Atemyoga mit positiven Nebenwirkungen

Atemyoga mit positiven Nebenwirkungen
Atemyoga mit positiven Nebenwirkungen

Wir alle atmen zu flach – oder zumindest ist es bei den meisten Menschen unserer Industrienationen der Fall. Irgendwie sind wir immer gestresst, reden von Eile, Hektik und keine Zeit; oder wir haben Angst (beispielsweise vor Prüfungen); Ärger kann ebenfalls dafür verantwortlich sein. Automatisch spannen sich unsere Muskeln, daher reden wir laufend davon, wie verspannt wir sind. Der Blutdruck steigt, der Zuckerwert auch. Wir bekommen sogenannte Spannungskopfschmerzen an den Schläfen oder es pocht vorn an der Stirn. Insgesamt fühlen wir uns viel zu häufig nicht gut.

Kein Wunder also, dass Wellness solch einen hohen Stellenwert in unserer Freizeit hat. Im weitesten Sinne gehört auch Yoga dazu, wobei wir hier wenigstens so einsichtig sind, es mindestens einmal pro Woche zu betreiben und nicht bis zum nächsten Urlaub damit zu warten. In erster Linie betreiben wir Asanas, also Körperübungen, wie sie bevorzugt im Hatha Yoga betrieben werden. Dabei soll der Atem fließen. Schon diese Asanas helfen uns, langsamer und gleichmäßiger zu atmen, denn die Asanas werden in Ruhe ausgeführt und der Atem gleicht sich problemlos an die Bewegungen an.

Weiterhin gibt es spezielle Atemübungen, die sogenannten Pranayamas. Das zusammengesetzte Wort bedeutet so viel wie Kontrolle (yama) oder Erweiterung (ayama) des Atems (prana). Es gibt einfache und kompliziertere Atemübungen. Wenn du noch nie welche gemacht hast, solltest du besonders vorsichtig üben oder dir einen Lehrer suchen. Es kann dir schon bei den einfachen Übungen schwindelig werden, dann solltest du auf jeden Fall sofort aufhören, eine Pause einlegen und es später am Tag oder am nächsten Tag erneut probieren. Wer Asthma und andere Probleme mit der Lunge hat, sollte seinen Arzt befragen, bevor er oder sie speziell Pranayamas betreibt. So gibt es beispielsweise Atemübungen, die mit einem Verschluss der Atemwege oder mit plötzlichen Wechseln arbeiten (Blasebalgatmung). Diese können wir für Laien im Alleingang auf keinen Fall empfehlen!

Alle Atemübungen erfrischen den Geist, bringen den Körper ins Gleichgewicht, beschleunigen den Stoffwechsel und sind daher hervorragende Übungen für die Organe. Wir nutzen meist nur den oberen Brustkorb, daher trainieren wir mit Flanken- und Bauchatmung das ganze Atemwegssystem. Insgesamt wird der Atem auf Dauer, wenn wir fleißig üben, ruhiger und gleichmäßiger werden; wir brauchen nicht mehr so viele Atemzüge pro Minute, was nach Ansicht namhafter Yogis das Leben verlängern soll. Das führt uns zu mehr Gelassenheit, womit wir dem Alltagsstress sinnvoll und wirksam begegnen können.

Nimm eine bequeme, aufrechte Sitzhaltung ein. Hier sind einige Übungen, die jeweils mehrmals wiederholt werden:

Klassische Wellenatmung: Zunächst tief in den Brustkorb atmen, kurz halten, ausatmen. Jetzt in die Seiten (Flanken) atmen, kurz halten, ausatmen. Anschließend tief in den Bauch atmen, kurz halten, ausatmen. Nun in alle drei Stationen tief einatmen, kurz halten, ausatmen. Das Ganze von vorn, wobei der Atem gleichmäßig fließen soll, die Übergänge nicht hart setzen, sondern geschmeidig Ein- und Ausatmung sowie die Bereiche wechseln.
– Einatmen, beim Ausatmen den S-Laut summen.
– Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand beugen. Mit dem rechten Daumen das rechte Nasenloch zuhalten, links ausatmen. Links tief einatmen, das linke Nasenloch mit dem Ringfinger zuhalten, Atem kurz anhalten. Das rechte Nasenloch öffnen, ausatmen. Hier wieder einatmen und so fort.
– Zungenspitze hinter den Zähnen an den Gaumen legen und langsam durch den geöffneten Mund ausatmen. Zungenspitze mittig an den Gaumen legen, einatmen. Zungenspitze nach hinten an den Gaumen legen, ausatmen.
– Zunge einrollen, ein Stück weit aus dem Mund schieben. Durch die Zungenröhre einatmen, Zunge entrollen und einziehen, Mund schließen, durch die Nase ausatmen.
– Einatmen, Atem anhalten und den Brustkorb mit den Fingerspitzen leicht beklopfen. Ausatmen.

