Chakras – Ebenen des Bewusstseins

Chakras - Ebenen des Bewusstseins
Chakras – Ebenen des Bewusstseins

Sie sind unsichtbar und haben dennoch einen so großen Einfluss auf unser Bewusstsein, auf unsere Gefühle – kurz, auf alles, was uns ausmacht. Die Chakras sind die Plätze in unserem Körper, in denen sich unsere Energie bündelt, und sind die Bewusstseinszentren unseres Seins.

Alles im Fluss

Wenn Du schon länger Yoga machst, hast Du sicher schon die Erfahrung gemacht, dass es zu den wunderbaren Wirkungen des Yoga gehört, innere und äußere Blockaden aufzulösen, damit unsere Energien wieder fließen können. Denn Leben ist Bewegung. Wenn alles im Fluss sein darf, fühlen wir uns wohl.

Kaum eine Bezeichnung könnte deshalb besser ausdrücken, was unsere Energiezentren angeht: „Chakra“ bedeutet „Rad“ und wird häufig auch mit „Padmas“, dem Lotos beschrieben. Die Lagerstätten unserer Energie drehen sich also wie ein Rad oder öffnen und schließen sich wie eine Lotosblüte. Sie sind ein Symbol für den immerwährenden Kreislauf unseres Lebens.

Sieben Räder für unsere Seele

Auch in (beziehungsweise beim Kronenchakra über) Dir kreisen sieben Chakras, die Dir Lagerstätte für Deine Energie des Lebens sind: das Wurzelchakra (Muladhara), das Sexualchakra (Swadhistana), das Nabelchakra (Manipura), das Herzchakra (Anahata), das Halschakra (Vishuddha), das Stirnchakra (Ajna) und das Kronenchakra (Sahasrara). Im aufrechten Stand oder Sitz liegen die sieben Chakras direkt senkrecht übereinander. Das bedeutet: Immer dann, wenn Du eine äußerlich und im Idealfall auch innerlich aufrechte – geradlinige – Haltung einnimmst, sind Deine Energien im Fluss.

Die zwei Pole Deines Seins

In der aufrechten Haltung hast Du eine intensive Verbindung zu den beiden wichtigen Quellen Deines Lebens: Das Wurzelchakra erdet Dich und verbindet Dich mit der Erde, die Dich trägt und die der Ursprung allen Lebens ist. Das Kronenchakra richtet Dich nach dem Höchsten aus – nach dem Licht und der Liebe, die nie versiegende Quellen sind.

Die Ordnung der Chakras

Typisch für die Lehre von den Chakras ist, dass ihnen bestimmte Dinge zugeordnet sind. Jedes Deiner Chakras mit Ausnahme des Kronenchakras hat zum Beispiel eine Farbe und ein Element, eine Sinneswahrnehmung, einen Gott und eine Göttin als Entsprechung. Zudem wird es Dich als praktizierenden Yogi interessieren, dass es auch für jedes Chakra spezielle Asanas gibt, die die Zirkulation der Energie antreiben, im übertragenen Sinn also das Chakra-Rad drehen. Wunderbar, dass der Sonnengruß eine ideale Übung für die Chakras ist: In Surya Namaskar sprichst Du in einer einzigen, leicht zu erlernden Übungsfolge alle Deine Räder nach und nach an.

Chakra und Bewusstsein

In jedem Rad beziehungsweise jeder Lotosblüte befindet sich ein Zentrum Deines Bewusstseins. So beginnt wieder alles beim Wurzelchakra, das Dir hilft, Dich als menschliche Existenz auf der Erde zu begreifen. Dein Sexualchakra belebt Deine Kreativität und fördert Deine partnerschaftlichen Beziehungen. Über das Nabelchakra entwickelt Du das Bewusstsein, dass Du auf der Erde nicht alleine, sondern immer wieder ein Teil von unterschiedlichen Gruppen bist. Das Herzchakra trägt die Bedeutung ganz besonders im Namen: Dein Herzensbewusstsein wird ausgebildet! Dein Halschakra zeigt Dir, dass Du nicht nur ein körperliche Existenz bist, sondern auch eine Seele hast. Dein drittes Auge,das Stirnchakra, weckt in Dir das Bewusstsein, dass Du ein unverzichtbarer und unverwechselbarer Teil im göttlichen Kosmos bist. Und zuguterletzt ist es das Kronenchakra, das Dir zeigt, dass es Gott gibt, dass der göttliche Funke in Dir entzündet ist und Du selbst ein Teil der göttlichen Existenz bist.

Wachsende Gefühle – wachsendes Glück

Mit jedem Stadium des Bewusstseins erkennen wir uns und unsere Stellung im Kosmos mehr. Diese Erkenntnis ist mit Begreifen, mit Staunen, mit unterschiedlichen Glücksgefühlen verbunden. Konkret heißt das für Deine tägliche Übungspraxis beim Yoga, dass Du über das Stimulieren Deiner Chakras eine ganze Reihe von Effekten auslösen kannst. Ein Beispiel dafür ist wiederum der Sonnengruß. Er hat nicht nur die Dir sicher bekannten Wirkungen wie die körperliche Kräftigung, die Verbesserung Deiner Beweglichkeit oder die Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems. Er lässt auch die Energien fließen, die für Dein erwachendes und wachsendes Bewusstsein wichtig sind und schenkt Dir positve und freudvolle Erlebniswelten, die Dich einfach glücklich machen.

