Prem Meditation – der Weg der Liebe

Prem Meditation - der Weg der Liebe
Prem Meditation – der Weg der Liebe

Prem bedeutet übersetzt “Liebe”. Bei dieser Meditation geht es also um den spirituellen Weg der Liebe, um die Liebe wieder aufleben zu lassen und zu aktivieren. Im Alltag wird Liebe oft verdrängt, verursacht durch Verletzungen und schlechten Erfahrungen, aber auch durch Stress und anderen Themen, die wichtiger zu sein scheinen. Möchtest Du wieder mehr Gefühl von allumfassender Liebe spüren und Liebe in die Welt verströmen, dann praktiziere regelmäßig die Prem Meditation. Diese ist keine vorgefertigte Meditationspraxis, sondern kann auf viele Arten durchgeführt werden. Im Zentrum der Prem Meditation steht jedenfalls Dein viertes Chakra, das Herz-Chakra, das es zu aktivieren und zu pflegen gilt. Durch die aktive Beschäftigung mit Deinem Herz-Chakra wirst Du nicht nur wieder empfänglicher für die schönen und zarten Gefühle, sondern vergrößerst auch das Verständnis für Dich und andere durch liebevolle Empfindungen. Denn Liebe ist die größte Kraft, um ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen. Liebe verbindet und sorgt dafür, dass Du in Deiner Mitte bist und aus dieser heraus handelst. Beschäftige Dich deshalb mittels Prem Meditation mit Deinem Herz-Chakra, um es zu öffnen, zu reinigen, zu heilen und zu stärken.

Bedeutung und Aufgabe des Herz-Chakras für die Prem Meditation

Von den sieben Hauptchakras ist das vierte das Anahata-Chakra. Das Herz-Chakra steht für Liebe, Mitgefühl, Hingabe und Herzensfreude. Bei vielen Menschen ist das Herz-Chakra strapaziert. Denn Gefühle stehen nun mal im Zentrum unseres Daseins und den meisten Menschen fällt es schwer, sich mit ihren Gefühlen intensiv zu beschäftigen. Im Laufe eines Lebens kommen wir aber nicht umhin, uns mit unseren Gefühlen zu beschäftigen. Hast Du dies in letzter Zeit vernachlässigt, dann hilft Dir eine Prem Meditation. Mit einer Prem Meditation mit Fokus auf Dein viertes Chakra kannst Du Dein Herz behandeln und stärken. Denn das Herz-Chakra verarbeitet all Deine Erfahrungen auf der Gefühls- und Empfindungsebene. Zu solchen Gefühlen zählen neben Liebe, Mitgefühl und Hingabe auch Trauer und Schmerz. Funktioniert das Herz-Chakra, wie es soll, bist Du in der Lage, bedingungslose Hingabe und Liebe zu empfinden und weiterzugeben. Denn im Herzen ist die reinste und universelle Liebe zu Hause. Wird Dein Herz von dieser durchströmt, erkennst Du Deine innerste Wahrheit.

Anleitung zu einer Prem Meditation: wie Du Dein Herz-Chakra öffnest, stärkst und heilst

Für diese Prem Meditation benötigst Du nur fünf bis zehn Minuten. Führe sie möglichst täglich aus, um Dein Herz-Chakra auf sanfte Art zu öffnen und zu heilen. Begebe Dich für diese Prem Meditation an einen ruhigen Ort und mache es Dir im Schneider- oder Lotusblütensitz bequem. Lege die Handflächen auf Deinen Knien ab oder verwende das Mudra. Atme tief ein und wieder aus und beginne damit, lange Wurzeln in Verlängerung Deiner Wirbelsäule in den Boden wachsen zu lassen. Fortgeschrittene können sich auch über das Scheitel-Chakra mit dem Universum verbinden. Erst wenn Du die Verwurzelung mit der Erde oder die Verbindung mit dem Universum spürst, lenke Deine Aufmerksamkeit und Deinen Atem zum Herz-Chakra. Visualisiere beim Einatmen reines, weißes Licht, das Dein Wurzel-Chakra mit dem Sakral-Chakra verbindet und durch Dein Herz-Chakra fließt. Imaginiere danach die Farbe Rot im Bereich des Wurzel-Charkras und grün im Herz-Chakra. Beim Ausatmen lass die Energie und das Licht wieder aus dem von Dir zu Anfang gewählten Kanal ausleiten, entweder in die Erde oder zurück zum Universum. Wiederhole diese Übung und lass die grüne Lichtkugel im Herz-Chakra besonders groß und weit werden. Wenn Du das Gefühl hast, dass die maximale Ausdehnung erreicht wurde, kannst Du die Meditation beenden. Lege dafür Deine Hände auf Dein Herz-Chakra und spüre die Energie nach. Sei dankbar für die empfangene Energie. Öffne langsam die Augen und komme wieder zurück ins Hier und Jetzt.

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Aum Meditation – aktiv zu einem neuen Lebensgefühl

Aum Meditation - aktiv zu einem neuen Lebensgefühl
Aum Meditation – aktiv zu einem neuen Lebensgefühl

Die AUM Meditation (Awareness Understanding Meditation) wurde im Rahmen eines mehrtägigen spirituellen Marathons vom Philosophen Rajneesh Chandra Mohan Jain in der indischen Stadt Pune geschaffen. Sein begeisterter Schüler Veeresh entwickelte daraus ab 1975 die heute bekannte aktive Methode zur Wiederherstellung des geistigen und seelischen Gleichgewichts. Er lehrt die Technik heute an seiner Humaniversity in der niederländischen Gemeinde Egmond. Die AUM Meditation wird von ihm als 2 ½-Stunden-Therapie oder, ganz nach dem Vorbild seines Meisters, als Marathon angeboten, der mehrere Tage lang dauert. Bei letzterem handelt es sich um eine emotional und körperlich sehr anstrengende Art von Gruppentherapie, die – unter anderem durch Schlafentzug – an die persönlichen Leistungsgrenzen der Teilnehmer führen und dabei neue Lebenskräfte freisetzen soll.

