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Yoga der Erde

Yoga der Erde

von/ durch Sandra Buchwald am 06 Jan 2023
Gerade in diesen aufwühlenden Zeiten hilft es uns, wenn wir uns auf die Elemente besinnen, die uns schützen und stärken, die Ernährung und Energie bieten. Mit vier Beiträgen zum Yoga der Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft bietet dir unsere Bloggerin Sandra Buchwald wertvolles Rüstzeug für ein gesundes und wunderbares Jahr 2023. Dieser Beitrag beschreibt das Yoga der Erde. Wie du wieder Wurzeln schlägst Ein Virus, der um die ganze Welt wandert. Krieg auf dem eigenen Kontinent. Der Klimawandel als allgegenwärtige Bedrohung. - Es ist wirklich kein Wunder, dass uns das Jahr 2022 so zugesetzt hat. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Ausdrücken: Manchen hat es "den Boden unter den Füßen weggezogen". Andere sind "aus der Fassung geraten". Und einige beschreiben, sie hätten während des letzten Jahres "den Halt verloren". Die frohe Botschaft zum Jahresbeginn: Yoga ist auch dein treuer Begleiter durchs Jahr, wenn es darum geht, sich wieder zu stabilisieren und im neuen Jahr zu verwurzeln. Dieser Beitrag zeigt dir, wie du das Yoga des Elements Erde für dich nutzen kannst. Das Element Erde: Stabilität durch gute Wurzeln Vielleicht kennst du das Sprichwort, dass man ohne Wurzeln auch keine Flügel hat? Es bedeutet, dass alles, was wir tun, als Basis eine gute Verwurzelung haben sollte. Von den vier klassischen Elementen bietet uns die Erde den Raum, Wurzeln zu verankern, die uns Sicherheit, Vertrauen und Selbstbewusstsein schenken. Dafür gibt es sogar ein perfekt passendes Wort: Wir erden uns! Yoga der Erde ist dafür ein wertvoller Weg. Diese Yogapraxis verwurzelt dich Den Klassiker aller erdenden Yogaübungen kennst du ganz sicher. Es ist Shavasana (auch Savasana) - die Totenstellung. Als fester Bestandteil der meisten Yogastunden nimmst du diese Haltung zur Endentspannung nach der eigentlichen Praxis ein. Meist dient Shavasana also dem erholsamen Nichtstun. Du kannst dir in dieser Haltung aber auch bewusst werden, wie wir alle durch die Erde getragen, beschützt und ernährt werden. Typische Asanas, die das Yoga der Erde umfasst, sind natürlich auch die Baumhaltungen (Vrksasana). Es spielt keine Rolle, ob du den Fuß am Knöchel, am Knie oder der Oberschenkelinnenseite deines Standbeines platzierst - genieße es zu spüren, wie dein Bein als fest verwurzelter Baumstamm von Erde gesichert ist und auch die eine oder andere Schwankung ausgleicht. Du hast Lust bekommen, noch mehr erdende Asanas zu üben? Das eher statische Yoga der Erde bietet dir ein reichhaltiges Menü. Dazu zählen unter anderem auch die stabilen und kraftvollen Kriegerhaltungen (Virabhadrasana), die Berghaltung Tadasana und die Stuhlhaltung Utkatasana. Diese Übungen vermitteln dir, dass dich so leicht nichts umwirft. Yoga der Erde: ergänzende Extras Wie die Bäume und die Pflanzen schöpfst du deine Kraft aus der Erde. Diese Energie kannst du bewahren, indem du Mulabandha, den Wurzelverschluss, einsetzt. Auch die richtige Atmung sollte das erdende Yoga begleiten - und natürlich deinen ganzen Alltag: Ruhige Bauchatmung statt der Brustatmung bietet wertvolle Unterstützung. woman practicing yoga in Root Bond, Mula Bandha pose on the mat in outdoor park. Erdung - durch welchen Yogastil? Wenn du Yoga der Erde praktizieren möchtest, hast du prinzipiell zwei Möglichkeiten. Selbstverständlich kannst du jeden lieb gewordenen Yogastil durch Elemente aus