Einschlafprobleme? Probiere Yoga zum Einschlafen!

Einschlafprobleme? Probiere Yoga zum Einschlafen!
Bild von Oldiefan auf Pixabay

Du liegst müde im Bett, doch an Schlaf ist einfach nicht zu denken. Du wälzt Dich in Dauerschleife von der linken zur rechten Seite und wieder zurück. Der Geist will einfach nicht zur Ruhe kommen und das Einschlafen wird zum Stress. Kennst Du das? Einschlafprobleme oder sogar Schlafstörungen begleiten leider viele von uns.
Sanfte Yoga-Übungen können Dir dabei helfen das Einschlafen zu erleichtern und tief zu entspannen. In unserem Blogartikel erfährst Du, wie Du mit Yoga erfolgreich Deine Schlafstörungen in den Griff bekommen kannst und die wertvolle Zeit im Bett entspannt verbringst.

Yoga am Abend hilft Dir das Erlebte zu verarbeiten

Unser Kopf ist im Dauereinsatz. Über den ganzen Tag nimmt er Tausende Eindrücke auf, die wir bewusst und vor allem unterbewusst verarbeiten. Besonders in stressigen Phasen sind wir schnell überfordert und schaffen es einfach nicht den “Aus-Knopf” zu drücken. Am Abend, wenn wir dann etwas zur Ruhe kommen, fangen die Gedanken an zu kreisen. Statt gemütlich auf dem Kissen einzuschlummern, zählen wir dann das 1000. Schäfchen. Mit Yoga am Abend kommen Dein Körper und Geist zur Ruhe und die Schlafqualität steigt.

Yoga vor dem Schlafen zu üben hilft Dir dabei…

• Stress gesund abzubauen
• kreisende Gedanken vor dem Schlaf zu stoppen
• das Nervensystem zu beruhigen
• in einen besseren Schlaf zu finden
• entspannt durchzuschlafen

Welche Yoga Übungen bei Schlafstörungen?

Es gibt viele tolle Asanas, die beruhigend auf Körper und Geist wirken. Wir haben Dir 3 Übungen zum Entspannen und für einen besseren Schlaf zusammengestellt. Wenn Du ein Yoga Neuling bist, dann achte darauf, dass Du Dir zuhause einen ruhigen Ort suchst. Gerne kannst Du den Raum etwas abdunkeln oder Kerzen anzünden. Das sorgt für zusätzliche Entspannung. Lege Dich anschließend entspannt auf Deine Yogamatte und nimm ein paar tiefe Atemzüge, um Dich auf die Yoga-Übungen einzustimmen.

Übung Schulterbrücke

Du liegst entspannt auf dem Rücken, die Hände liegen neben Deinem Körper. Stelle nun Deine Füße hüftbreit nahe an Dein Gesäß. Atme nun tief ein und hebe dabei Dein Becken achtsam an. Halte die Position so lange wie es für Dich angenehm ist und atme dabei entspannt weiter. Beim Absetzen des Beckens solltest Du gleichzeitig ausatmen. Wenn Du möchtest, kannst Du dieses Asana auch mit einem Yogablock üben. Einfach unter das Kreuzbein legen und die Entspannung genießen.

Übung Sphinx

Eine wunderbare Yoga-Übung, um Stress abzubauen ist die Sphinx. Sie weitet den Schulter- und Brustbereich und stärkt gleichzeitig die Wirbelsäule. Lege Dich entspannt auf den Bauch und strecke die Füße sowie die Zehen aus. Deine Stirn legst Du dabei auf Deiner Yogamatte ab. Nun streckst Du Deine Hände, mit nach unten gerichteten Handflächen, vor Dir aus. Dabei liegen die Unterarme auf der Matte auf. Mit dem nächsten Atemzug drückst Du Dich mit den Händen von der Matte ab und hebst Deinen Kopf und Oberkörper leicht. Achte darauf, dass der Bauchnabel in Kontakt mit der Yogamatte bleibt. Atme achtsam ein und aus und halte die Übung für mindestens 5 Atemzüge.