Chakras – auf die Signale hören

Wenn in unseren Chakras Blockierungen vorliegen, ist der Energiefluss, den wir für unsere tägliche Aktivitäten ebenso wie für unser Wohlbefinden brauchen, gestört. Diese Blockierungen können körperlich (etwa durch eine schlechte Haltung) oder seelisch (zum Beispiel durch Herzschmerz oder eine Verletzung) ausgelöst worden sein. Damit Du spürst, dass diese Blockaden vorhanden sind und sie lösen kannst, senden Dir die Chakras Signale auf geistiger (zum Beispiel Angst, Wut, Eifersucht, Schuldgefühle oder ein mangelndes Selbstwertgefühl) oder körperlicher Ebene (zum Beispiel Schmerzen, Entzündungen oder Sucht).

Nimm diese Symptome, die Du aufgrund ihrer typischen Charakteristik den einzelnen Chakras zuordnen kannst, wahr und sieh sie nicht als Feind, sondern als Hilfe auf dem Weg nach Veränderung an. So entsteht die Basis für das natürliche Fließen Deiner Energien – kurz, so entstehen Harmonie und Glück.

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Ajna Chakra – das Dritte Auge und die intuitive Lebensweise

Ajna Chakra - das Dritte Auge und die intuitive Lebensweise
Ajna Chakra – das Dritte Auge und die intuitive Lebensweise

Über das Ajna Chakra, auch sechstes Chakra oder Stirnchakra genannt, stärkt der Mensch sein Drittes Auge, das für die Kommunikation mit dem eigenen Bewusstsein von großer Bedeutung ist. Der Begriff „Ajna“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt „steuern“ oder „wahrnehmen“. Das Ajna Chakra, das hinter dem zwischen den Augenbrauen gelegenen Punkt verortet wird, ist daher das Chakra der höheren Wahrnehmung. Intellektuelle, weise, intuitiv handelnde und mit gestärkten Sinnen denkende Menschen haben meist ein ausgeprägtes Stirnchakra. Wenn Du Dein Ajna Chakra aktivierst, trittst Du in intensiven Dialog mit Deiner Seele und kannst dabei lernen, Deinem Bauchgefühl zu folgen und Entscheidungen intuitiv zu treffen. Indem Du mit Deinem Dritten Auge in Verbindung trittst, gewinnst Du neue und positive Lebensenergie und kannst dem Alltag und den damit verbundenen Herausforderungen mit einem ausgeglichenen Seelenleben begegnen.

Funktion des Ajna Chakras

Körperlich gesehen wird das Ajna Chakra der Hypophyse oder Hirnanhangdrüse zugeordnet, die als Steuerzentrum der gesamten Drüsentätigkeit des Körpers fungiert und für die Energieversorgung des zentralen Nervensystems zuständig ist. Auf psychischer Ebene gilt sie als Zentrum des Geistes und der Willensprojektion. Ist das Stirnchakra aktiviert, können kreative Ideen besser umgesetzt werden und sich durch Inspiration, Sensibilität und gezielte Konzentration in intuitiven, auf die jeweilige Situation abgestimmten Handlungen manifestieren. Menschen, deren Ajna Chakra in Disharmonie steht, sind oft mit dem Problem konfrontiert, ihre kreativen Einfälle nicht in die Tat umsetzen und bei ihren Entscheidungen und Handlungen nicht ihrem Bauchgefühl folgen zu können.

Ihr Leben ist ausschließlich von Vernunft dominiert, wodurch die außersinnliche Wahrnehmung gestört ist. Gleichzeitig sind auch das logische Denkvermögen und die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt. Die Folge ist eine ständige Unterdrückung der eigenen Sehnsüchte, Ideen und Vorstellungen, die mit Orientierungslosigkeit, Ängsten, innerer Unruhe und sogar Schlaflosigkeit einhergehen kann. Um dies zu ändern, kannst Du Dein Ajna Chakra mit gezielter Energiearbeit und einer intensiven Stärkung Deines Bewusststeins aktivieren und harmonisieren.

Asanas zur Stärkung des Stirnchakras

Um das Ajna Chakra und Dritte Auge in der Mitte der Augenbrauen zu aktivieren, kannst Du einige Asanas in Deine Yoga-Sessions integrieren, die die Konzentration auf Deine Gedanken- und Gefühlswelt fördern und dadurch Kontakt zu Deiner Seele herstellen. Besonders gut geeignet ist der Halbmond oder Ardha Chandrasana. Diese Asana bringt die seelische und körperliche Stabilität in Einklang und gilt als einfache Übung für Anfänger. Balasana, die Stellung des Kindes, führt zu einer entspannenden Entlastung der Augen, des Gehirns, der Nerven und der gesamten Rücken- und Schulterpartie. Mit dieser Yoga-Haltung kannst Du Stress gezielt abbauen und Dich für einige Momente ganz auf Dein Seelenleben und Deine Atmung konzentrieren. Um Dein Drittes Auge zu öffnen und Deinen Gleichgewichtsinn zu trainieren, solltest Du auch Garudasana, den Adler, sowie Navasana, die Bootstellung, regelmäßig in Deine Übungen integrieren.

Meditation zur Öffnung des Dritten Auges

Du kannst in Deinen Alltag viele einfache Meditationsübungen integrieren, um Dein Ajna Chakra zu aktivieren. Gezielte Atemtechniken des Pranayama sind als Ajna-Stärkung ebenso von Bedeutung wie Visualisierungs-Meditationen. Da Shakti Hakini, die sechsarmige und sechsköpfige Göttin des Ajna Chakras wie der Mond strahlend weiß ist, soll vor allem die Visualisierung eines weißen Kreises oder Lichtes mit geschlossenen oder mit einer Binde bedeckten Augen Dein Drittes Auge öffnen und Dir den Weg zu Deiner Seele ebnen.

