Yoga BLOG

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So profitierst Du von Yoga bei Kinderwunsch

von/ durch Stefan am 24 Jul 2021
Du hast den Wunsch schwanger zu werden und ein Kind zu bekommen? Mit Hormon-Yoga kannst Du Deinen Körper dabei unterstützen hormonell ins Gleichgewicht zu kommen und Deine Fruchtbarkeit zu erhöhen. Wir erklären Dir wie Hormon-Yoga funktioniert, wie es Dir auf dem Weg zur Schwangerschaft helfen kann und stellen Dir auch 2 Yoga-Übungen zum Ausprobieren vor. Bild von StockSnap auf Pixabay Yoga und die Hormone Was im ersten Moment vielleicht fast unglaublich klingt, wurde tatsächlich schon durch verschiedene Studien bewiesen. Yoga kann unseren Hormonhaushalt beeinflussen und dessen Ungleichgewicht entgegenwirken. Wird die ganzheitliche Körperarbeit regelmäßig praktiziert, wird Stress gemindert, Depressionen können verschwinden und das allgemeine Körpergefühl wird besser. Besteht bei Dir also der Wunsch ein Baby zu bekommen, können Dir verschiedene Übungen auf dem Weg zu erhöhter Fruchtbarkeit und damit zur Schwangerschaft helfen. Wichtig ist das regelmäßige Üben, um einen dauerhaften Effekt zu erzielen. Yoga nimmt Dir den Druck Eine Schwangerschaft ist immer ein kleines Wunder. Nur wenn viele Faktoren perfekt zusammenspielen, wird eine Eizelle befruchtet und tritt die lange Reise im Bauch der Frau an. Auch, wenn aus medizinischer Sicht körperlich alles in bester Ordnung ist und einer Empfängnis theoretisch nichts im Weg steht, kann es mehrere Monate dauern, bis sich ein Baby ankündigt. Das kann eine Belastung für die Beziehung sein und der Druck steigt. Das bedeutet puren Stress für den Geist und Körper und kann im schlimmsten Fall zur Depression führen. Yoga und Meditation nimmt Dir den Druck und hilft Dir dabei den Kinderwunsch entspannter anzugehen. Die Natur findet ihren Weg und wird Dir den Kinderwunsch erfüllen, wenn der Körper bereit ist. Welches Yoga bei Kinderwunsch? Um schwanger zu werden, ist es sinnvoll sich mit dem speziellen Hormon-Yoga für Frauen, auch Fruchtbarkeitsyoga genannt, zu beschäftigen. Konzipiert wurde das ganzheitliche Programm von der Brasilianerin Dinah Rodrigues. Es soll den Yogis dabei helfen hormonelle Probleme, wie Stress, Kopfschmerzen oder Beschwerden in den Wechseljahren, erfolgreich zu bekämpfen. Auch bei Kinderwunsch hilft Hormon-Yoga, das hormonelle Ungleichgewicht auszugleichen. Mehr Informationen zum Thema Hormon-Yoga findest Du hier. Bild von Please Don't sell My Artwork AS IS auf Pixabay Ablauf eine Hormon-Yoga Stunde Dinah Rodrigues hat hierfür gemeinsam mit ihrem Gynäkologen 1992 eine spezielle Übungsreihe entwickelt. Die Reihenfolge der Yoga-Übungen ist dabei genau festgelegt. Aufwärmen: Zu Beginn sind dynamische Dehn- und Aufwärmübungen üblich. Dadurch wird der gesamte Körper gelockert und sanft auf die folgenden Übungen vorbereitet. Übungen Hormon-Yoga: Die Abfolge der Übungen beim Hormon-Yoga ist immer gleich. Die Übungsreihe dauert ca. 30 Minuten und enthält etwa 20 Übungen, die auf den Hormonhaushalt wirken. Meditation: Wie allgemein beim Yoga üblich gibt es zum krönenden Abschluss eine geführte Meditation. Die Endentspannung (Shavasana) schenkt dem Körper Ruhe und Entspannung. So wirkt Fruchtbarkeitsyoga Um die Hormone der Frau zu beeinflussen und damit die Fruchtbarkeit zu erhöhen, muss Hormon-Yoga regelmäßig und über einen längeren Zeitraum praktiziert werden. Übe am besten 3 Mal pro Woche, um von den positiven Effekten zu profitieren. Setze Dich nicht unter Druck und erwarte nicht zu viel. Denn es wird einige Monate dauern, um den Körper beeinflussen zu können. Positive Effekte des Fruchtbarkeitsyoga auf Frauen: Stress wird abgebaut nimmt den psychischen Druck der Zyklus kann reguliert werden Hormonproduktion wird angeregt hormonelles Ungleichgewicht wird ausgeglichen Entwicklung eines guten Körperbewusstseins