu hohen Blutdruck, einer Schilddrüsenüberfunktion, akuten Entzündungen im Bauchraum sowie während und in den ersten Monaten nach der Schwangerschaft. Wenn Du unsicher bist, ob Du Hormonyoga praktizieren darfst, solltest Du mit Deinem Arzt darüber sprechen.

Bild © goodluz / 123rf.com

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