Yoga BLOG
Atemyoga mit positiven Nebenwirkungen
von/ durch Nick
am 25 Apr 2016
Atemyoga mit positiven NebenwirkungenWir alle atmen zu flach - oder zumindest ist es bei den meisten Menschen unserer Industrienationen der Fall. Irgendwie sind wir immer gestresst, reden von Eile, Hektik und keine Zeit; oder wir haben Angst (beispielsweise vor Prüfungen); Ärger kann ebenfalls dafür verantwortlich sein. Automatisch spannen sich unsere Muskeln, daher reden wir laufend davon, wie verspannt wir sind. Der Blutdruck steigt, der Zuckerwert auch. Wir bekommen sogenannte Spannungskopfschmerzen an den Schläfen oder es pocht vorn an der Stirn. Insgesamt fühlen wir uns viel zu häufig nicht gut.Kein Wunder also, dass Wellness solch einen hohen Stellenwert in unserer Freizeit hat. Im weitesten Sinne gehört auch Yoga dazu, wobei wir hier wenigstens so einsichtig sind, es mindestens einmal pro Woche zu betreiben und nicht bis zum nächsten Urlaub damit zu warten. In erster Linie betreiben wir Asanas, also Körperübungen, wie sie bevorzugt im Hatha Yoga betrieben werden. Dabei soll der Atem fließen. Schon diese Asanas helfen uns, langsamer und gleichmäßiger zu atmen, denn die Asanas werden in Ruhe ausgeführt und der Atem gleicht sich problemlos an die Bewegungen an.Weiterhin gibt es spezielle Atemübungen, die sogenannten Pranayamas. Das zusammengesetzte Wort bedeutet so viel wie Kontrolle (yama) oder Erweiterung (ayama) des Atems (prana). Es gibt einfache und kompliziertere Atemübungen. Wenn du noch nie welche gemacht hast, solltest du besonders vorsichtig üben oder dir einen Lehrer suchen. Es kann dir schon bei den einfachen Übungen schwindelig werden, dann solltest du auf jeden Fall sofort aufhören, eine Pause einlegen und es später am Tag oder am nächsten Tag erneut probieren. Wer Asthma und andere Probleme mit der Lunge hat, sollte seinen Arzt befragen, bevor er oder sie speziell Pranayamas betreibt. So gibt es beispielsweise Atemübungen, die mit einem Verschluss der Atemwege oder mit plötzlichen Wechseln arbeiten (Blasebalgatmung). Diese können wir für Laien im Alleingang auf keinen Fall empfehlen!Alle Atemübungen erfrischen den Geist, bringen den Körper ins Gleichgewicht, beschleunigen den Stoffwechsel und sind daher hervorragende Übungen für die Organe. Wir nutzen meist nur den oberen Brustkorb, daher trainieren wir mit Flanken- und Bauchatmung das ganze Atemwegssystem. Insgesamt wird der Atem auf Dauer, wenn wir fleißig üben, ruhiger und gleichmäßiger werden; wir brauchen nicht mehr so viele Atemzüge pro Minute, was nach Ansicht namhafter Yogis das Leben verlängern soll. Das führt uns zu mehr Gelassenheit, womit wir dem Alltagsstress sinnvoll und wirksam begegnen können.Nimm eine bequeme, aufrechte Sitzhaltung ein. Hier sind einige Übungen, die jeweils mehrmals wiederholt werden:- Klassische Wellenatmung: Zunächst tief in den Brustkorb atmen, kurz halten, ausatmen. Jetzt in die Seiten (Flanken) atmen, kurz halten, ausatmen. Anschließend tief in den Bauch atmen, kurz halten, ausatmen. Nun in alle drei Stationen tief einatmen, kurz halten, ausatmen. Das Ganze von vorn, wobei der Atem gleichmäßig fließen soll, die Übergänge nicht hart setzen, sondern geschmeidig Ein- und Ausatmung sowie die Bereiche wechseln.- Einatmen, beim Ausatmen den S-Laut summen.- Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand beugen. Mit dem rechten Daumen das rechte Nasenloch zuhalten, links ausatmen. Links tief einatmen, das linke Nasenloch mit dem Ringfinger zuhalten, Atem kurz anhalten. Das rechte Nasenloch öffnen, ausatmen. Hier wieder einatmen und so fort.- Zungenspitze hinter den Zähnen an den Gaumen legen und langsam durch den geöffneten Mund ausatmen. Zungenspitze mittig an den Gaumen legen, einatmen. Zungenspitze nach hinten an den Gaumen legen, ausatmen.- Zunge einrollen, ein Stück weit aus dem Mund schieben. Durch die Zungenröhre einatmen, Zunge entrollen und einziehen, Mund schließen, durch die Nase ausatmen.- Einatmen, Atem anhalten und den Brustkorb mit den Fingerspitzen leicht beklopfen. Ausatmen.Bild © stylephotographs / 123rf.com
Mudras - kleine Yogaübungen für zwischendurch
von/ durch Nick
am 20 Apr 2016
Mudras - kleine Yogaübungen für zwischendurchKennst du Mudras, die kleinen Fingerübungen für zwischendurch? MUD bedeutet Freude, RA steht für geben: Eine Mudra ist also etwas, das uns Freude gibt. Das zusammengesetzte Wort hat viele weitere, teilweise sehr unterschiedliche Bedeutungen, beispielsweise Geste, Mysterium und Geld. Auch ist der Begriff sehr viel umfassender.Sprechen wir im Yoga von Mudras, müssen wir die bekannten Fingerübungen zusammen mit den Augen-, Zungen- und weiteren Übungen von den Körperstellungen unterscheiden (Mudras als Teil der Asanas). Weiterhin kennst du vielleicht die typischen Gesten bei Buddhastatuen und indischen Gottheiten: Diese Hand- und Armhaltungen heißen ebenfalls Mudras, sind aber hier nicht unser Thema. Augen- und Zungenmudras haben wir weiter unten beispielhaft mit aufgegriffen.Einfach und wirkungsvollIn diesem Beitrag wollen wir ansonsten vor allem auf ein paar Fingermudras eingehen, von denen es sehr viele gibt. Also setze dich entspannt auf ein Meditationskissen und übe ein bisschen mit uns. Uns geht es darum, dass du die eine oder andere Mudra unterwegs machen kannst. Generell heißt es, dass die Fingerhaltung mindestens einmal täglich für 15 Minuten gehalten werden soll, bei mehreren Trainings pro Tag sollen mindestens fünf Stunden Abstand eingehalten werden.Dieses Halten der Finger darf keine starke Anstrengung sein. Halte die Finger betont, sodass du sie spürst, aber nicht übertrieben fest. So stellen die 15 Minuten keine Schwierigkeit dar. Bei manchen Übungen ist es möglich, die Hände auf den Oberschenkeln abzulegen, um möglichst entspannt zu bleiben.Wenn du unterwegs bist, kannst du oft keine meditative Haltung einnehmen und auch nicht die Beine kreuzen. Dennoch kannst du entspannt sitzen und üben. Unterwegs bedeutet, dass du in der Bahn oder im Wartezimmer sitzt, vielleicht in der Badewanne liegst oder an der Bushaltestelle warten musst. Es reichen schon drei Minuten, wenn du wenig Zeit hast: Ein, zwei kleine Übungen sind besser als gar nichts. Die Übungen haben auf jeden Fall eine entspannende Sofortwirkung. Langfristig sprechen Experten von ausgezeichneten Wirkungen bei circa vier bis sechs Wochen.Die ÜbungenUnsere fünf unterschiedlichen Finger stehen sowohl für die buddhistischen Elemente als auch für Emotionen. So repräsentiert beziehungsweise reguliert der Daumen Feuer und Sorgen, der Zeigefinger Luft und Angst, der Mittelfinger Leere und Wut, der Ringfinger Erde und Trauer und der kleine Finger Wasser und Ehrgeiz.Wenn die Hände unbeweglich und kalt sind, wärme sie auf, indem du die Finger einzeln sanft massierst und dann ausstreichst. Für alle Übungen, vor allem aber für die Augen- und Zungenübungen gilt: vorsichtig und eher kurz üben! Im Zweifelsfall ist es besser, einen Trainer aufzusuchen. Das gilt vor allem für Anfänger.Beginnen wir mit einer Augenmudra:- leicht auf die Nasenspitze schielen (nur kurz üben!); bei dieser Übung sollten auch Kenntnisse der klassischen Yoga-Augenübungen vorhanden sein - erhöht die Konzentration und beeinflusst das Herz-Chakra.Es folgen zwei Zungenmudras:- Zunge sanft an den vorderen Gaumen pressen - beeinflusst das Stirn-Chakra.- Zunge ebenso sanft an den mittleren Gaumen pressen - beeinflusst das Kronen- oder Scheitel-Chakra.Hier einige Fingermudras, die mit beiden Händen geübt werden können oder sogar nur beidhändig möglich sind:- Chin-Mudra oder Gyan Mudra: in der offenen Hand Zeigefinger krümmen und mit der Daumenspitze berühren - fördert die Konzentration.- Dhyani-Mudra: rechten Handrücken locker auf die offene linke Hand legen; beide Daumenspitzen berühren sich - Meditationshaltung für tiefe innere Ruhe. Zünde zusätzlich eine Kerze an, wenn dir das angenehm ist.- Hakini-Mudra: die Fingerspitzen beider Hände zusammenlegen (Daumen an Daumen und so weiter); die Finger spreizen, ruhig durch die Nase atmen - damit vertiefst du deinen Atem und entspannst den ganzen Körper.- Shaakini-Mudra: den rechten Daumen in die linke Handfläche legen, die rechten Finger an den linken Handrücken, dabei die rechte Hand zwischen linken Zeige- und Mittelfinger schieben - gut gegen Verspannungen von Kiefer und Nacken.- Varun Mudra: Hand senkrecht halten; Daumenkuppe auf die Kuppe des kleinen Fingers legen - kann den Geschmackssinn und den Wasserhaushalt des Körpers (gut für die Nieren) verbessern.Bild © byheaven / 123rf.com
Inside Yoga – die neue Yoga Generation
von/ durch Nick
am 18 Apr 2016
Inside Yoga – die neue Yoga Generation
Inside Yoga ist eine eingetragene Yoga-Studio-Marke, die von Young-Ho Kim begründet wurde. Sie zählt zu den neuen und modernen Yoga-Variationen, die sich zwar an den traditionellen Yoga-Praktiken orientieren, jedoch weniger fixiert auf die alten Großmeister sind.Inside Yoga versteht sich als ideologiefrei und dynamisch und an modernen Erkenntnissen in Verbindung mit Techniken aus dem Kampfsport orientiert.
