Baddha Padmasana – gebundener Lotussitz

Baddha Padmasana - gebundener Lotussitz
Baddha Padmasana – gebundener Lotussitz

Bei Baddha Padmasana handelt es sich um eine fortgeschrittene Padmasana-Stellung. Bevor Du beginnst, solltest Du perfekt sitzen, da es sonst nicht möglich ist, die Übung korrekt durchzuführen. Baddha Padmasana heißt „gebundener Lotussitz“.

Richtig sitzen und Baddha Padmasana ausführen

Du gehst für den geschlossenen Sitz in Padmasana aus Dandasana. Du setzt Dich mit gekreuzten Beinen in den kompletten Lotus. Dabei sollten die Fersen den unteren Teil des Bauchs berühren. Dann kreuzt Du die Arme am Rücken. Die rechte Hand ist also auf der linken und die linke auf der rechten Seite. Dann greifst Du mit der linken Hand den rechten Zeh und mit der rechten Hand den linken Zeh. Wenn Du versuchst, den Zeh zu fassen, beugst Du den Oberkörper ein wenig nach vorn. Dadurch fällt es Dir leichter, den Zeh zu erreichen. Den Rücken hältst Du dabei gerade. In dieser Stellung bleibst Du eine Weile sitzen, bevor Du die Beine wechselst und sie dann mit der anderen Seite durchführst. Falls Du die Übung noch fortgeschrittener ausführen möchtest, kannst Du Dich vorbeugen und das Kinn gegen die Brust drücken oder vor Dich legen. Der Rücken sollte dabei möglichst gerade sein. Atme während der Übung langsam.

Welche positiven Wirkungen hat Baddha Padmasana?

Baddha Padmasana hilft dabei, den Rücken gerade zu halten, wodurch Rückenprobleme vorgebeugt werden und auch bereits bestehende Rücken- und Schulterschmerzen günstig beeinflusst werden können. Mit der Übung werden die Beinmuskeln, die Hüfte, Zehen, Knöchel und Knie stark gedehnt. Das Gleiche gilt für die Arme, Schultern und Handgelenke. Dadurch erhöhst Du die Flexibilität. Es ist möglich, einer Arthritis vorzubeugen, da die Gelenke beweglich gehalten werden. Durch das Kreuzen der Arme und Schultern am Rücken wird der Brustkorb geöffnet und die Brust geweitet. Dies wirkt sich positiv auf die Lunge aus. Zudem wird die Verdauung angeregt, sodass das Risiko einer Verstopfung verringert werden kann. Obendrein erhältst Du auch einen beträchtlichen Energieschub. Stelle Dir während des Ausführens der Übung vor, wie die Energie in Dein Gehirn fließt, um hier als Lebenskraft gespeichert zu werden.

Worauf solltest Du bei Baddha Padmasana achten?

Beim Einnehmen der Position solltest Du Dich darauf konzentrieren, dass alle Muskeln und Gelenke gedehnt werden. Verbleibe in der Position jedoch nicht viel länger als 50 Sekunden, denn es ist keine Stellung, die lange gehalten werden sollte. Die kurze Zeit genügt, um von den positiven Wirkungen zu profitieren. Nach dem Ausführen der Übung solltest Du Deine Beine strecken, um eine Überforderung der Gelenke zu vermeiden. Die Übung muss regelmäßig durchgeführt werden, mindestens sechs Monate lang, denn erst dann kannst Du maximale Ergebnisse erzielen. Für Schwangere eignet sich diese Yoga-Stellung nicht. Baddha Padmasana kann auch dabei helfen, Schmerzen zu beseitigen. In diesem Fall solltest Du allerdings Deinen Arzt und Yoga-Lehrer im Vorfeld fragen, ob die Übung für Dich geeignet ist.

Fazit

Baddha Padmasana, also auf Deutsch übersetzt „gebundener“ (Baddha) Lotussitz, ist eine sehr anspruchsvolle Variante des Lotussitzes. Die Übung hat vielfältige positive Wirkungen. Sie ist in erster Linie darauf ausgerichtet, die Gesundheit, Kraft, Vitalität und das Wohlbefinden zu stärken. Der Nutzen wird im Laufe der Zeit sehr deutlich. Wenn Du anfangs Probleme damit hast, die Zehen zu fassen, kannst Du auch vier Wochen lang erst einmal Ardha Baddha Padmasana, also in der halben Stellung, üben und danach zur vollen Stellung übergehen. Die halbe Stellung bereitet Dich sehr gut auf die ganze Stellung vor.

Bild © dimol / 123rf.com

[Gesamt:3    Durchschnitt: 3.7/5]

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