Svastikasana – verheißungsvolle Haltung

Svastikasana - verheißungsvolle Haltung
Svastikasana – verheißungsvolle Haltung

Bei Swastikasana handelt es sich um eine Sitzhaltung, die vorwiegend zum Meditieren verwendet wird. Die Knöchel und Knie müssen dabei tiefer gebeugt werden. Svastikasana wird auch Stellung des Glücks und Wohlergehens genannt. Nachfolgend erfährst Du, warum dies so ist, wie Du die Sitz-Asana genau ausführst, wozu sie dient, welche Vorteile sie haben kann und was es bei der Ausführung zu beachten gibt.

Svastikasana – die glücksverheißende Sitz-Asana

Svastikasana leitet sich aus folgenden Wörtern ab: Swastikaas, was das Symbol des Wohlwollens, Glücks und Wohlergehens ist, und Asana beschreibt die Sitzhaltung. Der zweite Teil des Wortes kann sich nicht nur auf die Haltung, sondern ebenso auf die geistige Einstellung beziehen. Nimm Dir beispielsweise vor: “Möge ich heute von Wohlergehen erfüllt sein.” Dies beschreibt, warum es sich bei Svastikasana um eine Haltung des Wohlwollens handelt.

Wie wird Svastikasana ausgeführt?

Svastikasana wird als glücksverheißende Sitz-Asana oder innere Stellung des Wohlwollens bezeichnet. Sie gehört zu den Meditationssitzhaltungen bzw. -stellungen, bei welcher die Beine gekreuzt werden. Setze Dich auf den Boden bzw. auf die Yogamatte. Schüttle die Beine auf und ab, bevor Du Dich in die Savastikasana-Haltung begibst, um die Knits herauszubekommen. Die Füße werden danach zwischen die Wade und den Oberschenkel gegeben. Die Beine kannst Du für mehr Komfort verlängern, wenn Du Dich auf eine gerollte Matte setzt. Lege Deine Hände auf die Knie, während Deine Arme mit der Handfläche nach unten zeigen. Verlängere Deine Wirbelsäule, indem Du Deinen Rücken nach oben streckst. Vermeide einen Buckel, der Rumpf wird starr gehalten, wobei die Wirbelsäule nicht überdehnt wird. Der Kopf balanciert über dem Oberkörper und der Blick geht geradeaus. Die gesamte Haltung sollte entspannt sein.

Welche Vorteile kann Svastikasana haben?

Atme richtig und entspanne Deinen Geist, um von den positiven Gefühlen und Eindrücken zu profitieren: Bei gerader Wirbelsäule bewegt sich der Energiefluss zum Scheitelpunkt des Kopfes, sodass das Nervensystem entspannt und der Geist beruhigt wird. Auch auf die Konzentration und das Gedächtnis kann sich Svastikasana positiv auswirken. Zudem ist es möglich, die Beweglichkeit der Knie, Knöchel und Hüfte zu verbessern und den Rücken zu stärken. Die Haltung erhöht zudem die Flexibilität der Hüftmuskulatur. Der aufrechte Körper ist gut für den Rücken, vor allem im unteren Bereich, die Beine und Leistengegend.

Für wen eignet sich Svastikasana nicht?

Wenn die Ausführung der Sitz-Asana zu schwierig ist, besteht die Möglichkeit, in der einfachen Sukhasana-Pose zu sitzen oder die Hüfte zu unterstützen, indem Du die Wirbelsäule durch ein Kissen oder eine Decke anhebst. Verzichtet werden sollte in folgenden Fällen: Bei einer Verletzung an den Knien, Knöcheln oder Hüften. Bei einer Arthritis der Knie, Hüfte oder Füße sollte nicht auf dem Boden gesessen werden, denn dies fördert Schmerzen und Schwellungen. Wer an Ischias leidet, sollte Svastikasana ebenso meiden. Der Ischiasnerv wird bei der Asana zusammengedrückt, was mit einer verringerten Durchblutung des Nervs einhergeht. Daneben ist die Haltung für Schwangere mit geschwollenen Beinen ungeeignet. Das Gleiche gilt am Ende der Schwangerschaft.

Zusammenfassung

Svastikasana ist die optimale Pose zum Meditieren. Sie wird weltweit praktiziert. Die Vorteile von Svastikasana werden verbessert, wenn Du sie in der korrekten Sitzhaltung ausführst. Dann kann der Energiefluss optimal durch die Kanäle verlaufen. Dies fördert ein entspanntes Nervensystem, erhöhte Konzentration sowie verbessertes Gedächtnis und Bewusstsein. Zudem werden die Wirbelsäule und Beine gedehnt und der Körper wird beweglicher. Achte auf die richtige Sitzhaltung und einen aufrechten Körper. Vermeide unbedingt einen Buckel, denn dann gehen die wesentlichen Vorteile der Yoga-Haltung verloren.