Young-Ho Kim
Young-Ho Kim wurde 1976 in Korea geboren. Er zog als Jugendlicher mit seiner Familie nach Deutschland und wurde selbst besonders durch den Kampfsport Taekwondo geprägt. Bereits im Alter von 21 Jahren erreichte er den 5. Dan-Grad.Young-Ho Kim entwickelte eine moderne Form des Yoga, die aus einer bunten Ansammlung an lebendigen Ashtanga-Übungen, Abwehrstellungen des Taekwondo und Grundelementen des Anasura besteht.
Young-Ho Kim, der als Yogalehrer und Ausbilder selbst aktiv ist, entwickelte Inside Yoga nach seinem eigenen Konzept. Er bietet keine Meditationen und kein Mantra-Singen an. Stattdessen kombiniert er seine Form des Yoga mit modernen Hip-Hop-Rhythmen und elektronischer Musik und erreicht auf diese Weise eine Vielzahl an Menschen, die sich sonst möglicherweise niemals für Yoga interessiert hätten.
Gemeinsam mit seinem Bruder führt Kim heute mehrere Studios und hat sich international einen Ruf als Trainer und Vortragender erarbeitet.
Young-Ho Kim von Inside Yoga im Interview mit YogaMeHome.org
Die Entwicklung von Inside Yoga
Inside Yoga wird nicht nur in Form eines aktiven und dynamischen Yogas in Studios angeboten, sondern auch im Rahmen von Konferenzen gelehrt und in Trainer-Ausbildungen vermittelt.
Das erste Studio gründete Young-Ho Kim in Frankfurt am Main. Bereits nach kürzester Zeit hatte das Studio großen Zulauf und darüber hinaus zahlreiche Interessenten, die sich in der Inside Yoga Form weiterbilden wollten. Dieses Interesse mündete im Jahr 2010 in der Gründung der Inside Academy, an der sich zahlreiche Menschen ausbilden lassen.
Im Jahr 2012 wurde sowohl die erste große Inside Yoga Conference ins Leben gerufen als auch in der Stadt Wiesbaden das zweite Inside Yoga Studio gegründet. 2013 expandierte das Hauptstudio in ein vergrößertes Gebäude mit mehr als 800 Quadratmetern Fläche. Bereits im Folgejahr findet die erste Inside Yoga Conference in Zürich, in der Schweiz statt.
Die Kurse und Übungen
In den Inside Yoga Studios wird auf das Zusammenspiel von Yoga-Übungen und Musik viel Wert gelegt. Der Ablauf einer Übungsstunde ist gut strukturiert und hat in der Regel ein klares Ziel. Die Teilnehmenden sollen in der Lage sein, am Schluss der Stunde eine konkrete Abfolge von Asana-Übungen zu einem bestimmten Lied durchzuführen. Die Musik beziehungsweise Melodie gibt hierbei den Takt sowie den Rhythmus der Übungen vor.Eine Übungseinheit ist dabei meist ähnlich einer Choreografie konzipiert. Sie beginnt mit Übungen zur Mobilisierung und geht in verschiedene Asanas über. Die Asanas werden zunächst ohne Musik ausführlich erklärt. Die Haltungen werden anschließend mehrfach demonstriert und bei den Teilnehmenden freundlich korrigiert. Die Musik wird nach und nach hinzugenommen, bis am Schluss die Yoga-Einheit ein harmonisches Ganzes ergibt.
Die Ausbildungen und Workshops
Young-Ho Kim bietet an verschiedenen Stellen in Deutschland und Österreich Ausbildungen in Inside Yoga an. Die Ausbildungen sind ausführlich und umfangreich und befähigen anschließend zur Tätigkeit als Yogalehrer. Es gibt eine Grundausbildung AYA, die über 200 Stunden geht und eine 300 stündige Weiterbildung. Letztere ist verteilt auf zehn Unterrichtseinheiten, die über jeweils drei Tage stattfinden. Hinzu kommen verschiedene Wahlpflichtmodule sowie Workshops.
Zu den Workshops werden in der Regel renommierte international erfahrene Yogalehrer eingeladen, die in ihrer Funktion als Gastlehrer in verschiedenen Themengebieten unterweisen. Hierzu zählen beispielsweise Workshops in Handstand-Techniken, Anatomie, Akrobatik-Yoga oder Inside Flow.
Außerdem werden mehrtägige Retreats angeboten, Urlaubsreisen gemeinsam mit internationalen Yogalehrern an den schönsten Orten der Welt. Die Reisen beinhalten kulturelle Angebote, Sightseeing, das Kennenlernen von Land und Leuten und natürlich tägliche Inside Yoga Einheiten.Bild © orangeline / 123rf.com
Ausbildung zum Yogalehrer - Traumberuf Yogalehrer?!
