Shiatsumassage

Shiatsumassage
Shiatsumassage

Der Ansatz für die japanische Shiatsumassage basiert auf den Erkenntnissen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Als ganzheitliche Heilmethode dient sie dazu, das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele positiv zu beeinflussen. Behandelt werden bei dieser speziellen Massage die unter der Haut liegenden Energiebahnen, die sogenannten Meridiane. Durch die gezielte Druckausübung nach fernöstlicher Lehre werden Organe und Drüsen sanft aktiviert und Blockaden im Körper aufgelöst.

Wenn Du eine Shiatsumassage ausprobieren möchtest, solltest Du keine klassische Wellnessbehandlung erwarten. Das original japanische Shiatsu wird auf einer gut gepolsterten Matte am Boden praktiziert, auf der Du in bequemer Kleidung liegst. Zunächst lokalisiert der Masseur behutsam tastend Blockaden, die durch Stress, schlechte Ernährung oder zu wenig Bewegung entstanden sind und den Energiefluss in Deinem Körper hemmen. So kann er bei der anschließenden Massage individuell auf Deine Beschwerden eingehen.

Hinwendung zu alten Heilmethoden

Die Technik der Massage richtet sich nach den Grundlagen der Akupressur, das heißt, es wird mit der gesamten Handfläche, den Fingern und Ellenbogen Druck auf bestimmte Stellen des Körpers ausgeübt. Ergänzend tragen Dehnungs- und Rotationsbewegungen dazu bei, dass Energien wieder frei fließen. Die Erkenntnisse, die bei dieser Art der energetischen Körperarbeit zum Tragen kommen, finden sich schon vor rund 2500 Jahren in Schriften chinesischer Medizin und wurden im Laufe der Zeit für viele Behandlungsmethoden adaptiert.

Neue Wege zu Dir selbst

Bei der Shiatsumassage, deren Name sich aus den japanischen Begriffen „Shi“ (Finger) und „Atsu“ (Druck) zusammensetzt, handelt es sich um eine schmerzfreie und angenehme Behandlung. Sie ist zwar von der Technik her nicht mit einer herkömmlichen Entspannungsmassage vergleichbar – wohl aber in ihrer Wirkung. Schritt für Schritt wird Deine Lebensenergie im Körper wieder zum Fließen gebracht und gleichzeitig der Selbstheilungsprozess in Gang gesetzt. Insgesamt können etwa einhundert Körperpunkte angesprochen werden, um die Balance des Energiesystems zu optimieren. Da Körper, Geist und Atem in der Shiatsulehre eine untrennbare Einheit bilden, kannst Du auch selbst zum Erfolg der Methode beitragen. Unter Anleitung des Behandelnden lernst Du Deinen Atem zu steuern, und ihn bewusst für Deine innere und äußere Entspannung einzusetzen. Eine tiefe und gleichmäßige Atmung bringt Dich wieder in Kontakt mit Dir selbst. Du kannst spüren, wie sie Deine Körperhaltung und Deine Bewegungen verändert. Dein Energiepegel steigt und Du fühlst Dich entspannt und leistungsfähig.

Mit dem Körper kommunizieren

Die Shiatsumassage mit ihren einfühlsamen Berührungen und einer ganzheitlichen Herangehensweise trägt dazu bei, dass Du Deinen Körper besser spürst und „verstehst“. Du trittst gleichsam in eine Art inneren Dialog ein. Durch diesen tief greifenden Prozess können Krankheiten präventiv behandelt werden. Vorhandene Rücken- oder Gelenkbeschwerden sowie Erkrankungen der Atemwege sind mit dieser Methode hervorragend therapierbar. Auch Patienten, die unter Erschöpfungszuständen, Schlafstörungen, Migräne oder Verdauungsproblemen leiden, haben mit Shiatsu positive Erfahrungen gemacht.

Dabei ist die Massage für Menschen verschiedener Altersgruppen geeignet, da sie sich individuell an unterschiedliche Bedürfnisse anpasst und die energetischen Zustände im Körper optimiert. Wenn Du eine Behandlung bei einem Therapeuten, Arzt oder Heilpraktiker buchst, solltest Du Dir jedoch etwas Zeit nehmen. Für das Vorgespräch, die Anwendung und Ruhepausen werden bis zu 90 Minuten benötigt. Die beste und nachhaltigste Wirkung kannst Du mit mehreren Terminen für eine Massage erzielen. Wenn Du dann zu Hause in dieser Richtung weitermachen möchtest, gibt es zum Beispiel Shiatsumassagematten oder -kissen im Fachhandel zu kaufen. Darüber hinaus kann die Druckmassage nach entsprechender Ausbildung als Selbstbehandlung durchgeführt werden.

Bild © ostill

Ayurveda Massage

Ayurveda Massage
Ayurveda Massage

Die Ayurvedalehre geht davon aus, dass jeder Mensch von drei Lebensenergien bestimmt wird, die sich auf seinen Körper und Geist, seine Lebensführung und sein Aussehen auswirken. Die sogenannten Doshas – das Vata Dosha, das Kapha Dosha und das Pitta Dosha – befinden sich bei einem gesunden Menschen in harmonischer Balance. Durch Faktoren wie Überlastung, falsche Ernährung und Stress kann dieses Gleichgewicht jedoch gestört werden. Vorbeugend und heilend trägt die Ayurvedamassage dazu bei, die Gesundheit und das Wohlbefinden zu erhalten oder wiederherzustellen.