Bild © princegarik / 123rf.com

Samasthiti: Gebet in aufrechter Haltung

Samasthiti: Gebet in aufrechter Haltung
Samasthiti: Gebet in aufrechter Haltung

Einfach nur gerade stehen? Für viele, die Yoga nicht üben erst oder erst am Anfang ihrer Praxis stehen, ist es auf den ersten Blick schwer zu verstehen, dass es sich bei Samasthiti, der aufrechten Haltung, tatsächlich um eine Asana handelt. Und doch gehört sie zu den wichtigsten Haltungen überhaupt. Als Gebetshaltung oder achtsamer Stand im Yoga bekannt ist die aufrechte Haltung mit äußerem Gleichgewicht und innerer Balance gleichsam verknüpft. Der aufrechte Stand verwurzelt Dich mit der Erde und richtet Dich gleichzeitig nach oben, zum Höchsten aus. Hier erfährst Du, was bei Samasthiti wichtig ist und mit welchen Wirkungen diese Asana verbunden ist.

Aufrecht stehen: in allen Kulturen und Medizinrichtungen wichtig

Der bewusst und aufrechte Stand ist in seinem Wert auf der ganzen Welt unbestritten. In der Schulmedizin ist die aufrechte Haltung ein wichtiger Faktor für die Gesundheit der Wirbelsäule, eine leistungsfähige Muskulatur sowie die Funktion vieler innerer Organe. In der Psychologie sagt allein die Haltung eines Menschen viel über dessen seelischen Zustand aus und in der chinesischen Heiltradition sind die Meridiane nur im Fluss, wenn der Körper in einer aufrechten, nicht blockierten Haltung sein darf. Auch wenn Du Dir die Shakren des menschlichen Körpers einmal auf einem Schaubild in ihrer natürlichen Anordnung ansiehst, wirst Du feststellen, dass diese wie Perlen an einer Schnur gerade übereinander stehen. Gute Gründe also, sich auch im Yoga der aufrechten Haltung zu widmen und Samasthiti in die regelmäßige Übungspraxis einzuflechten.

Samasthiti: der aufrechte Stand im Blick

Wie sieht Samasthiti eigentlich aus, wenn die Haltung korrekt ist? Der Anfang von allem ist die feste Verwurzelung mit der Erde, die Dich immer trägt und wo Deine Wurzeln liegen. Stehe mit geschlossenen Füßen auf dem Boden und mach Dir diese Verwurzelung auch bewusst. Sie gibt Dir Sicherheit und ist Dein Fels, wenn es um Dich herum hektisch und unruhig wird. Du intensivierst Deinen Stand, wenn Du Deine Zehen einmal kurz von der Unterlage abhebst, weit auffächerst und dann wieder auf dem Boden erdest.

Stehe aufrecht und habe das Gefühl, dass Dein Scheitel zum Höchsten als Deinem immerwährenden Schutz strebt. So bringst Du Länge in Deinen gesamten Körper, die das erreicht, was wir in Samasthiti erzielen wollen: Alles ist im Fluss. So erfährst Du Gleichgewicht dass sich nicht nur auf Deine äußere Haltung bezieht, sondern auch auf Dein Innerstes und natürlich Deinen Atem.

Achtung: nicht verkrampfen!

Viele Yogaschüler machen zu Beginn ihrer Samasthiti-Praxis den Fehler, dass sie sich auf alle ihre Glieder auf einmal konzentrieren möchten und auf diese Weise zu große Anspannung in diese Haltung legen. Dies ist nur verständlich, weil es sich beim aufrechten Stand um eine Haltung handelt, die im Grunde wirklich den gesamten Körper umfasst. Dennoch kannst Du auch mit einer gewissen Gelassenheit an Samasthiti herangehen. Einige Faktoren sind es, die Du beachten kannst, um einer Verkrampfung zu entgehen. Dies ist eng mit Deiner Achtsamkeit in Bezug auf Deinen Körper verbunden.

Zunächst ist wichtig, dass Du Deine Kniegelenke nicht ganz durchdrückst, sondern auf einen lockeren Stand achtest. Das gilt auch für die Streckung der Wirbelsäule, die die natürlichen Krümmungen noch zulassen soll, weil sie die Funktion der Federung übernehmen und so ein wichtiger Puffer in Deinem Körper sind. Wenn Du in Samasthiti zudem in einer feinen, fast unmerklichen Bewegung Dein Kinn Richtung Brust neigst, sorgst Du zudem für einen entspannten Nacken. Wichtig ist zudem, dass Du auf Deine Gesichtszüge achtest. Ist Dein Kiefer entspannt und sind Deine Augen weich?

In Balance sein

Samasthiti ist eine Haltung, die Dir die Verbundenheit mit der Erde und dem Höchsten und damit das beruhigende Gefühl und die Sicherheit, geborgen und geschützt zu sein. Probiere den bewussten Stand im Yoga daher bald einmal aus. Es lohnt sich!