von/ durch Nick
am 08 Apr 2016
Ausbildung zum Yogalehrer - Traumberuf Yogalehrer?!Die Yogamatte ist dein liebster Platz? Oder träumst du davon, dass sich dein Berufsleben darum dreht? Dann ist die Ausbildung zum Yogalehrer genau das Richtige für dich.Yoga kannst du haupt- und nebenberuflich unterrichten. Voraussetzung sollte allerdings eine qualifizierte Ausbildung sein, denn Yoga ist mehr, als anderen Übungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade beizubringen.Ein Beruf mit ZukunftEs ist ein anspruchsvoller und schöner Beruf. Du hast viel mit Menschen zu tun, arbeitest in einer ruhigen Atmosphäre voller Konzentration und Kontemplation. Du bist dein eigener Herr, beispielsweise mit eigenem Studio - das bringt natürlich weitere Verpflichtungen und viel Verantwortung mit sich. Deine eigenen Vorteile sind dein fitter Körper, die Sichtweise auf neue Fragestellungen (weil jeder Schüler neue Aspekte einbringt) und viel Vergnügen in einem aktiven Leben. Zudem sind die Zukunftsaussichten nicht schlecht, denn Yoga bedient Moden oder Hypes: das allgemeine sportliche Interesse, die Beschäftigung mit östlichen Weisheiten und der Wunsch, sich selbst zu finden, zur Ruhe zu kommen und mehr Entspannung in das hektische Leben zu bringen.Traditionelles und Modernes müssen in deinen Lehrstunden so verbunden werden, dass deine Schüler gern zuhören und üben. Die Grundidee des Yoga gehört ebenso dazu wie die Anregung zu eigenen Reflexionen, doch darf dies nicht penetrant geschehen. Du musst gut zuhören, individuelle Beweglichkeiten abschätzen, Ängstliche ermutigen und Übereifrige bremsen können. Yoga ist also auch ein Beruf für Menschenkenner. Vieles davon lässt sich in einer fundierten Ausbildung sehr gut lernen.Yoga bedeutet auch für Lehrer lebenslanges LernenEs gibt etliche Möglichkeiten, dich unterrichten zu lassen. Natürlich kannst du auf deine jahrelange Praxis verweisen, aber als Yogalehrer mit Qualifikation hast du immer einen besseren Status und einen Nachweis, dem deine Schüler vertrauen - sofern du dir eine hochwertige Lehrausbildung und weiterhin Fortbildungen gönnst. Die Berufsbezeichnung selbst ist nicht geschützt, aber mit entsprechenden Zertifikaten und einer guten inneren Haltung wirst du sicher erfolgreich sein.Preiswert ...In manchen Büchern wird das Unterrichten von Yoga kurzweilig beigebracht und auch als einfach hingestellt, doch solltest du vorsichtig damit sein. Yoga bedeutet jahrelange Arbeit an sich selbst; willst du es anderen beibringen, musst du aus deiner Praxis, neu Gelerntem und aus dem, was deine Schüler über sich erzählen, eine harmonische Kombination zusammenstellen. Sequenzen, also Übungsabläufe, müssen gut auf die Zielgruppe abgestimmt sein. Sehr erfahrene Yogis unterrichten manchmal aus dem Instinkt heraus, aber dafür sind Jahre und Jahrzehnte der intensiven Yogabeschäftigung nötig.... oder sehr teuerEine recht teure Möglichkeit ist der Besuch bei Lehrern in Fernost. Yoga direkt im Ursprungsland oder vor traumhafter Kulisse zu erlernen, hat sicher eine exotische Note, doch musst du Kosten und Nutzen abwägen. Solch eine Reise könntest du als Urlaubsersatz einplanen und zusätzlich zu einer anderen Ausbildung nutzen. Dann verbindest du das Angenehme und Neue mit dem Nützlichen.Auf der sicheren Seite ...Ebenso gut kannst du dich zum Beispiel an den BDY, den Bund Deutscher Yogalehrer, wenden. In einem seriösen Verband bist du auch für die Zukunft gut eingebunden, bekommst die neuesten Informationen und Fortbildungsangebote. Wenn etwas nicht optimal läuft oder du in einer Krise steckst, kannst du dich beraten lassen. Publikationen und ein spezieller Mitgliederservice runden das Bild ab. Es wird neben dem Training viel Wert auf medizinische und pädagogische Aspekte sowie die Hintergründe der Yogalehre gelegt.... oder auf eigene FaustWeiterhin bieten viele unterschiedliche Institutionen Ausbildungen an. Wir raten dazu, die einzelnen Webseiten unbedingt sorgfältig auf Angebot, Seriosität, Kosten, Zertifikate und den Gesamteindruck zu prüfen.Ansonsten ist das Internet eine hilfreiche Instanz, wenn es um allgemeine Fragen geht, beispielsweise um Fehler, die du als Yogalehrer und damit als Selbstständiger machen kannst.Am besten startest du deinen Traumjob Yogalehrer mit reichlich Lesestoff, vielen Fragen und manchem Telefonanruf.Bild © creatista / 123rf.com
Spirit Yoga - Yoga-Tradition trifft Zeitgeist und modernes Lebensgefühl
von/ durch Nick
am 06 Apr 2016
Spirit Yoga - Yoga-Tradition trifft Zeitgeist und modernes LebensgefühlDer englische Begriff Spirit wird am häufigsten synonym für Geist oder Sinn verwendet. Spirit kann aber auch Stimmung, Elan und Schwung bedeuten. Doch keine dieser Übersetzungen allein ist geeignet, das Wesen von Spirit Yoga treffend zu beschreiben. Seit jeher verbinden sich im Yoga Körper und Geist zu einer starken Einheit, bei Spirit Yoga kommt aber noch eine besonders kraftvolle Dynamik hinzu. Insofern ist Spirit Yoga also ein im Kern traditioneller, aber noch sehr junger Yogastil, bei dem Spirit für Lebensenergie steht. 2004 von Patricia Thielemann in Berlin gegründet, zählt Spirit Yoga heute mit mehreren Standorten und Studios zu den bekanntesten europäischen Yogabewegungen nach amerikanischem Vorbild.Patricia Thielemanns Weg zur Yogalehrerin und -ausbilderinMit Spirit Yoga schuf Patricia Thielemann eine Abwandlung des Power Vinyasa Flow Yoga, das sie während ihres Aufenthalts in Los Angeles kennen und lieben gelernt hatte. Statt sich wie geplant in den USA auf eine Karriere als Schauspielerin zu konzentrieren, ließ sie sich dort zur Yogalehrerin ausbilden. Einige Jahre später kehrte die athletische junge Frau nach Deutschland zurück und startete durch: Sie gründete in Berlin ein Yogastudio und kreierte mit dem Namen Spirit Yoga zugleich ein eigenes Label. Insbesondere in den Bereichen Pränatal- und Postnatal-Yoga erwarb sie sich einen Ruf als Expertin. Sie schrieb mehrere Bücher über Yoga in der Schwangerschaft und nach der Geburt, zudem veröffentlichte sie etliche CDs und DVDs über Spirit Yoga. Pro Woche werden allein in Berlin mehr als 100 Yogaklassen unterrichtet – die meisten davon offen. Die Levels reichen von Anfängerkursen für Neulinge ohne Vorkenntnisse bis zu Klassen für weit Fortgeschrittene und Profis. Zudem gibt es Klassen mit unterschiedlichem Fokus, beispielsweise Rückenkräftigung, Power oder Schwangerschaft.Spirit Yoga lernen und lehrenSpirit Yoga ist zum einen ein Yogastil, der mittlerweile in drei Berliner Studios und in einem lizenzierten Studio in Aachen praktiziert wird. Zugleich sind die Studios aber auch Yogaschulen. Dort werden Yogalehrer und -lehrerinnen ausgebildet, um den „Spirit“ als Yogi oder Yogini weiterzugeben. Spirit Yoga hat nicht den Anspruch, Yoga völlig neu erfinden zu wollen, sondern eine Brücke zwischen östlich und westlich geprägten Stilen zu sein. Die Körperübungen sind dynamisch fließend, sehr präzise und atembetont. Inspiriert vom Power Vinyasa Flow ähneln viele Elemente diesem Stil, sind aber klarer strukturiert. Charakteristisch ist ein gewisser Luxus, wie beispielsweise der studioeigene Spa-Bereich mit Sauna und Massage. Zur Grundidee von Spirit Yoga gehören die Retreats, die an exotischen Orten und in hochklassigen (und entsprechend hochpreisigen) Hotels stattfinden. Zudem werden regelmäßig Aus- und Weiterbildungen sowie Workshops und Seminare angeboten.Die Philosophie von Spirit Yoga: Ins eigene Licht treten„Tritt in dein Licht!“, das ist Patricia Thielemanns ureigener Yoga-Ansatz und zugleich Leitmotiv von Spirit Yoga. Dabei distanziert sie sich von Heilsversprechen und Esoterik und betont stattdessen die Wichtigkeit individueller Erfahrungsräume und Ressourcen, die jeder Mensch mit Yoga für sich schaffen kann. Ihrer Überzeugung nach sollte modernes Yoga lebensnah, herausfordernd und freigeistig sein. Meditative Elemente helfen Dir, den alltäglichen Herausforderungen und Belastungen gelassener und mit frischer Energie zu begegnen. So soll Yoga eine inspirierende Kraftquelle für Menschen jeden Alters sein. Eine Herzenssache also – ohne Zwang, ohne Leistungsdruck und ohne intensive Vergeistigung. Als Motivation reicht es aus, Dir selbst etwas nachhaltig Gutes tun zu wollen, das Körper und Geist gleichermaßen anspricht. Da bei Patricia Thielemann in den vergangenen Jahren über 350 Lehrer und Lehrerinnen ausgebildet wurden (Stand 2015), musst Du nicht unbedingt in Berlin oder Aachen wohnen, um einen Kurs zu finden, in dem dieser Yogastil praktiziert und gelehrt wird.Bild © styleuneed / 123rf.com
