Matsyasana – der Fisch

Matsyasana – der Fisch
Matsyasana – der Fisch

Gerade in der dunklen Jahreszeit machen Erschöpfung und Antriebslosigkeit sich häufig bemerkbar. Unter chronischen Müdigkeitserscheinungen leiden in erster Linie Menschen, die beruflich im Büro vor dem Computer sitzen. Mit der Fischhaltung, auch Matsyasana genannt, kannst Du Deinen Körper und den Geist gleichermaßen auf Trab bringen. Diese wirkungsvolle Übung aus dem Hatha Yoga weitet den Brustkorb, intensiviert die Atmung und kräftigt die Wirbelsäule, weshalb Du Dich ausgeruht und frisch fühlst.

Positive Wirkung & Vorteile der Fischhaltung

Matsyasana ist eine der wichtigsten Übungen im Hatha Yoga, die sowohl einzeln als auch in Kombination mit anderen Grundübungen praktiziert wird. Die Fischhaltung beeinflusst nicht nur den Geist, sondern auch den Körper, weshalb die Übung als perfekter Start in den Tag gilt. In erster Linie vermag Matsyasana emotionale Blockaden, die häufig das Herz und den Solarplexus belasten, abzubauen. Da die Übung den Energiefluss anregt, wirst Du Dich schon nach wenigen Anwendungen deutlich fitter, frischer und stärker fühlen.

Matsyasana wirkt sich jedoch nicht nur auf den Geist, sondern auch auf den Körper positiv aus.
Die Fischhaltung:

  • kräftigt die Lungen
  • vertieft die Atmung
  • regt die Nieren- und Schilddrüsenfunktion an
  • trainiert die Bauch- und Brustmuskulatur sowie die Hals- und Brustwirbelsäule
  • beseitigt Blockaden im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule

Ausführung der Fischhaltung

Um die Halswirbelsäule nicht unnötig zu belasten, solltest Du mit der einfachsten Ausgangsstellung beginnen.

  • Leg Dich auf den Rücken. Deine Arme liegen gestreckt neben Deinem Körper, Deine Beine sind geschlossen.
  • Jetzt schiebst Du Deine Handflächen unter Dein Gesäß, sodass Deine Daumen sich beinahe berühren.
  • Bei der nächsten Einatmung hebst Du Deinen Brustkorb an, während Du den Kopf so weit wie möglich in den Nacken legst.
  • Dein Hinterkopf, Deine Ellenbogen und Unterarme sowie Deine Hüfte bleiben dabei auf dem Boden.

Da die Übung gerade für Anfänger etwas schwierig ist, kannst Du sie anfangs auch mit angewinkelten Beinen durchführen. Falls Du im Nackenbereich Probleme hast, solltest Du entweder eine weiche Decke unter Deinen Kopf legen oder die Brust etwas absenken, um die Halswirbelsäule zu entlasten.

Darauf musst Du unbedingt achten

Um die Halswirbelsäule so wenig wie möglich zu belasten, solltest Du Deine Bauchmuskeln anspannen, während Du Deinen Brustkorb anhebst. Auf diese Weise werden nicht nur Dein Kopf und Dein Nacken, sondern auch Deine Arme beansprucht.

Bei bestimmten Beschwerden oder Erkrankungen solltest Du bei der Ausführung der Übung besonders vorsichtig sein oder die Fischhaltung gänzlich meiden.

Hierzu gehören:

  • Probleme im Bauch-, Nacken- und Leistenbereich
  • Schmerzen in der Halswirbelsäule
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Bluthochdruck
  • Schlaflosigkeit

Fortgeschrittene Variationen der Fischhaltung

Falls Du die Fischhaltung regelmäßig praktizierst, kannst Du die Übung intensivieren.

Variation 1: Sobald Du Deine Hände unter Dein Gesäß gelegt hast, schiebst Du sie weiter in Richtung Knie, um die Hebung des Brustkorbes zu verstärken. Ebenso wirksam ist die Übung, wenn Du Deine Arme neben Deinen Körper legst und Deine Handflächen gegen Deine Oberschenkel stemmst.

Variation 2: Sobald Du die Fischhaltung eingenommen hast, streckst Du Deine Arme aus, als würdest Du mit Deinen Fingerspitzen die Zimmerdecke berühren wollen. Alternativ kannst Du die Hände vor Deiner Brust falten.

Variation 3: Falls Du zu den geübten Yoga-Praktizierenden gehörst, setzt Du Dich zuallererst auf die Fersen, bevor Du Dich auf den Rücken legst. In dieser Position drückst Du sowohl Deinen Brustkorb als auch Deinen Bauch und Deine Hüfte nach oben. Lediglich Dein Hinterkopf, Deine Ellenbogen und Unterarme haben Bodenkontakt. Um die Dehnung zu verstärken, kannst Du mit Deinen Händen Deine Füße umfassen.

Nach der Fischhaltung sorgen entgegengesetzte Stellungen, die Deine Wirbelsäule entlasten, für Abwechslung. Leg Dich deshalb auf den Rücken, bevor Du Deine Beine und Deinen Oberkörper so weit beugst, dass Deine Stirn und Deine Knie sich berühren. Gleichzeitig umfasst Du Deine Unterschenkel mit Deinen Armen, um in dieser Position zu verharren.

Bild © f9photos