Bild © familylifestyle / 123rf.com

Parsvottanasana: die intensive seitliche Dehnung genießen

Parsvottanasana: die intensive seitliche Dehnung genießen
Parsvottanasana: die intensive seitliche Dehnung genießen

Die Pyramide als Bauwerk übt auf uns die Magie des Göttlichen aus und ist seit Jahrtausenden auf ihren Betrachter mit einer unwiderstehlichen Faszination verbunden. Kein Wunder, dass der Name und die passende Haltung auch in den Reigen der Yoga-Asanas Einzug gehalten hat! Die Pyramide Parsvottanasana gehört zu den Yoga-Übungen auf dem Gebiet der Vorbeugen und schenkt Dir Kraft, Dehnung und Beweglichkeit. Hier erfährst Du alles Wichtige dazu.

Wie Du Parsvottanasana am besten einnimmst

Um aus Deinem Körper die yogische Pyramide zu formen, brauchst Du, wie bei vielen anderen Asanas aus, einen sicheren Stand als Grundlage. Am besten beginnst Du in der Berghaltung, in Tadasana. Anschließend nimmst Du Deine Hände in Namasté, aber nicht, wie Du es vielleicht gewohnt bist, vor dem Brustkorb, sondern hinter Deinem Körper, am Rücken anliegend. Begib Dich in eine stabile Schrittstellung, wobei Du den vorderen Fuß nach außen und den inneren etwas nach innen drehst. Anschließend ziehst Du Dich in die Länge, bevor Du in die Vorbeuge gehst. Deine Beine schiebst Du bewusst nach hinten, während Du Dich mit Deinem Brustkorb weit über Dein vorderes Bein beugst. Deine Stirn zieht in Richtung Deines Schienbeines, vielleicht kannst Du sie sogar darauf platzieren.

Etwa 30 Sekunden solltest Du die Pyrmaide Parsvottanasana halten. Gleiches übst Du dann auf der Gegenseite, um Deinen Körper gleichmäßig zu belasten.

Hilfen für eine wertvolle Asana

Leichter wird dieses Asana für Dich, wenn Du Deinen vorderen Fuß auf einer Erhöhung platzierst. Du kannst Deine Hände auch zunächst auf Blöcken abstützen, anstatt in Namasté hinter dem Rücken zu gehen. Wenn Deine Füße nicht direkt hintereinander stehen, sondern seitlich versetzt wie “auf Schienen”, ist das Gleichgewicht in der Pyramide besser zu halten. Deine Yogalehrer helfen Dir gerne, wenn Du weitere individuelle Unterstützung brauchst.

Die Wirkungen der Pyramide kennenlernen

Parsvottanasana hat Wirkungen auf Körper, Geist und Seele, ist also eine ganzheitlich wirksame Asana, die Dir vielfältigen Nutzen bringen kann. Die Intensive Dehnung der Flanken hat zur Folge, dass Deine Wirbelsäule aktiviert wird und die Übung Dir auch bei Schmerzen im unteren Rücken helfen kann. Durch die Vorbeuge werden auch Deine Bauchorgane massiert, was den Stoffwechsel spürbar anregen kann. Zudem wird der Blutfluss im Gehirn angekurbelt, was einen positiven Einfluss auf Denkfähigkeit und Aufmerksamkeit haben kann. Je mehr durch Dich auf die Asana einlässt, umso mehr Schwere von Körper und Geist kannst Du an den Boden abgeben und Dich immer mehr entspannen.

Die endokrinen Drüsen können durch die Vorbeuge ebenfalls stimuliert. Das kann Dir helfen, wenn Du Probleme an der Schilddrüse hast, aber auch Schlaflosigkeit kann mit Parsvottanasana oft abgebaut werden.

Zudem stärkt die Pyramide Deine Beinmuskulatur und den Rumpf, wobei gleichzeitig Dein Zwerchfell entspannt werden kann. Die Rückseite Deiner Beine, die zu den oft verkürzten Bereichen am Körper zählt, wird in Parsvottanasana wirkungsvoll gedehnt. Das Gleiche gilt auch für den Brustkorb, den Du durch in Namasté hinter dem Rücken zurückgeführten Arme weit öffnest. Diese Herzöffnung lässt Dich besser atmen und schenkt Dir Offenheit im Umgang mit Deinem Gegenüber.

Wichtige Hinweise zur Pyramide

In Parsvottanasana gehst Du eine tiefe Vorbeuge ein, die bei Schwangeren oder Personen mit Kreislaufproblemen ungeeignet sein kann. Du kannst die Pyramide, wie fast jede andere Yogaübung auch, jedoch immer nach Deinen Bedürfnissen abändern. Für dieses Vorhaben sind die Klötze ideal, weil Du Dir genau die Höhe zum Abstützen der Arme bauen kannst, die Du gerade benötigst. So kannst Du auch durch die Änderung der Pose das Weiten Deines Herzraums und die Dehnung Deiner Flanken spüren, ohne dafür Deine körperlichen Grenzen zu übergehen. Spüre, wie Dir die Pyramide die Leichtigkeit verleiht, die Du in Deinem Leben in vielen Situationen gut gebrauchen kannst.