von/ durch Nick
am 04 Apr 2016
Keine Lust auf Yoga?Kurze Momente oder auch längere Phasen der Trainingsunlust kennt wohl jeder Yogafan. Es ist wie bei jeder Sportart oder auch bei den meisten Hobbys: Wir haben einfach nicht immer Lust darauf. Die Gründe dafür können sehr unterschiedlich sein. Heute ist es der Regen, weswegen wir nicht aus dem Haus wollen; morgen ist es der stressige Arbeitstag, dem wir keinen weiteren Termin hinzufügen möchten. Schon die Vorstellung, uns umzuziehen, schreckt uns ab. Theoretisch wissen wir, dass uns ein paar Yogaübungen gut bekommen würden, doch wir können uns einfach nicht aufraffen.Der GruppendruckWer in einer Gruppe beziehungsweise einem Kurs ist, hat es etwas leichter aufgrund des sogenannten Gruppendrucks: Du weißt, dass deine Bekannten auch dort sind, dass Freunde kommen und dass es doch immer eine nette Atmosphäre ist, wenn alle zusammen üben. Du weißt auch, dass es dir leichter fällt, wenn du erst einmal dort bist, dich umziehst, mit den anderen plauderst und dich dann nach den Vorgaben des Trainers richtest. Alle üben im selben Takt, das macht die Sache viel einfacher. Deshalb packst du deine Siebensachen deutlich leichter - und wenn du erst mal im Auto sitzt und losfährst, sieht die Welt zumindest in Sachen Yoga schon viel freundlicher aus.Das Üben zu HauseSchwieriger wird es, wenn wir allein zu Hause üben. Es braucht zugegebenermaßen etwas Disziplin, um „dranzubleiben“. Es ist aber wichtig, dass du dich dabei auch entspannst und dein Programm nicht als schwierige Arbeit betrachtest. Dass dann die Lustlosigkeit vorprogrammiert ist, dürfte klar sein. Vielleicht hast du dir zu viel vorgenommen?Falscher Ehrgeiz ist wie der berühmte Schuss, der nach hinten losgeht: Du übernimmst dich und fühlst dich mit jedem Tag schlechter; gleichzeitig kannst du nicht wirklich loslassen und meinst, das Mammutprogramm unbedingt durchziehen zu müssen. So quälst du dich entweder durch die vielen Übungen oder du quälst dich, weil du absolut keine Lust hast und gar nichts mehr tust. Beides ist deiner Gesundheit und Ausgeglichenheit natürlich nicht zuträglich; die wunderbare Kraft, die Yoga vermitteln kann, verpufft.Erinnere dichWir plädieren dafür, unbedingt ein Entzerren solcher Stresssituationen herbeizuführen - und du stehst unter Stress, wenn du dich in diesem Zwiespalt befindest. Ein bewährtes Hilfsmittel ist die Erinnerung daran, wie gut du dich jedes Mal nach den Übungen fühlst. Du kennst das wohlige Gefühl, wenn du deinen Körper gut durchgearbeitet hast und dich in der Phase der Entspannung befindest. Dein Geist wird ganz ruhig, deine Gliedmaßen fühlen sich gleichzeitig gestärkt und locker an. Du kannst deinen restlichen Tag viel besser genießen. Außerdem hält die Wirkung länger an und du profitierst auch an den nächsten Tagen davon.Arbeite mit TricksZugegeben, dieser kleine Gedankentrick funktioniert nicht immer. Manchmal ist die Unlust einfach stärker als jeder Versuch, dich aus der Lethargie zu holen. Dann gibt es andere Methoden, dich zu überlisten.Versuche es zunächst mit der Tote-Mann-Stellung. Du legst dich auf dem Boden auf den Rücken; du kannst es dir auch auf der Couch oder dem Bett gemütlich machen und musst dich nicht einmal umziehen. Lege eine Decke über dich, lasse die Zehen leicht nach außen fallen, lege die Arme locker neben dem Körper ab und schließe die Augen. Versuche, an gar nichts zu denken, lass jeden Gedanken los: Setze ihn auf eine Wolke und lasse ihn einfach fortziehen.Damit hast du bereits die erste Yogaübung ausprobiert, auch wenn diese normalerweise den Abschluss jedes Programms bildet. Vielleicht weckst du damit die Lust für weitere Übungen? Du kannst aus dieser Stellung heraus die Knie zur Brust ziehen, die Hände um die Beine legen und dich sanft nach rechts und links schaukeln; auch dies ist eine Entspannungsübung, die kaum Anstrengung kostet, aber unseren belasteten „Sitz-Rücken“ hervorragend bekommt. Wenn du jetzt aufhörst, hast du bereits zwei leichte Übungen aus dem Yoga trainiert; wenn du weitermachen möchtest, wähle nur Übungen aus, die dir Spaß machen, und versuche nicht, ein Mammutprogramm abzutrainieren. Dann wirst du dich wohlfühlen.Bild © venimo / 123rf.com
von/ durch Nick
am 25 Mär 2016
Yoga als TherapieOb psychisch oder physisch: Schwere Krankheiten ziehen uns erst einmal den Boden unter den Füßen weg. Wer nicht von Geburt an behindert ist und diesen Zustand kennt, sondern aus dem prallen Arbeits- und Privatleben herausgerissen wird, muss sich vollkommen neu orientieren. Manche Unternehmungen und Bewegungen sind vielleicht nicht mehr machbar, andere müssen neu angefangen und erlernt werden. Ein Unfall bringt sichtbare Verletzungen, ein schwer zu verkraftender Schicksalsschlag sorgt für inneren Schmerz - beides steht gleichberechtigt nebeneinander, denn Leid ist immer auch eine individuelle Angelegenheit: Womit der eine nach einiger Zeit recht gut klarkommt, kann den anderen für den Rest seines Lebens aus der Bahn werfen.Konzentration gegen das GedankenkarussellYoga kann in vielen Fällen helfen. Die Übungen (Asanas, Atemtraining, Meditation) werden konzentriert auf einer einfachen Matte beziehungsweise einem schicken Meditationskissen ausgeführt, der angehende Yogi ist ganz bei sich und vergisst für eine Weile die Welt um sich herum. Diese Konzentration hält vom Grübeln ab: ein wichtiger Punkt nicht nur bei psychischen Problemen. Jeder Gesunde erfährt diese heilsame Kraft, wenn sich die Gedanken sammeln und nicht wie wilde Pferde umherspringen - vor allem bringt dieses Herumspringen nichts, es führt nur sehr selten zu brauchbaren Lebenslösungen, verursacht aber einen unglaublichen Stress; und dieser wiederum ist für den Körper ein zusätzliches Übel.Gerade diese Erdung, das innere Loslassen und die Ruhe, die in den kraftvollen Übungen liegen (körperliche wie geistige Kraft), bringen den Körper in Einklang mit sich selbst. Geist und Seele entspannen, die Alltagsprobleme verlieren für eine gewisse Zeit ihre Bedeutung - im besten Fall für längere Zeit. Lassen wir uns darauf ein, können wir dauerhaften Frieden finden, selbst wenn unsere Lebensumstände nicht (mehr) so sind, wie wir sie gern hätten. Ein Singledasein kann manchen Menschen ebenso unglücklich machen wie ein Leben im Rollstuhl: Wir sollten daher keine Situation mit der anderen vergleichen oder sie werten, denn Unglück kann für jeden etwas anderes bedeuten.So findet auch jeder seinen eigenen Zugang zu Yoga: Der eine besucht einen Kurs, der andere lernt es von einem Freund, der Dritte kennt sich schon etwas aus und schaut sich seine Bücher oder DVDs noch einmal genauer an. Mancher trainiert am Morgen, wenn der Rest der Welt noch schläft, der andere versucht es lieber in der Stunde zwischen Feierabend und Abendnachrichten. Vielleicht teilst du dein Yogaprogramm auch auf und startest morgens lieber mit einer Kerze; dafür gönnst du dir abends bequeme Kleidung und eine Matte in deiner Lieblingsfarbe.Therapeutisch-professionelles YogaÜbrigens gibt es Ärzte, die auch in Yogatherapie ausgebildet sind. Solche Fachleute verbinden das westliche Wissen mit den östlichen Heilkräften. Sie arbeiten ganzheitlich, ein Trend, der sich glücklicherweise auch bei uns immer mehr durchsetzt. Häufig finden sich hier auch Ayurveda-Angebote und Ähnliches. Es geht nicht nur darum, rasch ein Medikament für eine bestimmte Erkrankung zu verordnen; das hat sich ja schon häufig als kurzfristige, aber nicht langfristige Lösung erwiesen. Sicher ist: Der Körper wird nicht gesunden, wenn der Geist dagegen arbeitet; und der Geist wird nicht auf Dauer ruhig, wenn die Seele erkrankt ist.Yoga wird weiterhin von Yogatherapeuten eingesetzt, ähnlich den Physiotherapien. Die Trainer sind häufig Yogalehrer, die eine Zusatzausbildung absolviert haben. Es geht darum, Übungen zu finden, die für den Patienten individuell passen. Dabei werden ebenfalls Körper, Geist und Seele einbezogen.Nicht zuletzt gibt es auch die Kurskombination Yoga und Psychotherapie für engagierte Therapeuten.Yoga kann also als Vorbeugung gegen das Ausbrechen von Krankheiten, als Begleiter des Heilprozesses und als Dauerunterstützung für psychische wie physische Leiden eingesetzt werden. Der Versuch lohnt sich bestimmt, denn neben einer besseren Konstitution sind die Trainingszeiten auch friedliche Momente für dich selbst. Und wer braucht so etwas nicht?Bild © yommy8008 / 123rf.com