Ziel der AUM Meditation

Bei der AUM Meditation handelt es sich um ein spirituelles Ereignis mit Therapie-Funktion, welches das Herz-Chakra öffnen soll. Die spezielle Technik soll Geist und Seele reinigen, die Emotionen in ihrer Gesamtheit transformieren und zu Klarheit sowie Selbstvertrauen verhelfen, darüber hinaus Stress in kreative Energie und schmerzliche Gefühle in einen empathischen Umgang mit den Mitmenschen verwandeln.

Die Methode wird als Technik zur Transformation von Gefühlen beschrieben. Mithilfe dieser Erfahrung des ganzheitlichen Seins ist es möglich, so die Teilnehmer, seinen Frieden mit seinem Dasein und Umfeld zu machen.

Verlauf der AUM Meditation

Die AUM Meditation stellt eine Technik dar, die in einem sozialen Gefüge mit Gleichgesinnten ausgeführt wird. Sie zeigt im Anwendungsverlauf, wie sich die Menschen im Umgang mit anderen Personen verhalten. Während des Verlaufs der AUM Meditation erleben die Teilnehmer eine Art Spiegelung. Durch intensive Empfindungen und schnell wechselnde Kontakte und Aktivitäten, können alte und möglicherweise zerstörerische Verhaltensmuster erkannt, aktualisiert und vertrieben werden. Die AUM Meditation ist somit unter Umständen in der Lage, Menschen sanft von alten, ausgetretenen Pfaden wegzuführen und einen liebevollen Rahmen zu bieten, innerhalb dessen neue Wege ausprobiert werden können.

Die 13 Stufen der AUM Meditation

Die AUM Meditation umfasst 13 Stufen zu je zwölf Minuten mit jeweils unterschiedlichen musikalischen Klängen.

Stufe 1: zurück in die Hölle

Je zwei Menschen stehen sich mit böser Miene gegenüber und schreien: “Ich hasse dich!” Anschließend brüllen sie sich im Wechsel aggressiv an und werfen sich gegenseitig negative Äußerungen an den Kopf. Auf diese Weise knüpfen sie einen engen Kontakt zu ihrer Wut sowie ihrem Schmerz und drücken diese Emotionen lautstark und ohne Hemmungen aus. Diese Stufe ist sehr intensiv und kann weitere Gefühle wie Kränkung, Hilflosigkeit oder negatives Denken aktivieren. Die Teilnehmer können in einem liebevollen Umfeld “böse” sein und ohne Konsequenz alles Belastende herauslassen.

Stufe 2: Verzeihung

Die Anwender entschuldigen sich bei den Personen, die sie angebrüllt haben.

Stufe 3: Himmel

Wenn sich die Musik verändert, schließen die Teilnehmer die Augen, schauen danach ihr Gegenüber wieder an und sagen: “Ich liebe dich”. Danach umarmen sich die beiden und wechseln anschließend den Meditationspartner.

Die Teilnehmer laufen auf der Stelle, strecken ihre Arme nach oben und schreien, was ihnen gerade einfällt. Dabei wird ihre Energie zur Gänze in Stimme und Bewegung gesteckt.

Stufe 5: erwachende Lebensenergie

Hier schließen die Anwender ihre Augen und schütteln sich komplett durch.

Stufe 6: Nest des Kuckucks

Die Teilnehmer tanzen, lachen, springen und singen, sie lassen ihrer Energie mit ihrem gesamten Körper freien Lauf und zeigen sich in ihrer ganzen “Verrücktheit”.

Stufe 7: Freiheit

Während dieser Stufe schließen die Personen die Augen und tanzen, von aller Last befreit, nur für sich.

Stufe 8: Schmelzen

Alleine oder auch mit einem Meditationspartner wird sitzend Traurigkeit ausgedrückt

Stufe 9: lachender Buddha

Die Anwender beginnen zu kichern und haben kurz darauf herumalbernd, neckend und lachend jede Menge Spaß mit den anderen Personen.

Stufe 10: Verführungstanz

Die Anwender tanzen, als ob sie einen potenziellen Sexualpartner bezaubern wollen. Sie aktivieren ihre Verführungskunst und spielen mit ihrer ganzen Erotik.

Stufe 11: Zentrum des gesamten Universums

Die Teilnehmer stehen im Kreis, umarmen einander und singen das Mantra der Meditation: “AUM”.

Stufe 12: Erkenntnis

Nun folgt die tatsächliche Meditation. Sitzend beobachten die Teilnehmer ihren Körper, ihre Gefühle und Gedanken, werden auf diese Weise zu Zeugen der Erkenntnis und erfahren die Stille.

Stufe 13: Dank

Abschließend begegnen die Teilnehmer ihren Mitanwendern mit der Dank- und Grußformel “Namaste” und einer Verneigung. Sie danken sie einander für das gemeinsame Erlebnis.

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Chakras – Ebenen des Bewusstseins

Chakras - Ebenen des Bewusstseins
Chakras – Ebenen des Bewusstseins

Sie sind unsichtbar und haben dennoch einen so großen Einfluss auf unser Bewusstsein, auf unsere Gefühle – kurz, auf alles, was uns ausmacht. Die Chakras sind die Plätze in unserem Körper, in denen sich unsere Energie bündelt, und sind die Bewusstseinszentren unseres Seins.