Den positiven Einfluss des weißen Lichtes auf Dein Stirnchakra kannst Du zudem im direkten Sonnenschein oder in hellen Vollmondnächten bewusst auf Deinen Körper einwirken lassen. Auch eine gezielte psychologische Affirmation Deiner Fantasie in Form von schönen Vorstellungen und Deines vollen Vertrauens in Deine Intuition löst Deine inneren Verklemmungen und lässt Deiner Inspiration freien Lauf. Wenn Du zudem bestimmte Nahrungsmittel in Deinen Speiseplan integrierst, kannst Du Dein Ajna Chakra zusätzlich stärken. Besonders rote und dunkle Beeren, Melissentee, Schokolade mit hohem Kakaoanteil, Nüsse und fetter Seefisch zählen zu den Nahrungsmitteln, die Dich dabei unterstützen können, Dein Drittes Auge zu entwickeln.

Da das Dritte Auge mit der Hypophyse in enger Verbindung steht, unterstützt ein geöffnetes Ajna Chakra nicht nur Deine Kreativität und Sensibilität, sondern kann sich auch positiv auf viele von der Hirnanhangdrüse gesteuerte körperliche Vorgänge auswirken. Dadurch fühlst Du Dich auf psychischer und physischer Ebene ausgeglichener und kannst Dein Leben als aktiver und intuitiv handelnder Mensch ohne Sorgen und Ängste in vollen Zügen genießen.

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Vishuddha Chakra – die Läuterung der Sinne

Vishuddha Chakra - die Läuterung der Sinne
Vishuddha Chakra – die Läuterung der Sinne

Das Vishuddha Chakra ist das fünfte der sieben Hauptchakren, wörtlich aus dem Sanskrit übersetzt bedeutet es „Rad der Reinheit“. Das Chakra sitzt mittig auf der Halswirbelsäule und wird hierzulande oft als Halschakra bezeichnet. Als Energiezentrum wird es neben der Hals- und Nackenregion allgemein mit der Kommunikation und der Reinigung und Befreiung der Sinne verbunden. Im Folgenden erfährst Du, wie Du das Vishuddha Chakra aktivieren kannst und welche Eigenschaften diesem Hauptchakra noch zugeordnet sind.

Vishuddha Chakra – Sitz und Bedeutung

Mit seinem zentralen Sitz im Bereich der Kehle strahlt das Vishuddha Chakra sein Energiefeld in den gesamten Hals sowie nach vorne aus. Auch die Schilddrüse und der Vagus-Nerv als die wichtigste Nervenleitung Deines Körpers sind diesem Chakra zugeordnet. Die mit ihm verbundenen Reinheit steht gleichermaßen für die Reinheit Deines Hörens und Sprechens sowie der geistigen Reinheit. Nur wenn Du in der Lage bist, anderen richtig zuzuhören und ihre Gedanken mit einem reinen Geist nachzuvollziehen, wirst Du selbst in reiner Form sprechen können.

Das Vishuddha Chakra wird durch ein kreisförmiges Yantra mit 16 Blütenblättern und einem auf der Spitze stehenden Dreieck symbolisiert. Der Kreis symbolisiert die Einheit und Geschlossenheit des Inneren, das Dreieck steht für die drei Ur-Trinitäten. Die Anzahl der Blütenblätter entspricht den 16 Energiekanälen, die vom Vishuddha Chakra ausgehen und zugleich den 16 Vokalen in der Sprache Sanskrit. Das zugeordnete Chakra-Tier ist der Elefant als Symbol für Stärke und Unendlichkeit.

Eigenschaften und Funktionen des Chakras

Gegenüber der Arbeit mit den anderen Hauptchakren nimmt das Vishuddha Chakra häufig eine unterordnete Rolle ein. Dies jedoch zu Unrecht, da diesem Chakra einige wichtige Funktionen zugeordnet werden. So wird ihm eine essenzielle Rolle für eine gute und reine Atmung zugeschrieben, die nicht nur in Meditation und Yoga unerlässlich ist. Außerdem soll das Chakra einen Einfluss auf die physischen Funktionen dieser Körperregion haben, von einer fehlerfreien Sprechweise bis zur intakten Funktion Deiner Schilddrüse.

Das Vishuddha Chakra nimmt außerdem die wichtige Steuerfunktion der Sonnen- und Mondenergie ein. Diese sind gleichberechtigt und sollten harmonisch durch Deinen Körper fließen. Ist dies nicht der Fall, entwickelt sich je nach dominantem Einfluss ein sehr unruhiger oder apathischer Körper und Geist. Die entsprechende Auswirkung wird symbolisch mit der Unter- oder Überfunktion Deiner Schilddrüse in Verbindung gebracht. Die Auseinandersetzung und Aktivierung mit dem Vishuddha Chakra kann deshalb einen positiven Einfluss auf Deinen Energiefluss nehmen sowie Probleme von Halsschmerzen bis zu Sprachstörungen positiv beeinflussen.

Letztlich ist die reinigende Funktion Deiner Worte und Gedanken ein elementarer Aspekt dieses Chakras. Durch seine Aktivierung sollst Du lernen, Deine Worte weise zu wählen und nur das auszusprechen, was wirklich einer Aussprache würdig ist. Hierdurch kannst Du neue Impulse in Deiner alltäglichen Kommunikation erhalten und Deine Gespräche mit anderen Menschen auf ein neues Niveau heben.