Bild © peerayot / 123rf.com

Parivrtta Baddha Parsvakonasana: der gedrehte seitliche Winkel

Parivrtta Baddha Parsvakonasana: der gedrehte seitliche Winkel
Parivrtta Baddha Parsvakonasana: der gedrehte seitliche Winkel

Sie gehört zu den besonders anmutigen Yogaposen: Parivrtta Baddha Parsvakonasana ist der seitlich gedrehte Winkel, der einen wohltuenden Twist mit einer sanften Streckung und einer erdenden Grundkraft verbindet. Wie in vielen anderen Fällen erklärt der Sanskrit-Name gut, wie diese Pose aussieht. “Parivrtta” bedeutet “gedreht”, “baddha” heißt “gebunden”, “parsva” ist die Seite oder Flanke des Körpers, “kona” der Winkel und “Asana” ist, wie Du sicher weißt, das Wort für “Übung” oder “Pose”. Parivrtta Badha Parsvakonasana ist also eine Haltung, bei der Du Dich aus einer weiten Schrittstellung nach hinten-oben aufdrehst und dabei die Hände gebunden hast. Das geschieht, indem Du einen Arm unter Deinem vorderen gebeugten Bein und den anderen hinter Deinem Rücken nach hinten führst. Hier erfährst Du mehr über die Pose, die aufgrund ihrer Komplexität eine Menge wohltuender Wirkungen für Dich mit sich bringen kann.

Die Wirkungen auf Körper, Geist und Seele erleben

Im gedrehten seitlichen Winkels förderst Du, wie in allen Standpositionen, die Kraft in Deiner Beinmuskulatur. Zudem verwurzelst Du Dich mit der Erde, die Dich trägt. Das seitliche Aufdrehen stärkt zudem Deine Rumpfmuskeln, insbesondere die des unteren Rückens. Gleichzeitig werden die Muskeln in diesem Bereich ebenso gedehnt wie die an der Rückseite des hinteren Beines. Das Binden der Arme fördert zudem die Beweglichkeit, die Du in Alltag und Beruf gut gebrauchen kannst.

Parivrtta Baddha Parsvakonasana aktiviert Dein Manipura-Chakra. Damit kannst Du Dein Selbstvertrauen stärken und Deinen Wert erkennen und schätzen lernen. Angst urnd negative Gedanken können abgebaut werden. Zudem hilft Dir der der gedrehte seitliche Winkel dabei, Deine Kräfte zu stärken, indem Du Dein innere Feuer entfachst.

Auf was Du bei dieser Übung achten solltest

In Parivrtta Baddha Parsvakonasana ist es wichtig, dass Dein vorderes Knie genau über Deinem Fuß steht, der leicht nach außen gerichtet sein sollte. Ein Kippen des Knies nach innen solltest Du bei Deiner Knieausrichtung unbedingt vermeiden. Bevor Du Deinen Rumpf nach hinten-oben aufdrehst, ist Achtsamkeit in Bezug auf zwei Dinge wichtig. Zum einen ist Parivrtta Baddha Parsvakonasana eine Übung, die Du aus einem sicheren Stand heraus praktizieren solltest. Zum anderen braucht es für das Aufdrehen Länge im Körper, damit Deine Wirbelkörper in der Drehung den nötigen Platz haben. Deshalb ziehe Dich vor dem Drehen bewusst in die Länge und führe de Drehung langsam und konzentriert aus.

Hilfen annehmen

Die seitlich gedrehte Winkelhaltung ist nicht für jeden Yogi auf Anhieb zu bewältigen. Nutze daher gerne die Erleichterungen oder Alternativen, die Dir Deine Yogalehrer zeigen können. Dazu gehört beispielsweise, dass Du am Anfang nicht unbedingt die gebundene Form wählen musst. Du kannst auch Deinen oberen angewinkelten Arm in der oberen Taille abstützen und Dich in dieser Haltung aufdrehen. Wenn Du die Drehung noch nicht einnehmen willst, kannst Du auch die weite Schrittstellung üben. Du kannst dabei den Ellenbogen auf Deinem Knie abstützen, wenn Du das möchtest. Für mehr Stabilität im Stand und damit ein besseres Gleichgewicht kannst Du Deinen hinteren Fuß auch an einer Wand platzieren.

Zum Üben von Parivrtta Baddha Parsvakonasana kannst Du Dich in der Schrittstellung auch mit Deiner Hand am Boden neben Deinem Fuß aufstützen und Dich dann aufdrehen. Wenn Dir das nicht leicht fällt, ist es auch möglich, dass Du Deine Hand auf einem individuell nach Deinem Bedarf aufgestellten Block platzierst und den Abstand zum Boden für Dich dann verkürzt.

Dein Hüfte soll bei Parivrtta Baddha Parsvakonasana immer gerade sein und nicht nach vorne kippen. Daher wähle die gebundene Form der Pose nur dann, wenn sie Dich mit Deiner Hüfte und dem Oberkörper nicht nach oben zieht. Der Blick bleibt entspannt und die Kopfposition wählst Du immer so, dass Du Deinem Nacken erlaubst, entspannt zu sein. Halte die Pose dann gelassen und erlaube es Deinem Atem, die wohltuende Energie in Deinen Körper zu transportieren.