Alles im Fluss

Wenn Du schon länger Yoga machst, hast Du sicher schon die Erfahrung gemacht, dass es zu den wunderbaren Wirkungen des Yoga gehört, innere und äußere Blockaden aufzulösen, damit unsere Energien wieder fließen können. Denn Leben ist Bewegung. Wenn alles im Fluss sein darf, fühlen wir uns wohl.

Kaum eine Bezeichnung könnte deshalb besser ausdrücken, was unsere Energiezentren angeht: “Chakra” bedeutet “Rad” und wird häufig auch mit “Padmas”, dem Lotos beschrieben. Die Lagerstätten unserer Energie drehen sich also wie ein Rad oder öffnen und schließen sich wie eine Lotosblüte. Sie sind ein Symbol für den immerwährenden Kreislauf unseres Lebens.

Sieben Räder für unsere Seele

Auch in (beziehungsweise beim Kronenchakra über) Dir kreisen sieben Chakras, die Dir Lagerstätte für Deine Energie des Lebens sind: das Wurzelchakra (Muladhara), das Sexualchakra (Swadhistana), das Nabelchakra (Manipura), das Herzchakra (Anahata), das Halschakra (Vishuddha), das Stirnchakra (Ajna) und das Kronenchakra (Sahasrara). Im aufrechten Stand oder Sitz liegen die sieben Chakras direkt senkrecht übereinander. Das bedeutet: Immer dann, wenn Du eine äußerlich und im Idealfall auch innerlich aufrechte – geradlinige – Haltung einnimmst, sind Deine Energien im Fluss.

Die zwei Pole Deines Seins

In der aufrechten Haltung hast Du eine intensive Verbindung zu den beiden wichtigen Quellen Deines Lebens: Das Wurzelchakra erdet Dich und verbindet Dich mit der Erde, die Dich trägt und die der Ursprung allen Lebens ist. Das Kronenchakra richtet Dich nach dem Höchsten aus – nach dem Licht und der Liebe, die nie versiegende Quellen sind.

Die Ordnung der Chakras

Typisch für die Lehre von den Chakras ist, dass ihnen bestimmte Dinge zugeordnet sind. Jedes Deiner Chakras mit Ausnahme des Kronenchakras hat zum Beispiel eine Farbe und ein Element, eine Sinneswahrnehmung, einen Gott und eine Göttin als Entsprechung. Zudem wird es Dich als praktizierenden Yogi interessieren, dass es auch für jedes Chakra spezielle Asanas gibt, die die Zirkulation der Energie antreiben, im übertragenen Sinn also das Chakra-Rad drehen. Wunderbar, dass der Sonnengruß eine ideale Übung für die Chakras ist: In Surya Namaskar sprichst Du in einer einzigen, leicht zu erlernden Übungsfolge alle Deine Räder nach und nach an.

Chakra und Bewusstsein

In jedem Rad beziehungsweise jeder Lotosblüte befindet sich ein Zentrum Deines Bewusstseins. So beginnt wieder alles beim Wurzelchakra, das Dir hilft, Dich als menschliche Existenz auf der Erde zu begreifen. Dein Sexualchakra belebt Deine Kreativität und fördert Deine partnerschaftlichen Beziehungen. Über das Nabelchakra entwickelt Du das Bewusstsein, dass Du auf der Erde nicht alleine, sondern immer wieder ein Teil von unterschiedlichen Gruppen bist. Das Herzchakra trägt die Bedeutung ganz besonders im Namen: Dein Herzensbewusstsein wird ausgebildet! Dein Halschakra zeigt Dir, dass Du nicht nur ein körperliche Existenz bist, sondern auch eine Seele hast. Dein drittes Auge,das Stirnchakra, weckt in Dir das Bewusstsein, dass Du ein unverzichtbarer und unverwechselbarer Teil im göttlichen Kosmos bist. Und zuguterletzt ist es das Kronenchakra, das Dir zeigt, dass es Gott gibt, dass der göttliche Funke in Dir entzündet ist und Du selbst ein Teil der göttlichen Existenz bist.

Wachsende Gefühle – wachsendes Glück

Mit jedem Stadium des Bewusstseins erkennen wir uns und unsere Stellung im Kosmos mehr. Diese Erkenntnis ist mit Begreifen, mit Staunen, mit unterschiedlichen Glücksgefühlen verbunden. Konkret heißt das für Deine tägliche Übungspraxis beim Yoga, dass Du über das Stimulieren Deiner Chakras eine ganze Reihe von Effekten auslösen kannst. Ein Beispiel dafür ist wiederum der Sonnengruß. Er hat nicht nur die Dir sicher bekannten Wirkungen wie die körperliche Kräftigung, die Verbesserung Deiner Beweglichkeit oder die Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems. Er lässt auch die Energien fließen, die für Dein erwachendes und wachsendes Bewusstsein wichtig sind und schenkt Dir positve und freudvolle Erlebniswelten, die Dich einfach glücklich machen.

Chakras – auf die Signale hören

Wenn in unseren Chakras Blockierungen vorliegen, ist der Energiefluss, den wir für unsere tägliche Aktivitäten ebenso wie für unser Wohlbefinden brauchen, gestört. Diese Blockierungen können körperlich (etwa durch eine schlechte Haltung) oder seelisch (zum Beispiel durch Herzschmerz oder eine Verletzung) ausgelöst worden sein. Damit Du spürst, dass diese Blockaden vorhanden sind und sie lösen kannst, senden Dir die Chakras Signale auf geistiger (zum Beispiel Angst, Wut, Eifersucht, Schuldgefühle oder ein mangelndes Selbstwertgefühl) oder körperlicher Ebene (zum Beispiel Schmerzen, Entzündungen oder Sucht).