Ayurvedische Heilkunst für Körper und Seele

Die Ayurvedamassage ist seit rund 5000 Jahren ein wichtiger Bestandteil der ayurvedischen Heilkunst, die in ihrer ganzheitlichen Anschauung das Wissen über ein gesundes Leben und sanfte Heilmethoden miteinander verbindet. Wenn Du Dir eine solche Massage gönnst, stimuliert sie die Energiezentren in Deinem Körper. Gleichzeitig wird die Selbstheilung durch Entgiftung und Zellerneuerung angeregt. Wie bei anderen Massagetechniken arbeiten die Masseure mit warmen Ölen, die über die Haut eindringen und den gesamten Organismus intensiv ansprechen. Die stärkende und reinigende Wirkung beruht dabei einerseits auf der speziellen Massagetechnik und andererseits auf den besonderen medizinischen Eigenschaften der verwendeten Öle. Sie werden vom Ayurvedaarzt oder -therapeuten individuell auf Deine Konstitution abgestimmt. Eine Möglichkeit der Abstimmung ist beispielsweise die vorherige Puls- und Zungendiagnose in Kombination mit einem Fragebogen zu Deinen Beschwerden und Deinem Lebensstil. Diese Vorarbeit ist wichtig, damit die Massage genau auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten werden kann.

Je nachdem, ob Du mit der Ölmassage eine präventive oder heilende Wirkung erzielen möchtest, können unterschiedliche Anwendungen zum Einsatz kommen. Grundsätzlich wird bei jeder Anwendung mit viel Öl gearbeitet, das in einem gleichmäßigen Rhythmus sanft streichend in Deine Haut eingearbeitet wird. Die Ayurveda Massagen wirken dann durch die Kombination dieser Technik mit den medizinischen Eigenschaften der mit Kräutern gemischten Öle. Deine Muskeln lockern sich, die Haut wird besser durchblutet und selbst tiefer liegende Organe im Körper können erreicht werden. Vorhandene Blockaden lösen sich auf und Du spürst neue Lebensenergie. Schon während der Behandlung kannst Du Dich tief entspannen. Atme den Duft des warmen Öls ein und genieße die wohlige Wärme, die sich in Deinem ganzen Körper ausbreitet. Neben der klassischen Ganzkörpermassage, der Abhyanga, sind auch Teilanwendungen wie die Gesichts- und Kopfmassage (Shirodhara) sowie eine Rücken- oder Fußmassage wirksam und wohltuend.

Verschiedene Massagen für die individuelle Behandlung

Die Abhyangamassage ist die bekannteste Anwendung unter den ayurvedischen Massagen. Sie reinigt Deinen Körper, indem Gift- und Schlackenstoffe über die Haut ausgeschieden werden. Bei der ausführlichen Ganzkörperbehandlung werden auch Deine Füße, das Gesicht und die Ohren mit einbezogen. Eine spezielle Art dieser Massage ist die Synchronabhyanga. Hierbei arbeiten zwei Masseure gleichzeitig und durch die synchronen Bewegungen entfaltet sich der medizinische Effekt der Massage noch besser. Oft wird sie auch für zwei Personen angeboten: Eine gute Gelegenheit Deinen Partner oder Deine beste Freundin mit einem Massagetermin zu überraschen.

Eine Wohltat für den gesamten Körper ist auch die Marma-Nadimassage. Sie löst Verspannungen und Verhärtungen der Muskeln sowie energetische Blockaden und soll außerdem die Behandlung von Arthrose und Gewichtsproblemen unterstützen. Zur Behandlung von vorhandenen Blockaden, Störungen des Stoffwechsels sowie Übergewicht eignet sich darüber hinaus eine Ganzkörpermassage, die als Trockenmassage mit Handschuhen aus Rohseide ausgeführt wird. Die Garshanmassage regt den Lymphfluss an, entschlackt den Körper und sorgt für eine optimale Durchblutung des Bindegewebes. Durch den zusätzlichen Peeling-Effekt bekommst Du von Kopf bis Fuß eine streichelzarte Haut.

Eine Marmamassage hingegen widmet sich den insgesamt 108 Marmapunkten in Deinem Körper. Über diese Vitalpunkte werden Deine inneren Organe gezielt erreicht und behandelt. Der Behandelnde übt mit den Fingerspitzen Druck auf die jeweiligen Punkte aus, der in Stufen erhöht und anschließend wieder verringert wird. Die damit verbundene Wirkung ist erstaunlich umfassend. So kann zum Beispiel der Alterungsprozess positiv beeinflusst oder die Sehkraft und der gesunde Schlaf gefördert werden. Zudem wirkt die Massage positiv auf das Nervensystem, den Stoffwechsel und den Bewegungsapparat sowie die Knochen.

Bild © poznyakov