Die Rolle des Vishuddha Chakras im Yoga

Eine Aktivierung des Halschakras im Yoga wird durch eine Reihe von Asanas möglich. Die wichtigsten Figuren, die dieser Aktivierung zugeordnet werden, sind der Schulterstand (Sarvangasana), der Pflug (Halasana), der Bogen (Dhanurasana) sowie die Heuschrecke (Shalabhasana). Empfehlenswert ist, sich nicht nur auf dieses Chakra zu konzentrieren und gleichzeitig das Sakralchakra mit zu aktivieren. Die beiden Chakren stehen eng miteinander in Verbindung, durch ihre parallele Aktivierung wird der gewünschte Fluss von Energie und Reinigung gefördert.

Neben den genannten Asanas gibt es weitere Möglichkeiten, das Vishuddha Chakra zu aktivieren. Hierzu zählen vorrangig Affirmationen und Meditationen, die eine Verbindung zum Universum und dem Weltraum herstellen. In der Meditation ist die Visualisierung des Alls ein wichtiger Schritt zu Aktivierung, in den Affirmationen sollte die Einheit und Verbundenheit mit dem Weltraum im Vordergrund stehen. Auch Singen allgemein aktiviert das Vishuddha Chakra, im Speziellen das Bija-Mantra mit den 16 oben erwähnten Vokalen der Sanskrit-Sprache.

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Sahasrara Chakra – die Symbiose zwischen dem Individuum und der Unendlichkeit

Sahasrara Chakra - die Symbiose zwischen dem Individuum und der Unendlichkeit
Sahasrara Chakra – die Symbiose zwischen dem Individuum und der Unendlichkeit

Das Sahasrara Chakra gilt als das oberste Chakra der insgesamt sieben vorhandenen Hauptchakras. Seine Position befindet sich unmittelbar am Scheitel vom Kopf, wodurch es umgangssprachlich gern auch als das Kronenchakra bezeichnet wird. Visuell lässt sich dieses Chakra als ein tausendblättriger Lotus darstellen. Zu berücksichtigen ist zudem, dass die Zahl „Tausend“ zwar als solche übersetzt wird, jedoch stellvertretend für die Unendlichkeit steht. Daher sieht man das Sahasrara Chakra auch als eine Verbindung zwischen dem einzelnen Individuum und der Unendlichkeit.

Wissenswertes über die Lage und Symbolik

Wie bereits eingangs erwähnt, befindet sich dieses Chakra auf Höhe und Position des Scheitels. Immer strahlt es bei einem Individuum in vielen verschiedenen Farben, wodurch unter anderem die höheren Funktionen des Gehirns symbolisiert werden sollen. Innerhalb dieses Chakras befindet sich zudem das sogenannte Brahmarandhra beziehungsweise die „Öffnung Brahmans“. Die Sushumna findet in diesem Teil ihr Ende und verbindet sich schließlich mit dem Absoluten. Das Sahasrara Chakra wird damit zum Stellvertreter für das Bewusstsein des Individuums. Weiterhin wird es als eine Öffnung gegenüber der göttlichen Gnade oder um eine Bitte von Führung verstanden. In dem Zusammenhang der Verwirklichung sollte auch der Satz „Ich bin Shiva, reines Bewusstsein“ nicht unerwähnt bleiben.

Bei der visuellen Darstellung wird zwischen zwei gängigen Varianten unterschieden. Einerseits wird es gern als der tausendblättrige Lotus dargestellt, welcher das Farbspektrum voll ausnutzt und dementsprechend bunt und farbenfroh erstrahlt. Eine alternative Variante ist die Darstellung mit lediglich 50 Blättern, welche sich an die 50 Buchstaben vom Sanskrit Alphabet anlehnt. Immer wird dieses sowohl visuell als auch spirituell unabhängig von konkreten übernatürlichen Wesen, Chakra-Tieren oder Gottheiten verstanden. Stattdessen positioniert sich das Transzendente in den Vordergrund, welches die unberührte, unveränderte und absolut reine Gnade Gottes, ohne einen konkreten Gott zu benennen, symbolisiert. Eine weitere Bedeutung steht im Zusammenhang mit Shiva. Abstrakt dargestellt, als reines Bewusstsein, ist es unter anderem verantwortlich für die Schöpfungskraft von einem Individuum.

So kannst du dein Sahasrara Chakra aktivieren

Um dein Sahasrara Chakra erfolgreich aktivieren zu können, müssen alle unteren Chakras funktionieren. Hier erneut als Erinnerung, dass das Sahasrara Chakra als das höchste beziehungsweise oberste Chakra gedeutet wird. Aufgrund des stufenhaften Aufbaus ist es deshalb eine Grundvoraussetzung, dass die Chakras eins bis sechs ebenfalls funktionieren. Es ist für die Aktivierung daher unumgänglich, dass du gemeinsam mit Sahasrara harmonisierst und die weiteren sechs Chakras ebenfalls in deinen Fokus einbeziehst.

Beim Yoga hast du mehrere Techniken zur Auswahl, mit denen du gezielt dein Sahasrara Chakra aktivieren kannst, solang die eben genannten Grundvoraussetzungen dafür gegeben sind. Im Folgenden sollen einige dieser Techniken dargestellt und erläutert werden. Es sind mitunter mehrere Anläufe notwendig, bis du die Technik gefunden hast, welche am ehesten zu dir passt und dir folglich zuverlässig erlaubt dieses Chakra zu öffnen. Unter anderem sind das speziell dafür konstruierte Sahasrara Chakra Meditationen, bei denen sich auf das Licht oberhalb vom Scheitel fokussiert wird. Ebenfalls helfen Affirmationen, darunter zum Beispiel der Leitsatz „Ich öffne mich für göttliche Gnade“. Der Blick über den Scheitel gilt als anfängerfreundlich, um die Wahrnehmung einer höheren Wirklichkeit zu unterstützen.