Bild © f8studio / 123rf.com

Parivrtta Trikonasana: sich im gedrehten Dreieck öffnen

Parivrtta Trikonasana: sich im gedrehten Dreieck öffnen
Parivrtta Trikonasana: sich im gedrehten Dreieck öffnen

Das gedrehte Dreieck ist eine sehr anmutige Yogapose, die auch von Einsteigern oft gut bewältigt werden kann. Aus der weiten Schrittstellung heraus stützt sich der Yogi mit der Gegenhand des Standbeines ab und dreht sich in Richtung der oberen Schulter nach oben und hinten auf. Parivrtta Trikonasana verbindet eine Standhaltung mit einer Drehhaltung und hat daher besonders viele positive Wirkungen. Hier erfährst Du alles über die Effekte der Asana, wie Du sie am besten übst und auf was Du dabei besonders achten solltest.

Die Variation des klassischen Dreiecks erleben

Wie bei vielen Yogaposen sagt der Sanskrit-Name eigentlich schon alles über die Asana aus: “Parivrtta” bedeutet “gedreht”, “Trikonasana” ist die Übung des Dreiecks (“Trikona” bedeutet “drei Winkel”). Der klassische Stand im Dreieck wird also noch um eine zusätzliche Drehung ergänzt: Während Du in Trikonasana aufrecht in einer weiten Grätsche stehst und Deine Arme und Hände parallel zum Boden hältst, nimmst Du in der gedrehten Form eine weite Schrittstellung ein, bei der der vordere Fuß nach außen, der hintere Fuß nach innen gedreht wird. Die Hand gegenüber des Standbeins platzierst Du an dessen Innen- oder Außenseite, direkt neben oder am Fuß. So geerdet drehst Du Deinen Körper und streckst Deinen oberen Arm nach oben zum Höchsten.

Die Wirkungen von Parivrtta Trikonasana kennenlernen

Parivrtta Trikonasana bietet Dir zum einen den Vorteile, die Dir alle Standpositionen schenken: Deine Beine werden aktiviert und gekräftigt. Die Drehung bringt Dir noch einen ganzen Strauß weiterer Vorzüge. Zum einen natürlich die Öffnung, die leicht Deine Hüften, insbesondere aber Deinen Brustkorb erfasst und Dich freier atmen lässt. Zum anderen eine Mobilisierung Deiner Hüften und der Wirbelsäule, die Dir mehr Beweglichkeit in diesen Bereichen verleiht. Durch die Dehnung im Bauchbereich werden Deine inneren Organe stimuliert und in ihrer Funktion angeregt. Hinzu kommt eine Kräftigung des Rückens, für deren Harmonie Du das gedrehte Dreieck unbedingt immer zu beiden Seiten solltest. Außerdem ist Parivrtta Trikonasana, wie Du schon beim ersten Üben spüren wirst, eine gute Schule für Dein Gleichgewicht.

Was es zu beachten gilt

Wie bei allen anderen Yoga-Asanas auch, erfährst Du die wohltuenden Wirkungen der Pose des gedrehten Dreiecks nur, wenn Du sie auch korrekt ausführst. Das gilt insbesondere für die Drehung im Bereich des unteren Rückens. Dies muss aus der Länge Deiner Wirbelsäule heraus erfolgen, sodass Du bewusst auf einen geraden Rücken mit nach vorne gezogenem Scheitel achtest, bevor Du Dich die Drehung einnimmst. Wichtig ist auch die obere Hand nicht sofort nach oben zu strecken. Gerne platzierst Du sie erst bei angewinkeltem Arm in Deiner Taille, um Dich ganz auf die Rumpfdrehung zu konzentrieren. Erst danach folgt der nach oben gerichtete Arm der Bewegung.

Hilfreiches

Parivrtta Trikonasana wird von Einsteigern oft deshalb als nicht ganz leicht empfunden, weil das Platzieren der Hand auf dem Boden bei durchgestreckten Knien auf Anhieb nicht immer gelingen will. Hier kannst Du Dir mit einem Block behelfen, den Du so drehst, dass er die für Dich richtige Höhe zum Üben bietet. Ebenso kannst Du gerne auch die obere Hand in der Taille verweilen lassen und auf die Armstreckung anfangs verzichten. Wichtig ist viel mehr, dass Du Dein Becken gerade hältst und es nicht kippst. Wenn die Stabilität im gedrehten Dreieck Probleme bereiten solltest, kannst Du Deinen hinteren Fuß auch an einer Wand platzieren und so Deinen Stand und Dein Gleichgewicht positiv beeinflussen. Wie bei allen Yogaposen achtest Du auf eine fließende Atmung auch in Parivrtta Trikonasana, das Du bis zu einer Minute einnehmen kannst.

Wichtig: Verzichte in der Schwangerschaft auf Parivrtta Trikonasana oder bei starken Problemen im Bereich des unteren Rückens. Bei niedrigem Blutdruck kann Schwindel auftreten, bei dem Du Dich vorsichtig aus der Haltung begibst. Deine Yogalehrer haben immer persönliche Alternativen für Dich.