Balance-Yoga - Dein Weg zum inneren Gleichgewicht
von/ durch Nick
am 22 Mär 2016
Balance-Yoga„Ich möchte mein inneres Gleichgewicht finden.“ „Ich habe das Gefühl, bei mir ist nichts mehr im Lot.“ Viele Redewendungen und Gefühlsäußerungen drehen sich um das Thema Balance. Yoga hilft Dir dabei, Deine Balance zu trainieren, das Gefühl eines inneren Gleichgewichts zu spüren und Deine Stabilität wiederzuentdecken.Bist Du im Gleichgewicht?Der Baum ist eine der bekanntesten Asanas und zeigt immer wieder anschaulich, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, eine Balance-Übung sicher zu halten. Balance Yoga bietet einen Mix aus Körperübungen, Atemtechniken und Entspannungsmethoden, die Dich bei Deiner Suche nach dem Weg zum Gleichgewicht unterstützen.Es gibt verschiedene Ebenen, auf denen Du Dich im Gleichgewicht oder Ungleichgewicht befinden kannst. Einfach zu erkennen ist Deine äußere Balance. Wer Balance-Asanas mühelos halten kann, besitzt einen gut ausbalancierten Körper und kann mit Kraft und Achtsamkeit sein Gleichgewicht erspüren. Auch im Inneren Deines Körpers ist Balance ein wichtiges Thema. Auf der mentalen Ebene ist Balance eng mit den Tugenden Gelassenheit und Ruhe verwandt. Wer aufbrausend ist, leicht aus der Fassung gerät oder sich selbst mit plötzlichen Gefühlsausbrüchen konfrontiert sieht, sollte seine mentale Balance stärken.Grundsätzlich ist eine Balance immer dann erreicht, wenn entgegengesetzt wirkende Kräfte exakt gleich stark sind. Bei allem Streben nach Balance ist es wichtig, dass Du sie mit Selbstbewusstsein und Klarheit verbindest. Andernfalls droht die Gefahr der Überangepasstheit, welche als negative Überspitzung der Balance gilt.Wenn Du Deine Balance stärken möchtest, findest Du im Yoga viele positive Anregungen. Neben den im Balance Yoga explizit vorgeschlagenen Übungen helfen Dir auch entsprechende Mantras oder Ernährungstipps dabei, Deine Balance wiederherzustellen. Die ayurvedische Küche zielt stets auf eine ausgleichende Wirkung ab und hilft Dir, die für Dein Dosha ideale Nahrung zu entdecken.Balance Yoga – was Du zur Stärkung Deiner Balance tun kannstKrafteinsatz und Entspannung, dynamische Übungsreihen und Phasen des Innehaltens – im Balance Yoga geht es darum, die scheinbar gegensätzlichen Elemente so zu üben, dass sie im Zusammenspiel ausgleichend wirken.Unter den 84 Hauptasanas findest Du einige einfachere und schwierigere Balanceübungen. Ein Beispiel für eine leichter durchzuführende Übung ist der Adler (Garudasana). Bei dieser Gleichgewichtsübung windest Du den linken Fuß um Deine rechte Wade und den linken Arm um den rechten. Die Zentrierung, die Du bei dieser Asana erfährst, lässt in Dir das Gefühl der Selbstbestimmtheit wachsen.Ardha Chandrasana – der Halbmond – erfordert etwas mehr Flexibilität und Übung. Diese Asana steht in dem Ruf, das Stressgefühl sofort zu reduzieren und die innere Balance deutlich zu stärken.Der Tänzer (Natarajasana) ist eine ungeheuer starke Balanceübung. Sie ist dem tanzenden Shiva nachempfunden, der das Universum stetig zerstört und neu erschafft. Die Balanceposition auf einem Bein gelingt meist erst nach längerem Üben. Doch die Ausdauer lohnt sich: In Natarajasana steckt die Erkenntnis, dass die Gegenspieler Zerstörung und Erschaffen eine Balance entstehen lassen, aus der eine tiefe innere Zufriedenheit wachsen kann.Der Krieger III, der Kopfstand und der Handstand sind ebenfalls prominente Balanceübungen, die Dir im Yoga immer wieder begegnen. Vasistasana, die seitliche Stützhaltung oder seitliche Planke, erfordert als Balanceübung gleichermaßen Flexibilität und Kraft.Auch wenn die Suche nach Deiner Balance nur eines von vielen Zielen Deines Yoga-Trainings ist, kannst Du mit der entsprechenden Achtsamkeit immer wieder ganz leicht herausfinden, wie es um Dein Gleichgewicht steht. In verschiedenen Phasen des Lebens und des Alltags gewinnen bestimmte Einflüsse die Oberhand und lassen Dich entweder wütend oder depressiv, zu laut oder kaum hörbar erscheinen. Auf der körperlichen Ebene sorgt ein solches Ungleichgewicht für Schmerzen. Es ist nicht immer leicht, sich nicht den dominierenden Einflüssen hinzugeben und für Balance zu sorgen. Die stetige Arbeit an Deiner Balance hilft Dir aber dabei, genau die Stabilität zu gewinnen, die Dich wirklich glücklich werden lässt.Bild © szefei / 123rf.com

von/ durch Nick
am 16 Mär 2016
Yoga und Konsum
In unserer westlichen Welt ist Yoga ohne Konsum kaum denkbar. Es geht nicht um Ausschweifungen, sondern um Grundlegendes:
Eine Yoga- oder Gymnastikmatte ist die Minimalgrundlage, die sich in jedem Haushalt findet, wenn dort Yoga praktiziert wird.
Wer einen Kurs besucht, entrichtet dafür eine Gebühr und braucht für manche Zusatzartikel eine eigene Yogatasche.
Mancher möchte hier vielleicht ein spezielles Yogahandtuch oder seine Lieblingsseife hineinpacken.
Meditierende lieben den Schein eines Teelichts, entspannen sich mit einer Zimbel oder lassen Malaperlen durch die Finger gleiten.
All diese Dinge fallen natürlich unter Konsum, da sie eingekauft und bezahlt werden - wenn du sie als Geschenke bekommst, haben sie andere bezahlt.
Konsum früher und heute
Konsum an sich ist nichts Schlechtes. Wir alle kaufen Lebensmittel, Kleidung und Fahrkarten oder Benzin ein. Mancher fährt ein Auto, auch gehen wir auf Reisen oder ins Kino. Unsere Freizeitgestaltung ist glücklicherweise vielseitig und bietet für jeden das Richtige. Dennoch hat Konsum für manchen einen schlechten Beigeschmack, dabei ist die Idee, vom Selbstversorger zum Konsumenten zu werden, schon uralt: In dem Moment, als die ersten Menschen begannen, Dinge zu tauschen, um Neues zu erwerben, war der Konsum nach heutigem Verständnis geboren. Wir möchten bestimmte Dinge haben und sind bereit, dafür anderes - ob Ware oder Geld - herzugeben.
Interessanterweise ist heute bei der Bevölkerung die Vorstellung von haben/einkaufen stark im Begriff Konsum beziehungsweise konsumieren involviert; das lateinische Verb consumere heißt aber nur verbrauchen im Sinne von einem erschöpfenden oder verzehrenden Gebrauch: So verbraucht auch der Bauer seine Nahrungsmittel, indem er sie kocht und aufisst, produziert diese aber durch eigenen Anbau ohne weitere Einkäufe (wir lassen Dünger und Ähnliches hier weg, um die Grundaussage klarer zu machen).
Yoga und Konsum
In diesem Sinne hat der grundlegende Konsum im Yoga dann weniger damit zu tun: Wir verbrauchen Sachen nach Möglichkeit nur langsam und ersetzen sie nur nach Notwendigkeit und Verschleiß; dafür gebrauchen wir sie ausführlich, sodass sich die Anschaffung auch lohnt. Die Vorstellung von Schnäppchenjagden und spontanen teuren Einkäufen mag irgendwie nicht so recht zum Yoga passen, schon gar nicht zu der östlichen Tradition. Hier wird mehr Wert auf Klarheit des Geistes und körperliche Ausgewogenheit als auf Mode oder andere kurzfristige Werte gesetzt.
Yoga ist eine langfristig angelegte Lebensweise. Es geht nicht darum, andere auszustechen, weil du das schönere Meditationskissen oder die trendigere Kleidung besitzt. Eine Bastmatte oder Decke genügt als einfache Unterlage, einige Utensilien gehören bei intensiven Yogaübungen dazu; aber Konsum, nur um irgendetwas Neues zu kaufen oder weil ein Gegenstand gerade so nett aussieht, ist selten der Sinn deines Yogaeinkaufs. Einkäufe als Geschenke für Yogafans oder in Form praktischer Geschenkgutscheine sind natürlich etwas anderes.