dem erdenden Yoga ergänzen. Sollte das Yoga der Erde für dich aber ein sehr wichtiges Thema sein, gibt es zwei Yogastile, die besonders empfehlenswert sind. Hatha Yoga ist der Klassiker unter den Yogastilen - und war vielleicht sogar auch dein Einstieg, als du dich das erste Mal mit dem Yoga beschäftigt hast? Durch die statischen Haltungen ist der Hatha-Stil perfekt, um Erdung und Kräftigung gleichermaßen zu genießen. Ob Kobra oder Krieger, Hund oder Baum - jede Asana nutzt die Erde als Verankerung. Yin Yoga ist ein sehr sanfter Yogastil, bei dem vor allem die verkürzten Faszien deines Körpers gedehnt werden. Die Dehnungen werden bei diesen Asanas besonders lange gehalten. Meist im Liegen oder im Sitzen nimmst du die wohltuenden Haltungen ein und unterstützt diese bei Bedarf, indem du die Position mit Decken, Bolstern oder Blöcken bequemer machst. Das ist wichtig, denn du sollst in diesen dehnenden Asanas so entspannen, dass du wirklich loslassen kannst. Loslassen bedeutet in diesem Zusammenhang, dass du der Erde, die dich trägt, dein ganzes Vertrauen schenkst. Gut zu wissen: Sowohl das Hatha Yoga als auch das Yin Yoga sind ideale Stile für Einsteiger. Solltest du also einen lieben Menschen dabei unterstützen wollen, gut geerdet das neue Jahr zu beginnen, ist es eine tolle Idee, zusammen einige Asanas aus dem Hatha oder dem Yin Yogastil zu praktizieren. Das Wurzelchakra aktivieren Wenn du schon länger Yoga übst, weißt du vielleicht, dass Yoga auch die Energiezentren unseres Körpers ankurbelt. Je nach Asana, aber auch Pranayama oder Meditation, werden unterschiedliche Chakren angesprochen. Das Yoga der Erde ist eng mit dem Wurzelchakra (Muladhara) verknüpft. Es befindet sich an der Unterseite deines Rumpfes und kann so bei allen Sitzpositionen den direkten Kontakt zur Erde herstellen. Indem du dich auf die Energie konzentrierst, die dieses Chakra umfasst, unterstützt du die Verwurzelung, die das Yoga der Erde bewirkt. Durch gute Ernährung erden Das Element der Erde wird im Ayurveda dem Dosha Kapha zugeordnet. Durch eine Ernährung, die diesem Typ entspricht, ergänzt du dein individuelles Yoga der Erde perfekt. Du wirst ahnen, dass das perfekte Menü tatsächlich in der Erde wächst, also Wurzeln, Knollen oder Samen umfasst. Typische Beispiele, wie du deinen Speiseplan optimal gestaltest, sind Kartoffeln, Rote Bete und Okraschoten, Amaranth und Hirse, Kleie und Quinoa. Erdende Gewürze sind Muskat, Koriander und die Petersilie. Unter den Obstsorten solltest du Beeren - vor allem Blaubeeren und Erdbeeren - probieren. Gesundes Knabbern? Genieße den tollen Geschmack von Kürbiskernen oder nasche von leckeren Trockenfrüchten! Viele Yoginis und Yogis lieben Tee. Natürlich gibt es auch Teesorten, die ideal zum Yoga der Erde passen. Die Gewürze des Chai-Tees werden dir vielleicht besonders gut tun. Auch die klassische Kamille und der Fenchel sind passende Teesorten. Wenn du besorgt bist oder schlecht schläfst, trinke Lavendeltee. Auch Meditation schafft Wurzeln

Muladhara Chakra - das Wurzel-Chakra

von/ durch Nick am 03 Jul 2016