Bild © sandsua / 123rf.com

Ardha Navasana: die Pose des halben Bootes

Ardha Navasana: die Pose des halben Bootes
Ardha Navasana: die Pose des halben Bootes

Poetisch ist der Ausdruck für diese Asana: Ardha Navasana ist das Sanskrit-Wort für die Haltung des halben Bootes. Du erkennst die Pose bei Yogis daran, dass sie mit auf der Matte liegendem Kreuzbein und Gesäß sowohl den Ober- als auch den Unterkörper leicht über dem Boden schwebend angehoben haben. Die Armen sind an den Seiten des Körpers nach vorne gestreckt und der Blick geht nach vorne zu den Füßen. Hier erfährst Du, wie Du Ardha Navasana üben kannst, wie sich das halbe vom ganzen Boot unterscheidet und welche Wirkung es Dir bei regelmäßigem Üben schenken kann.

Ganzes und halbes Boot im Blick

Beim ganzen Boot sind wie bei der halben Variante Beine und Oberkörper vom Boden gelöst. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede in Ausführung und Wirkung, sodass Du beide Bootsvarianten kennen solltest, um sie nicht zu miteinander zu vermischen und sie ganz bewusst in Deiner Yogapraxis einzusetzen. Beim ganzen Boot (Navasana) ist Dein Körper nur durch das Gesäß geerdet. Alle anderen Körperteile befinden sich in der Luft und Dein Körper nimmt eine V-Form durch Oberkörper und Unterkörper ein. Diese Übung erfordert vor allem Balance und Dehnfähigkeit in Deinen Oberschenkelrückseiten.

Das halbe Boot ist dadurch gekennzeichnet, dass der Rücken die Matte berührt. Presse den unteren Rücken fest auf die Matte, wenn Du Ardha Navasana einnimmst. Die Gliedmaßen sind nicht V-förmig angeordnet, sondern deutlich näher am Boden. Du wirst spüren, wie viel mehr Deine Bauchmuskeln hier im Vergleich zum ganzen Boot beansprucht werden!

Das halbe Boot gut vorbereiten

Das halbe Boot erfordert viel Kraft im Bauch. Eine kraftvolle Bauchmuskulatur ist wichtig, damit Du in Ardha Navasana nicht ins Hohlkreuz gelangst und Deinen Rücken überstrapazierst. Das ganze Boot erfordert ebenfalls Bauchmuskelkraft, aber nicht ganz so intensiv. Daher kannst Du mit Navasana beginnen und Dich immer ein Stück in Ardha Navasana begeben, indem Du Oberkörper und Beine sanft absenkst. Auch Gleichgewicht kannst Du im ganzen Boot gut üben. Ein Hilfsmittel ist der Gurt. Wenn es für Dich schwierig ist, die Beine zu strecken und den Rücken gerade zu halten, kannst Du ihn um Deine Füße schlingen und Dir die Asana dadurch spürbar erleichtern.

Positive Wirkungen von Ardha Navasana

Ardha Navasana ist ein echter Kraftspender. Neben Deiner Bauchmuskulatur spürst Du dies auch in einem starken Rücken. Auch Dein Hüftbeuger kann von dieser energiereichen Übungen deutlich profitieren. Die inneren Organe werden von Ardha Navasana ebenfalls häufig positiv beeinflusst. Der Darm und die Nieren gehören dazu, die Prostata des Mannes und die Schilddrüse. Insgesamt kann das halbe Boot bei regelmäßiger Übungspraxis eine wertvolle Unterstützung für eine gesunde Verdauung sein. Insbesondere bei Verstopfung kannst Du davon profitieren. Auch Stress kann in dieser Haltung abgebaut werden. Stell Dir dazu einfach vor, wie Du als Boot auf den Wellen schaukelst!

Gegenanzeigen für Ardha Navasana

Bei Durchfall und Menstruationsbeschwerden verzichtest Du aufgrund der großen Anspannung im Unterleib lieber auf das halbe Boot. Deine Yogalehrer können Dir wertvolle Alternativen dazu aufzeigen. Auch bei Asthma und Herzerkrankungen ist Vorsicht geboten, da die Anspannung in Ardha Navasana einen ungünstigen Effekt erzielen kann. Frag Deinen Arzt vorab, wenn Du Dir nicht sicher sein solltest. Ardha Navasana ist bei einer starken Verspannung des Nackens ebenfalls nicht optimal geeignet, da Du diese unter Umständen verstärken könntest. Du kannst im halben Boot aber Deinen Nacken gegen eine Wand lehnen und ihn so wirkungsvoll entlasten. Wichtig ist dabei nur, dass Du den genauen Abstand zur Wand vorher ermittelst.

Die Dauer langsam verlängern

Ardha Navasana ist eine Asana, die auf längere Haltung ausgelegt ist. Denn wie ein Boot auf dem Meer lange schaukeln kann ist auch Deine Bauchmuskulatur auf die Dauerbelastung ausgerichtet und darf entsprechend trainiert werden. Steigere die Sekundenanzahl einfach individuell. Wenn Du ins Hohlkreuz fällst, musst Du Dich spätestens aus der Haltung des halben Bootes begeben.