Sinnvoll konsumieren
Ein sinnvoller Konsum ist also jederzeit möglich, auch nötig und durchaus zu begrüßen - das gilt eigentlich für jeden Einkauf. Sich dagegen zwei Matten, mehrere Taschen und lauter Extras zu kaufen, die du niemals benutzen wirst, ist zwar toll für den Konsumindex, aber ob es für dich gut ist, musst du selbst entscheiden.
Yoga läuft eher auf eine Reduzierung des Äußeren hinaus, um mehr Inneres zu erhalten: mehr du selbst sein, mehr Konzentration und Fitness, mehr Gelassenheit und Weisheit, ein besserer Atem und eine neue Lebenseinstellung. Ähnlich wirkt sich die vegetarische oder wahlweise eine einfachere Kost aus: Durch das gezielte Weniger bleibt mehr Zeit für anderes, erhältst du mehr Klarheit des Geistes und die Möglichkeit, dich wichtigeren, sinnvolleren Dingen als dem Essen zuzuwenden; getreu nach dem Motto: Der Mensch lebt nicht, um zu essen, sondern isst, um zu leben.
In diesem Sinne wünschen wir dir die richtige Wahl bei deinen Einkäufen bei yogabox - und anschließend eine wunderbare Zeit mit neuen Yogaerfahrungen!
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Sun Yoga – eine spezielle Yoga Tradition
von/ durch Nick
am 10 Mär 2016
Sun Yoga – eine spezielle Yoga TraditionSun Yoga ist auch bekannt unter der Bezeichnung Hot Yoga. Es kombiniert erprobte klassische Yoga-Übungen mit hohen Temperaturen im Übungsraum. Die Grundidee dahinter ist eine Anpassung an die Bedingungen, die auch in Indien, dem Heimatland des Yoga vorgefunden werden. In Indien sind die Temperaturen erheblich heißer, als im westlichen Kulturkreis. Die größere Hitze wird im Übungsraum künstlich hergestellt, um ähnliche biochemische Reaktionen im Körper hervorzurufen, wie das in Indien der Fall ist.Effekte des Sun YogaDie hohen Temperaturen im Übungsraum sollen das Herz-Kreislauf-System nachhaltig anregen und langfristig die Kondition stärken. Durch die Hitze wird ein verstärktes Trinken von Wasser erforderlich, was wiederum gedacht ist, die Entgiftungs- und Entschlackungsprozesse im Körper voranzutreiben.Auch die Verletzungsgefahr, die gerade bei Yoga Anfängern durch übermäßiges Üben möglich ist, wird durch Sun Yoga verringert. Die hohen Temperaturen verhindern, dass der Körper in den Entspannungsphasen der Übungen abkühlt.Wirkweise des Sun YogaDas Sun Yoga wird in zugehörigen Yoga-Schulen praktiziert und in Form von Kursen angeboten. Eine Übungsrunde ist so konzipiert, dass der gesamte Körper angesprochen wird. Alle Zellen und das komplette Organsystem profitieren von den Übungen. Stress wird entsprechend abgebaut. Die Kondition verbessert sich bei regelmäßiger Durchführung nachhaltig und sorgt auf diese Weise für eine koordinierte und ausbalancierte Körperhaltung. Die Beweglichkeit wird grundsätzlich gesteigert, und Kraft wird aufgebaut.Bei einer regelmäßigen Durchführung der Übungen an mindestens drei Tagen der Woche für etwa 90 Minuten kann häufig eine nennenswerte Reduktion zahlreicher Symptome, auch mit einem bislang chronischen Verlauf, erreicht werden. Es handelt sich hierbei vor allem um Symptome, die mit arthritischen Erkrankungen, Atembeschwerden und Rückenschmerzen einhergehen.Neben den körperlichen Effekten möchte Sun Yoga eine Verbindung zwischen Körper und Geist herstellen, den jeweils persönlichen Energielevel erhöhen und den Teilnehmenden eine spirituelle Bewusstseinsebene nahebringen.Eignung des Sun YogaDie Durchführung von Übungen unter höheren Temperaturen wird in der Regel von den meisten Menschen gut vertragen. Selbst Menschen mit Blutdruckerkrankungen oder Kreislaufproblemen kommen mit der Hitze üblicherweise gut zurecht. Bei Vorliegen von aktuellen oder chronischen Beschwerden im Herz-Kreislauf-Bereich sollte zur Sicherheit in jedem Fall vorab ein Arzt gefragt werden, ob Einwände gegen die hohen Temperaturen beim Sun Yoga bestehen.Sun Yoga EinbindungSun Yoga wird von den jeweiligen Schulen beziehungsweise Yoga Studios angeboten und in die jahrhundertealten Traditionen des Yoga eingebunden. Zu den häufigsten Richtungen zählen hierbei Hatha Yoga und Vinyasa Yoga.Beim Hatha Yoga geht es vor allem um die Herstellung des Gleichgewichtes zwischen Körper und Seele durch drei Bausteine. Dies sind zunächst Atemübungen (Pranayama), weiterhin Körperübungen (Asanas) und darüber hinaus meditative Übungen.Beim Vinyasa Yoga liegt der Fokus auf Körperübungen und Atemübungen. Im westlichen Kulturkreis wird hingegen nur ausgesprochen selten Meditation in die Übungen mit aufgenommen.Sun Yoga ÜbungsabläufeIn den meisten Fällen werden mehrere Optionen für die Übungen angeboten. Sie variieren in der Zusammensetzung und haben einen jeweils etwas anderen Fokus oder orientieren sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Teilnehmenden.Die Temperatur im Übungsraum liegt bei den meisten Kursen bei 40 Grad. Die Dauer einer Übungseinheit kann zwischen 60 und 90 Minuten variiert werden. Manche Einheiten wechseln gleichmäßig zwischen statischen Asana-Übungen und Phasen der Entspannung ab. Andere haben einen festen Ablauf aus meist 26 Asanas in Verbindung mit zwei Atemübungen. In der Regel wird auch ein besonders anspruchsvoller Ablauf angeboten, der sich an geübte Teilnehmer wendet und mit einem aktiven Ganzkörpertraining vergleichbar ist.Manchen Übenden sind 40 Grad Raumtemperatur zu viel oder zumindest für den Einstieg zu hoch. Aus diesem Grund wird meist auch eine Sun Yoga Einheit mit einer etwas reduzierten Temperatur von 35 Grad angeboten.Bild © gloffs / 123rf.com
von/ durch Nick
am 09 Mär 2016
Neu durchstarten mit YogaImmer wieder gibt es im Leben Situationen, die wir als Scheidewege ansehen: Umzüge, Jobwechsel oder größere Unfälle gehören dazu. Die Kinder ziehen aus, die Eltern sterben oder wir genesen von einer schweren Krankheit. Meist sehen wir die schlimmeren Momente, aus denen wir neu herauswachsen, als gravierender an als die schönen. Daher wird eine Hochzeit zwar als wunderbar, aber doch weniger einschneidend als die Scheidung angesehen. Evolutionstechnisch sind wir eher darauf programmiert, Schwierigkeiten zu vermeiden und zu lösen, als uns über das Schöne ausgiebig zu freuen. Das ist logisch, wenn wir uns die Lebenssituationen unserer frühesten Vorfahren ansehen, bei denen es darum ging, zu überleben, indem kritische Situationen rasch eingeschätzt werden konnten.Das scheint nun alles weit hergeholt, doch genau aus diesem Grund empfinden wir Umbrüche und Veränderungen, Stress und Aufregungen viel stärker und halten sie nachhaltiger in Erinnerung als die schönen Lebensmomente. Worauf wir damit hinauswollen? Auf die Tatsache, dass wir bei Neustarts, welcher Art auch immer, ein gutes inneres wie äußeres Rahmenprogramm gebrauchen können, um diese tief veranlagte Scheu, Traurigkeit oder den Missmut zu überwinden. Und schon sind wir bei der Idee, es mit Yoga zu versuchen!In der neuen Wohnung wird eine besonders elegante Yogamatte ausgerollt, in der unbekannten Stadt der nächstmögliche Kurs besucht - in diesem Fall knüpfen wir außerdem ganz nebenbei und auf angenehme Weise neue Kontakte. Diese sind immer wichtig, doch wir brauchen gute Freunde, nette Nachbarn und Bekannte und jeden nur möglichen sozialen Kontakt gerade dann besonders dringend, wenn es uns nicht gut geht. Welches Übel wir auch immer gerade hinter uns lassen, Yoga kann dabei eine wertvolle Hilfe sein.Entspanne dich einfach: Für diese sehr einfache Übung schließt du die Augen und legst ein seidiges Kissen auf deine