Das eigene Glück finden durch Selbstreflektion

Kennst Du das Gefühl, dass Du traurig bist? Oftmals wissen wir keinen Ausweg und dann ist es nicht selten, dass wir uns so schlecht fühlen, dass wir am liebsten vor allem flüchten wollen. Häufig geben wir sogar dem Außen die Schuld an unseren Gefühlen. Natürlich lösen die Umstände all das in uns aus – die Verantwortung liegt jedoch bei jedem Einzelnen, die Freude in sich zu finden. In diesem Zusammenhang ist die sogenannte Selbstreflexion ein bedeutendes Tool, um mehr zum eigenen Glück zu finden. Alle wichtigen Informationen erfährst Du in diesem Beitrag.

Das eigene Glück finden durch Selbstreflektion
Bild von Gundula Vogel auf Pixabay

Was ist Selbstreflexion?

In erster Linie möchten wir einmal den Begriff Reflexion erklären. Bei Wikipedia beispielsweise steht, dass darunter ein vergleichendes und gleichzeitig prüfendes Nachdenken über das eigene Verhalten verstanden wird. Damit ist die Selbstreflexion eine Methode, die dabei hilft, die Gedanken zu sortieren, zu erkennen und sie wahrzunehmen. Im besten Fall kannst Du dadurch, schlechte Gedanken sogar eliminieren oder verändern. Dadurch entsteht die Möglichkeit, sein Verhalten zu verändern.

Das Glück in uns finden: Warum ist dies wichtig?

Das Sprichwort von Nicolas Chamfort, einem französischer Schriftsteller: “Es ist schwer das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.”

Dieser Spruch bringt es auf den Punkt. Auch wenn wir alle so konditioniert wurden, dass uns das Außen glücklich machen muss, ist dem nicht so. Wir finden alles in uns. Natürlich mag das für den ein oder anderen als unmöglich erscheinen – wer sich bereits auf den Weg zu mehr Bewusstsein gemacht hat und das Meditieren in den eigenen Alltag integriert hat, kommt mehr und mehr zu dem Punkt, dass alles in uns liegt.

Lasst uns das Thema aus einer anderen Perspektive beleuchten. Nehmen wir an, wir könnten das Glück nur oder hauptsächlich im Außen finden, dann würde dies bedeuten, dass wir komplett vom Außen abhängig sind. Jetzt im Ernst: Wie fühlt sich das für dich an? Hierbei würdest Du dich auf andere verlassen müssen. Wenn sich ein Menschen dann nicht deinen Wünschen entsprechend verhält, dann wärest Du gezwungen, traurig oder verletzt zu sein.

Nimmst Du hier jedoch deine Kompetenz und deine Stärke wahr, dann erkennst Du, dass das eigene Handeln dafür ausschlaggebend ist, wie es dir geht.

Zusammengefasst: Es ist außerordentlich wichtig, dass Du erkennst, dass Du für das eigene Leben und dein eigenes Denken verantwortlich bist. Demnach liegt dein Glück zu 100 % in dir und nicht im Außen. Klar ist es so, dass dich das Außen positiv unterstützen bzw. beeinflussen kann. Am Ende triffst jedoch Du die guten Entscheidungen glücklich zu sein.

Wie kannst Du Selbstreflexion in deinen Alltag integrieren?

Der Weg zu mehr Selbsterkenntnis erfolgt über die eigenen Erfahrungen. Wer viele schlechte Erfahrungen macht, fühlt sich entweder wie ein Opfer seiner Umstände oder kommt ins Tun. Wir möchten mit den nachfolgenden Tipps alle Menschen unterstützen, die endlich ins Handeln kommen wollen und jene, die die Erkenntnis hatten, dass sie für die eigene Situation selbst verantwortlich sind.

a) Mindset ändern: In meinem Leben bin ich immer handlungsfähig

Wenn Du verstanden hast, dass Du für deinen eigenen Erfolg verantwortlich bist, dann kannst du entsprechende Schritte gehen. So erreichst Du dein Ziel deutlich leichter. Es ist bedeutend, dass Du verstehst, dass Du in jeder Situation (egal, wie schlecht diese aussehen mag) immer Handlungspotenzial hast.

b) Aufschreiben der eigenen Gedanken für ein erfülltes Leben

Schaffe dir einen schönen Rückzugsort und nimm dir täglich die Zeit, deine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben. Diese Übung darfst Du täglich machen.