Nimm diese Symptome, die Du aufgrund ihrer typischen Charakteristik den einzelnen Chakras zuordnen kannst, wahr und sieh sie nicht als Feind, sondern als Hilfe auf dem Weg nach Veränderung an. So entsteht die Basis für das natürliche Fließen Deiner Energien – kurz, so entstehen Harmonie und Glück.

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Ajna Chakra – das Dritte Auge und die intuitive Lebensweise

Ajna Chakra - das Dritte Auge und die intuitive Lebensweise
Ajna Chakra – das Dritte Auge und die intuitive Lebensweise

Über das Ajna Chakra, auch sechstes Chakra oder Stirnchakra genannt, stärkt der Mensch sein Drittes Auge, das für die Kommunikation mit dem eigenen Bewusstsein von großer Bedeutung ist. Der Begriff “Ajna” stammt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt “steuern” oder “wahrnehmen”. Das Ajna Chakra, das hinter dem zwischen den Augenbrauen gelegenen Punkt verortet wird, ist daher das Chakra der höheren Wahrnehmung. Intellektuelle, weise, intuitiv handelnde und mit gestärkten Sinnen denkende Menschen haben meist ein ausgeprägtes Stirnchakra. Wenn Du Dein Ajna Chakra aktivierst, trittst Du in intensiven Dialog mit Deiner Seele und kannst dabei lernen, Deinem Bauchgefühl zu folgen und Entscheidungen intuitiv zu treffen. Indem Du mit Deinem Dritten Auge in Verbindung trittst, gewinnst Du neue und positive Lebensenergie und kannst dem Alltag und den damit verbundenen Herausforderungen mit einem ausgeglichenen Seelenleben begegnen.

Funktion des Ajna Chakras

Körperlich gesehen wird das Ajna Chakra der Hypophyse oder Hirnanhangdrüse zugeordnet, die als Steuerzentrum der gesamten Drüsentätigkeit des Körpers fungiert und für die Energieversorgung des zentralen Nervensystems zuständig ist. Auf psychischer Ebene gilt sie als Zentrum des Geistes und der Willensprojektion. Ist das Stirnchakra aktiviert, können kreative Ideen besser umgesetzt werden und sich durch Inspiration, Sensibilität und gezielte Konzentration in intuitiven, auf die jeweilige Situation abgestimmten Handlungen manifestieren. Menschen, deren Ajna Chakra in Disharmonie steht, sind oft mit dem Problem konfrontiert, ihre kreativen Einfälle nicht in die Tat umsetzen und bei ihren Entscheidungen und Handlungen nicht ihrem Bauchgefühl folgen zu können.

Ihr Leben ist ausschließlich von Vernunft dominiert, wodurch die außersinnliche Wahrnehmung gestört ist. Gleichzeitig sind auch das logische Denkvermögen und die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt. Die Folge ist eine ständige Unterdrückung der eigenen Sehnsüchte, Ideen und Vorstellungen, die mit Orientierungslosigkeit, Ängsten, innerer Unruhe und sogar Schlaflosigkeit einhergehen kann. Um dies zu ändern, kannst Du Dein Ajna Chakra mit gezielter Energiearbeit und einer intensiven Stärkung Deines Bewusststeins aktivieren und harmonisieren.

Asanas zur Stärkung des Stirnchakras

Um das Ajna Chakra und Dritte Auge in der Mitte der Augenbrauen zu aktivieren, kannst Du einige Asanas in Deine Yoga-Sessions integrieren, die die Konzentration auf Deine Gedanken- und Gefühlswelt fördern und dadurch Kontakt zu Deiner Seele herstellen. Besonders gut geeignet ist der Halbmond oder Ardha Chandrasana. Diese Asana bringt die seelische und körperliche Stabilität in Einklang und gilt als einfache Übung für Anfänger. Balasana, die Stellung des Kindes, führt zu einer entspannenden Entlastung der Augen, des Gehirns, der Nerven und der gesamten Rücken- und Schulterpartie. Mit dieser Yoga-Haltung kannst Du Stress gezielt abbauen und Dich für einige Momente ganz auf Dein Seelenleben und Deine Atmung konzentrieren. Um Dein Drittes Auge zu öffnen und Deinen Gleichgewichtsinn zu trainieren, solltest Du auch Garudasana, den Adler, sowie Navasana, die Bootstellung, regelmäßig in Deine Übungen integrieren.

Meditation zur Öffnung des Dritten Auges

Du kannst in Deinen Alltag viele einfache Meditationsübungen integrieren, um Dein Ajna Chakra zu aktivieren. Gezielte Atemtechniken des Pranayama sind als Ajna-Stärkung ebenso von Bedeutung wie Visualisierungs-Meditationen. Da Shakti Hakini, die sechsarmige und sechsköpfige Göttin des Ajna Chakras wie der Mond strahlend weiß ist, soll vor allem die Visualisierung eines weißen Kreises oder Lichtes mit geschlossenen oder mit einer Binde bedeckten Augen Dein Drittes Auge öffnen und Dir den Weg zu Deiner Seele ebnen.

