Prem Meditation – der Weg der Liebe

Prem Meditation - der Weg der Liebe
Prem Meditation – der Weg der Liebe

Prem bedeutet übersetzt „Liebe“. Bei dieser Meditation geht es also um den spirituellen Weg der Liebe, um die Liebe wieder aufleben zu lassen und zu aktivieren. Im Alltag wird Liebe oft verdrängt, verursacht durch Verletzungen und schlechten Erfahrungen, aber auch durch Stress und anderen Themen, die wichtiger zu sein scheinen. Möchtest Du wieder mehr Gefühl von allumfassender Liebe spüren und Liebe in die Welt verströmen, dann praktiziere regelmäßig die Prem Meditation. Diese ist keine vorgefertigte Meditationspraxis, sondern kann auf viele Arten durchgeführt werden. Im Zentrum der Prem Meditation steht jedenfalls Dein viertes Chakra, das Herz-Chakra, das es zu aktivieren und zu pflegen gilt. Durch die aktive Beschäftigung mit Deinem Herz-Chakra wirst Du nicht nur wieder empfänglicher für die schönen und zarten Gefühle, sondern vergrößerst auch das Verständnis für Dich und andere durch liebevolle Empfindungen. Denn Liebe ist die größte Kraft, um ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen. Liebe verbindet und sorgt dafür, dass Du in Deiner Mitte bist und aus dieser heraus handelst. Beschäftige Dich deshalb mittels Prem Meditation mit Deinem Herz-Chakra, um es zu öffnen, zu reinigen, zu heilen und zu stärken.

Bedeutung und Aufgabe des Herz-Chakras für die Prem Meditation

Von den sieben Hauptchakras ist das vierte das Anahata-Chakra. Das Herz-Chakra steht für Liebe, Mitgefühl, Hingabe und Herzensfreude. Bei vielen Menschen ist das Herz-Chakra strapaziert. Denn Gefühle stehen nun mal im Zentrum unseres Daseins und den meisten Menschen fällt es schwer, sich mit ihren Gefühlen intensiv zu beschäftigen. Im Laufe eines Lebens kommen wir aber nicht umhin, uns mit unseren Gefühlen zu beschäftigen. Hast Du dies in letzter Zeit vernachlässigt, dann hilft Dir eine Prem Meditation. Mit einer Prem Meditation mit Fokus auf Dein viertes Chakra kannst Du Dein Herz behandeln und stärken. Denn das Herz-Chakra verarbeitet all Deine Erfahrungen auf der Gefühls- und Empfindungsebene. Zu solchen Gefühlen zählen neben Liebe, Mitgefühl und Hingabe auch Trauer und Schmerz. Funktioniert das Herz-Chakra, wie es soll, bist Du in der Lage, bedingungslose Hingabe und Liebe zu empfinden und weiterzugeben. Denn im Herzen ist die reinste und universelle Liebe zu Hause. Wird Dein Herz von dieser durchströmt, erkennst Du Deine innerste Wahrheit.

Anleitung zu einer Prem Meditation: wie Du Dein Herz-Chakra öffnest, stärkst und heilst

