Ashtanga Yoga: dynamisches Yoga mit langer Tradition

Ashtanga Yoga: dynamisches Yoga mit langer Tradition
Ashtanga Yoga: dynamisches Yoga mit langer Tradition

Machst du schon seit längerer Zeit klassisches Hatha Yoga und möchtest einfach mal etwas Neues ausprobieren? Oder bist du ein Anfänger und auf der Suche nach einem Yoga-Stil, bei dem du dich richtig auspowern kannst? Yoga ist so vielfältig, dass jeder die richtige Stilrichtung für sich entdecken kann. Wer viel Wert auf Dynamik legt und Yoga nicht nur als Weg der Achtsamkeit, sondern auch als Sport begreift, wird beim Ashtanga Yoga sicher glücklich. Ashtanga Yoga ist hierzulande auch als Vinyasana Yoga bekannt und gilt als sehr dynamischer Yoga-Stil, aus dem sich viele westliche Yogarichtungen ableiten. Obwohl Ashtanga-Yoga sehr modern wirkt, hat es eine lange Tradition und bezieht sich eng auf die klassische Yogalehre. Was ist Ashtanga-Yoga genau? Welche Geschichte hat es und warum solltest du diesen Stil unbedingt einmal ausprobieren?

Die Tradition

Yoga ist viele tausend Jahre alt. Dennoch lassen sich fast alle Stilrichtungen auf einen bestimmten Lehrer und seine Schüler zurückführen. Ashtanga Yoga ist dem Hatha-Yoga zuzuordnen und hat seine Wurzeln in der Lehre von Sri Tirumalai Krishnamacharya. Heute gibt es mit den Familien von Manjo Pattabhi Jois in den USA und von Krishna Pattabhi Lois in Indien zwei einflussreiche Schulen, in denen Ashtanga- bzw. Vinyasana-Yogalehrer ausgebildet werden. Der Sanskrit-Gelehrte T. Krishnamacharya (gestorben 1989) gab an, in der Bibliothek von Kalkutta ein jahrhundertealtes, beschriebenes Palmblatt gefunden zu haben, in dem Vamana Rishi seine Lehre des Ashtanga-Yoga dargelegt haben soll. Prominente Musiker wie Sting oder Madonna machten Ashtanga-Yoga im Westen berühmt. Die dynamische Yoga-Richtung, in der festgelegte Übungsfolgen einen größeren Raum einnehmen als die Meditation, scheint der westlichen Lebensphilosophie entgegenzukommen. Ashtanga Yoga fand schnell viele Anhänger und breitete sich in den USA und Europa rasch aus. Heute gibt es in fast allen größeren Städten speziell ausgebildete Ashtanga- oder Vinyasana-Lehrer, die dich in diese Yoga-Richtung einführen können.

Was ist Ashtanga Yoga genau?

Ashtanga Yoga setzt sich aus Asanas und Pranayama zusammen. Die Yogaübungen, Asanas, sind in sechs Übungsreihen aufgeteilt. Die meisten westlichen Lehrer unterrichten nur die erste Asana-Serie. Im Ashtanga-Yoga wirst du angeleitet, deinen Atem mit den Yogaübungen zu synchronisieren. Wann du beim Üben ein- und ausatmest oder die Luft für einige Augenblicke anhältst, lernst du beim Pranayama. Die Atemübungen trainieren deine Fähigkeit, den Atem zu kontrollieren. Wie und wann du beim Yoga atmest, hat einen entscheidenden Einfluss auf den Fluss der Energie im Körper.
Es ist für viele ungewohnt und schwierig, den Atem mit den Asanas zu synchronisieren. Deshalb gilt Ashtanga Yoga als sehr anspruchsvolle Stilrichtung. Doch die Mühe lohnt sich: Wenn es dir gelingt, deinen Atem an der richtigen Stelle der Asana gezielt einzusetzen, wirst du deine Bewegungsabläufe in einem echten „Flow“ absolvieren und während der dynamischen Bewegungen eine neue, fast meditative Leichtigkeit spüren.
Neben dem Atmen liegt der Fokus beim Ashtanga Yoga auf dem Setzen von Bandhas. Um ein Bandha zu setzen, ziehst du bestimmte Muskelgruppen bewusst zusammen, um die Energie im Körper festzuhalten.

Warum du Ashtanga unbedingt ausprobieren solltest

Ashtanga Yoga ist ideal für dich, wenn du ein sportliches Yoga üben möchtest, bei dem du ins Schwitzen kommst und dich nach der Stunde wie neugeboren fühlst. Auch wenn die Atemübungen und Bandhas sicher eine große Herausforderung für dich darstellen werden, kannst du schnell einen Zugang zum Ashtanga Yoga finden. Da die Übungen fest vorgegeben sind und sich jede Stunde ähnelt, kannst du dich schon nach wenigen Durchgängen ganz auf den Atem und den Flow konzentrieren. Jede Ashtanga-Stunde endet mit Savasana. Diese Endentspannung gibt dir Gelegenheit, in deinen Körper nachzuspüren und lässt dich kraftvoll und glücklich nach Hause gehen. Für Fortgeschrittene gibt es in vielen Schulen spezielle Kurse höherer Levels.

Bild © marisemenova / 123rf.com

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