Selbstvertrauen mit Yoga

Selbstvertrauen mit Yoga
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So stärkst Du Dein Selbstvertrauen mit Yoga

Dir fehlt Selbstvertrauen? Du wünschst Dir mehr Selbstwertgefühl? Yoga könnte Dein persönlicher Schlüssel zum Glück sein. Denn indem man sich intensiv mit sich und seinem Körper beschäftigt, stärkt man Muskeln, findet zur inneren Ruhe und gewinnt Selbstbewusstsein.

In unserem Artikel verraten wir Dir warum vielen im Leben Selbstbewusstsein fehlt und wie Du Selbstvertrauen durch gezielte Übungen aus dem Yoga erlangst.

Mangelndes Selbstvertrauen raubt unsere Kraft

Versagensängste vor Bewerbungsgesprächen, Schweißausbrüche bei Präsentationen oder wichtigen Terminen. Fast jeder findet sich in solch einer für ihn unangenehmen Situation wieder. Etwas Aufregung ist ganz normal. Denn dann schüttet unser Körper Adrenalin aus. Der Kreislauf wird dadurch angekurbelt, wir fühlen uns wacher und sind konzentrierter. Doch übertriebene Aufregung oder tiefe Angstgefühle bewirken das Gegenteil. Sie rauben uns die Kraft, mindern unseren Selbstwert und stehen uns im Leben unnötig im Weg.

Warum fehlt uns Selbstbewusstsein?

Jeder Mensch macht tagtäglich viele Erfahrungen. Viele davon sind glücklicherweise positiv. Sie bereichern unser Leben und sorgen für ein starkes Selbstbewusstsein. Doch leider erleben wir auch negative Erfahrungen, die uns nachhaltig prägen und unseren Selbstwert senken. Oft erinnern wir uns an schlechte Erlebnisse sehr intensiv und glückliche Momente verblassen im Gegensatz dazu.

Unserer innerer Kritiker

Mangelndes Selbstbewusstsein kann antrainiert sein oder aus der Kindheit stammen. Auch die Erziehung spielt eine große Rolle und wie viel Wertschätzung uns unsere Eltern geschenkt haben. Jede negative Erfahrung lässt unseren inneren Kritiker stark werden. Er sitzt uns stets im Nacken und schlägt bei jeder Gelegenheit zu, die sich ihm bietet uns unsicher zu fühlen. Doch mit dem Aufbau des Selbstbewusstseins kann er auch wieder zum Schweigen gebracht werden. 

Gründe für mangelndes Selbstvertrauen – Beispiele:

  • schlechte Erfahrungen in der Kindheit
  • negatives Feedback in der Arbeit
  • Mobbing in der Schule
  • fehlende Wertschätzung der Eltern
Selbstvertrauen mit Yoga
Bild von Kathleen Bergmann auf Pixabay

Yoga für mehr Selbstbewusstsein

Yoga für mehr Selbstvertrauen? Auch wenn es anfangs ungewöhnlich klingt wirst Du schnell merken, dass da wirklich etwas dran ist. Mit gezielten Übungen nimmst Du Dich von Kopf bis Fuß intensiv wahr, findest zur tiefen inneren Balance und kannst die neu gewonnene Stärke im Alltag nutzen.

So wirkt Yoga auf Deinen Körper und Geist:

  • stärkt körperliche Fitness
  • schenkt dem Geist Konzentration
  • stellt die innere Balance her
  • sorgt für einen freien Kopf
  • schenkt uns ein gutes Körpergefühl und Selbstvertrauen

Wir haben ein paar Übungen für Dich zusammengestellt, die Du schnell lernen kannst und die Dir dabei helfen Dein Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu stärken.

Die Feueratmung

Mit der Feueratmung aktivierst Du Deinen Körper rein durch das bewusste Ein- und Ausatmen in verschiedenen Geschwindigkeiten. Du wirst ein warmes Gefühl spüren und Dich womöglich wacher fühlen. Der gesamte Stoffwechsel wird angeregt und soll dem Körper dabei helfen Giftstoffe abzusondern und die Verdauung zu fördern. 

Wichtige Hinweise:

Die Feueratmung zählt zu den Atemtechniken im Yoga mit der stärksten Wirkung. Deshalb sollte sie von diesem Personenkreis nicht durchgeführt werden: Menschen, die unter einer Herzerkrankung, Epilepsie oder einem hohen Blutdruck leiden. Die Feueratmung ist auch für Menschen, die schon einmal einen Schlaganfall erlitten haben oder Probleme mit der Magenübersäuerung (Sodbrennen, Magengeschwüre) haben ungeeignet.