Bild © hedgehog / 123rf.com

Die Position der himmlischen Geister – Valakhilyasana

Die Position der himmlischen Geister - Valakhilyasana
Die Position der himmlischen Geister – Valakhilyasana

Bei der Yoga Position Valakhilyasana handelt es sich um eine anspruchsvolle Stellung, die nicht nur Disziplin und Dehnbarkeit fordert, sondern auch den ganzen Körper anspricht.

Die Stellung sollte entsprechend ihres Anspruchs nur von fortgeschrittenen Yogi durchgeführt werden, liefert dir im Gegenzug dazu aber eine effiziente Dehnung in Oberschenkeln, Oberkörper und vor allem auch den Hüftregionen.

Die einbeinige Taube als Vorübung

Die Position der himmlischen Geister – so die wortwörtliche Übertragung – kann als Fortführung der einbeinigen Taube (Eka Pada Rajakapotasana) betrachtet werden. Die einbeinige Taube sollte auch als Einstieg in die vollendete Ausführung von Valakhilyasana genutzt werden.

Hierzu nimmst du zunächst den abwärts schauenden Hund ein, schwingst dein rechtes Bein nach vorne und legst es vor deinem Körper ab. Dein linkes Bein ist weiterhin gestreckt nach hinten gerichtet.

Atme nun ein und senke die Hüfte zum Boden, indem du das linke Bein einknickst. Dein rechtes Bein liegt hierbei so vor deinem Körper, dass es vor deiner Hüfte kreuzt und dein rechter Fuß neben links neben deinem Becken liegt. Führe mit dem Einatmen die Arme nacheinander über den Kopf und winkle das linke Bein weiter an. Du solltest nun mit beiden Händen deinen Fuß greifen können, während du deinen Rücken nach vorne in den Bogen presst.

Es mag dir zunächst nicht leicht fallen, deinen Fuß zu erreichen und selbst das mühelose Umgreifen deines Fußes bereitet anfangs häufig Schwierigkeiten. Du wirst jedoch schnell feststellen, dass deine Koordination mit jeder Ausführung besser wird.

Wenn du den Fuß bequem erreichst und (nur) wenn du dich in dieser Position wohl fühlst, bewege deinen linken Unterschenkel hinter dir langsam zum Boden und führe den Bogen deines Oberkörpers weiter nach hinten.

Valakhilyasana – Position der himmlischen Geister

Kannst du die einbeinige Taube mit wenig Mühe erreichen und halten, kannst du beginnen, Valakhilyasana einzuüben. Löse aus der Taube zunächst die Hände und lasse dein linkes Bein zu Boden sinken. Indem du deine Arme gerade nach hinten streckst, umgreifst du dein Schienbein auf halber Strecke zwischen Knie und Knöchel. Du kannst deinen Unterschenkel hierbei zunächst einknicken, um den Griff zu finden. Durch eine Streckung des Beines ziehst du deinen Oberkörper weiter in den Bogen, lasse dich mit jedem Ausatmen etwas tiefer in die Position sinken und versuche, normal weiter zu atmen. Gerade anfangs kann es schwer fallen, in der Streckung des Rückens einen entspannten Atemrhythmus zu finden.

Zum Verlassen der Position lässt du deine Hände ganz einfach los und führst dein Bein sachte zurück zum Boden ohne es in Position schnellen zu lassen. Versuche, deinen Rücken langsam wieder in eine entspannte Position zurückkehren zu lassen.

Wiederhole Valakhilyasana nun auf der anderen Seite.

Variation und zielführende Übungen

Häufig fällt es Einsteigern schwer, die notwendige Dehnbarkeit in Rücken, Beinen und Hüfte aufzubauen. Um eine leichtere Durchführung von Valakhilyasana zu ermöglichen, kannst du aber auf Hilfsmittel zurückgreifen. Ein zusammengerolltes Handtuch unter deinem Schienbein etwa erlaubt dir einen längeren Hebel. Dadurch musst du nicht sofort mit starker Dehnung und weitem Bogen einsteigen, sondern kannst dich langsam an die Grenzen deines Körpers herantasten.

Oftmals kann es auch hilfreich sein, hierbei auf die Hilfe eines Partners zurückzugreifen, statt blind hinter dem Rücken nach einem Handtuch oder Gummiband zu “fischen”.

Ein Asana, das sich lohnt

Valakhilyasana ist eine anspruchsvolle Position, aber die Durchführung lohnt sich. Die Aufdehnung der Hüfte, die Streckung der gesamten Wirbelsäule und die Dehnung der langen Muskulatur der Beine verbindet sich in der Übung, die auch König der Tauben genannt wird, zu einer umfassenden Schulung für den gesamten Körper.

Neben dieser physisch sofort wahrnehmbaren Dehnung kann Valakhilyasana auch dazu beitragen, die Durchblutung des Unterkörpers zu fördern und dabei helfen, Selbstvertrauen zu spenden und Angstzustände abzubauen.