Für diese Prem Meditation benötigst Du nur fünf bis zehn Minuten. Führe sie möglichst täglich aus, um Dein Herz-Chakra auf sanfte Art zu öffnen und zu heilen. Begebe Dich für diese Prem Meditation an einen ruhigen Ort und mache es Dir im Schneider- oder Lotusblütensitz bequem. Lege die Handflächen auf Deinen Knien ab oder verwende das Mudra. Atme tief ein und wieder aus und beginne damit, lange Wurzeln in Verlängerung Deiner Wirbelsäule in den Boden wachsen zu lassen. Fortgeschrittene können sich auch über das Scheitel-Chakra mit dem Universum verbinden. Erst wenn Du die Verwurzelung mit der Erde oder die Verbindung mit dem Universum spürst, lenke Deine Aufmerksamkeit und Deinen Atem zum Herz-Chakra. Visualisiere beim Einatmen reines, weißes Licht, das Dein Wurzel-Chakra mit dem Sakral-Chakra verbindet und durch Dein Herz-Chakra fließt. Imaginiere danach die Farbe Rot im Bereich des Wurzel-Charkras und grün im Herz-Chakra. Beim Ausatmen lass die Energie und das Licht wieder aus dem von Dir zu Anfang gewählten Kanal ausleiten, entweder in die Erde oder zurück zum Universum. Wiederhole diese Übung und lass die grüne Lichtkugel im Herz-Chakra besonders groß und weit werden. Wenn Du das Gefühl hast, dass die maximale Ausdehnung erreicht wurde, kannst Du die Meditation beenden. Lege dafür Deine Hände auf Dein Herz-Chakra und spüre die Energie nach. Sei dankbar für die empfangene Energie. Öffne langsam die Augen und komme wieder zurück ins Hier und Jetzt.

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Das Anahata Chakra – das 4. Chakra sitzt im Herzen

Das Anahata Chakra - das 4. Chakra sitzt im Herzen
Das Anahata Chakra – das 4. Chakra sitzt im Herzen

Tantra und Hatha Yoga positionieren unser 4. Chakra in der Mitte der Brustwirbelsäule, also etwa dort, wo unser Herz sitzt. Das Anahata Chakra bezeichnet sprachlich auch „Innere“, das „Unverletzliche“ und spielt darauf an, dass dieses 4. Chakra im Zentrum der insgesamt 7 Chakren angesiedelt ist. Damit überbrückt das Herz-Chakra den Raum zwischen den 3 unteren, weltlich stimulierten Chakren Muladhara (Wurzel), Svadhistana (Wirbelsäule), Manipura (Solarplexus) und den 3 oberen geistig-spirituell ausgerichteten Chakren Vishudda (Hals), Ajna (Drittes Auge) und Sahasrara (Krone).

Folglich wird dem Anahata Chakra in dieser Funktion das Element Luft zugeordnet. Deine individuelle Seele trifft an dieser Stelle auf ihr kosmisches Pendant, Du kannst Dich zwischen Thymusdrüse Herzgeflecht mit dem Kosmos verbinden. Außerdem findest Du hier Dein spirituelles Inneres, Dein spirituelles Herz, Liebe, echte Freude und die Hingabe an einen göttlichen, höheren Willen. Das spirituelle Herz im Zentrum des Energiefeldes Kshetra wird auch als Hrid Chakra bezeichnet. Das positiv aktive Herz-Chakra steht für die Freiheit von negativen Emotionen. Das Bija Mantra YAM symbolisiert Anahata Chakra ebenso wie RAAAM und die Aura-Farbe Grün neben der inneren Farbe blau. Die Lotusblume mit 12 Blättern korrespondiert mit dem Herz-Chakra. Jedes Blatt steht für eine Tugend von Anahata-Chakra: Freude, Frieden, Harmonie, Segen, Liebe, Reinheit, Leidenschaft, Klarheit, Vergeben, Verstehen, Freundlichkeit und Geduld.

Anzeichen für Störungen im Anahata-Chakra

Das Herz-Chakra hat einen Bezug zur Ego-Überwindung. Während die ersten drei Chakren die Erdung, die materielle Existenz stärken und damit auch das Ego wachsen lassen können, ist es an Anahata Chakra für Harmonie zwischen dem Ego, dem Kosmos und dem höheren Selbst zu sorgen. Ist das Herz-Chakra überaktiv, finden wir hier manipulative Verhaltensweisen, Bedürftigkeit und abhängige Liebe neben aggressiven Emotionen sowie Leid und Verzweiflung vor. Betroffene fühlen sich uneins mit sich und der Welt. Ein träges Herz-Chakra manifestiert sich in Einsamkeitsgefühlen, Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen und einem Gefühl fehlender Wertschätzung durch andere. Physisch sind Schmerzen im oberen Rücken und in den Schultern, verkrampfte Rumpf- und Hüftmuskeln neben Abweichungen von einem normalen Blutdruck verbreitet.