Pranayamas sowie Mudras können dir ebenfalls helfen. Immer wieder wird zur Öffnung vom Chakra das Nabho Mudra empfohlen, auch andere Mudras sind mitunter möglich. Möchtest du versuchen das Sahasrara Chakra mit Hilfe von Asanas zu öffnen, kannst du unter anderem die Positionen Tadasana (der stehende Berg) oder Ardha Matsyendrasana (der Drehsitz) versuchen. Ein Kopfstand, gemeinhin als Shirshasana betitelt, kann dieses Chakra ebenfalls öffnen. Wichtig ist sich zu verwirklichen, dass du dich mit diesen Möglichkeiten und dem Sahasrara Chakra stets gegenüber der göttlichen Kraft öffnen und den göttlichen Segen beziehungsweise Gottes Führung empfangen möchtest.

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Das Anahata Chakra – das 4. Chakra sitzt im Herzen

Das Anahata Chakra - das 4. Chakra sitzt im Herzen
Das Anahata Chakra – das 4. Chakra sitzt im Herzen

Tantra und Hatha Yoga positionieren unser 4. Chakra in der Mitte der Brustwirbelsäule, also etwa dort, wo unser Herz sitzt. Das Anahata Chakra bezeichnet sprachlich auch „Innere“, das „Unverletzliche“ und spielt darauf an, dass dieses 4. Chakra im Zentrum der insgesamt 7 Chakren angesiedelt ist. Damit überbrückt das Herz-Chakra den Raum zwischen den 3 unteren, weltlich stimulierten Chakren Muladhara (Wurzel), Svadhistana (Wirbelsäule), Manipura (Solarplexus) und den 3 oberen geistig-spirituell ausgerichteten Chakren Vishudda (Hals), Ajna (Drittes Auge) und Sahasrara (Krone).

Folglich wird dem Anahata Chakra in dieser Funktion das Element Luft zugeordnet. Deine individuelle Seele trifft an dieser Stelle auf ihr kosmisches Pendant, Du kannst Dich zwischen Thymusdrüse Herzgeflecht mit dem Kosmos verbinden. Außerdem findest Du hier Dein spirituelles Inneres, Dein spirituelles Herz, Liebe, echte Freude und die Hingabe an einen göttlichen, höheren Willen. Das spirituelle Herz im Zentrum des Energiefeldes Kshetra wird auch als Hrid Chakra bezeichnet. Das positiv aktive Herz-Chakra steht für die Freiheit von negativen Emotionen. Das Bija Mantra YAM symbolisiert Anahata Chakra ebenso wie RAAAM und die Aura-Farbe Grün neben der inneren Farbe blau. Die Lotusblume mit 12 Blättern korrespondiert mit dem Herz-Chakra. Jedes Blatt steht für eine Tugend von Anahata-Chakra: Freude, Frieden, Harmonie, Segen, Liebe, Reinheit, Leidenschaft, Klarheit, Vergeben, Verstehen, Freundlichkeit und Geduld.

Anzeichen für Störungen im Anahata-Chakra

Das Herz-Chakra hat einen Bezug zur Ego-Überwindung. Während die ersten drei Chakren die Erdung, die materielle Existenz stärken und damit auch das Ego wachsen lassen können, ist es an Anahata Chakra für Harmonie zwischen dem Ego, dem Kosmos und dem höheren Selbst zu sorgen. Ist das Herz-Chakra überaktiv, finden wir hier manipulative Verhaltensweisen, Bedürftigkeit und abhängige Liebe neben aggressiven Emotionen sowie Leid und Verzweiflung vor. Betroffene fühlen sich uneins mit sich und der Welt. Ein träges Herz-Chakra manifestiert sich in Einsamkeitsgefühlen, Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen und einem Gefühl fehlender Wertschätzung durch andere. Physisch sind Schmerzen im oberen Rücken und in den Schultern, verkrampfte Rumpf- und Hüftmuskeln neben Abweichungen von einem normalen Blutdruck verbreitet.

Anahata Chakra positiv beeinflussen

Das Herz-Chakra kann durch verschiedene Aktivitäten, Meditationen, Yoga-Übungen und Affirmationen in ausgewogene Schwingungen versetzt werden. Im Hatha-Yoga stehen etwa „Adler – Garudasana“, „Kamel – Utrasana“ und „Utanasana – Nach-Vorn-Beugen“ für eine Aktivierung des Anahata-Chakra. Daneben auch „Fisch – Matsyasana„, „Kobra – Bhujangasana„, „Bogen – Dhanurasana“ und „Pflug – Halasana“. Da das Herz-Chakra nicht nur das Herz, sondern mit dem Element Luft auch die Lunge steuert, ist auch der Aufenthalt „an der frischen Luft“ und in der (grünen) Natur dem Herz-Chakra höchst zuträglich.

Die schwarze Antilope und Rehe stehen für das 4. Chakra, mit der Visualisierung dieser Tiere in ihrer Leichtigkeit und Eleganz erfährt Anahata-Chakra positive Unterstützung. Wenn Du mit vor dem Herzen ruhenden Händen betest und Affirmationen wie etwa „Ich bin voller Freude, voller Liebe und mit dem Göttlichen verbunden“ sprichst, gibst Du dem Herz-Chakra ebenfalls positive Impulse. Singen, Klangschalen-Meditationen, kreatives, von Herzen kommendes Arbeiten und verschiedene Atemübungen wie die Wechselatmung, Bhramari (Bienenatmung) und Lachen, das von Herzen kommt, regen Anahata Chakra an.