Den positiven Einfluss des weißen Lichtes auf Dein Stirnchakra kannst Du zudem im direkten Sonnenschein oder in hellen Vollmondnächten bewusst auf Deinen Körper einwirken lassen. Auch eine gezielte psychologische Affirmation Deiner Fantasie in Form von schönen Vorstellungen und Deines vollen Vertrauens in Deine Intuition löst Deine inneren Verklemmungen und lässt Deiner Inspiration freien Lauf. Wenn Du zudem bestimmte Nahrungsmittel in Deinen Speiseplan integrierst, kannst Du Dein Ajna Chakra zusätzlich stärken. Besonders rote und dunkle Beeren, Melissentee, Schokolade mit hohem Kakaoanteil, Nüsse und fetter Seefisch zählen zu den Nahrungsmitteln, die Dich dabei unterstützen können, Dein Drittes Auge zu entwickeln.

Da das Dritte Auge mit der Hypophyse in enger Verbindung steht, unterstützt ein geöffnetes Ajna Chakra nicht nur Deine Kreativität und Sensibilität, sondern kann sich auch positiv auf viele von der Hirnanhangdrüse gesteuerte körperliche Vorgänge auswirken. Dadurch fühlst Du Dich auf psychischer und physischer Ebene ausgeglichener und kannst Dein Leben als aktiver und intuitiv handelnder Mensch ohne Sorgen und Ängste in vollen Zügen genießen.

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Vishuddha Chakra – die Läuterung der Sinne

Vishuddha Chakra - die Läuterung der Sinne
Vishuddha Chakra – die Läuterung der Sinne

Das Vishuddha Chakra ist das fünfte der sieben Hauptchakren, wörtlich aus dem Sanskrit übersetzt bedeutet es “Rad der Reinheit”. Das Chakra sitzt mittig auf der Halswirbelsäule und wird hierzulande oft als Halschakra bezeichnet. Als Energiezentrum wird es neben der Hals- und Nackenregion allgemein mit der Kommunikation und der Reinigung und Befreiung der Sinne verbunden. Im Folgenden erfährst Du, wie Du das Vishuddha Chakra aktivieren kannst und welche Eigenschaften diesem Hauptchakra noch zugeordnet sind.

Vishuddha Chakra – Sitz und Bedeutung

Mit seinem zentralen Sitz im Bereich der Kehle strahlt das Vishuddha Chakra sein Energiefeld in den gesamten Hals sowie nach vorne aus. Auch die Schilddrüse und der Vagus-Nerv als die wichtigste Nervenleitung Deines Körpers sind diesem Chakra zugeordnet. Die mit ihm verbundenen Reinheit steht gleichermaßen für die Reinheit Deines Hörens und Sprechens sowie der geistigen Reinheit. Nur wenn Du in der Lage bist, anderen richtig zuzuhören und ihre Gedanken mit einem reinen Geist nachzuvollziehen, wirst Du selbst in reiner Form sprechen können.

Das Vishuddha Chakra wird durch ein kreisförmiges Yantra mit 16 Blütenblättern und einem auf der Spitze stehenden Dreieck symbolisiert. Der Kreis symbolisiert die Einheit und Geschlossenheit des Inneren, das Dreieck steht für die drei Ur-Trinitäten. Die Anzahl der Blütenblätter entspricht den 16 Energiekanälen, die vom Vishuddha Chakra ausgehen und zugleich den 16 Vokalen in der Sprache Sanskrit. Das zugeordnete Chakra-Tier ist der Elefant als Symbol für Stärke und Unendlichkeit.

Eigenschaften und Funktionen des Chakras

Gegenüber der Arbeit mit den anderen Hauptchakren nimmt das Vishuddha Chakra häufig eine unterordnete Rolle ein. Dies jedoch zu Unrecht, da diesem Chakra einige wichtige Funktionen zugeordnet werden. So wird ihm eine essenzielle Rolle für eine gute und reine Atmung zugeschrieben, die nicht nur in Meditation und Yoga unerlässlich ist. Außerdem soll das Chakra einen Einfluss auf die physischen Funktionen dieser Körperregion haben, von einer fehlerfreien Sprechweise bis zur intakten Funktion Deiner Schilddrüse.

Das Vishuddha Chakra nimmt außerdem die wichtige Steuerfunktion der Sonnen- und Mondenergie ein. Diese sind gleichberechtigt und sollten harmonisch durch Deinen Körper fließen. Ist dies nicht der Fall, entwickelt sich je nach dominantem Einfluss ein sehr unruhiger oder apathischer Körper und Geist. Die entsprechende Auswirkung wird symbolisch mit der Unter- oder Überfunktion Deiner Schilddrüse in Verbindung gebracht. Die Auseinandersetzung und Aktivierung mit dem Vishuddha Chakra kann deshalb einen positiven Einfluss auf Deinen Energiefluss nehmen sowie Probleme von Halsschmerzen bis zu Sprachstörungen positiv beeinflussen.

Letztlich ist die reinigende Funktion Deiner Worte und Gedanken ein elementarer Aspekt dieses Chakras. Durch seine Aktivierung sollst Du lernen, Deine Worte weise zu wählen und nur das auszusprechen, was wirklich einer Aussprache würdig ist. Hierdurch kannst Du neue Impulse in Deiner alltäglichen Kommunikation erhalten und Deine Gespräche mit anderen Menschen auf ein neues Niveau heben.

Die Rolle des Vishuddha Chakras im Yoga

Eine Aktivierung des Halschakras im Yoga wird durch eine Reihe von Asanas möglich. Die wichtigsten Figuren, die dieser Aktivierung zugeordnet werden, sind der Schulterstand (Sarvangasana), der Pflug (Halasana), der Bogen (Dhanurasana) sowie die Heuschrecke (Shalabhasana). Empfehlenswert ist, sich nicht nur auf dieses Chakra zu konzentrieren und gleichzeitig das Sakralchakra mit zu aktivieren. Die beiden Chakren stehen eng miteinander in Verbindung, durch ihre parallele Aktivierung wird der gewünschte Fluss von Energie und Reinigung gefördert.

