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Die Kandasana Pose - mehr Energie im Wurzel-Chakra

von/ durch Nick am 06 Okt 2017
Die Kandasana Pose - mehr Energie im Wurzel-Chakra Kandasana bezeichnet eine anspruchsvolle Pose, bei der sitzend die Fußsohlen mit gebeugten Knien zum Körper zeigen. Um diese Pose und ihre Wirkungen zu verstehen, solltest du dich auch mit dem Begriff Kanda auseinandersetzen. Es gibt einen Bereich unterhalb des Muladhara Chakras, der als Kanda bezeichnet wird. Kanda hat sowohl im Kundalini Yoga als auch im Hatha Yoga eine große Bedeutung. Verschiedene Übungen wie Kandasana zielen auf die Aktivierung dieses Bereiches ab. Erfahre im folgenden mehr dieser Pose. Kanda - dort, wo die Nadis zusammenkommen Kanda steht im Sanskrit für verschiedene Bedeutungen. Zum einen bezeichnet Kanda eine Wurzelknolle eine Knolle oder Zwiebel. Zum andern steht Kanda auch für Abschnitt, Kapitel oder Buch. Im Kundalini Yoga und im Hatha Yoga wird mit Kanda eine Stelle im Körper bezeichnet, an der die Energiekanäle, die sogenannten Nadies zusammenlaufen. Du kannst Kanda etwa zwischen den Geschlechtsorganen und dem Anus verorten, auf der Höhe des Perineums. In der Beschreibung hat Kanda die Form eines Eis, welche sich vom Beckenboden bis zum Bereich des Nabels eiförmig hochzieht. Es ist bis zu 25 cm groß, in manchen Schriften wird es sogar als noch größer beschrieben. Kanda wird dabei als ein untergeordnetes Chakra gesehen. Verschiedene Yoga-Posen zielen darauf ab, dass Kanda zu aktivieren und Energie in das Muladhara Chakra zu bringen. Unter anderem sind Siddhasana und Kandasana auf die Aktivierung dieser Stelle ausgerichtet. Japaner verorten in dem Bereich des Kanda übrigens das sogenannte Hara. Kanda ist deshalb so wichtig, weil in diesem Bereich nicht nur Nadis in großer Zahl zusammenfließen, sondern weil es sich um das mit wichtigste Energiezentrum des gesamten Körpers handelt, das zudem den Menschen im Hier und Jetzt verwurzelt. Kandasana - wie nimmst Du die Pose ein? Kandasana ist eine recht anspruchsvolle Yogapose. Komme vor Ausführung von Kandasana in der von Dir bevorzugten Art einen Moment zur Ruhe. Du nimmst auf dem Boden Platz, öffnest die Beine und streckt sie aus. Dann beugst Du die Knie und öffnest die Hüfte. Die Fersen befinden sich nahe am Perineum. Es ist wichtig, dass die Knie am Boden bleiben. Jetzt nimmst Du Deinen linken Fuß mit einer linken Handfläche und Deinen rechten Fuß mit der rechten Handfläche. Du hebst die Füße an und ziehst sie zum Körper hin. Die Fußgelenke müssen so nach oben gedreht werden - was eine entsprechende Bewegung der Hüften und der Knie mit einschließt - dass der äußere Teil der Knie gegen die Brust und zum Nabel gedrückt wird. Die Füße werden fest gegen die Brust gepresst und zeigen mit den Fußsohlen zum Körper. Danach nimmst Du Deine Hände weg und lässt sie gefaltet an Deiner Brust. Achte darauf, dass Dein Rücken gerade bleibt und verweile in der Pose für etwa 30 Sekunden. Danach bringst Du die Füße vorsichtig und langsam mithilfe Deiner Hände wieder zu Boden. Anfänger im Kandasana können zunächst eine Art Vorübung ausführen. Auch dabei sitzt Du auf dem Boden, und stapelst vor Dir 2 Yogablöcke übereinander. Während Du entsprechend die auseinandergespreizten Beine in den Knien beugst, legst Du die Füße mit der Fußsohle nach oben zeigend auf die beiden Yogablöcke. Du darfst Dich bei dieser Übung mit dem Hinterteil vom Boden abheben. Wirkung von Kandasana In einer spirituellen Praxis aktiviert Kandasana das Wurzel Chakra wie oben beschrieben. Das Wurzel Chakra oder Muladhara wird im Zusammenhang mit der allgemeinen Gesundheit, der Leidenschaft, dem Überleben und dem Fortschritt eines Menschen gesehen. Die Aktivierung dieses Chakras hilft Dir im Sinne des Wortes im Leben und in der Welt verwurzelt zu sein. Das Wurzel-Chakra wirkt auf den ganzen unteren Bereich des Körpers ein. Kandasana wird mit der Unterstützung der Sexualfunktion in Verbindung gebracht und kann entsprechend helfen, Störungen in diesem Bereich zu lindern. Kandasana stimuliert außerdem sämtliche Organe wie etwa die Nieren und die Blase. Außerdem wird beschrieben, dass Kandasana dabei hilft, mental zur Ruhe zu kommen. Insgesamt kann diese Übung Dich also physisch und psychisch stabilisieren helfen. Bild © fizkes / 123rf.com