So funktioniert die Feueratmung:

Am besten führst Du die Feueratmung im Sitzen durch. Setze Dich entweder im Schneidersitz auf Deine Yogamatte oder nimm ein Meditationskissen zur Hilfe. Es ist aber auch jede andere Sitzposition möglich. Hauptsache Du kannst Dich in der Haltung entspannen und auf Deine Atmung konzentrieren. 

Sitze aufrecht und schließe die Augen. Spüre Deine Atmung und konzentriere Dich ganz darauf. Nun atmest Du langsam und tief durch die Nase ein. Atme so lange ein, bis Deine Lunge komplett mit Luft gefüllt ist. Nun atmest Du stark aus der Nase aus und entleerst dabei die komplette Lunge. Stelle Dir währenddessen vor, dass die gesamte Luft aus Deinem Bauch herausströmt. Ein leichtes Druckgefühl auf dem Magen ist dabei normal. Wiederhole die Feueratmung 20 Mal. Sobald Du die Übung abgeschlossen hast bleibst Du noch etwas mit geschlossenen Augen sitzen und lässt Ruhe in Deinen Körper einkehren. 

Asana Krieger II

Das Asana Krieger II wirkt sehr positiv auf Deinen Körper. Es stärkt u. a. Arme, Beine und Bauchmuskeln. Deine Brust und Lunge werden geöffnet und Deine Balance und Konzentration verbessern sich. Außerdem dehnst Du die Oberschenkel und Leisten. Wie bei einem Krieger durchströmt Dich die Energie und steigert Deinen Selbstwert.

So funktioniert der Krieger II:

Stelle Dich entspannt auf Deine Yogamatte. Atme aus und bringe Deinen linken Fuß mit einem großen Schritt nach hinten. Nun drehst Du ihn um 90 Grad nach außen. Achte darauf, dass sich Deine Fersen auf einer Linie befinden. Sobald Du das Gefühl hast, dass Du sicher stehst, hebst Du Deine Arme an. Sie sollen parallel zum Boden sein und sich über den Oberschenkeln befinden. Drehe nun Deine Handflächen Richtung Boden. Du stehst im Hohlkreuz? Drehe einfach Dein Steißbein leicht nach vorne, schon richtest Du Dich auf. Dein Blick ist geradeaus gerichtet und Dein Oberkörper parallel zur langen Seite Deiner Yogamatte.

Meditation zum Abschluss

Schenke Deinem Körper und Geist im Anschluss an Deine Yoga Übungen die nötige Ruhe. Eine Meditation gehört einfach zu jeder Yoga Einheit dazu. Durch anstrengende Asanas oder die Feueratmung kommt Dein Kreislauf so richtig in Schwung und Dein Körper läuft auf Hochtouren. Als ausgleichenden Abschluss legst Du Dich in der Totenstellung Savasana auf Deine Yogamatte und kommst zur Ruhe. Hier eignen sich geführte Meditationen, die sich mit dem Thema Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl auseinandersetzen. Sie helfen Dir den auf dem Weg zu einem starken Selbstwert.

Glaubenssätze durch Mantras auflösen

“Ich kann das nicht”, “Das wird nie funktionieren” oder “Ich werde sicher wieder versagen”… Negative Glaubenssätze und Gefühle begleiten bewusst oder unbewusst fast jeden von uns, rauben unsere Energie und mindern den Selbstwert. Doch jeder Mensch kann lernen diese Glaubenssätze aufzulösen. Mantras helfen Dir hierbei und auch die durch Yoga gewonnene neue Energie lange in Dir zu tragen.

Probiere doch einmal diese Mantras aus:

  • Ich glaube an mich.
  • Ich bin jeder Situation gewachsen.
  • Ich mache mich von allen Ängsten frei.
  • Ich erlaube mir, glücklich zu sein.
  • Ich schaffe das.

Welches Mantra hat Dich am meisten angesprochen? Sage es Dir mehrmals während Deiner Meditation innerlich vor. Wiederhole es über den Tag verteilt bis es sich verinnerlicht hat. Sobald es Dein Unterbewusstsein erreicht hat und Du wirklich an Deine gesprochenen Worte glaubst, wirst Du den positiven Effekt auf Dein Selbstbewusstsein spüren.