Bild © stylephotographs / 123rf.com

Eine entspannende Meditation – so steigerst du die Effektivität

Eine entspannende Meditation
Eine entspannende Meditation

Das Wichtigste bei einer Meditation bist natürlich du selbst. Wie aber erreichst du tatsächlich den gewünschten Zustand der Entspannung? Einerseits erfordert es Übung. Sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene gibt es hilfreiche Bücher mit Hintergrundinformationen und Anleitungen, auch CDs und DVDs können dir helfen.

Beherrschst du die eine oder andere Technik an sich, gibt es weiteres Meditationszubehör, um die gewünschte Wirkung zu intensivieren. Bedenke: Sinn von Yoga-Übungen und Meditationen ist nicht, dich zu kasteien – auch, wenn das sicher traditions- und kulturbedingt in fernöstlichen Klöstern keine Ausnahme darstellt. Das Ziel ist, Erfüllung zu finden, die angewandten Techniken zu einem intensiven Erlebnis werden zu lassen, die Einheit von Körper, Seele und Geist zu erreichen.

Bequem sitzen oder liegen

Ob im Asana, bei Atemübungen oder beim Versinken in eine Meditations-CD, entspannend wird es mit lockerer Kleidung, die dich nicht einschränkt, und einer geeigneten Unterlage. Schließlich möchtest du Blockaden lösen und nicht anschließend durch den harten Boden Verspannungen davontragen. Eine Yogamatte kannst du platzsparend zusammenrollen und überall hin mitnehmen. Dein zu Hause wird durch ein Meditationskissen bereichert. Hier kannst du aufrecht sitzen, Atmung und Energie können frei fließen. Ein Kniekissen schont ebenfalls die Knochen, so dass du dich ganz auf dein Inneres konzentrieren kannst.

Entspannendes Ambiente schaffen

Mit anderem Meditationszubehör schaffst du eine angenehme Atmosphäre, die dich dem Stress und der Hektik des Alltags entfliehen lässt und zu einem tiefen Versinken in deine Übungen einlädt. Verwende eine Räucherung mit einer Duftnote deiner Wahl, um die Sinne zu verwöhnen. Da die Substanzen in Räucherungen auch feinstoffliche Wirkung haben, erfolgt außerdem eine Aufnahme über das Unterbewusstsein. Verwende also eine Räuchermischung in einer ansprechenden, feuerfesten Schale, oder Räucherstäbchen, um dich verwöhnen zu lassen und während deiner Meditation neue Kraft zu schöpfen. Mit dem richtigen Ambiente kannst du dich rundum wohlfühlen und den Erfolg deiner Übungen maximieren.

Yoga- und Meditationszubehör für bestimmte Zwecke

Zahlreiche Alltagsleiden lassen sich durch meditative Versenkung und Yoga lindern. Übst du einen sitzenden Beruf aus, können sich Verspannungen in Rücken und Nacken einstellen, die nicht selten weitere unangenehme Folgen haben. Das muss nicht sein – mit einem entsprechenden Yogaset erhältst du alles, was du für wirksame Übungen benötigst. Damit kommst du auch als Einsteiger zurecht. Geübte Yogis sind einem solchen Set ebenfalls nicht abgeneigt, denn sich müssen sich nicht erst die richtigen Übungen zusammensuchen, sondern können das Übel gleich an der Wurzel packen. Lass dich dabei von sanften Klängen einer Meditations-CD verwöhnen und verwandle den Raum mit einer Räucherung in einen kleinen Tempel, profitieren zugleich Seele und Geist und du gelangst in einen harmonischen, stabilen Zustand frei von Belastungen und Blockaden.

Fazit: Übung ist die eine Seite, um Yogaübungen und Meditationen mit größtmöglichem Erfolg zu absolvieren. Wesentlich effektiver wird die Gesamtwirkung, wenn du dir eine angemessene Umgebung schaffst und für dein uneingeschränktes Wohlbefinden sorgst. So sind einige Minuten entspannende Meditation am Tag ausreichend, um den Alltag gestärkt wieder anzutreten. Auch Profis wissen wertvolle Helfer zu schätzen, um auf jeder Ebene einen freien Energiefluss zu erleben.

©iStock.com/VeraPetruk