Muladhara Chakra - das Wurzel-Chakra

von/ durch Nick am 03 Jul 2016
Muladhara Chakra - das Wurzel-ChakraWas sind Chakras?Der Begriff "Chakra" bedeutet übersetzt "Rad" und ist eine Andeutung auf Energiezentren, die ebenfalls rund verlaufen. Chakras können offen oder geschlossen sein und werden als Zentren subtiler Lebensenergien betrachtet. Diese sind Lagerplätze von Energiekräften und Energiezentren. Ein Chakra ist ein Stadium des Bewusstseins und vermittelt ein Gefühl der Freude oder Glückseligkeit. In jedem Chakra herrscht eine Göttin oder ein Gott, wobei jedes Chakra durch eine bestimmte Tierart repräsentiert wird. Ein Chakra besitzt eine feste Anzahl von Blütenblättern, welche die Nadis repräsentieren. Farben, Mantras und Bija sprechen die einzelnen Blütenblätter an.Was ist das Muladhara Chakra?Das Muladhara Chakra ist eines der sieben Haupt-Chakras und ist im untersten Bereich angesiedelt, weshalb es auch als Wurzel-Chakra bezeichnet wird. Der Name Muladhara Chakra setzt sich aus Mula (Wurzel) und Ahara (Stütze) zusammen. Das Chakra befindet sich am untersten Ende der Wirbelsäule. Die innere Farbe des Muladhara Chakra ist gelb bis ockergelb und soll die Farbe der Erde signalisieren. Das Muladhara Chakra ist der Sitz des Erdelements, welches als Prithivi Tattwa bezeichnet wird. Das Wurzel Chakra besitzt vier Blüttenblätter, die auch als Haupt-Nadis, d.h. als Energie-Kanäle bezeichnet werden. Die Blätter des Chakras sind rot und das Yantra ist ein Quadrat.Der elefantenköpfige Gott Ganesha regiert das Chakra und symbolisiert Ausdauer, Segen, Festigkeit und den Beginn. Der Gott Brahma ist der Schöpfer und regiert das Chakra ebenfalls, weshalb das Chakra als Wurzelchakra der gesamten Schöpfung zu betrachten ist. Die Göttin im Muladhara Chakra ist Dakini, welche auf einem roten Lotus sitzt. Die Göttin Dakini strahlt manchmal in Weiß, aber zumeist in Rot. Das schöne Gesicht mit drei Augen wird von vier Armen, einem Dreizack, einem Stab und einem Schädel ergänzt. Ähnlich wie der Gott Brahma wird die Göttin in vielen Situationen mit einem Trinkgefäß und einem Schwan dargestellt. Das Muladhara Chakra steuert den Geruchssinn, der über Partikel Gerüche aufnimmt. Das Chakra-Tier ist der Elefant. Kein Wunder: Dieses ist das schwerste und größte Säugetier der Welt.Wissenswertes über das Muladhara ChakraDem Muladhara Chakra wohnen besonders positive Eigenschaften inne. Die Eigenschaften, die dem Muladhara Chakra am häufigsten zugesprochen werden sind Gleichgewicht, Ausdauer, Ruhe, Beständigkeit, Sparsamkeit, Realitätssinn, gesunder Menschenverstand und Prinzipientreue. Die Motivationen im Muladhara Chakra sind Essen, Schlafen und Trinken - eben alles, was in Verbindung mit Selbsterhaltung steht. An der Spitze des Muladhara Chakras befindet sich die Brahma Granthi, was für die Schwierigkeit steht von einer grobstofflichen zu einer feinstofflichen Wahrnehmung zu kommen. Die Aktivierung des Chakras kann auf verschiedene Arten erfolgen.Mit speziellen Meditationen kann das Chakra gestärkt werden. Dazu gehören vor allem Visualisierungen von Bergen, Bäumen und Wurzeln. Eine Stärkung kann auch durch Affirmationen erfolgen wie zum Beispiel "Ich bin gut verwurzelt" oder "Ich finde Zugang zu meinen Wurzeln". Gleiches gilt für spezielle Pranayamas und Mantras. Die Ausführung der erforderlichen Meditationen erfordert Zeit und Erfahrung. Durch eine erhöhte Konzentration und einen geübten Körper und Geist kann der Effekt von Meditationen erheblich gesteigert werden, was zu einer besseren Verbindung zum Chakra führt. Das Muladhara Chakra ist die Grundlage des menschlichen Energiezentrums. Im Muladhara Chakra liegt der Ursprung des Kanda, der Wurzelknolle. Das Chakra ist der Ursprung der drei Haupt-Nadis, weshalb die freigesetzte Energie über die feinstoffliche Wirbelsäule herauf wandert. Als Sitz der kosmischen Energie des Menschen ist das Chakra überaus mächtig. Dieses muss extrem stark sein, damit das machtvolle Kundalini darin aufsteigen kann.Bild © zhanna26 / 123rf.com