Muladhara Chakra - das Wurzel-ChakraWas sind Chakras?Der Begriff "Chakra" bedeutet übersetzt "Rad" und ist eine Andeutung auf Energiezentren, die ebenfalls rund verlaufen. Chakras können offen oder geschlossen sein und werden als Zentren subtiler Lebensenergien betrachtet. Diese sind Lagerplätze von Energiekräften und Energiezentren. Ein Chakra ist ein Stadium des Bewusstseins und vermittelt ein Gefühl der Freude oder Glückseligkeit. In jedem Chakra herrscht eine Göttin oder ein Gott, wobei jedes Chakra durch eine bestimmte Tierart repräsentiert wird. Ein Chakra besitzt eine feste Anzahl von Blütenblättern, welche die Nadis repräsentieren. Farben, Mantras und Bija sprechen die einzelnen Blütenblätter an.Was ist das Muladhara Chakra?Das Muladhara Chakra ist eines der sieben Haupt-Chakras und ist im untersten Bereich angesiedelt, weshalb es auch als Wurzel-Chakra bezeichnet wird. Der Name Muladhara Chakra setzt sich aus Mula (Wurzel) und Ahara (Stütze) zusammen. Das Chakra befindet sich am untersten Ende der Wirbelsäule. Die innere Farbe des Muladhara Chakra ist gelb bis ockergelb und soll die Farbe der Erde signalisieren. Das Muladhara Chakra ist der Sitz des Erdelements, welches als Prithivi Tattwa bezeichnet wird. Das Wurzel Chakra besitzt vier Blüttenblätter, die auch als Haupt-Nadis, d.h. als Energie-Kanäle bezeichnet werden. Die Blätter des Chakras sind rot und das Yantra ist ein Quadrat.Der elefantenköpfige Gott Ganesha regiert das Chakra und symbolisiert Ausdauer, Segen, Festigkeit und den Beginn. Der Gott Brahma ist der Schöpfer und regiert das Chakra ebenfalls, weshalb das Chakra als Wurzelchakra der gesamten Schöpfung zu betrachten ist. Die Göttin im Muladhara Chakra ist Dakini, welche auf einem roten Lotus sitzt. Die Göttin Dakini strahlt manchmal in Weiß, aber zumeist in Rot. Das schöne Gesicht mit drei Augen wird von vier Armen, einem Dreizack, einem Stab und einem Schädel ergänzt. Ähnlich wie der Gott Brahma wird die Göttin in vielen Situationen mit einem Trinkgefäß und einem Schwan dargestellt. Das Muladhara Chakra steuert den Geruchssinn, der über Partikel Gerüche aufnimmt. Das Chakra-Tier ist der Elefant. Kein Wunder: Dieses ist das schwerste und größte Säugetier der Welt.Wissenswertes über das Muladhara ChakraDem Muladhara Chakra wohnen besonders positive Eigenschaften inne. Die Eigenschaften, die dem Muladhara Chakra am häufigsten zugesprochen werden sind Gleichgewicht, Ausdauer, Ruhe, Beständigkeit, Sparsamkeit, Realitätssinn, gesunder Menschenverstand und Prinzipientreue. Die Motivationen im Muladhara Chakra sind Essen, Schlafen und Trinken - eben alles, was in Verbindung mit Selbsterhaltung steht. An der Spitze des Muladhara Chakras befindet sich die Brahma Granthi, was für die Schwierigkeit steht von einer grobstofflichen zu einer feinstofflichen Wahrnehmung zu kommen. Die Aktivierung des Chakras kann auf verschiedene Arten erfolgen.Mit speziellen Meditationen kann das Chakra gestärkt werden. Dazu gehören vor allem Visualisierungen von Bergen, Bäumen und Wurzeln. Eine Stärkung kann auch durch Affirmationen erfolgen wie zum Beispiel "Ich bin gut verwurzelt" oder "Ich finde Zugang zu meinen Wurzeln". Gleiches gilt für spezielle Pranayamas und Mantras. Die Ausführung der erforderlichen Meditationen erfordert Zeit und Erfahrung. Durch eine erhöhte Konzentration und einen geübten Körper und Geist kann der Effekt von Meditationen erheblich gesteigert werden, was zu einer besseren Verbindung zum Chakra führt. Das Muladhara Chakra ist die Grundlage des menschlichen Energiezentrums. Im Muladhara Chakra liegt der Ursprung des Kanda, der Wurzelknolle. Das Chakra ist der Ursprung der drei Haupt-Nadis, weshalb die freigesetzte Energie über die feinstoffliche Wirbelsäule herauf wandert. Als Sitz der kosmischen Energie des Menschen ist das Chakra überaus mächtig. Dieses muss extrem stark sein, damit das machtvolle Kundalini darin aufsteigen kann.Bild © zhanna26 / 123rf.com