Augen. In der Leichen- oder Toter-Mann-Stellung - meist die Endstellung nach deinem Training - kannst du das Augenkissen ebenfalls benutzen. Auch ein meditatives Umfeld kann der Start in einen Neubeginn sein: Hierfür bieten wir Räucherstäbchen oder Klangschalen an.Dazu wählst du dir ein Meditationskissen in deiner Lieblingsfarbe aus, nimmst in bequemer Kleidung und Haltung Platz und schließt die Augen. Kennst du ein Mantra, das du summen möchtest? Ansonsten probiere es mit dem berühmten Om, dem vollkommenen Klang, der seit Jahrtausenden von Yogis angewendet wird. Er besteht klanglich in der Abfolge von A, U und M, anschließend legst du eine Ruhepause ein und spürst der Reaktion deines Körpers nach.Wenn du möchtest, kannst du dazu ein Mala durch die Finger gleiten lassen. Diese Gebets- und Meditationsketten lassen sich als Schmuckstücke um das Handgelenk oder den Hals tragen; ansonsten werden die Perlen (optimalerweise sind es 108, eine heilige Zahl für Buddhisten und Hinduisten) ähnlich wie bei einem Rosenkranz durch die Finger geführt: eine beruhigende Geste mit starker Kraft. Die unterschiedlichen Längen entstehen durch die diversen Ausführungen in verschiedenen Materialien. Auch bieten wir mehrere Farbvarianten an. Du kannst dir ein Mala schenken lassen oder es auch selbst zu einem Geburtstag oder zu anderen Festtagen verschenken.Dies alles sind Möglichkeiten, einen Neuanfang mit Yoga und auf ruhige Art zu starten. So kommst du ins Gleichgewicht und findest zu dir selbst. Daneben kannst du deine täglichen oder wöchentlichen Übungseinheiten durchführen, anschließend ein Wannen-Wellness-Bad nehmen und dich mit unserer duftenden Seife verwöhnen. Vielleicht benutzt du zusammen mit deinem Partner oder einer guten Freundin den Faszien-Massageroller: Es macht viel mehr Spaß, sich gegenseitig statt allein zu massieren. Auch ist die Entspannung deutlich größer, wenn wir bei der Massage nicht selbst tätig sein müssen, sondern uns vollkommen entspannen können.Bild © Krisdog / 123rf.com
von/ durch Nick
am 07 Mär 2016
Herzchakra MeditationBegriffsklärung ChakrenChakren gelten im Bereich traditioneller hinduistischer oder buddhistischer Konzepte sowie beim Yoga als Energiezentren, die in der mittleren Längsachse des Körpers angesiedelt sind. Es gibt sieben verschiedene Hauptchakren.Die Sichtweise zu den Chakren ist je nach zugrunde liegender Lehre etwas unterschiedlich. Als wesentliche Gemeinsamkeit gilt die Annahme, dass den Chakren verschiedene körperliche und seelische Symptome, sowie Organbereiche zugeordnet werden können, die durch Blockaden einerseits und Öffnung andererseits beeinflusst werden.Die Einnahme von bestimmten Tees, Kräutern, Nahrungsmitteln und Aromen gilt als ebenso hilfreich für ausgeglichene Chakren, wie Meditation oder auch die Anwendung spezieller Heilsteine.Das HerzchakraDas Herzchakra ist das vierte Chakra und steht allgemein für Liebe, Zuwendung, Empathie, Geborgenheit und die Güte des Herzens. Seine Position ist in der Brustmitte auf Herzhöhe. Ihm sind die Farbe Hellgrün und das Element Luft zugeordnet.Das Herzchakra liegt genau in der Mitte der sieben Chakren und gilt als Bindeglied zwischen den drei oberen und den drei unteren Chakren. Aus spiritueller Sicht wird es auch als Verbindung zwischen weltlicher und geistiger Ebene verstanden.Das Herzchakra ist mit verschiedenen Themen verbunden, darunter Vergebung, Hingabe, sowie die Fähigkeit zu vertrauen und Schmerzen zu empfinden. Mit dem Herzchakra wird gleichermaßen das Karma assoziiert.In körperlicher Hinsicht stehen die Organe Herz und Lunge, sowie der Brustkorb, der Blutkreislauf und das Immunsystem mit dem Herzchakra in Verbindung. Je offener und sensibler das Chakra, desto hilfreicher der positive Einfluss auf die entsprechenden Organe.Herzchakra Meditation beim YogaEine Herzchakra Meditation kann in Anlehnung an eine jeweilige Yoga-Schule unterschiedlich aussehen. Jeder Yogi, der eine entsprechende Meditation anbietet, offeriert eine eigene Variation. Allen gemeinsam ist das Bemühen um die Öffnung des Herzchakras. Hierzu gilt es eventuelle Blockaden aufzulösen und sich von Belastungen zu befreien.Für die Meditation ist es wesentlich, einen ruhigen und ungestörten Ort zu wählen. Die Sitzposition ist entweder der Lotus- oder der Schneidesitz. Die Hände werden locker auf den Oberschenkeln abgelegt. Wer möchte, öffnet sie mit den Handflächen nach oben, aber auch der Handrücken in oberer Position ist in Ordnung. Die Augen werden geschlossen, die Aufmerksamkeit wird ohne Zwang und so entspannt, wie möglich zur Position des Herzchakras gelenkt. Es ist hilfreich, zunächst ein Gefühl für die aktuelle Situation zu bekommen. Gibt es störende Einflüsse oder Schmerzen, leichte oder schwere Gefühle? Das Fantasieren von Licht und Helligkeit allgemein kann helfen, das Herzchakra zu öffnen. In der Vorstellung kannst du das Licht durch dein Herz und deinen Brustraum strömen lassen. Das Bild von Helligkeit wird ganz automatisch dazu führen, dass sich das Chakra allmählich öffnet.Hilfreiche Meditationsübungen in BewegungAls wesentliche Basis für die Öffnung des Chakras gelten neben der Lichtfantasie verschiedene Atemübungen (Pranayama), die gemeinsam mit einer Öffnung des Brustkorbs ausgeführt werden. Hierzu werden entsprechend im Sitzen mit ruhigem Ein- und Ausatmen die Arme in Höhe des Brustkorbs ausgebreitet. Beim Einatmen gehen die Arme nach außen und beim Ausatmen wieder zusammen.Eine weitere Übung wird im Stehen durchgeführt. Hierbei sind die Augen geöffnet und der Fokus liegt zunächst ebenfalls auf einem ruhigen Fluss der Atmung. Beide Hände liegen auf dem Herzchakra. Mit den Handflächen wird der Rhythmus des Herzschlags erspürt. Beim Ausatmen werden beide Arme waagerecht nach vorne bewegt und das rechte Bein nach vorne gestellt. Beim Einatmen wird die Ausgangsposition wieder eingenommen.Weiterhin sind alle Übungen, die auf den sogenannten Rückbeugen basieren, für eine Öffnung des Herzchakras hilfreich. Auch der klassische Sonnengruß, der aktivierend und belebend wirkt, gilt als ideale Übung zur Öffnung des Herzchakras.Yoga-Anfängern sei eine geführte Chakren-Meditation empfohlen. Hier wird nicht nur die Position des Herzchakras erläutert, sondern vor allem eine Anzahl von hilfreichen Mediationsübungen vermittelt, die miteinander eingeübt werden.Bild © goku347 / 123rf.com
von/ durch Nick
am 06 Mär 2016