Neben den genannten Asanas gibt es weitere Möglichkeiten, das Vishuddha Chakra zu aktivieren. Hierzu zählen vorrangig Affirmationen und Meditationen, die eine Verbindung zum Universum und dem Weltraum herstellen. In der Meditation ist die Visualisierung des Alls ein wichtiger Schritt zu Aktivierung, in den Affirmationen sollte die Einheit und Verbundenheit mit dem Weltraum im Vordergrund stehen. Auch Singen allgemein aktiviert das Vishuddha Chakra, im Speziellen das Bija-Mantra mit den 16 oben erwähnten Vokalen der Sanskrit-Sprache.

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Sahasrara Chakra – die Symbiose zwischen dem Individuum und der Unendlichkeit

Sahasrara Chakra - die Symbiose zwischen dem Individuum und der Unendlichkeit
Sahasrara Chakra – die Symbiose zwischen dem Individuum und der Unendlichkeit

Das Sahasrara Chakra gilt als das oberste Chakra der insgesamt sieben vorhandenen Hauptchakras. Seine Position befindet sich unmittelbar am Scheitel vom Kopf, wodurch es umgangssprachlich gern auch als das Kronenchakra bezeichnet wird. Visuell lässt sich dieses Chakra als ein tausendblättriger Lotus darstellen. Zu berücksichtigen ist zudem, dass die Zahl “Tausend” zwar als solche übersetzt wird, jedoch stellvertretend für die Unendlichkeit steht. Daher sieht man das Sahasrara Chakra auch als eine Verbindung zwischen dem einzelnen Individuum und der Unendlichkeit.

Wissenswertes über die Lage und Symbolik

Wie bereits eingangs erwähnt, befindet sich dieses Chakra auf Höhe und Position des Scheitels. Immer strahlt es bei einem Individuum in vielen verschiedenen Farben, wodurch unter anderem die höheren Funktionen des Gehirns symbolisiert werden sollen. Innerhalb dieses Chakras befindet sich zudem das sogenannte Brahmarandhra beziehungsweise die “Öffnung Brahmans”. Die Sushumna findet in diesem Teil ihr Ende und verbindet sich schließlich mit dem Absoluten. Das Sahasrara Chakra wird damit zum Stellvertreter für das Bewusstsein des Individuums. Weiterhin wird es als eine Öffnung gegenüber der göttlichen Gnade oder um eine Bitte von Führung verstanden. In dem Zusammenhang der Verwirklichung sollte auch der Satz “Ich bin Shiva, reines Bewusstsein” nicht unerwähnt bleiben.

Bei der visuellen Darstellung wird zwischen zwei gängigen Varianten unterschieden. Einerseits wird es gern als der tausendblättrige Lotus dargestellt, welcher das Farbspektrum voll ausnutzt und dementsprechend bunt und farbenfroh erstrahlt. Eine alternative Variante ist die Darstellung mit lediglich 50 Blättern, welche sich an die 50 Buchstaben vom Sanskrit Alphabet anlehnt. Immer wird dieses sowohl visuell als auch spirituell unabhängig von konkreten übernatürlichen Wesen, Chakra-Tieren oder Gottheiten verstanden. Stattdessen positioniert sich das Transzendente in den Vordergrund, welches die unberührte, unveränderte und absolut reine Gnade Gottes, ohne einen konkreten Gott zu benennen, symbolisiert. Eine weitere Bedeutung steht im Zusammenhang mit Shiva. Abstrakt dargestellt, als reines Bewusstsein, ist es unter anderem verantwortlich für die Schöpfungskraft von einem Individuum.

So kannst du dein Sahasrara Chakra aktivieren

Um dein Sahasrara Chakra erfolgreich aktivieren zu können, müssen alle unteren Chakras funktionieren. Hier erneut als Erinnerung, dass das Sahasrara Chakra als das höchste beziehungsweise oberste Chakra gedeutet wird. Aufgrund des stufenhaften Aufbaus ist es deshalb eine Grundvoraussetzung, dass die Chakras eins bis sechs ebenfalls funktionieren. Es ist für die Aktivierung daher unumgänglich, dass du gemeinsam mit Sahasrara harmonisierst und die weiteren sechs Chakras ebenfalls in deinen Fokus einbeziehst.

Beim Yoga hast du mehrere Techniken zur Auswahl, mit denen du gezielt dein Sahasrara Chakra aktivieren kannst, solang die eben genannten Grundvoraussetzungen dafür gegeben sind. Im Folgenden sollen einige dieser Techniken dargestellt und erläutert werden. Es sind mitunter mehrere Anläufe notwendig, bis du die Technik gefunden hast, welche am ehesten zu dir passt und dir folglich zuverlässig erlaubt dieses Chakra zu öffnen. Unter anderem sind das speziell dafür konstruierte Sahasrara Chakra Meditationen, bei denen sich auf das Licht oberhalb vom Scheitel fokussiert wird. Ebenfalls helfen Affirmationen, darunter zum Beispiel der Leitsatz “Ich öffne mich für göttliche Gnade”. Der Blick über den Scheitel gilt als anfängerfreundlich, um die Wahrnehmung einer höheren Wirklichkeit zu unterstützen.