Anahata Chakra positiv beeinflussen

Das Herz-Chakra kann durch verschiedene Aktivitäten, Meditationen, Yoga-Übungen und Affirmationen in ausgewogene Schwingungen versetzt werden. Im Hatha-Yoga stehen etwa „Adler – Garudasana“, „Kamel – Utrasana“ und „Utanasana – Nach-Vorn-Beugen“ für eine Aktivierung des Anahata-Chakra. Daneben auch „Fisch – Matsyasana„, „Kobra – Bhujangasana„, „Bogen – Dhanurasana“ und „Pflug – Halasana“. Da das Herz-Chakra nicht nur das Herz, sondern mit dem Element Luft auch die Lunge steuert, ist auch der Aufenthalt „an der frischen Luft“ und in der (grünen) Natur dem Herz-Chakra höchst zuträglich.

Die schwarze Antilope und Rehe stehen für das 4. Chakra, mit der Visualisierung dieser Tiere in ihrer Leichtigkeit und Eleganz erfährt Anahata-Chakra positive Unterstützung. Wenn Du mit vor dem Herzen ruhenden Händen betest und Affirmationen wie etwa „Ich bin voller Freude, voller Liebe und mit dem Göttlichen verbunden“ sprichst, gibst Du dem Herz-Chakra ebenfalls positive Impulse. Singen, Klangschalen-Meditationen, kreatives, von Herzen kommendes Arbeiten und verschiedene Atemübungen wie die Wechselatmung, Bhramari (Bienenatmung) und Lachen, das von Herzen kommt, regen Anahata Chakra an.

Anahata Chakra Meditation im Kundalini-Yoga

Kundalini Yoga kennt unter anderem diese Herz-Chakra Meditation (nach Karunesh):
Stehe aufrecht in einer entspannten Haltung an einem angenehmen Ort. Deine Augen bleiben geöffnet. Lege nun beide Hände auf den Mittelpunkt der Brust. Spüre dem Rhythmus Deines Herzschlags nach und atme leicht. Atme neue Energie ein und alte aus. Werde in Deiner Vorstellung weit im Herzen und atme alles Belastende, Unreine aus. Verbinde Dich selbst in alle Richtungen mit der Welt und dem Kosmos, sprenge alles Enge ab. Dein Herz ist weit und groß. Öffne Dich.

Das Herz-Chakra in anderen Traditionen

In Tibet steht das Herzensrad, in der Kabbala Tiphereth, bei esoterischen Christen die Liebe Jesu und bei den Sufis Qalb Ruh sowie Sirr für Anahata-Chakra. Im QiQong ist es der mittlere Tantiem.

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Herzchakra Meditation

Herzchakra Meditation
Herzchakra Meditation

Begriffsklärung Chakren

Chakren gelten im Bereich traditioneller hinduistischer oder buddhistischer Konzepte sowie beim Yoga als Energiezentren, die in der mittleren Längsachse des Körpers angesiedelt sind. Es gibt sieben verschiedene Hauptchakren.
Die Sichtweise zu den Chakren ist je nach zugrunde liegender Lehre etwas unterschiedlich. Als wesentliche Gemeinsamkeit gilt die Annahme, dass den Chakren verschiedene körperliche und seelische Symptome, sowie Organbereiche zugeordnet werden können, die durch Blockaden einerseits und Öffnung andererseits beeinflusst werden.
Die Einnahme von bestimmten Tees, Kräutern, Nahrungsmitteln und Aromen gilt als ebenso hilfreich für ausgeglichene Chakren, wie Meditation oder auch die Anwendung spezieller Heilsteine.