Dieses anspruchsvolle, schöne und umfassende Asana beherrschen lernen, lohnt sich auf jeden Fall.

Bild © byheaven / 123rf.com

Marichyasana: Sitzen wie ein Weiser

Marichyasana: Sitzen wie ein Weiser
Marichyasana: Sitzen wie ein Weiser

Marichi ist im Hinduismus wie im Yoga eine wichtige Persönlichkeit. Der Sohn des Brahma gilt als einer der sieben Seher und im diesem indischen Glauben als Urvater der Menschen. Kein Wunder, das auch der Name Marichi eine imposante Bedeutung hat: Übersetzt bedeutet der Name Blitzstrahl und kennzeichnet so den Impuls für die Menschwerdung auf der Erde. Diese Persönlichkeit wurde die Würde zuteil, im Yoga gleich mit mehren Positionen geehrt zu werden. Es handelt sich um den Drehsitz Marichyasana, der in seinen unterschiedlichen Varianten der Einfachheit halber durchnummeriert wurde.

Die wohltuenden Wirkungen des Drehsitzes

Ganzheitlich auf Körper, Geist und Seele wirken gehört der Drehsitz zu den wichtigen Übungen im Yoga. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du Marichyasana in Grad I, II oder III übst. Wie im Yoga an vielen Beispielen belegbar übst Du immer dort, wo Du Dich gerade befindest. Du entdeckst Optionen, mit denen Du Dein Leistungsniveau verbessern kannst, an Deine Grenzen gelangst, aber sie nicht überschreitet. Genauso verhält es sich mit Marichyasana, dessen heilsame Wirkungen Du auf jeder Stufe spüren kannst. Du kannst für Dich entscheiden, welche Ausführung für Dich am besten ist!

Die Wirkung auf den Körper beschenkt Dich mit einer reichen Palette an Positivem. Zunächst werden Wirbelsäule und Rücken, je nach Anteil und Seite, gleichzeitig gedehnt und gekräftigt. Das trägt viel zu einer muskulären Balance bei. Diese ist wichtig für einen stabilen Rumpf, den Du bei allen Deinen Bewegungen im Alltag und auch beim Yoga benötigst. So kannst Du unter Umständen mit Marichyasana auch Rücken- und Hüftbeschwerden leichterer Natur lindern oder sogar beseitigen. Auch der Schulterbereich wird gedehnt. Das hilft Dir vielleicht ganz besonders dann, wenn Du im Beruf viel am Computer arbeiten musst oder auch sonst einseitige Belastungen in diesem Bereich hast. Und: Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich sind oft auch die Ursache für Kopfschmerzen, die Du durch den heilsamen Drehsitz ebenfalls in den Griff bekommen könntest.

Auch auf die inneren Organe wirkt der Drehsitz oft wohltuend. Die Organe einer Bauchseite werden durch die Drehung sanft massiert. Das kann Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Verstopfung lindern.

Der Drehsitz Marichyasana wirkt durch die Stimulierung der Nervenbahnen, die aus der Wirbelsäule kommen, vitalisierend. Er regt Deinen Geist an und vertreibt oft auch trübe Stimmung, sodass er ein gutes Mittel gegen Stress und für mehr Wohlbefinden ist. Gut zu wissen: Der Drehsitz in seiner leichten Variante ist auch auf einem Bürostuhl möglich. So kannst Du Dir auch am Arbeitsplatz mit dieser wertvollen Yoga-Asana frische Kräfte holen.

Gegenanzeigen beachten

Wenn Du an Schlaflosigkeit leidest, solltest Du Dir von Deinen Yogalehrern ein Alternative zu Marichyasana zeigen lassen, da die vitalisierende Wirkung vielleicht kontraproduktiv auf das Einschlafen wirkt. Auch bei Migräne solltest Du vorsichtig sein. Bei Rückenschmerzen, die eine medizinische Ursache haben, fragst Du am besten bei Deinem behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten nach, ob und in welcher Stärke Du eine Drehung im Rückenbereich eingehen darfst.

Verschiedenen Marichyasana Varianten ausprobieren und erleben

Marichyasana hat den Vorteil, dass Du genau die Variante wählen kannst, die Dir augenblicklich gut tut. Der Klassiker ist der Drehsitz im Sitzen auf der Matte oder einer Decke. Du beginnst beim Üben im Langsitz mit gestreckten Beinen. Wichtig ist, dass Du bereits hier auf eine aufrechte Haltung in Deiner Wirbelsäule achtet. Denke Dir, dass Dein Scheitel wie an einem Faden nach oben gezogen wird! Nun winkelst Du ein Bein an und ziehst den Fuß nah an Dein Gesäß heran. Du führst den Gegenarm mit dem Ellenbogen über das angewinkelte Knie. Mit der anderen Hand stützt Du Dich weit hinten am Boden am und verwringst Deinen Oberkörper in Richtung der Seite des angewinkelten Beines. Halte die Asana für ein paar Atemzüge. Fortgeschrittene fassen die Arme hinter dem Rücken. Wichtig: Vergiss nie, auch gegengleich zu üben!

Bild © anderm / 123rf.com