Blutdruck wird gesenkt Bild von Please Don't sell My Artwork AS IS auf Pixabay Wann Du Hormon-Yoga nicht praktizieren darfst Auch, wenn der Wunsch nach einem Kind sehr groß ist dürfen die speziellen Übungen aus dem Hormon-Yoga nur dann geübt werden, wenn Folgendes nicht auf Dich zutrifft: bestehende Schwangerschaft ungeklärte Bauchschmerzen hormonell bedingter Brustkrebs Du hattest vor Kurzem eine OP am Bauch fortgeschrittene Endometriose große Myome Entzündungen im Bauchraum starke Osteoporose akute Herzkrankheiten Fruchtbarkeitsyoga: 2 Übungen Hormon-Yoga zur Steigerung der Fruchtbarkeit ist eine Mischung aus Elementen des Hatha-Yoga und Kundalini-Yoga im Zusammenspiel mit tibetischen Heilmethoden. Insgesamt sind es um die 20 verschiedenen Übungen, die gezielt Drüsen und Organe in Schwung bringen. Inzwischen bieten viele Yoga-Studios diesen besonderen Yoga-Stil an. Auch online gibt es verschiedene Angebote, um vom Hormon-Yoga zu profitieren. Diese beiden Übungen geben Dir einen ersten Einblick in die Welt des Fruchtbarkeitsyoga: Janu Shirshasana (Kopf-zum-Knie-Stellung) Setze Dich entspannt auf Deine Yogamatte. Richte Deinen Rücken auf und achte darauf, dass auch Dein Brustkorb angehoben ist. Die Schultern sind entspannt und Deine Hände legst Du neben den Hüften ab. Strecke ein Bein aus und umgreife den Fuß mit Deinen Händen. Dein Oberkörper kommt dabei nach vorne und der Kopf kommt Richtung Knie. Verweile für mindestens 5 Atemzüge in dieser Haltung. Komme anschließend wieder mit geradem Rücken und gestreckten Armen nach oben und wiederhole die Yoga-Übung auf der anderen Seite. Supta Virasana (der liegende Held) Lege Dich in Rückenlage auf Deine Yogamatte. Winkle die Beine an und bringe die Unterschenkel neben Deinen Körper. Das Gesäß befindet sich dabei zwischen Deinen Füßen, die nach hinten zeigen. Die Arme kannst Du entweder entspannt neben Deinen Körper legen oder über Deinen Kopf bringen und Dich an den Ellenbogen fassen. Du wirst eine intensive Dehnung spüren. Wenn Dir die Dehnung zu intensiv ist, lege ein Meditationskissen unter Deinen Rücken, um Dich abzustützen. Hinweis: Yoga kann den Hormonhaushalt nachweislich beeinflussen. Es ist aber kein Allheilmittel. Wenn Du den Wunsch verspürst schwanger zu werden, kann es ein hilfreiches Mittel sein, um Deine Hormone zu beeinflussen. Du solltest es allerdings nicht als Garantie ansehen, um schwanger zu werden. Wenn es medizinisch unmöglich ist, kann Dir auch Yoga leider nicht zur Schwangerschaft verhelfen. Beschäftigt Dich aktuell das Thema Kinderwunsch? Hast Du selbst Hormon-Yoga ausprobiert, um Deinen Körper dabei zu unterstützen, schwanger zu werden? Wir freuen uns auf Deine Erfahrungen! Bild von StockSnap auf Pixabay

Yoga in der Schwangerschaft

von/ durch Nick am 28 Feb 2016
Yoga in der SchwangerschaftJede Yogaform ist auch mit einer mentalen Übung verbunden: der Konzentration auf den eigenen Körper. So kann Yoga Dir helfen, besser in Dich hineinzuhören und damit auch zu Deinem Kind hin. Und während des Geburtsvorgangs ist es von Vorteil, wenn Du als Yogaschülerin in der Kontrolle über An- und Entspannungen Deines Körpers geübt bist.Meditatives YogaSolange es sich nicht um eine Risikoschwangerschaft handelt und auch keine Beschwerden in den Beinen vorliegen (z. B. Wassereinlagerungen oder Durchblutungsstörungen), gilt daher meditatives Yoga im Sitzen für Schwangere als durchaus empfehlenswert. Je nach Deinen - bestenfalls durch bisheriges Yogatraining erworbenen - Fähigkeiten kannst Du dafür in den Fersensitz, den Diamantsitz, den Schneidersitz, den einfachen Sitz, den vollkommenen Sitz, den halben oder den ganzen Lotussitz gehen. Beachte aber bitte, dass manche von diesen Sitzhaltungen bei Ungeübten das Kniegelenk schädigen können. Besonders beliebte Yoga-Meditationshaltungen von Schwangeren sind der Fersensitz, ggf. mit einem Bänkchen oder Kissen