Anahata Chakra Meditation im Kundalini-Yoga

Kundalini Yoga kennt unter anderem diese Herz-Chakra Meditation (nach Karunesh):
Stehe aufrecht in einer entspannten Haltung an einem angenehmen Ort. Deine Augen bleiben geöffnet. Lege nun beide Hände auf den Mittelpunkt der Brust. Spüre dem Rhythmus Deines Herzschlags nach und atme leicht. Atme neue Energie ein und alte aus. Werde in Deiner Vorstellung weit im Herzen und atme alles Belastende, Unreine aus. Verbinde Dich selbst in alle Richtungen mit der Welt und dem Kosmos, sprenge alles Enge ab. Dein Herz ist weit und groß. Öffne Dich.

Das Herz-Chakra in anderen Traditionen

In Tibet steht das Herzensrad, in der Kabbala Tiphereth, bei esoterischen Christen die Liebe Jesu und bei den Sufis Qalb Ruh sowie Sirr für Anahata-Chakra. Im QiQong ist es der mittlere Tantiem.

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Manipura Chakra – das dritte Chakra

Manipura Chakra
Manipura Chakra

Bei dem Manipura Chakra handelt es sich um das dritte von sieben Hauptchakren. Das Wort setzt sich aus „Mani“ – dem Juwel oder Edelstein und „Pura“ – der Stadt oder dem Ort zusammen. Hierbei geht es also um schlichtweg um eine Stadt der Edelsteine. Diese Übersetzung wird ihm insofern gerecht, weil im Manipura Chakra die schlummernden Talente eines Menschen im Energie-Zentrum aktiviert werden.

Hier ist das Manipura Chakra zu finden

Manipura befindet sich direkt in der Mitte der Lendenwirbelsäule. Von hier aus strahlt vom Keshtra Energiefeld Energie in den gesamten Bereich des Bauches, die sich im Nabel zentriert. Aufgrund dessen wird es häufig auch als Nabho Chakra, Nabhi Chakra oder schlicht Nabelchakra bezeichnet. Manipura steuert mit seiner Energie also den gesamten mittleren sowie oberen Bauchraum, wozu auch das Sonnengeflecht in der Mitte des Rippenbogens zählt. Ist es einmal aktiviert, strahlt es über die Bauchdecke hinaus nach vorn.

Funktion des Manipura-Chakras

Mit seiner Bezeichnung als Sonnen-Chakra wird klar, dass es sich hier um ein Chakra handelt, das mit der Sonnenenergie verknüpft ist. Es spricht den Mut, die Willenskraft und das Selbstvertrauen an. Verbunden mit dieser Energie auch für Leidenschaft, große Begeisterung und Durchsetzungsvermögen. Nicht nur das Sonnen-Chakra selbst, sondern auch der dazugehörige Sonnenenergie-Kanal – Pingala Nadi – wird vom Manipura Chakra gesteuert. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass hier auch die so wichtige Lebensenergie, die Prana, gespeichert wird.

Das starke Manipura erzeugt eine ebenso faszinierende Ausstrahlung. Es sind Menschen mit Charisma, die in der Lage sind, Menschen zu erreichen und neue Ziele anzugehen. Ist es hingegen geschlossen, wird Energie aufgestaut. Es kann schwerem Leistungsverlust kommen. Energie ist gleichzusetzen mit dem Element Feuer, das hier auch Agni genannt wird. Daher ist seine Chakra Farbe ähnlich wie die der Flamme: Orange-Rot, während die Aura-Farbe in Gelb erscheint. Bauchspeicheldrüse, Nebennieren und Verdauung werden ebenfalls vom Manipura Chakra gesteuert. Im Ayurveda entspricht das Manipura Chakra dem Pitta Element.

Positive Eigenschaften fördern

Mit der Aktivierung des Manipura Chakra können positive Eigenschaften losgelöst werden. Dazu gehören in erster Linie das Durchsetzungsvermögen in Verbindung mit dem inneren Feuer und der Leidenschaft im Allgemeinen. Wenn Dir die Begeisterung aber auch die Kreativität fehlt, Dinge durchzusetzen, solltest Du an Deinem Manipura arbeiten. Auch die Verdauung kann gefördert werden. Menschen, die langfristig ohne ersichtlichen Grund Probleme mit der Verdauung haben, können Besserung mit der Öffnung des Manipura erleben.

Die jeweiligen Entsprechungen vom Manipura Chakra

Das Yantra Symbol des Manipura Chakra ist das Dreieck, während es dem Widder zugeordnet wird. Seine Stärke der Sinneswahrnehmung ist das Sehen, Rudra und Lakini sind Gott und Götting für Manipura. Sukshma Sharira steht auf astraler Ebene für den Sharira Körper, die geistig-emotionale Hülle – das Manomaya Kosha ist jedoch für die Kosha, die Hülle verantwortlich. Das Manipura hat die Sonnengruß Stellung 6. Der gelbe Turmalin, der gelbe Topas, Citrin, Bernsein und das Tigerauge sind als Edelsteine mit dem Manipura verbunden. Einen positiven Einfluss haben Aromen wie Anis, Fenchel, Lavendel und Kamille. Im Asana sind Krokodilsübungen, das gedrehte Dreieck sowie gedrehte Heldenvariationen, die Vorwärtsbeuge und Navasana als Bauchmuskelübung auf körperlicher Ebene hilfreich.

