Metta Meditation

Metta Meditation
Metta Meditation

Die Metta Meditation, auch Metta Bhavana genannt, zählt zu den ältesten Meditationsformen innerhalb des Buddhismus. Das Wort „Metta“ heißt übersetzt so viel wie „Mitgefühl“ und „Bhavana“ bezeichnet die Schulung und Entwicklung des Geistes. Aus diesen Begriffen heraus erschließt sich der Sinn dieser Meditationstechnik: Umfassendes spirituelles Wachstum soll durch Mitgefühl und Güte gegenüber allen lebenden und fühlenden Wesen erlangt werden. Die mit der Meditation erlernte „universelle Liebe“ beinhaltet Interesse, Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Empathie gegenüber anderen und nicht zuletzt eine positive Einstellung sich selbst gegenüber. Auf diesem Weg kann die Metta Meditation dazu beitragen, die eigene Lebensqualität zu verbessern.

Innere Schranken überwinden

Beim Meditieren handelt es sich grundsätzlich nicht um eine Energiearbeit im bekannten Sinne. Auch musst Du nicht fest in der buddhistischen Religion verankert sein, um Metta zu praktizieren. Wichtig ist jedoch, dass Du dieser neuen Erfahrung und den damit verbundenen Denkansätzen gegenüber aufgeschlossen bist. Alle positiven Gefühle wie eine umfassende Liebe und Mitgefühl sind bereits in Dir vorhanden. Im Alltag tragen jedoch negative Reize dazu bei, dass die meisten Menschen mit diesen positiven Anlagen nicht in innerer Verbindung stehen. Oft machen sich deshalb Ärger, Verbitterung und Unmut im Zusammenhang mit anderen und bestimmten Situationen breit. Eine solche Einstellung und eine immer wiederkehrende Reaktionskette negativer Gefühle beeinflusst Deine Lebenszufriedenheit. Mit gezielter und regelmäßiger Metta Meditation kannst Du einen neuen Zugang zu Deiner Wahrnehmung der Welt erschließen und zu einer wohlwollend-liebevollen Einstellung finden.

In Harmonie mit allen Lebewesen verbunden

Wenn Du Dich entschlossen hast diese Meditationsform auszuprobieren, beginnt für Dich eine spannende Reise hin zu Dir selbst und zu Deinen Mitmenschen. Orientierungslosigkeit und Selbstzweifel werden sich nach und nach auflösen. Du gelangst zu innerer Balance. Dabei ist gerade dieses „Persönlichkeitstraining“ für alle Altersgruppen und unterschiedliche Charaktere geeignet. Du kannst einen unterstützenden Kurs in einem Gesundheitszentrum besuchen oder einige Tage in Abgeschiedenheit in einem buddhistischen Kloster verbringen. Möchtest Du erste Erfahrungen allein sammeln, gehe schrittweise vor. Die Lehrmeinungen, welche Lebewesen in die Meditation mit einbezogen werden sollen, sind unterschiedlich. Der Pali-Kanon (Heilige Schrift der Buddhisten) besagt, dass Du Dich nur an lebende Menschen wenden sollst, mit denen Du nicht im Streit liegst. Wichtig ist aber zunächst Sätze der liebenden Güte an Dich selbst zu senden. Hiernach kannst Du den Kreis erweitern auf Personen, die Dir nahestehen, „neutrale“ Personen, Menschen, mit denen Du Schwierigkeiten hast und schließlich auf den gesamten Erdkreis und alle Lebewesen.

Mit Ruhe und Ausdauer zum Ziel gelangen

Bevor Du mit der Meditation beginnst, nehme Dir genügend Zeit und suche Dir einen bequemen Platz an dem Du zur Ruhe kommst. Du kannst auf einer Yogamatte, einem Sitzkissen oder auf der Couch sitzend mit der Übung beginnen. Achte darauf, dass Dein Atem frei und ungehindert fließen kann. Wenn Du möchtest, kannst Du den Raum verdunkeln und mit ruhiger meditativer Musik, Kerzen oder Räucherstäbchen eine entspannte Atmosphäre schaffen. Die einzelnen Sätze der Metta Meditation gibt es als gesprochene Anleitungen. Du kannst sie aber auch vorher selbst aufnehmen oder leise sprechen. Sätze wie „Ich möge glücklich und zufrieden sein“ oder „Ich möge entspannt und frei von Ärger sein“ tragen dazu bei, eine positivere Haltung sich selbst gegenüber einzunehmen. Die einzelnen Botschaften können mehrfach wiederholt und in ihrer Reihenfolge variiert werden. Wenn Deine Gedanken zwischendurch abschweifen, ist das ganz normal. Setze Deine Meditation so lange fort, bis Du eine körperliche Entspannung verspürst. Zum Schluss atmest Du noch einmal einen Moment konzentriert ein und aus. Dann ist es an der Zeit, langsam wieder in einen wachen Bewusstseinszustand hinüberzugleiten. Mit regelmäßiger Übung wird Dir das Meditieren immer leichter fallen. Aus der bedingungslosen Liebe zu Dir selbst heraus eröffnet sich Dir die Möglichkeit Deine neue innere Haltung auf Deine Mitmenschen zu übertragen. Du kannst mit Wohlwollen auf andere zugehen und wirst einen nie gekannten inneren Frieden erfahren.

Bild © lungshoping / 123rf.com

[Gesamt:4    Durchschnitt: 4.8/5]

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.