Pranayamas sowie Mudras können dir ebenfalls helfen. Immer wieder wird zur Öffnung vom Chakra das Nabho Mudra empfohlen, auch andere Mudras sind mitunter möglich. Möchtest du versuchen das Sahasrara Chakra mit Hilfe von Asanas zu öffnen, kannst du unter anderem die Positionen Tadasana (der stehende Berg) oder Ardha Matsyendrasana (der Drehsitz) versuchen. Ein Kopfstand, gemeinhin als Shirshasana betitelt, kann dieses Chakra ebenfalls öffnen. Wichtig ist sich zu verwirklichen, dass du dich mit diesen Möglichkeiten und dem Sahasrara Chakra stets gegenüber der göttlichen Kraft öffnen und den göttlichen Segen beziehungsweise Gottes Führung empfangen möchtest.

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Das Anahata Chakra – das 4. Chakra sitzt im Herzen

Das Anahata Chakra - das 4. Chakra sitzt im Herzen
Das Anahata Chakra – das 4. Chakra sitzt im Herzen

Tantra und Hatha Yoga positionieren unser 4. Chakra in der Mitte der Brustwirbelsäule, also etwa dort, wo unser Herz sitzt. Das Anahata Chakra bezeichnet sprachlich auch “Innere”, das “Unverletzliche” und spielt darauf an, dass dieses 4. Chakra im Zentrum der insgesamt 7 Chakren angesiedelt ist. Damit überbrückt das Herz-Chakra den Raum zwischen den 3 unteren, weltlich stimulierten Chakren Muladhara (Wurzel), Svadhistana (Wirbelsäule), Manipura (Solarplexus) und den 3 oberen geistig-spirituell ausgerichteten Chakren Vishudda (Hals), Ajna (Drittes Auge) und Sahasrara (Krone).

Folglich wird dem Anahata Chakra in dieser Funktion das Element Luft zugeordnet. Deine individuelle Seele trifft an dieser Stelle auf ihr kosmisches Pendant, Du kannst Dich zwischen Thymusdrüse Herzgeflecht mit dem Kosmos verbinden. Außerdem findest Du hier Dein spirituelles Inneres, Dein spirituelles Herz, Liebe, echte Freude und die Hingabe an einen göttlichen, höheren Willen. Das spirituelle Herz im Zentrum des Energiefeldes Kshetra wird auch als Hrid Chakra bezeichnet. Das positiv aktive Herz-Chakra steht für die Freiheit von negativen Emotionen. Das Bija Mantra YAM symbolisiert Anahata Chakra ebenso wie RAAAM und die Aura-Farbe Grün neben der inneren Farbe blau. Die Lotusblume mit 12 Blättern korrespondiert mit dem Herz-Chakra. Jedes Blatt steht für eine Tugend von Anahata-Chakra: Freude, Frieden, Harmonie, Segen, Liebe, Reinheit, Leidenschaft, Klarheit, Vergeben, Verstehen, Freundlichkeit und Geduld.

Anzeichen für Störungen im Anahata-Chakra

Das Herz-Chakra hat einen Bezug zur Ego-Überwindung. Während die ersten drei Chakren die Erdung, die materielle Existenz stärken und damit auch das Ego wachsen lassen können, ist es an Anahata Chakra für Harmonie zwischen dem Ego, dem Kosmos und dem höheren Selbst zu sorgen. Ist das Herz-Chakra überaktiv, finden wir hier manipulative Verhaltensweisen, Bedürftigkeit und abhängige Liebe neben aggressiven Emotionen sowie Leid und Verzweiflung vor. Betroffene fühlen sich uneins mit sich und der Welt. Ein träges Herz-Chakra manifestiert sich in Einsamkeitsgefühlen, Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen und einem Gefühl fehlender Wertschätzung durch andere. Physisch sind Schmerzen im oberen Rücken und in den Schultern, verkrampfte Rumpf- und Hüftmuskeln neben Abweichungen von einem normalen Blutdruck verbreitet.

Anahata Chakra positiv beeinflussen

Das Herz-Chakra kann durch verschiedene Aktivitäten, Meditationen, Yoga-Übungen und Affirmationen in ausgewogene Schwingungen versetzt werden. Im Hatha-Yoga stehen etwa “Adler – Garudasana”, “Kamel – Utrasana” und “Utanasana – Nach-Vorn-Beugen” für eine Aktivierung des Anahata-Chakra. Daneben auch “Fisch – Matsyasana“, “Kobra – Bhujangasana“, “Bogen – Dhanurasana” und “Pflug – Halasana”. Da das Herz-Chakra nicht nur das Herz, sondern mit dem Element Luft auch die Lunge steuert, ist auch der Aufenthalt “an der frischen Luft” und in der (grünen) Natur dem Herz-Chakra höchst zuträglich.

Die schwarze Antilope und Rehe stehen für das 4. Chakra, mit der Visualisierung dieser Tiere in ihrer Leichtigkeit und Eleganz erfährt Anahata-Chakra positive Unterstützung. Wenn Du mit vor dem Herzen ruhenden Händen betest und Affirmationen wie etwa “Ich bin voller Freude, voller Liebe und mit dem Göttlichen verbunden” sprichst, gibst Du dem Herz-Chakra ebenfalls positive Impulse. Singen, Klangschalen-Meditationen, kreatives, von Herzen kommendes Arbeiten und verschiedene Atemübungen wie die Wechselatmung, Bhramari (Bienenatmung) und Lachen, das von Herzen kommt, regen Anahata Chakra an.

Anahata Chakra Meditation im Kundalini-Yoga

Kundalini Yoga kennt unter anderem diese Herz-Chakra Meditation (nach Karunesh):
Stehe aufrecht in einer entspannten Haltung an einem angenehmen Ort. Deine Augen bleiben geöffnet. Lege nun beide Hände auf den Mittelpunkt der Brust. Spüre dem Rhythmus Deines Herzschlags nach und atme leicht. Atme neue Energie ein und alte aus. Werde in Deiner Vorstellung weit im Herzen und atme alles Belastende, Unreine aus. Verbinde Dich selbst in alle Richtungen mit der Welt und dem Kosmos, sprenge alles Enge ab. Dein Herz ist weit und groß. Öffne Dich.