ausgeführt, und der Schneidersitz.Bei Beschwerden in den Beinen oder im Rücken bietet sich die Yoga-Meditation auf einem Stuhl oder Hocker an: Setze Dich dafür so hin, dass sich Deine Oberschenkel waagerecht zum Boden befinden und Deine Füße vollen, flachen Kontakt zum ihm haben. Falls das Sitzmöbel etwas zu hoch dafür sein sollte, kannst Du z. B. eine gefaltete Decke als Fußbodenerhöhung nutzen. Öffne Deine Beine und Fußstellung so weit, dass es sich für Dich und Dein Kind gut anfühlt. Falls es noch keine Bewegungsbeeinträchtigung durch einen vorgewölbten Bauch gibt: Richte Dein Becken auf, halte Deinen Rücken gerade und achte darauf, dass Deine Schultern weder vorgezogen noch verkrampft sind. Je nach Ausprägung Deiner Bauchwölbung kannst Du aber auch ggf. mit Becken und Rücken für einen Haltungsausgleich sorgen; die Sitzhaltung sollte sich für Dich auf keinen Fall unnatürlich oder belastend anfühlen - Du bist eine Schwangere und ausgestattet mit einem hochsensiblen Körperbewusstsein, nutze dieses für Dich und Dein Kind. Wenn Du die für Dich optimale Sitzposition gefunden hast, schließe Deine Augen, lasse Deinen Atem fließen und beginne mit einer von Dir bevorzugten Meditationstechnik. Diese kann durchaus darin bestehen, dass Du mental Kontakt zu Deinem Kind aufnimmst. Auch das meditative Hören von bestimmter klassischer Musik - einige Experten raten zu Mozart oder Bach - in diesem Lebensabschnitt kann viele positive Effekte haben; aber bitte nicht zu laut, denn durch das Fruchtwasser kommen die Schallschwingungen bei Deinem Kind verstärkt an.Hatha YogaDer Nutzen des Hatha Yogas reicht über die körperlichen Trainingseffekte von reinem Sport weit hinaus; hier jedoch sei seinen sportlichen Anforderungen die Aufmerksamkeit geschenkt.Zunächst: Zu den geeigneten Sportarten für Schwangere zählt - neben leicht ausgeführten Gymnastik- und Aerobicübungen, Schwimmen, Golfen und gemütlichem Radfahren - auch und gerade Hatha Yoga. Im Idealfall bist Du bereits eine Yogini und kannst nun als Schwangere Dein gewohntes Training einfach modifizieren. Wer aber erst in der Schwangerschaft mit Hatha Yoga (oder anderem ungewohnten Sport) beginnen möchte, sollte unbedingt zuvor ärztlichen Rat einholen. Denn die Schwangerschaftshormone, die ja die Aufgabe haben, Deinem Körper einen Geburtsvorgang zu ermöglichen, bewirken eine gesteigerte Flexibilität von Muskeln, Bindegewebe und Sehnen. Das bedeutet leider aber auch eine gesteigerte Verletzungsanfälligkeit für die Gelenke, vor allem dann, wenn nicht zuvor eine gesunde, zur sportlichen Betätigung passende Stützmuskulatur erarbeitet wurde. Doch auch schwangere trainierte Yogaschülerinnen sollten Folgendes beachten:- Abgeraten wird von Übungen, die zur Kräftigung der Bauchmuskulatur dienen. Bekannte Asanas, die nun besser fortgelassen werden sollten, sind z. B. die Pumpe (Urdhva Prasarita Padasana), das Boot (Ardha Navasana) und die Sitzbalance (Dandasana).- Übe Rückbeugen nur noch in einer sehr sanften Form, und vergiss nicht, dass Dir durch die Schwangerschaft eher schwindlig werden kann; in diesem Fall beende das Training.- Achte bei Vorwärtsbeugen darauf, dass Dein Bauch genügend Platz hat; positioniere dafür die Beine entsprechend weit auseinander.- Übungen, bei denen der Atem extra angehalten werden soll, werden für die Schwangerschaft nicht empfohlen.- Sobald Du die Bauchlage nicht mehr als angenehm empfindest: Streiche entsprechende Übungen.- Zumeist werden bei Yogakursen, in denen auch Schwangere mitmachen, ab dem 4. (Schwangerschafts-)Monat deren Übungen modifiziert und ab dem 7. Monat Umkehrhaltungen konsequent für diese tabuisiert. (Inwieweit Umkehrhaltungen bis zum 7. Monat für Schwangere sinnvoll sind, ist umstritten.)Führe generell nur Asanas aus, bei denen Du ein gutes Gefühl hast. Übe nicht aus Ehrgeiz, sondern nur für Eure Gesundheit und Wohlbefinden.Bild © xua