Übung Position des Kindes

Diese Yoga-Übung erinnert an die Embryo-Haltung, die wir alle einmal im Bauch der Mutter eingenommen haben. Dabei fühlen wir uns sehr sicher und wohl. Richte Dich hierfür langsam über die Seite auf und knie Dich auf die Yogamatte. Deine Zehen sollten sich dabei berühren. Setze Dich nach hinten auf Deine Fersen ab. Dabei darfst Du die Knie etwas öffnen. Lege nun Deine Stirn auf der Matte ab. Strecke Deine Hände, mit nach unten gerichteten Handflächen, entweder aus oder strecke sie, mit nach oben gerichteten Handflächen, nach hinten aus.


Entspannung in der Totenstellung als “Betthupferl”

Zum krönenden Yoga Abschluss darfst Du Dich in Dein Bett legen. Die Totenstellung (Shavasana) ist perfekt, um anschließend direkt zu schlafen. Lege Dich dafür ganz entspannt auf den Rücken. Die Arme legst Du, mit den Handflächen nach oben, neben Deinen Körper. Deine Fersen sollten sich berühren, die Füße lässt Du locker nach außen fallen. Ein Bolster unter den Kniekehlen sorgt dafür, dass sich Dein unterer Rücken zusätzlich entspannen kann. Atme nun tief und lange ein und aus. Bleibe für mindestens 5 Minuten in dieser Position und versuche Dich nur auf die Atmung zu konzentrieren.

Weitere Tipps für einen besseren Schlaf

Neben Yoga gibt es noch viele weitere Dinge, die Dir abends dabei helfen können, sanft in den Schlaf zu finden. Du hast schon vieles ausprobiert, doch nichts hat geholfen? Vielleicht musst Du an verschiedenen Schräubchen drehen, um in die Entspannung zu finden. Nicht jeder Mensch ist gleich. Was dem einen gut hilft, bringt dem anderen überhaupt nichts. Probiere doch einmal neben Yoga unsere weiteren Tipps gegen Schlafstörungen aus.

Tipps für einen besseren Schlaf und erholsame Nächte:

• Handy aus dem Schlafzimmer verbannen
• mindestens eine halbe Stunde vor dem Schlafen keine E-Mails und Social Media checken
• ein Buch lesen statt den Abend vor dem Fernseher zu verbringen
• leichte Kost zum Abendessen statt Fast Food, Süßes oder riesige Kohlenhydrate-Bomben
• kreisende Gedanken gleich auf einen Notizzettel schreiben und den Kopf somit “leeren”
• höre zum Einschlafen ruhige Entspannungsmusik
• viel Bewegung an der frischen Luft hilft das Nervensystem zu beruhigen

Gesunder Schlaf lässt sich lernen: sei geduldig mit Dir selbst

Wenn die Schlafstörungen dafür sorgen, dass wir im Alltag unkonzentriert sind, Termine vergessen oder allgemein die Energie fehlt, ist es höchste Zeit das Leben umzukrempeln. Wenn das nur so einfach wäre… und ja, es ist leichter gesagt als getan. Sei trotzdem geduldig mit Dir selbst. Gib Dir die nötige Zeit, um die Schlafstörungen in den Griff zu bekommen. Wichtig bei einer Umstellung ist, dass Du nach 1-2 Mal testen nicht gleich aufgibst, bloß weil Du nicht gleich einen Erfolg siehst. Unser Körper ist ein absolutes Gewohnheitstier. Es dauert tatsächlich mehr als 2 Monate bis eine neue Gewohnheit in Fleisch und Blut übergeht. Wir wünschen Dir viel Erfolg dabei, schnell in einen erholsamen und tiefen Schlaf zu finden!

Wichtiger Hinweis: Yoga kann Dir dabei helfen besser zu schlafen, es ist aber kein Allheilmittel. Wenn Deine Schlafprobleme schon länger anhalten und Du darunter leidest, solltest Du auf jeden Fall den Arzt Deines Vertrauens kontaktieren, um das Problem medizinisch abzuklären.

Leidest Du an Schlafstörungen? Oder hat Dir Yoga dabei geholfen besser in den Schlaf zu finden? Wir freuen uns über Deinen Kommentar!