Am besten kaufst Du dir dafür einen schönen Block, in dem Du alle deine Notizen machst. Schreiben macht glücklich und bringt dein Gedankenkarussell in Balance.

Folgende Fragen helfen beim Schreiben:

  • Wie geht es dir heute?
  • Was war heute schön an deinem Tag?
  • Welche Emotionen waren präsent?
  • Kennst Du diese bereits aus der Vergangenheit?
  • Welche positiven Dinge kannst Du daraus ziehen?
  • Was wünschst Du dir in solchen Situationen?

Ein Beispiel zum bewussten Reflektieren wäre:

  • Heute bin ich sehr gefühlsbetont und musste schon oft weinen. Dabei kamen mir Gedanken in den Kopf, die mich klein fühlen ließen. Ich fühlte mich in der Vergangenheit gefangen. Ich kann mich erinnern, dass ich mich als Kind genau so hilflos und klein fühlte. Nie konnte ich es meinen Eltern recht machen und genau dasselbe geschah heute bei meiner Kollegin auf der Arbeit. Sie konnte mich einfach nicht verstehen und ließ mich und meine Meinung nicht stehen. Leider konnte ich es mal wieder nicht richtig in Worte fassen. Ich traute mich nicht meine Meinung persönlich zu sagen. Dabei war ich mir bewusst, dass mich das ablehnende und arrogante Verhalten so störte. Eben genau, weil dadurch dieses Gefühl des Klein-seins angetriggert wurde.

Anhand dieses Beispiels kannst Du besser verstehen, worauf es beim Reflektieren und Aufschreiben ankommt.

Merke: Es geht nicht darum, dieses Beispiel jetzt so genau wie möglich imitieren zu wollen. Du musst für dich einen Weg finden, wie Du deine Gefühle am besten zu Papier bringst. Das ist die Basis zur Selbstreflexion. Die Fähigkeit, alle Gefühle niederzuschreiben, kommt mit der Zeit und mit viel Übung. Jeder hat die Fähigkeit zu reflektieren, vergiss das nie. Du kannst es lernen – mach dir keinen Stress, wenn es nicht sofort so funktioniert. Mit der Zeit entdeckst Du, dass andere Menschen nicht schuld an deinen Gefühlen sind.

c) Fokus auf die positiven Dinge

Ein anderer bedeutender Punkt ist, dass Du deinen Fokus auf die positiven und schönen Dinge in deinem Leben richtest. Bei der Selbstreflexion geht es in erster Linie darum, alle deine Gefühle sowie Gedanken wahrzunehmen. Wenn Du alles aufgeschrieben hast, darfst Du anschließend deinen Fokus auf das Schöne im Leben richten. Dabei könnte ein Dankbarkeitstagebuch, in dem Du täglich drei Dinge, für die Du dankbar bist, aufschreibst, dienlich sein.

Regelmäßig Achtsamkeit üben ist das A und O

Wer es schafft, im Moment zu sein und sich immer wieder die eigenen Gefühle ins Bewusstsein zu rufen, wird automatisch glücklicher sein. Mit der Zeit wird dieser Prozess immer leichter vonstatten gehen. Zunächst ist Achtsamkeit sowie Selbstreflexion ein bisschen Arbeit. Besonders jene Menschen, die viel Stress im Job oder mit dem Kind haben, dürfen sich täglich die Zeit nehmen, achtsam zu sein.

  • Achtsames Kochen
  • Achtsames Duschen
  • Achtsames Lesen
  • Achtsames Spazierengehen
  • Achtsame Atemübungen auf dem Meditationskissen
  • Achtsames Essen
  • Achtsamer Umgang mit sich und seinen Körper

Wenn Du es schaffst, täglich achtsam mit dir zu sein und deine Gedanken und Gefühle aufschreibst, wird das zu einer Routine, die Du bald nicht mehr missen möchtest. Nach 30 Tagen in etwa haben wir uns an etwas gewöhnt, sodass es leichter ist im Alltag durchzuführen.

Was hilft dir am besten, um achtsamer und selbst reflektierter zu sein?