Wie wird das Manipura Chakra aktiviert?

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Meditation ist ein hilfreiches Instrument, hierbei werden die jeweils zugehörigen Elemente von Feuer, Sonne und auch Vulkan genutzt. Auch Affirmationen, die während des Tages des öfteren wiederholt werden, sind hilfreich. So zum Beispiel: „Ich erlebe bewusst die Flamme der Leidenschaft.“ Zusätzlich kannst Du Pranayamas oder den Feueratem, Kapalabhati, für Dich nutzen. Auch mit einem Feuer-Mantra oder dem Sonnen-Mantra kannst Du das Manipura Chakra aktivieren. Arati, Homa oder Havan sind traditionelle Feuerzeremonien, die als Ritual durchgeführt werden.

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Svadhisthana-Chakra – Zentrum deiner Kreativität

Svadhisthana-Chakra - Zentrum deiner Kreativität
Svadhisthana-Chakra – Zentrum deiner Kreativität

Im Yoga sowie etwa auch im tantrischen Hinduismus oder in anderen esoterischen Lehren spielen Chakren eine große Rolle. Hierbei gehen die Gelehrten und Anhänger dieser Philosophien davon aus, dass Dein Körper von Energiebahnen – den sogenannten Meridianen – durchzogen ist. Diese Energie entstammt den Chakren, die als Energiezentren agieren und durch die hindurch ein ungehinderter Energiefluss möglich sein sollte. Ist dies nicht der Fall oder liegt eine Störung innerhalb eines Chakras vor, kann es zu seelischen sowie körperlichen Beschwerden kommen.

In den meisten Lehren werden sieben Hauptchakren benannt. Das zweite Hauptchakra ist das Svadhisthana-Chakra, welches auch Sakral- oder Sexualchakra genannt wird. Es wird als weiße Lotusblüte mit sechs Blättern dargestellt mit einer Mondsichel im Zentrum, welche für das Element Wasser steht. Zudem wird dieses Chakra mit dem Geschmackssinn und vor allem der Sexualität einer Person assoziiert. Es ist nach vorne geöffnet und steht für Kreativität, Ursprünglichkeit, Emotionen und das Unbewusste.

Wo liegt das Svadhisthana-Chakra?

Das Svadhisthana-Chakra befindet sich kurz über dem Wurzelchakra etwa zehn Zentimeter unterhalb des Bauchnabels im Bereich des Kreuzbeines. Es steht in enger Verbindung zu den Geschlechtsteilen einer Person und gilt daher auch als Zentrum der Sexualität. Da aus dieser Leben entsteht, gilt dieses Chakra auch als Energiezentrum für alles Ursprüngliche. Aus diesem Grund bedeutet „Svadhisthana“ auch „eigene Wohnstätte oder Residenz“. Aktivierst du dieses Chakra gelangst du also zu deinem eignen Ursprung zurück. Außerdem gibst du deiner Kreativität Raum, die ja auch als Schaffenskraft bezeichnet wird und daher Ursprung zahlreicher kreativer Werke ist.

Zentrum der hormonellen und sexuellen Gesundheit

Die Energie im Svadhisthana-Chakra kann eine Vielzahl von Körperfunktionen positiv oder negativ beeinflussen. Von hier aus wird beispielsweise der Fluss aller Körpersäfte wie Blut, Urin, Vaginalschleim, Schweiß etc. beeinflusst. Zudem wird die hormonelle Zufuhr in Eierstöcken und Hoden reguliert.

Ist das Sakralchakra aktiviert, so leben Personen eine erfüllte Sexualität aus, lassen ihrem kreativen Fluss freien Lauf und können ohne große Anstrengung neue Werke erschaffen. Auch sind für diese Personen Impotenz, Frigidität oder Bindungsängste sind Fremdwörter für Menschen, mit einem ausgewogenen Energiehaushalt innerhalb des Svadhisthana-Chakras. Ist dieses allerdings blockiert, so können eine ganze Reihe von physischen oder psychischen Krankheiten oder Störungen auftreten. Beispielsweise ist es möglich, dass die Ausschüttung von (Sexual)Hormonen gehemmt ist, so dass eine erfüllte Sexualität oder gar Partnerschaft nicht mehr denkbar ist. Häufig leiden Menschen, bei denen das Sakralchakra nicht ausreichend aktiviert ist zudem unter Antriebs- sowie Lustlosigkeit und können sich für eine Sache nur wenig begeistern. In schwerwiegenden Fällen führt die Sexualchakra-Störung zudem zu bestimmten Süchten wie Magersucht, Fettleibigkeit oder Nymphomanie und der Aufbau von zwischenmenschlichen Beziehungen ist deutlich erschwert bis hin zur kompletten Isolation des Betroffenen.

Wie das Svadhisthana-Chakra angeregt werden kann

Um das Svadhisthana-Chakra zu stimulieren oder es wieder ins Gleichgewicht zu bringen, eignet sich Yoga neben anderen Techniken verschiedenster Lehren hervorragend. Im Rahmen einer Meditation, welche beispielsweise in der Padmasana-Sitzhaltung erfolgen kann, ist es beispielsweise hilfreich, sich einen Wasserfall oder eine Quelle vorzustellen, da das Element des Svadhisthana-Chakra das Wasser ist. Aus diesem Grund können auch Probleme mit Körperflüssigkeiten, Nierenbeschwerden oder trockene Haut auf eine Störung innerhalb des zweiten Hauptchakras zurückzuführen sein. Auch spezielle Atemtechniken – Pranayama genannt – können sich positiv auf dein Sexualchakra auswirken.

