Muladhara Chakra – das Wurzel-Chakra

Muladhara Chakra - das Wurzel-Chakra
Muladhara Chakra – das Wurzel-Chakra

Was sind Chakras?

Der Begriff „Chakra“ bedeutet übersetzt „Rad“ und ist eine Andeutung auf Energiezentren, die ebenfalls rund verlaufen. Chakras können offen oder geschlossen sein und werden als Zentren subtiler Lebensenergien betrachtet. Diese sind Lagerplätze von Energiekräften und Energiezentren. Ein Chakra ist ein Stadium des Bewusstseins und vermittelt ein Gefühl der Freude oder Glückseligkeit. In jedem Chakra herrscht eine Göttin oder ein Gott, wobei jedes Chakra durch eine bestimmte Tierart repräsentiert wird. Ein Chakra besitzt eine feste Anzahl von Blütenblättern, welche die Nadis repräsentieren. Farben, Mantras und Bija sprechen die einzelnen Blütenblätter an.

Was ist das Muladhara Chakra?

Das Muladhara Chakra ist eines der sieben Haupt-Chakras und ist im untersten Bereich angesiedelt, weshalb es auch als Wurzel-Chakra bezeichnet wird. Der Name Muladhara Chakra setzt sich aus Mula (Wurzel) und Ahara (Stütze) zusammen. Das Chakra befindet sich am untersten Ende der Wirbelsäule. Die innere Farbe des Muladhara Chakra ist gelb bis ockergelb und soll die Farbe der Erde signalisieren. Das Muladhara Chakra ist der Sitz des Erdelements, welches als Prithivi Tattwa bezeichnet wird. Das Wurzel Chakra besitzt vier Blüttenblätter, die auch als Haupt-Nadis, d.h. als Energie-Kanäle bezeichnet werden. Die Blätter des Chakras sind rot und das Yantra ist ein Quadrat.

Der elefantenköpfige Gott Ganesha regiert das Chakra und symbolisiert Ausdauer, Segen, Festigkeit und den Beginn. Der Gott Brahma ist der Schöpfer und regiert das Chakra ebenfalls, weshalb das Chakra als Wurzelchakra der gesamten Schöpfung zu betrachten ist. Die Göttin im Muladhara Chakra ist Dakini, welche auf einem roten Lotus sitzt. Die Göttin Dakini strahlt manchmal in Weiß, aber zumeist in Rot. Das schöne Gesicht mit drei Augen wird von vier Armen, einem Dreizack, einem Stab und einem Schädel ergänzt. Ähnlich wie der Gott Brahma wird die Göttin in vielen Situationen mit einem Trinkgefäß und einem Schwan dargestellt. Das Muladhara Chakra steuert den Geruchssinn, der über Partikel Gerüche aufnimmt. Das Chakra-Tier ist der Elefant. Kein Wunder: Dieses ist das schwerste und größte Säugetier der Welt.

Wissenswertes über das Muladhara Chakra

Dem Muladhara Chakra wohnen besonders positive Eigenschaften inne. Die Eigenschaften, die dem Muladhara Chakra am häufigsten zugesprochen werden sind Gleichgewicht, Ausdauer, Ruhe, Beständigkeit, Sparsamkeit, Realitätssinn, gesunder Menschenverstand und Prinzipientreue. Die Motivationen im Muladhara Chakra sind Essen, Schlafen und Trinken – eben alles, was in Verbindung mit Selbsterhaltung steht. An der Spitze des Muladhara Chakras befindet sich die Brahma Granthi, was für die Schwierigkeit steht von einer grobstofflichen zu einer feinstofflichen Wahrnehmung zu kommen. Die Aktivierung des Chakras kann auf verschiedene Arten erfolgen.

Mit speziellen Meditationen kann das Chakra gestärkt werden. Dazu gehören vor allem Visualisierungen von Bergen, Bäumen und Wurzeln. Eine Stärkung kann auch durch Affirmationen erfolgen wie zum Beispiel „Ich bin gut verwurzelt“ oder „Ich finde Zugang zu meinen Wurzeln“. Gleiches gilt für spezielle Pranayamas und Mantras. Die Ausführung der erforderlichen Meditationen erfordert Zeit und Erfahrung. Durch eine erhöhte Konzentration und einen geübten Körper und Geist kann der Effekt von Meditationen erheblich gesteigert werden, was zu einer besseren Verbindung zum Chakra führt. Das Muladhara Chakra ist die Grundlage des menschlichen Energiezentrums. Im Muladhara Chakra liegt der Ursprung des Kanda, der Wurzelknolle. Das Chakra ist der Ursprung der drei Haupt-Nadis, weshalb die freigesetzte Energie über die feinstoffliche Wirbelsäule herauf wandert. Als Sitz der kosmischen Energie des Menschen ist das Chakra überaus mächtig. Dieses muss extrem stark sein, damit das machtvolle Kundalini darin aufsteigen kann.

Bild © zhanna26 / 123rf.com

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