Das Herz-Chakra in anderen Traditionen

In Tibet steht das Herzensrad, in der Kabbala Tiphereth, bei esoterischen Christen die Liebe Jesu und bei den Sufis Qalb Ruh sowie Sirr für Anahata-Chakra. Im QiQong ist es der mittlere Tantiem.

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Manipura Chakra – das dritte Chakra

Manipura Chakra
Manipura Chakra

Bei dem Manipura Chakra handelt es sich um das dritte von sieben Hauptchakren. Das Wort setzt sich aus “Mani” – dem Juwel oder Edelstein und “Pura” – der Stadt oder dem Ort zusammen. Hierbei geht es also um schlichtweg um eine Stadt der Edelsteine. Diese Übersetzung wird ihm insofern gerecht, weil im Manipura Chakra die schlummernden Talente eines Menschen im Energie-Zentrum aktiviert werden.

Hier ist das Manipura Chakra zu finden

Manipura befindet sich direkt in der Mitte der Lendenwirbelsäule. Von hier aus strahlt vom Keshtra Energiefeld Energie in den gesamten Bereich des Bauches, die sich im Nabel zentriert. Aufgrund dessen wird es häufig auch als Nabho Chakra, Nabhi Chakra oder schlicht Nabelchakra bezeichnet. Manipura steuert mit seiner Energie also den gesamten mittleren sowie oberen Bauchraum, wozu auch das Sonnengeflecht in der Mitte des Rippenbogens zählt. Ist es einmal aktiviert, strahlt es über die Bauchdecke hinaus nach vorn.

Funktion des Manipura-Chakras

Mit seiner Bezeichnung als Sonnen-Chakra wird klar, dass es sich hier um ein Chakra handelt, das mit der Sonnenenergie verknüpft ist. Es spricht den Mut, die Willenskraft und das Selbstvertrauen an. Verbunden mit dieser Energie auch für Leidenschaft, große Begeisterung und Durchsetzungsvermögen. Nicht nur das Sonnen-Chakra selbst, sondern auch der dazugehörige Sonnenenergie-Kanal – Pingala Nadi – wird vom Manipura Chakra gesteuert. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass hier auch die so wichtige Lebensenergie, die Prana, gespeichert wird.

Das starke Manipura erzeugt eine ebenso faszinierende Ausstrahlung. Es sind Menschen mit Charisma, die in der Lage sind, Menschen zu erreichen und neue Ziele anzugehen. Ist es hingegen geschlossen, wird Energie aufgestaut. Es kann schwerem Leistungsverlust kommen. Energie ist gleichzusetzen mit dem Element Feuer, das hier auch Agni genannt wird. Daher ist seine Chakra Farbe ähnlich wie die der Flamme: Orange-Rot, während die Aura-Farbe in Gelb erscheint. Bauchspeicheldrüse, Nebennieren und Verdauung werden ebenfalls vom Manipura Chakra gesteuert. Im Ayurveda entspricht das Manipura Chakra dem Pitta Element.

Positive Eigenschaften fördern

Mit der Aktivierung des Manipura Chakra können positive Eigenschaften losgelöst werden. Dazu gehören in erster Linie das Durchsetzungsvermögen in Verbindung mit dem inneren Feuer und der Leidenschaft im Allgemeinen. Wenn Dir die Begeisterung aber auch die Kreativität fehlt, Dinge durchzusetzen, solltest Du an Deinem Manipura arbeiten. Auch die Verdauung kann gefördert werden. Menschen, die langfristig ohne ersichtlichen Grund Probleme mit der Verdauung haben, können Besserung mit der Öffnung des Manipura erleben.

Die jeweiligen Entsprechungen vom Manipura Chakra

Das Yantra Symbol des Manipura Chakra ist das Dreieck, während es dem Widder zugeordnet wird. Seine Stärke der Sinneswahrnehmung ist das Sehen, Rudra und Lakini sind Gott und Götting für Manipura. Sukshma Sharira steht auf astraler Ebene für den Sharira Körper, die geistig-emotionale Hülle – das Manomaya Kosha ist jedoch für die Kosha, die Hülle verantwortlich. Das Manipura hat die Sonnengruß Stellung 6. Der gelbe Turmalin, der gelbe Topas, Citrin, Bernsein und das Tigerauge sind als Edelsteine mit dem Manipura verbunden. Einen positiven Einfluss haben Aromen wie Anis, Fenchel, Lavendel und Kamille. Im Asana sind Krokodilsübungen, das gedrehte Dreieck sowie gedrehte Heldenvariationen, die Vorwärtsbeuge und Navasana als Bauchmuskelübung auf körperlicher Ebene hilfreich.

Wie wird das Manipura Chakra aktiviert?

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Meditation ist ein hilfreiches Instrument, hierbei werden die jeweils zugehörigen Elemente von Feuer, Sonne und auch Vulkan genutzt. Auch Affirmationen, die während des Tages des öfteren wiederholt werden, sind hilfreich. So zum Beispiel: “Ich erlebe bewusst die Flamme der Leidenschaft.” Zusätzlich kannst Du Pranayamas oder den Feueratem, Kapalabhati, für Dich nutzen. Auch mit einem Feuer-Mantra oder dem Sonnen-Mantra kannst Du das Manipura Chakra aktivieren. Arati, Homa oder Havan sind traditionelle Feuerzeremonien, die als Ritual durchgeführt werden.

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