Auch das Wiederholen des Bija Mantras „Vam“ öffnet das Sakralchakra und regt dich so zu mehr Kreativität an. Außerdem wird deine Sexualität erweckt. wenn du diesen Effekt noch verstärken möchtest, kannst du außerdem besondere Chakra-Steine wie den orangen Jaspis oder einen Citrin tragen. Ferner fördern auch gewisse Aromen wie Ylang-Ylang oder Sandelholz den reibungslosen Energiefluss innerhalb des Sexualchakras. Darüber hinaus wirken sich alle fließenden Bewegungen – wie sie etwa beim Tanzen oder Schwimmen erfolgen – positiv auf das Energiezentrum aus.

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Muladhara Chakra – das Wurzel-Chakra

Muladhara Chakra - das Wurzel-Chakra
Muladhara Chakra – das Wurzel-Chakra

Was sind Chakras?

Der Begriff „Chakra“ bedeutet übersetzt „Rad“ und ist eine Andeutung auf Energiezentren, die ebenfalls rund verlaufen. Chakras können offen oder geschlossen sein und werden als Zentren subtiler Lebensenergien betrachtet. Diese sind Lagerplätze von Energiekräften und Energiezentren. Ein Chakra ist ein Stadium des Bewusstseins und vermittelt ein Gefühl der Freude oder Glückseligkeit. In jedem Chakra herrscht eine Göttin oder ein Gott, wobei jedes Chakra durch eine bestimmte Tierart repräsentiert wird. Ein Chakra besitzt eine feste Anzahl von Blütenblättern, welche die Nadis repräsentieren. Farben, Mantras und Bija sprechen die einzelnen Blütenblätter an.

Was ist das Muladhara Chakra?

Das Muladhara Chakra ist eines der sieben Haupt-Chakras und ist im untersten Bereich angesiedelt, weshalb es auch als Wurzel-Chakra bezeichnet wird. Der Name Muladhara Chakra setzt sich aus Mula (Wurzel) und Ahara (Stütze) zusammen. Das Chakra befindet sich am untersten Ende der Wirbelsäule. Die innere Farbe des Muladhara Chakra ist gelb bis ockergelb und soll die Farbe der Erde signalisieren. Das Muladhara Chakra ist der Sitz des Erdelements, welches als Prithivi Tattwa bezeichnet wird. Das Wurzel Chakra besitzt vier Blüttenblätter, die auch als Haupt-Nadis, d.h. als Energie-Kanäle bezeichnet werden. Die Blätter des Chakras sind rot und das Yantra ist ein Quadrat.

Der elefantenköpfige Gott Ganesha regiert das Chakra und symbolisiert Ausdauer, Segen, Festigkeit und den Beginn. Der Gott Brahma ist der Schöpfer und regiert das Chakra ebenfalls, weshalb das Chakra als Wurzelchakra der gesamten Schöpfung zu betrachten ist. Die Göttin im Muladhara Chakra ist Dakini, welche auf einem roten Lotus sitzt. Die Göttin Dakini strahlt manchmal in Weiß, aber zumeist in Rot. Das schöne Gesicht mit drei Augen wird von vier Armen, einem Dreizack, einem Stab und einem Schädel ergänzt. Ähnlich wie der Gott Brahma wird die Göttin in vielen Situationen mit einem Trinkgefäß und einem Schwan dargestellt. Das Muladhara Chakra steuert den Geruchssinn, der über Partikel Gerüche aufnimmt. Das Chakra-Tier ist der Elefant. Kein Wunder: Dieses ist das schwerste und größte Säugetier der Welt.

Wissenswertes über das Muladhara Chakra

Dem Muladhara Chakra wohnen besonders positive Eigenschaften inne. Die Eigenschaften, die dem Muladhara Chakra am häufigsten zugesprochen werden sind Gleichgewicht, Ausdauer, Ruhe, Beständigkeit, Sparsamkeit, Realitätssinn, gesunder Menschenverstand und Prinzipientreue. Die Motivationen im Muladhara Chakra sind Essen, Schlafen und Trinken – eben alles, was in Verbindung mit Selbsterhaltung steht. An der Spitze des Muladhara Chakras befindet sich die Brahma Granthi, was für die Schwierigkeit steht von einer grobstofflichen zu einer feinstofflichen Wahrnehmung zu kommen. Die Aktivierung des Chakras kann auf verschiedene Arten erfolgen.

Mit speziellen Meditationen kann das Chakra gestärkt werden. Dazu gehören vor allem Visualisierungen von Bergen, Bäumen und Wurzeln. Eine Stärkung kann auch durch Affirmationen erfolgen wie zum Beispiel „Ich bin gut verwurzelt“ oder „Ich finde Zugang zu meinen Wurzeln“. Gleiches gilt für spezielle Pranayamas und Mantras. Die Ausführung der erforderlichen Meditationen erfordert Zeit und Erfahrung. Durch eine erhöhte Konzentration und einen geübten Körper und Geist kann der Effekt von Meditationen erheblich gesteigert werden, was zu einer besseren Verbindung zum Chakra führt. Das Muladhara Chakra ist die Grundlage des menschlichen Energiezentrums. Im Muladhara Chakra liegt der Ursprung des Kanda, der Wurzelknolle. Das Chakra ist der Ursprung der drei Haupt-Nadis, weshalb die freigesetzte Energie über die feinstoffliche Wirbelsäule herauf wandert. Als Sitz der kosmischen Energie des Menschen ist das Chakra überaus mächtig. Dieses muss extrem stark sein, damit das machtvolle Kundalini darin aufsteigen kann.

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