Aerial-YogaWie viele spannende Yoga-Trends kommt auch das Aerial-Yoga aus den USA. Entwickelt wurde es von dem kreativen Akrobaten und Gründer der Gruppe AntiGravity Christopher Calvin Harrison. Wer sich also schon immer den Traum vom Fliegen erfüllen wollte, dabei auch noch etwas für seine Fitness tun möchte und eine Variante zu dem sonst vielleicht etwas zu ernsten Yoga-Workout sucht, der ist hier genau richtig. Denn in Aerial-Yoga geht es in erster Linie um den Spaß und nicht so sehr um spirituelle Momente. Vielleicht führt diese lockere Form von Yoga jedoch ganz nebenbei ebenfalls zu mehr Innenansicht, da hier nichts verkrampft oder erzwungen ist. Vielmehr geht es darum, loszulassen, und das wirst Du ganz leicht und automatisch tun, wenn Du in einem der riesigen Trapeztücher baumelst und Dich ein wenig an Deine Kleinkindphase erinnert fühlst. Während in anderen Meditations- und Yogaformen der Kopf noch ein Hindernis darstellen und eine eventuelle Negativeinstellung unweigerlich zu einer Blockade führen mag, die Du erst einmal in einem langwierigen Prozess lösen musst, hast Du beim Aerial-Yoga keine Zeit und bestimmt auch kein Interesse daran, eine eventuell aufkommende Skepsis zu fördern. Vielmehr geht es hier von Anfang bis Ende darum, die aufregenden Momente im Schwebezustand in vollen Zügen zu genießen.Die Besonderheiten von Aerial-Yoga auf einen BlickGleichwohl die Yoga-Übungen in der Luft auf den ersten Blick ausgesprochen gewagt erscheinen, handelt es sich hier doch um eine Yoga-Technik, die von Alt und Jung gleichermaßen praktiziert werden kann. Denn der Schein, dass es sich hier um einen anspruchsvolleren Yogastil handelt, trügt. Vielmehr fallen viele Dehnübungen in der Luft wesentlich leichter aus, da das Körpergewicht erheblich reduziert wird. Die Asanas, die in umgekehrter Position stattfinden, eignen sich besonders gut für diejenigen, die unter Rückenbeschwerden leiden. Denn in dieser Position werden Rücken und Nacken entlastet und damit ein Zustand maximaler Entspannung erreicht. Zudem kommt es zu einer Kräftigung sämtlicher Muskelgruppen sowie einer Massage der inneren Organe. Neben diesen Aspekten erweist sich Aerial-Yoga auch als vorteilhaft, wenn es darum geht, in einer Welt, welche von ständiger Veränderung, Instabilität und Unsicherheit geprägt ist, das Vertrauen zu schulen. Natürlich haben vor allem die Umkehrbewegungen einen entsprechenden Effekt, sorgen Sie doch dafür, dass Du den Zustand des Loslassens erreichst. Dieser umfasst alle wesentlichen Elemente im Leben, seien es nun alltägliche Probleme, Sorgen oder Wünsche, während Deiner Yoga-Übungen in der Luft gewinnst Du eine neue, gesündere Perspektive zu den Dingen, die wirklich wichtig sind. Dass allein die Schaukelbewegung einen großartigen Ausgleich zu der häufig einseitigen Körperbelastung im Beruf darstellt und möglichen Stress binnen von Minuten auflöst, überrascht sicherlich wenig. Experten erachten eine Kombination aus Aerial-Yoga und klassischen Übungen am Boden als ideal. Wann immer Dir das traditionelle Yoga zu viele Probleme bereitet und Du für einige besonders schwierige Asanas zu angespannt und verkrampft bist, erweist sich eine Stunde in der Luft als ausgesprochen auflockernd. Natürlich hat Aerial-Yoga, welches kurz gesagt eine harmonische Mischung aus Pilates, Luftakrobatik und den altvertrauten Yoga-Positionen am Boden darstellt, auch als alleiniges Workout neben den bereits genannten Vorzügen weitere positive Faktoren zu bieten. Dazu zählen unter anderem die Bildung einer natürlichen Balance, das Gefühl von Schutz und Geborgenheit und nicht zuletzt eben jenen nicht zu unterschätzenden Spaßfaktor, welcher Körper, Seele und Geist gleichermaßen positiv beeinflusst.Natürlich kann es sich hier nur um eine begrenzte, da theoretische Beschreibung dieser nicht von ungefähr immer beliebten Yoga-Richtung in der Luft handeln. Das gesamte Ausmaß der positiven Wirkung erfährst Du, wenn Du Dich selber einmal in das weiche Akrobatik-Tuch setzt und dabei endlich die Gelegenheit erhältst, nicht nur Deine Gliedmaßen, sondern auch Deine Seele baumeln zu lassen.Bild © dmytr / 123rf.com
von/ durch Nick
am 04 Mär 2016
Ist Yoga „esoterisch“?Die Antwort ist einfach: Es hängt davon ab, wie du „esoterisch“ definierst. Mancher versteht darunter eine interessante Geheimlehre, vielleicht mit einem mystischen Ansatz; neue Erkenntnisse über Ungewöhnliches, das die meisten Menschen weder begreifen noch erkennen. Ein anderer wischt damit „Unvernünftiges“ vom Tisch; für ihn ist generell alles esoterisch, was die Wissenschaft nicht beweisen kann, was merkwürdig klingt und nicht vom eigenen Verstand zu erfassen ist; oder was er instinktiv innerlich ablehnt.Diese abwertende Haltung gibt es übrigens erst seit dem 20. Jahrhundert; davor war die Esoterik sehr elitär, nur etwas für ausgesuchte Personenkreise wie Wissenschaftler, teilweise sogar nur etwas für Eingeweihte; damit bekam sie diesen geheimnisumwobenen, fantastischen und auch sektenartigen Charakter. Dabei heißt Esoterik grundsätzlich nichts anderes als „das Innere betreffend“.Esoterische InhalteHeute stehen sich diese beiden Gruppen - Esoterik-Fans und Ablehnende - weiterhin gegenüber. Zur Esoterik gehören die unterschiedlichsten Themen: indianische und fernöstliche Mythen, Gurus und Mondkalender, Steinheilkunde und Pendeln; weiterhin Geomantie, Hellsehen und Hellhören, Wahrsagen, Kartenlegen und die berühmten Tischrunden, um mit Verstorbenen in Kontakt zu treten. Neben Spektakulärem gibt es tiefe Religionsgeheimnisse, die sich dem normalen Wissen entziehen; weiterhin Traumdeutung, Spontanheilungen, Theosophie, Telepathie und Telekinese sowie das spirituelle Verhältnis zu Zahlen.Yoga scheint in Zusammenhang mit den teils recht dubiosen Praktiken, die für uns kaum von Scharlatanerie zu unterscheiden sind, direkt „harmlos“. Dennoch kann heute und hier nicht ausgeschlossen werden, dass manche dieser Themen eines Tages Beweiskraft erlangen oder so allgemein akzeptiert werden, wie wir es von anderen kennen.Gymnastische Übungen und spirituelle ErfahrungenEs fragt sich also, wie dein persönliches Yoga aussieht beziehungsweise was du aus der alten Tradition übernehmen willst. Siehst du Yoga rein sportlich, besitzen die Asanas keine esoterischen Elemente, sondern stehen mit Pilates und Gymnastik auf einer Ebene. Auch die Atemübungen lassen sich noch recht gut mit biologischen Prozessen, mit Nasenreinigung, mehr Sauerstoff für die Organe und Ähnlichem mehr erklären.Meditative Übungen dagegen befinden sich schon in einem Übergangsstadium. Hier können sensible Menschen außergewöhnliche Erlebnisse und merkwürdige Erfahrungen machen; mancher spricht vielleicht sogar von Seelenreise oder anderen Höhenflügen des Geistes, die kaum zu erklären und somit esoterisch sind.Denken wir nun noch an die Idee der Meridiane, die aus der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin, kommt und sich erst langsam im Westen durchsetzte, so betreten wir bereits eine Region, die früher als esoterisch und heute durchaus als akzeptabel gilt. Die Krankenkassen haben sich sogar dazu durchgerungen, Akupunkturbehandlungen unter gewissen Umständen zu bezahlen. Dagegen sind Bereiche wie Kinesiologie weiterhin keine anerkannten Behandlungen. Dennoch wirken sie in vielen Fällen Wunder und selbst Menschen, die sich damit nie befasst haben, reagieren und lassen sich heilen.Diverse ÜbungsformenDer aktuelle Zulauf zu Yogakursen ist so groß wie nie. Auch Tai Chi, Qi Gong, Zen oder Ähnliches sind beliebt, allerdings mit deutlichem Abstand; vielleicht deswegen, weil Yoga auch rein als Entspannung und Sport gesehen werden kann. Niemand muss sich anders ernähren oder in tiefste Yogageheimnisse einsteigen; er übt einfach Hund, Katze und Baum. Dagegen bieten Tai Chi & Co. spezielle Übungen wie verwurzeltes Gehen, den schwimmenden Drachen und die Vorstellung, das Chi einzufangen und in das untere Zentrum zu führen. Damit mag der eine oder andere so seine Schwierigkeiten haben.Yoga ist in unseren Breiten also eher weniger esoterisch, denn inzwischen treiben es so viele Menschen, dass von einer Lehre „nur für Eingeweihte“ kaum mehr die Rede sein kann. Es sind übrigens (im Gegensatz zu Fernost) mehr Frauen als Männer, die sich mit ihrem Yogaset in die Kurse begeben; manch anderer trainiert vielleicht lieber heimlich zu Hause.Insofern schlagen wir vor: Habe einfach Freude an „deinem“ Yoga, wie auch immer du zum Thema Esoterik stehst!Bild © styleuneed / 123rf.com