Das Herzchakra

Das Herzchakra ist das vierte Chakra und steht allgemein für Liebe, Zuwendung, Empathie, Geborgenheit und die Güte des Herzens. Seine Position ist in der Brustmitte auf Herzhöhe. Ihm sind die Farbe Hellgrün und das Element Luft zugeordnet.
Das Herzchakra liegt genau in der Mitte der sieben Chakren und gilt als Bindeglied zwischen den drei oberen und den drei unteren Chakren. Aus spiritueller Sicht wird es auch als Verbindung zwischen weltlicher und geistiger Ebene verstanden.
Das Herzchakra ist mit verschiedenen Themen verbunden, darunter Vergebung, Hingabe, sowie die Fähigkeit zu vertrauen und Schmerzen zu empfinden. Mit dem Herzchakra wird gleichermaßen das Karma assoziiert.
In körperlicher Hinsicht stehen die Organe Herz und Lunge, sowie der Brustkorb, der Blutkreislauf und das Immunsystem mit dem Herzchakra in Verbindung. Je offener und sensibler das Chakra, desto hilfreicher der positive Einfluss auf die entsprechenden Organe.

Herzchakra Meditation beim Yoga

Eine Herzchakra Meditation kann in Anlehnung an eine jeweilige Yoga-Schule unterschiedlich aussehen. Jeder Yogi, der eine entsprechende Meditation anbietet, offeriert eine eigene Variation. Allen gemeinsam ist das Bemühen um die Öffnung des Herzchakras. Hierzu gilt es eventuelle Blockaden aufzulösen und sich von Belastungen zu befreien.
Für die Meditation ist es wesentlich, einen ruhigen und ungestörten Ort zu wählen. Die Sitzposition ist entweder der Lotus- oder der Schneidesitz. Die Hände werden locker auf den Oberschenkeln abgelegt. Wer möchte, öffnet sie mit den Handflächen nach oben, aber auch der Handrücken in oberer Position ist in Ordnung. Die Augen werden geschlossen, die Aufmerksamkeit wird ohne Zwang und so entspannt, wie möglich zur Position des Herzchakras gelenkt. Es ist hilfreich, zunächst ein Gefühl für die aktuelle Situation zu bekommen. Gibt es störende Einflüsse oder Schmerzen, leichte oder schwere Gefühle? Das Fantasieren von Licht und Helligkeit allgemein kann helfen, das Herzchakra zu öffnen. In der Vorstellung kannst du das Licht durch dein Herz und deinen Brustraum strömen lassen. Das Bild von Helligkeit wird ganz automatisch dazu führen, dass sich das Chakra allmählich öffnet.

Hilfreiche Meditationsübungen in Bewegung

Als wesentliche Basis für die Öffnung des Chakras gelten neben der Lichtfantasie verschiedene Atemübungen (Pranayama), die gemeinsam mit einer Öffnung des Brustkorbs ausgeführt werden. Hierzu werden entsprechend im Sitzen mit ruhigem Ein- und Ausatmen die Arme in Höhe des Brustkorbs ausgebreitet. Beim Einatmen gehen die Arme nach außen und beim Ausatmen wieder zusammen.
Eine weitere Übung wird im Stehen durchgeführt. Hierbei sind die Augen geöffnet und der Fokus liegt zunächst ebenfalls auf einem ruhigen Fluss der Atmung. Beide Hände liegen auf dem Herzchakra. Mit den Handflächen wird der Rhythmus des Herzschlags erspürt. Beim Ausatmen werden beide Arme waagerecht nach vorne bewegt und das rechte Bein nach vorne gestellt. Beim Einatmen wird die Ausgangsposition wieder eingenommen.
Weiterhin sind alle Übungen, die auf den sogenannten Rückbeugen basieren, für eine Öffnung des Herzchakras hilfreich. Auch der klassische Sonnengruß, der aktivierend und belebend wirkt, gilt als ideale Übung zur Öffnung des Herzchakras.
Yoga-Anfängern sei eine geführte Chakren-Meditation empfohlen. Hier wird nicht nur die Position des Herzchakras erläutert, sondern vor allem eine Anzahl von hilfreichen Mediationsübungen vermittelt, die miteinander eingeübt werden.

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